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Das gehorsame Paar - Kapitel 4 & 5


Ni****

Empfohlener Beitrag

Der Text ist heiß!

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Kapitel 4
Die Einladung
Robin

Robin überlegte lange, bevor er zu schreiben begann. Nicht, weil er unsicher war, was er wollte, sondern weil er sich sicher sein wollte, wie er es wollte. Er hatte lange genug in Meetings gesessen, um zu wissen: Der erste Satz entscheidet, wie ein
Gespräch verläuft.
Also schrieb er selbst, direkt an Annika, ohne Umwege über Laura: „Ich würde mich freuen, wenn wir drei zusammen essen gehen — du, Laura und ich. Kein großes Thema, nur ein ruhiger Abend, bei dem wir uns in Ruhe kennenlernen können.“
Er schickte die Nachricht ab, bevor er sie noch einmal lesen und zerpflücken konnte, und legte das Handy bewusst zur Seite. Es war ein kleiner Schritt, aber er wusste genau, was er damit tat: Er
öffnete eine Tür, die er nicht mehr schließen konnte, sobald sie einmal aufstand — und zum ersten Mal seit Langem war er bereit, genau das zuzulassen.
Die Antwort kam schneller, als er erwartet hatte. Nur zwei Worte:
„Gerne. Wann?“

Kapitel 5
Im Garten
Robin

Robin hatte den Tisch selbst reserviert, unter seinem eigenen Namen, in einem Restaurant, das er seit Jahren kannte und dessen Inhaber wusste, wann Diskretion mehr wert war als jede weitere Empfehlung. Der Garten lag hinter dem Haupthaus,
umgeben von hohen Hecken, die Tische so großzügig verteilt, dass man am Nachbartisch höchstens ein Lachen hörte, nie ein Wort. Ein warmer Sommerabend, das Licht noch golden, die Luft nach Lavendel und frisch geschnittenem Gras.
Die Kellnerinnen bewegten sich zwischen den Tischen wie selbstverständlich elegant, jede sorgfältig gekleidet, jede in Heels, obwohl der Boden aus grobem Natursteinpflaster kaum dafür
gemacht war — ein Detail, das Robin nicht entging und das er sich, mit einem kurzen Seitenblick zu Laura, für später merkte.
Robin und Laura kamen gemeinsam, Annika traf kurz nach ihnen allein ein. Beide Frauen trugen elegante, körperbetonte Abendkleider, beide auf hohen Heels, die Haare zu einem strengen Zopf gebunden — als hätten sie sich ohne Absprache
aufeinander abgestimmt. Robin selbst trug eine dunkle Chino, ein weißes Hemd, dazu ein Sakko und Loafers, bewusst weniger förmlich als im Büro, aber immer noch mit der Ruhe eines Mannes, der genau wusste, wie er wirkte.
Er bestellte eine Flasche Weißwein und Wasser für alle drei, ohne lange zu fragen, und ein paar Vorspeisen zum Teilen. Es war ein Abend, der sich Zeit ließ — sie sprachen über ihren Tag, darüber, wie lange es her war, seit einer von ihnen wirklich gut gegessen hatte, und irgendwann, zwischen zwei Gängen, stellte Laura fest, dass keiner von ihnen in diesem Jahr schon Urlaub geplant hatte. „Ich würde gerne mal wieder in den Süden“, sagte
sie, und Annika nickte sofort. „Ich auch. Meer, Hitze, nichts, was ich entscheiden muss.“ Robin lachte leise. „Das Letzte glaube ich dir nicht.“
Das Gespräch wurde tiefer, ohne dass es jemand bewusst gelenkt hätte. Sie sprachen über Gefühle, über die Dinge, die man sich sonst nicht eingestand, und irgendwann, wie von selbst,
über BDSM — nicht als Tabu, sondern als etwas, das alle drei am
Tisch auf ihre eigene Weise trugen. Annika erzählte, ohne dass Robin oder Laura sie danach gefragt hätten, von ihrem Sklaven, der draußen im Wagen wartete, geduldig, wie immer. „Er macht
alles richtig“, sagte sie, den Blick auf ihr Glas gerichtet, „und trotzdem füllt er mich nicht aus. Es fehlt etwas, das ich bisher bei niemandem gefunden habe.“
Laura und Robin sahen sich kurz an, ein Blick, der mehr sagte als jedes Wort, das einer von ihnen hätte finden können. Der Abend war noch lange nicht vorbei, aber etwas hatte sich bereits verschoben, still und unaufhaltsam, zwischen den drei Gläsern auf dem Tisch.

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