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Woran erkennt man aus eurer Sicht, ob jemand besser aussteigen sollte? Und was hat euch oder anderen geholfen, trotz vorhandener Unsicherheiten in der Szene zu bleiben. Habt ihr Ähnliches erlebt oder beobachtet?


Sl****

Empfohlener Beitrag

vor 9 Stunden, schrieb SlaveBelle:

 

Vielen Dank für den Tipp, ich werde mir das mit den Vereinen und Anlaufstellen mal ansehen. Und was die Kindheit betrifft, meine war wunderschön, in die möchte ich am liebsten zurückkriechen.🤧

Schau mal nach MaydaySM - neben dem Notfalltelefon sind die auch per E-Mail erreichbar. Da sitzen ehrenamtliche Berater, die selbst Praktizierende sind.

vor 11 Minuten, schrieb SlaveBelle:

 um Red Flags rechtzeitig zu erkennen, die ich selbst eben nicht erkenne und die mich eher noch anziehen, statt mich abzuschrecken. 

Kontaktverbote und die Kontrolle darüber, ob die eingehalten werden ist so eine deutliche red flag...

Und davon gab es hier im Verlauf einige andere, die dazukommen mit deinen "Mentoren". Geh zu Stammtischen und nutze seriöse Hilfsangebote - gerade wenn einer deiner Exdom hier einen Permabann hat, deutet das in keine gute Richtung... Das sehe nicht nur ich so, dass du da in einer Abhängigkeit gehalten werden sollst, statt neutral beraten zu werden. 

Vor 2 Stunden, schrieb SlaveBelle:

Ich möchte an dieser Stelle noch einmal ein paar Dinge klarstellen, weil ich den Eindruck habe, dass einige meine Situation falsch einordnen!?

Ich bin nicht suizidgefährdet, und es besteht keine Gefahr im Verzug. Der Wunsch nach einem Dom an meiner Seite ist keine Krise, sondern einfach Ausdruck meiner Sexualität, meiner Kink Seite. Ich stehe eben auf Doms und Dynamiken, und ich denke nicht, dass das eine Erkrankung ist oder falsch. Mit vanilla geprägten Männern werde ich schlicht nicht warm, für mich eine klare Präferenz. Ich stehe stabil im Leben, beruflich verankert, in Führungsverantwortung, mit einem geregelten Alltag und einem funktionierenden sozialen Umfeld.

Aber: Ich bin in der Vergangenheit manipuliert worden. Einige Doms haben dabei gezielt Triggerpunkte berührt, und in diesem Zustand habe ich Grenzen und Gefahren nicht mehr zuverlässig erkannt. Genau darin liegt nun meine Verletzlichkeit, nicht in meinem Wunsch nach einem dominanten Part an meiner Seite. Deshalb raten mir meine Mentoren zu einem vollständigen Ausstieg aus der Szene, bis ich wieder klar unterscheiden kann, zwischen einem verantwortungsvollen Dom und jemandem, der meine Muster ausnutzt. Ich prüfe das ganze und ich entscheide am Ende dennoch selbst.

Was mir dabei tatsächlich helfen könnte, ist ein Austausch mit starken Frauen, um Red Flags rechtzeitig zu erkennen, die ich selbst eben nicht erkenne und die mich eher noch anziehen, statt mich abzuschrecken. Insofern bin ich für entsprechende Hinweise und Kontakte dankbar. Danke an alle, die bisher differenziert und respektvoll geantwortet haben.

Niemand hier würde behaupten, dass der Wunsch nach der Beziehung zu einem Dom krank ist - hoffe ich zumindest, weil das Kink-Shaming wäre.

Vor 38 Minuten , schrieb TaliX:

Auch noch einmal von mir - Stammtisch! Die "Szene" besteht nicht aus lauter verdächtigen Gestalten. Stammtische sind voll renitenter Subs, niedlicher Pärchen und verpeilter Doms. Man verlnallt sich da nicht sofort in einen mysteriösen Fremden, sondern redet über völlig normale Sachen, macht Witze, und kommt spät in der Nacht vlt mal auf Themen. Das sind lauter bodenständige bis exaltierte Leute, mit denen man auch im Pulk auf Parties gehen kann. Du scheinst das Bild eines Kultes vor Augen zu haben. In Deinem Fall ist die Szene Dein Freund. Statt Dich beglucken zu lassen, geh einfach gucken, besuch nen Workshop, ne Lesung, Stammtisch. Befreunde Dich mit anderen Subs zum Austausch. Heil von Deinen alten Beziehungen, schau Dir gesunde an. Überdenke Dein Datingmuster: Es ist wie Shopping. In dem Laden gehen, nix kaufen. Zurücklegen lassen. Kaufen und umtauschen. Je mehr Du willst, desto langsamer fängst Du an. Dating kommt vor...Vertragsunterzeichnung. Du brauchst gerade Einkaufsbummel am Sonntag - nichts kaufen, nur gucken, ins Café mit anderen setzen.

👍

Vor 42 Minuten , schrieb TaliX:

Auch noch einmal von mir - Stammtisch! Die "Szene" besteht nicht aus lauter verdächtigen Gestalten. Stammtische sind voll renitenter Subs, niedlicher Pärchen und verpeilter Doms. Man verlnallt sich da nicht sofort in einen mysteriösen Fremden, sondern redet über völlig normale Sachen, macht Witze, und kommt spät in der Nacht vlt mal auf Themen. Das sind lauter bodenständige bis exaltierte Leute, mit denen man auch im Pulk auf Parties gehen kann. Du scheinst das Bild eines Kultes vor Augen zu haben. In Deinem Fall ist die Szene Dein Freund. Statt Dich beglucken zu lassen, geh einfach gucken, besuch nen Workshop, ne Lesung, Stammtisch. Befreunde Dich mit anderen Subs zum Austausch. Heil von Deinen alten Beziehungen, schau Dir gesunde an. Überdenke Dein Datingmuster: Es ist wie Shopping. In dem Laden gehen, nix kaufen. Zurücklegen lassen. Kaufen und umtauschen. Je mehr Du willst, desto langsamer fängst Du an. Dating kommt vor...Vertragsunterzeichnung. Du brauchst gerade Einkaufsbummel am Sonntag - nichts kaufen, nur gucken, ins Café mit anderen setzen.

Das Bild des Kultes, das du beschreibst, kenne ich tatsächlich, es hat viel mit meiner Vorgeschichte und den Fakes zu tun, die mich geprägt haben, und vermutlich weniger mit der Realität. Der Vergleich mit dem Shopping ist treffend, nichts kaufen, nur gucken, sich in Ruhe umsehen, vielleicht lasse ich dennoch etwas mitlaufen 😅. Danke für den Anstoß, ich nehme ihn mit.

Vor 8 Minuten , schrieb Handcuffs_1985:

Niemand hier würde behaupten, dass der Wunsch nach der Beziehung zu einem Dom krank ist - hoffe ich zumindest, weil das Kink-Shaming wäre.

Ich habe kein Problem damit, es offen zu sagen, dass ich auf dominante Männer stehe. Dann flattern eben weniger Schmetterlinge im Bauch als bei einem vanilligen, die man in manchen Fällen ohnehin wieder rauskotzt.

Why does he do that? von Lundy Bancroft ist übrigens ein sehr, sehr gutes Buch von einem Ther.apeuten, der mit Täter-Männer gearbeitet hat. Wird ständig empfohlen im englischsprachigen Raum (gibt's aber auch auf Deutsch), weil es bei der Heilung hilft, die Mythen über Täter zu dekonstruieren, die Opfern eingetrichtert werden. Beispielsweise "er hat keine Kontrolle" - doch, natürlich, er stranguliert ja auch nicht plötzlich seinen Vorgesetzten.

vor 8 Minuten, schrieb TaliX:

Why does he do that? von Lundy Bancroft ist übrigens ein sehr, sehr gutes Buch von einem Ther.apeuten, der mit Täter-Männer gearbeitet hat. Wird ständig empfohlen im englischsprachigen Raum (gibt's aber auch auf Deutsch), weil es bei der Heilung hilft, die Mythen über Täter zu dekonstruieren, die Opfern eingetrichtert werden. Beispielsweise "er hat keine Kontrolle" - doch, natürlich, er stranguliert ja auch nicht plötzlich seinen Vorgesetzten.

Bei Buchempfehlung kann ich nur weitergegeben, was eine Spielpartnerin empfiehlt - Jenseits des Safewort von einer Isabella. Geht genau um toxische Beziehung unter dem Deckmantel BDSM. Ich hab das bisher noch nicht selbst gelesen.

Ich weiß gerade nicht, ob hier überhaupt noch Zitate von Abschnitten möglich sind, daher kopiere ich das mal von dir @SlaveBelle
"Mein letzter Dom vereinte all das in sich. Ich wurde zunehmend abhängiger, Schritt für Schritt wurde mir alles egal. Grenzen wurden angetastet, war mir ebenso recht egal. Er ist jedoch noch rechtzeitig vor unserem ersten Treffen aufgewacht, beziehungsweise wurde er von meinem ersten Dom wachgerüttelt. Ich war gekränkt, massiv geblendet, gutgläubig, leer und ausgelaugt."

Dieser Absatz macht mich persönlich enorm stutzig. Im nächsten Absatz schreibst du nämlich, dass diese Person noch dein Mentor ist und in mir hinterlässt das ein sehr schlechtes Bauchgefühl. Ich persönlich(!) würde nicht Menschen, die mir wehgetan haben, mich verletzt haben, irgendetwas an mir ausgenutzt haben, noch weiterhin als Mentoren haben wollen - geschweige denn Exdoms. Wobei letztere wirklich eher persönliche Sache ist, bei ersterem sehe ich allerdings ein gewisses Risiko. Es ist und bleibt allerdings deine Entscheidung - kann mich da aber einigen Leuten nur anschließen -> denk hier bitte noch einmal darüber nach, ob das gut für dich ist in dem Kontext, wie das gerade existent ist. Oder ob es nicht ein besseres Wachstum ermöglicht, wenn sie hier wirklich mehr auf Zuruf Mentoring betreiben oder du sogar mal ein paar Monate auf Abstand gehst um zu schauen, was du eigentlich selbst bist und was sie. Vollkommen ungeachtet, welche Intentionen diese zwei Menschen haben – es kann wirklich helfen, mal Kontakt abzubrechen und das mal alles zur Ruhe kommen zu lassen. Vor allem emotional.

Grundsätzlich muss jeder Mensch für sich selbst entscheiden, ob und wie im BDSM Kontext verblieben werden kann, was die Konsequenzen hierfür sind etc. pp. Menschen, die es absolut nicht hinbekommen, sich nicht als Täter aufzuführen, sollten die "Szene" (es gibt keine einzelne Szene sondern mehrere) verlassen. Menschen, denen BDSM grundsätzlich nicht gut tut, egal, was sie tun, keine Erfüllung ist, die keine Neigungen besitzen in dieser Richtung, sollten hier ebenfalls ggf. vielleicht nicht unterwegs sein. Mancher gesundheitlicher Grund könnte gegen die Ausführung bestimmter Praktiken sprechen und wenn das dann das Einzige ist, was im BDSM Kontext ausgelebt wird, ist ein Austritt wohl auch eher die einzige Option, wenn die Alternative der Tod ist und Mensch noch leben möchte.
Desweiteren kann es durchaus Bereiche geben, wo sich Menschen, trotz Fantasien / „Bedürfnisse“ (alias Wünsche und nicht Grundbedürfnisse), fernhalten sollen. Ob dauerhaft oder eben für eine bestimmte Zeit, muss dann auch geschaut werden. Daher stellt sich mir die Frage: Muss es für dich direkt Sklavin / TPE / 24/7 sein oder könntest du dir erstmal einen sicheren Erfahrungsboden von Praktiken aufbauen bsp. auf Augenhöhe, in sessionbegrenzten Machtgefällen? Zum Erfahrungswerte sammeln?

Gegen deine Punkte "zu schnell vertrauen", "manipulierbar", "naiv", "kaum hinterfragen" lassen sich Verhaltensskripte / Lösungen finden. Hier musst du aber vor allem dir selbst eigene Grenzen setzen und daran arbeiten, diese einzuhalten und es üben. Es ist nicht unmöglich, es ist aber auch nicht von heute auf morgen mit einem Fingerschnippen erledigt. Vor allem wirst du da viel selbstständig an dir arbeiten müssen.

Ich bin auch mehrfach gehörig auf die Schnauze gefallen, mittlerweile kenne ich meine Ursachen, meine blinden Punkte und arbeite hier auch an meinen Grenzen - reflektiere vor allem, was zu wem geführt haben könnte, wo ich mein Verhalten ändern muss, wo ich mich an meine eigenen Grenzen halte. Und oh ja, gerade einige Menschen, die nicht für mich gut sind, sind glitzernde Schätze, auf die ich (sehr gerne) anspringe bzw. mein Gehirn - aber genau das ist mittlerweile mein Warnzeichen ;) Und ja, hier gibt es auch diverse Außenstehende, die auch ihre Einschätzungen geben, darunter auch Menschen, wo ich auch Rat suche, ob ich eine Situation richtig einschätze. Genauso habe ich aber auch ernstgemeinte „Meldungen“ ignoriert aufgrund meiner rosaroten Brille oder anderen Thematiken. Hier kann wirklich eine Blindheit entstehen bis die Person es da selbst rausschafft.
Wer hauptsächlich negative / unangenehme Erfahrungen in (BDSM) Beziehungskontexten gemacht hat, nimmt dies ggf. als sehr vertraut war und wird regelrecht davon dann auch angezogen. Das Nervensystem kann das bekannte ungesunde sogar als „sicher“ einstufen, da bekannt und gewohnt (Menschen sind Gewohnheitstiere und so 😉 ). Gesunde Bindungen, die einem eigentlich guttun und richtig sind, können hier dann auch wie eine Gefahr wirken (und dieses Gefühl ist wirklich ekelhaft… und für mich nicht so unbedingt einfach auszuhalten. Aber es wird!). Wie gesagt, das ist eine Möglichkeit, wie sich das auswirken kann – muss nicht auf jeden zutreffen.
Grundsätzlich dauert es wohl seine Zeit, solche Muster zu durchbrechen und einige Muster lassen sich vielleicht auch (leider) nur in solchen Situationen durchbrechen. Du kannst dich vorbereiten, kannst dir alle möglichen theoretischen Sachen durchlesen, Rollenspiele zur Übung nutzen, aber in der eigentlichen echten Situation fällt es dir vielleicht doch wieder schwer. Theoretisch solltest du aber dann zumindest etwas besser reagieren können als in den Situationen davor. Das habe ich persönlich zumindest hieraus mitgenommen, eine Verkürzung der Verbleibungszeit in einer toxischen Beziehung ist für mich schon ein Erfolg. Ich erwarte von mir nicht, direkt alle üblen Menschen erkennen zu können, egal wie super toll sie ihre Maske aufbauen – das ist utopisch. Der einzige Weg, um das erfolgreich direkt zu verhindern wäre komplette Isolation vor allen Menschen… Nicht meine Alternative. Also lebe ich mit dem Risiko weiterer negativer Erfahrungen und schaue, dass ich mein Sicherheitsnetzwerk so aufbaue, dass die Konsequenzen hiervon niedrig bleiben.
Ich mache mir aber auch klar, dass ich hier nicht alleine daran Schuld bin, an diverse Persönlichkeiten geraten zu sein und es auch nicht meine Schuld ist, dass ich so bin wie ich bin! Das ist die ***sklamottendiskussion in Psychologisch… Weiter oben wurde schon erwähnt, dass bsp. Psychopathen richtige Charmebolzen sein können, narzisstische Menschen sind das stellenweise auch. Teilweise bekommen wir Manipulation direkt oder indirekt von Kindesbeinen an beigebracht. Teilweise legt unsere Kindheit es uns in die Wiege, dass wir hier anfälliger dafür sind – „Lovebombing bei den Eltern? Super, dann spring ich darauf auch bei möglichen Partnern an.“ – „Liebe gebunden an Bedingungen? Klar, so muss das also auch später laufen.“ Etc. pp. Die Welt ist voll von weiterer Manipulation und Möglichkeiten zu lernen, wie wir selbst das bei Menschen anwenden können. Siehe Telefonbetrüger, Scams und Co. – deren Tricks dann auch erst einmal bekannt werden müssen, ehe hier Vorsorge geleistet werden kann.
Fehler sind zum Lernen da. Und ich kann bei diesem Fehler lernen, dass ich es komplett sein lasse oder das ich anders an die Sache herangehen muss und auf dem Weg dahin vermutlich den ein oder anderen Fehler, den ein oder anderen Kratzer, ebenfalls noch mitnehmen werde.

Vor 6 Minuten , schrieb Seilfuchs:

Ich weiß gerade nicht, ob hier überhaupt noch Zitate von Abschnitten möglich sind, daher kopiere ich das mal von dir @SlaveBelle
"Mein letzter Dom vereinte all das in sich. Ich wurde zunehmend abhängiger, Schritt für Schritt wurde mir alles egal. Grenzen wurden angetastet, war mir ebenso recht egal. Er ist jedoch noch rechtzeitig vor unserem ersten Treffen aufgewacht, beziehungsweise wurde er von meinem ersten Dom wachgerüttelt. Ich war gekränkt, massiv geblendet, gutgläubig, leer und ausgelaugt."

Dieser Absatz macht mich persönlich enorm stutzig. Im nächsten Absatz schreibst du nämlich, dass diese Person noch dein Mentor ist und in mir hinterlässt das ein sehr schlechtes Bauchgefühl. Ich persönlich(!) würde nicht Menschen, die mir wehgetan haben, mich verletzt haben, irgendetwas an mir ausgenutzt haben, noch weiterhin als Mentoren haben wollen - geschweige denn Exdoms. Wobei letztere wirklich eher persönliche Sache ist, bei ersterem sehe ich allerdings ein gewisses Risiko. Es ist und bleibt allerdings deine Entscheidung - kann mich da aber einigen Leuten nur anschließen -> denk hier bitte noch einmal darüber nach, ob das gut für dich ist in dem Kontext, wie das gerade existent ist. Oder ob es nicht ein besseres Wachstum ermöglicht, wenn sie hier wirklich mehr auf Zuruf Mentoring betreiben oder du sogar mal ein paar Monate auf Abstand gehst um zu schauen, was du eigentlich selbst bist und was sie. Vollkommen ungeachtet, welche Intentionen diese zwei Menschen haben – es kann wirklich helfen, mal Kontakt abzubrechen und das mal alles zur Ruhe kommen zu lassen. Vor allem emotional.

Grundsätzlich muss jeder Mensch für sich selbst entscheiden, ob und wie im BDSM Kontext verblieben werden kann, was die Konsequenzen hierfür sind etc. pp. Menschen, die es absolut nicht hinbekommen, sich nicht als Täter aufzuführen, sollten die "Szene" (es gibt keine einzelne Szene sondern mehrere) verlassen. Menschen, denen BDSM grundsätzlich nicht gut tut, egal, was sie tun, keine Erfüllung ist, die keine Neigungen besitzen in dieser Richtung, sollten hier ebenfalls ggf. vielleicht nicht unterwegs sein. Mancher gesundheitlicher Grund könnte gegen die Ausführung bestimmter Praktiken sprechen und wenn das dann das Einzige ist, was im BDSM Kontext ausgelebt wird, ist ein Austritt wohl auch eher die einzige Option, wenn die Alternative der Tod ist und Mensch noch leben möchte.
Desweiteren kann es durchaus Bereiche geben, wo sich Menschen, trotz Fantasien / „Bedürfnisse“ (alias Wünsche und nicht Grundbedürfnisse), fernhalten sollen. Ob dauerhaft oder eben für eine bestimmte Zeit, muss dann auch geschaut werden. Daher stellt sich mir die Frage: Muss es für dich direkt Sklavin / TPE / 24/7 sein oder könntest du dir erstmal einen sicheren Erfahrungsboden von Praktiken aufbauen bsp. auf Augenhöhe, in sessionbegrenzten Machtgefällen? Zum Erfahrungswerte sammeln?

Gegen deine Punkte "zu schnell vertrauen", "manipulierbar", "naiv", "kaum hinterfragen" lassen sich Verhaltensskripte / Lösungen finden. Hier musst du aber vor allem dir selbst eigene Grenzen setzen und daran arbeiten, diese einzuhalten und es üben. Es ist nicht unmöglich, es ist aber auch nicht von heute auf morgen mit einem Fingerschnippen erledigt. Vor allem wirst du da viel selbstständig an dir arbeiten müssen.

Ich bin auch mehrfach gehörig auf die Schnauze gefallen, mittlerweile kenne ich meine Ursachen, meine blinden Punkte und arbeite hier auch an meinen Grenzen - reflektiere vor allem, was zu wem geführt haben könnte, wo ich mein Verhalten ändern muss, wo ich mich an meine eigenen Grenzen halte. Und oh ja, gerade einige Menschen, die nicht für mich gut sind, sind glitzernde Schätze, auf die ich (sehr gerne) anspringe bzw. mein Gehirn - aber genau das ist mittlerweile mein Warnzeichen ;) Und ja, hier gibt es auch diverse Außenstehende, die auch ihre Einschätzungen geben, darunter auch Menschen, wo ich auch Rat suche, ob ich eine Situation richtig einschätze. Genauso habe ich aber auch ernstgemeinte „Meldungen“ ignoriert aufgrund meiner rosaroten Brille oder anderen Thematiken. Hier kann wirklich eine Blindheit entstehen bis die Person es da selbst rausschafft.
Wer hauptsächlich negative / unangenehme Erfahrungen in (BDSM) Beziehungskontexten gemacht hat, nimmt dies ggf. als sehr vertraut war und wird regelrecht davon dann auch angezogen. Das Nervensystem kann das bekannte ungesunde sogar als „sicher“ einstufen, da bekannt und gewohnt (Menschen sind Gewohnheitstiere und so 😉 ). Gesunde Bindungen, die einem eigentlich guttun und richtig sind, können hier dann auch wie eine Gefahr wirken (und dieses Gefühl ist wirklich ekelhaft… und für mich nicht so unbedingt einfach auszuhalten. Aber es wird!). Wie gesagt, das ist eine Möglichkeit, wie sich das auswirken kann – muss nicht auf jeden zutreffen.
Grundsätzlich dauert es wohl seine Zeit, solche Muster zu durchbrechen und einige Muster lassen sich vielleicht auch (leider) nur in solchen Situationen durchbrechen. Du kannst dich vorbereiten, kannst dir alle möglichen theoretischen Sachen durchlesen, Rollenspiele zur Übung nutzen, aber in der eigentlichen echten Situation fällt es dir vielleicht doch wieder schwer. Theoretisch solltest du aber dann zumindest etwas besser reagieren können als in den Situationen davor. Das habe ich persönlich zumindest hieraus mitgenommen, eine Verkürzung der Verbleibungszeit in einer toxischen Beziehung ist für mich schon ein Erfolg. Ich erwarte von mir nicht, direkt alle üblen Menschen erkennen zu können, egal wie super toll sie ihre Maske aufbauen – das ist utopisch. Der einzige Weg, um das erfolgreich direkt zu verhindern wäre komplette Isolation vor allen Menschen… Nicht meine Alternative. Also lebe ich mit dem Risiko weiterer negativer Erfahrungen und schaue, dass ich mein Sicherheitsnetzwerk so aufbaue, dass die Konsequenzen hiervon niedrig bleiben.
Ich mache mir aber auch klar, dass ich hier nicht alleine daran Schuld bin, an diverse Persönlichkeiten geraten zu sein und es auch nicht meine Schuld ist, dass ich so bin wie ich bin! Das ist die ***sklamottendiskussion in Psychologisch… Weiter oben wurde schon erwähnt, dass bsp. Psychopathen richtige Charmebolzen sein können, narzisstische Menschen sind das stellenweise auch. Teilweise bekommen wir Manipulation direkt oder indirekt von Kindesbeinen an beigebracht. Teilweise legt unsere Kindheit es uns in die Wiege, dass wir hier anfälliger dafür sind – „Lovebombing bei den Eltern? Super, dann spring ich darauf auch bei möglichen Partnern an.“ – „Liebe gebunden an Bedingungen? Klar, so muss das also auch später laufen.“ Etc. pp. Die Welt ist voll von weiterer Manipulation und Möglichkeiten zu lernen, wie wir selbst das bei Menschen anwenden können. Siehe Telefonbetrüger, Scams und Co. – deren Tricks dann auch erst einmal bekannt werden müssen, ehe hier Vorsorge geleistet werden kann.
Fehler sind zum Lernen da. Und ich kann bei diesem Fehler lernen, dass ich es komplett sein lasse oder das ich anders an die Sache herangehen muss und auf dem Weg dahin vermutlich den ein oder anderen Fehler, den ein oder anderen Kratzer, ebenfalls noch mitnehmen werde.

Oh, wow…das werde ich mir in aller Ruhe durchlesen. Vorab schon einmal vielen Dank für deine Mühe.

Nach Lesen deines Profils scheint mir die Frage doch bereits geklärt. Du scheinst einen Mentor zu haben, mit dem du das Ganze sehr viel intensiver klären können dürftest, als mit allgemeinen Vermutungen bzw. Tipps hier.

vor 1 Minute, schrieb SM-Art-5-GG:

Nach Lesen deines Profils scheint mir die Frage doch bereits geklärt. Du scheinst einen Mentor zu haben, mit dem du das Ganze sehr viel intensiver klären können dürftest, als mit allgemeinen Vermutungen bzw. Tipps hier.

Ernsthaft jetzt???

Vielleicht solltest du mal alles zu diesem Thema durchlesen.

Vor 1 Stunde, schrieb SM-Art-5-GG:

Nach Lesen deines Profils scheint mir die Frage doch bereits geklärt. Du scheinst einen Mentor zu haben, mit dem du das Ganze sehr viel intensiver klären können dürftest, als mit allgemeinen Vermutungen bzw. Tipps hier.

Omg, hättest du auch nur mein TLDR gelesen, anstatt Dich aufzuregen

vor 6 Stunden, schrieb SlaveBelle:

Ich stehe stabil im Leben, beruflich verankert, in Führungsverantwortung, mit einem geregelten Alltag und einem funktionierenden sozialen Umfeld.

Aber: Ich bin in der Vergangenheit manipuliert worden. Einige Doms haben dabei gezielt Triggerpunkte berührt, und in diesem Zustand habe ich Grenzen und Gefahren nicht mehr zuverlässig erkannt. Genau darin liegt nun meine Verletzlichkeit, nicht in meinem Wunsch nach einem dominanten Part an meiner Seite. Deshalb raten mir meine Mentoren zu einem vollständigen Ausstieg aus der Szene...

Ich will nicht alles ein weiteres mal durchkauen, nur so viel: Du schreibst hier: "Deshalb raten mir meine Mentoren zu einem vollständigen Ausstieg aus der Szene"


Ich rate Dir den vollständigen Ausstieg aus diesen Mentoren-Beziehungen!

 

 

Schicke die zum Teufel (oder sonst wo hin) und tue wieder EIGENE Schritte. Zuerst ganz kleine, vorsichtige, suche Dir Freundinnen. Große, wichtige und umfassende Entscheidungen treffe aber erst später, lerne erst mal wieder laufen. 

Die beiden, von denen ich spreche, lesen hier mit. Wenn hier derzeit jemand Schaden anrichtet, dann wohl eher ich, indem ich dies in einem Thread erzähle, tue ich ihnen eher Böses, denn nun werden viele einen Bogen um die beiden machen. Das ist mir bewusst geworden und war nicht meine Absicht.

Eine andere Frage: Kann mir jemand erklären, warum ich ständig im Chatraum „Deutschland Süd“ lande?

Vor 4 Minuten , schrieb SlaveBelle:

Eine andere Frage: Kann mir jemand erklären, warum ich ständig im Chatraum „Deutschland Süd“ lande?

Die Frage stelle ich mir auch schon seit längerem... (auch wenn ich nie wusste, welcher Raum es war)

Vor 7 Minuten , schrieb SlaveBelle:

Die beiden, von denen ich spreche, lesen hier mit. Wenn hier derzeit jemand Schaden anrichtet, dann wohl eher ich, indem ich dies in einem Thread erzähle, tue ich ihnen eher Böses, denn nun werden viele einen Bogen um die beiden machen. Das ist mir bewusst geworden und war nicht meine Absicht.

was soll man da noch sagen... du merkst es wirklich nicht wie sehr du beeinflußst wirst. erschreckend.

vor 22 Minuten, schrieb SlaveBelle:

Die beiden, von denen ich spreche, lesen hier mit. Wenn hier derzeit jemand Schaden anrichtet, dann wohl eher ich, indem ich dies in einem Thread erzähle, tue ich ihnen eher Böses, denn nun werden viele einen Bogen um die beiden machen. Das ist mir bewusst geworden und war nicht meine Absicht.

Ja, das wäre unfair deinen Mentoren gegenüber.

Das Einzige, was man diesen Mentoren vorwerfen könnte, ist, dass diese längst hätten erkennen müssen, welche Rolle sie in deinem Drama-Szenario spielen und sich daher schon von selbst hätten zurückziehen müssen.

Ich nehme an, dass sie dies nicht gemacht haben, weil sie wissen, dass Du sie dann einfach nur durch andere ersetzen wirst.

Vielleicht ersetzen durch die starken Frauen, von denen Du geschrieben hattest.

Um Dich dann halt mit diesen starken Frauen, dem Mentoren-Ersatz, über die Doms, die sich um Dich bemühen, auszutauschen, sich über diese Doms zu amüsieren oder zu echauffieren, egal, was auch immer für Drama sorgt. 

 

Vor 5 Minuten , schrieb SirTorben:

Ja, das wäre unfair deinen Mentoren gegenüber.

Das Einzige, was man diesen Mentoren vorwerfen könnte, ist, dass diese längst hätten erkennen müssen, welche Rolle sie in deinem Drama-Szenario spielen und sich daher schon von selbst hätten zurückziehen müssen.

Ich nehme an, dass sie dies nicht gemacht haben, weil sie wissen, dass Du sie dann einfach nur durch andere ersetzen wirst.

Vielleicht ersetzen durch die starken Frauen, von denen Du geschrieben hattest.

Um Dich dann halt mit diesen starken Frauen, dem Mentoren-Ersatz, über die Doms, die sich um Dich bemühen, auszutauschen, sich über diese Doms zu amüsieren oder zu echauffieren, egal, was auch immer für Drama sorgt. 

 

Der Austausch mit starken Frauen war ergänzend gedacht, um Red Flags besser zu erkennen, nicht als reiner Mentoren Ersatz, um über Doms zu lästern oder Drama zu erzeugen.

vor 1 Minute, schrieb SlaveBelle:

 

Der Austausch mit starken Frauen war ergänzend gedacht, um Red Flags besser zu erkennen, nicht als reiner Mentoren Ersatz, um über Doms zu lästern oder Drama zu erzeugen.

Ja, klar.

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