Wö**** Geschrieben vor 3 Stunden Vor 6 Minuten , schrieb Eiskalt: Ich finde das allgemeine Verständnis von D/s Macht und Konsen das hier erwähnt wird erst mal für mich, richtig. es sticht für mich aber explizit eine Aussage, die du getroffen hast, heraus: „Macht kann nur abgegeben werden, wenn man sie hat.“ Jetzt stellt sich mir die Frage unabhängig und abgekoppelt von Selbstbestimmung und eigenen Willen, worin liegt denn diese Macht einer der devoten Person?  So wie sich das hier alles ließt, ist es ausschließlich der „Rahmen“ in dem gespielt wird.
original-LuDa Geschrieben vor 3 Stunden Ich sehe in der Devotion nicht wirklich Macht. Grundlegend muss der devote Mensch Emanzipation erreichen um sich überhaupt entscheiden zu können, die Kontrolle abzugeben. Wenn diese Person die Kontrolle an einen anderen Menschen abtritt, stellt das eine Vertrauensbasis dar, die nicht ständig wiederholt oder bestätigt werden muss. Der dominierende Mensch hat ab hier die Verantwortung, diesem Menschen keinen Schaden zuzufügen, sollte aber selbst emanzipiert sein, um Grenzen zu erkennen. Ich Frage mich, ob devote Menschen, die von devoter Macht sprechen, wirklich devot sind oder nur nach einem starken Ruhepol suchen bzw. an Menschen geraten sind, die die menschlichen Grenzen nicht verstehen wollen. Dominanz ist eine weitaus größere Verantwortung als die Kindererziehung und die ist schon eine Herausforderung.
Ro**** Geschrieben vor 2 Stunden Wenn das Machtgefälle 24/7 aufrecht steht - wo hat da der devote Mensch Macht? Es geht immer tiefer in die Psyche des Bottom, wie kann er sich lossagen? Es fängt vielleicht mit einem kleinen Rahmen an, aber der vergrößert sich immer mehr. Hat Bottom also Macht weil er es zulässt, dass der Top nimmt? Tiefe Verbindung wird doch sehr häufig angestrebt. Was soll das eigentlich genau sein? Abhängigkeit? Liebe? Oder das "ich-brauche-das"?
Al**** Geschrieben vor 2 Stunden vor 18 Stunden, schrieb Persephoneia: Heute sagte eine Kollegin etwas, das bei mir hängen geblieben ist: „Devote haben mehr Macht, als ihnen bewusst ist.“ Ich musste sofort zustimmen, auch wenn ich im ersten Moment gar nicht sagen konnte, warum. Vielleicht liegt genau darin die Stärke von Submission: Du gibst Macht ab, aber nur, weil du selbst die Macht hast, sie zu geben. Oder sehe ich das zu einfach? Wo liegt für euch die eigentliche Macht der devoten Person? Mich würde interessieren wie sie das begründet hat? Am Anfang ja, in der ds nein. Immerhin hat sub mir dieses Befugnis gegeben und will diese macht gar nicht. Auflösen der ds /Beziehung können beide, immer und überall. Also hat da auch sub nicht mehr macht 🤔.... Hat die Dame das iwie begründet 👀 ich bin so fu* neugierig
Pe**** Geschrieben vor 1 Stunde Autor vor 58 Minuten, schrieb Alexiel_Mistress: Mich würde interessieren wie sie das begründet hat? Am Anfang ja, in der ds nein. Immerhin hat sub mir dieses Befugnis gegeben und will diese macht gar nicht. Auflösen der ds /Beziehung können beide, immer und überall. Also hat da auch sub nicht mehr macht 🤔.... Hat die Dame das iwie begründet 👀 ich bin so fu* neugierig Nein, wir kamen nicht mehr dazu
Vi**** Geschrieben vor 1 Stunde Ich glaube tatsächlich, dass da sehr viel Wahres dran ist. Für mich liegt die Macht der devoten Person vor allem darin, dass sie selbst entscheidet, wem sie diese Macht überträgt und wie weit sie bereit ist, sich hinzugeben. Allerdings finde ich die Aussage, dass die devote Person eigentlich die Macht hat, auch etwas schwierig. Denn wenn ich am Ende doch alles kontrolliere, wo bleibt dann das Machtgefälle? Für mich ist Hingabe eben nicht gleich Machtlosigkeit. Ich möchte Kontrolle abgeben, mich fallen lassen und vertrauen dürfen. Und genau da liegt für mich auch die eigentliche Stärke. Sich bewusst verletzlich zu machen und darauf zu vertrauen, dass der andere verantwortungsvoll damit umgeht. Und ich glaube, gerade in einer tiefen, gewachsenen D/s-Beziehung geht es gar nicht darum, wer nun mehr Macht hat. Beide tragen Verantwortung, nur eben auf unterschiedliche Weise. Für mich ist die größte Stärke einer devoten Person deshalb nicht, heimlich die Fäden in der Hand zu halten, sondern sich wirklich hingeben zu können, ohne sich dabei selbst zu verlieren.😊
Pe**** Geschrieben vor 40 Minuten Autor Ich habe mir sehr interessiert all eure Antworten durchlesen und fand es wirklich spannend zu sehen, wie unterschiedlich oder eben ähnlich dieses Thema gesehen und bewertet wird. Ich möchte nur meine persönliche Anmerkung dazu kurz machen: egal in welches Verhältnis man zwischenmenschlich zueinander steht, wir sind immer in Machtverhältnissen. Manchmal nur ganz subtil und manchmal ganz eindeutig. Macht bedeutet auch nicht immer Kontrolle und Macht zu haben oder eben nicht ist auch grundsätzlich nichts verkehrtes. Ich denke es kommt eben wie alles im Leben, darauf an wie und in welchem Umfang ich es nutze. Mein Interesse bezog sich auch auf das gegensätzliche. Im allgemeinen ist die devote Person ja bewusst in der Position und trotzdem hat AUCH sie Macht. Wie bewusst diese erlebt und ausgelebt wird war der interessante Teil für mich zusätzlich. Danke für all eure Gedanken und Ideen zu dem Thema 😊
Empfohlener Beitrag