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  1. In der letzten Stunde
  2. In wiefern sollte diese Frage Tätern Bestätigung geben? Das ist eine absolut legitime Frage und vorallem wichtige Frage. Zu verstehen oder nachvollziehen zu können woher gewisse vorlieben kommen, ist wichtig um mit seinem/er Partner/in besser umzugehen. Aber zu der ursprünglichen Frage, es gibt viele Gründe weshalb beides oft nah beisammen liegt. Zum Beispiel die Sicherheit im Trauma, die Gewohnheit der Erlebnisse oder auch destruktive Gründe wie BPD. Nur ein paar Beispiele.
  3. Ich finde es schon wieder schockierend wie hier Stimmung gegen den ET gemacht wird, gerade die letzten Kommentare. Ich denke, dass der ET einfach gerne tiefer in die Materie eindringen möchte, besser verstehen möchte wieso bestimmte Leute (sicher nicht alle) diese Neigungen ausprägen und ich kann aus persönlicher Erfahrungen auch bestätigen, dass (in meinem Fall alle) viele Menschen, die zu BDSM neigen, vorher schwere Zeiten durchgemacht haben. Daher stellt er sich die Frage, ob da ein Zusammenhang besteht. Und das jetzt ins Lächerliche zu ziehen, a la „Ich wurde missbraucht oh wie geil“, finde ich feige. Niemand hat gesagt, dass diese unmittelbare Abfolge stattfindet. Ich meine, dass Stockholm-Syndrom ist psychologisch belegt. Wenn unsere Psyche zu so einem Fehlschluss fähig ist, warum dann nicht auch zu anderen.
  4. Du schilderst ein für mich sehr sympathisches Persönlichkeitsprofil, schön zu lesen. Bei so einem Ratgeber geht es meiner Meinung nach nicht darum wie jemand sein soll. Umgekehrt wird ein Schuh daraus. Es geht darum sich selbst zu reflektieren. Die eigenen Verhaltensweisen besser zu verstehen, bzw. das der Partner sie besser versteht. Wenn der Ratgeber nicht passt, dann taugte er eben nicht für einen selber.
  5. Ausleben gewisser traumatischer Situationen im Geschützten Rahmen. 🤷‍♀️ ich halte dieses Thema aber auch für etwas zu sensibel für betroffene die vielleicht noch in gewissen Prozessen stecken.🤔
  6. Ich würde da ziemlich klar zwischen Zusammentreffen und Ursache unterscheiden: Dass du zwei Subs kennst, die vorher häusliche Gewalt erlebt haben, glaube ich dir sofort. Gewalt- und Missbrauchserfahrungen sind leider erschreckend häufig. Daraus folgt aber nicht: „Sie wurden misshandelt und stehen deshalb auf SM.“ Zwei persönliche Beispiele sind eine Anekdote, keine Ursachenforschung. Nahe-am-aber-etwas-off-Topic: Auch die verbreitete Vorstellung „Trauma/Daddy-/MommyIssues/Missbrauch => BDSM“ ist wissenschaftlich so nicht haltbar, hab ich schonmal aus Interesse geprüft. Einzelne Studien finden zwar Zusammenhänge zwischen früheren Gewalterfahrungen und bestimmten BDSM-Präferenzen; eine kausale Erklärung ist daraus aber bisher nicht ableitbar. Kurz: Traumatisierte Menschen können BDSM mögen. Menschen ohne Trauma genauso. Und BDSM ist nicht einfach die konsensuelle Fortsetzung früherer Misshandlung.
  7. Eine interessante Aussage … normalerweise weichen Opfer der Gewalt neuer Gewalt aus. Und meiden Personen die sich offensichtlich (nicht im Bezug auf Bdsm) Gewaltbereit zeigen… Verdrängungstaktik als Eigenschutz. Aber es ist schon passiert dass Gewaltopfer zur Verarbeitung ihres erlebten Traumas sich in die Bdsm Szene flüchten… um das Erlebte besser zu verarbeiten ?? Aber da käme es auch auf den Menschen Typ an… ob dieser selbst eine Grundlage mit sich bringt (für Bdsm )?? Oder sich aus besagten Erlebnissen aus psychischen Gründen in die Szene begibt ?? Ich persönlich habe es in der Szene noch nicht erlebt, aber sehr oft in anderen Bereichen des Lebens mit bekommen… Ich kenne das Helfer Syndrom… Wenn eine hilfsbedürftige Person einen Menschen findet (angenommen ein DOM) . Der für diese Person anscheinend innerlich stark genug ist. Versucht diese Person eine Vertrauensvolle Basis zu mit diesem Menschen aufzubauen… Dieser Mensch wird in dem Fall ein Ersatz Therapeut … Was für den betreffenden Menschen auch eine Mausefalle werden kann… Wenn er kein Abstand zu dieser Person herstellen kann… Weil traumatische Personen können schnell anfangen zu klammern … ( Eigene Erfahrung aus der Zeit in der Freiwilligen Feuerwehr 🚒).
  8. Es gibt Studien zum Zusammenhang von Traumata und BDSM. Wurde erst vor zwei Wochen in einem Online Seminar über Sexualpsychotherapie auf Joy drüber gesprochen. Eine australische Studie hat den Zusammenhang untersucht und konnte keine Korrelation erkennen, denn dann müsste die Affinität zum BDSM abnehmen mit Behandlung und Bewältigung des Traumas, dies konnte in der Studie allerdings nicht beobachtet werden. Was unsere Sexualität nachweislich prägt sind die kindlichen Erfahrungen, diese werden nämlich mit Beginn der Sexualität sexualisiert. Wenn man also als Kind oft gehänselt wurde, wird diese Erfahrung sexualisiert, indem man entweder darauf steht in seiner Sexualität weiterhin erniedrigt zu werden oder es kehrt sich um und man dominiert und erniedrigt gerne andere in einem sexuellen Zusammenhang. Da mein eigenes Trauma in meiner Jugend vor Entwicklung meiner Sexualität liegt, wurde also meine kindliche Erfahrung, zu der mein Trauma ja gehört, dann später sexualisiert. Somit müsse man ganz genau gucken, wann das Trauma erlebt wurde. Kindliches und jugendliches „Trauma“ kann sexualisiert sich dann im BDSM wiederfinden. Spätere Traumata eher nicht.
  9. Erst einmal stößt mir die Formulierung "entschließen das sie auf sm stehen" auf - das ist, denke ich, in den wenigsten Fällen ein rationaler Entschluss. Den sehe ich wenn, dann überhaupt in der Entscheidung, ob ich SM auch ausprobieren will. Mehr zum Thema: wenn ich körperlichen Gewalt in Missbrauchssituationen erlebt habe, dann kann es evtl. schon gut sein, ähnliche Gewalt in einer konsensuellen Situation zu erleben, in der ich danach aber emotional aufgefangen werde und "alles gut wird." In der Missbrauchssituation bleibt man ja eher allein, dazu oft noch mit Schuldgefühlen, Scham etc. Wenn ich also Missbrauchserfahrungen habe und dazu devote Neigungen, kann es grundsätzlich schon ein sinnvoller Entschluss sein, gerade deswegen seine Neigungen ausleben zu wollen.
  10. Ja die SUB sucht vorher aus, so kann das eben passieren.
  11. Dies hier ist nicht nur eine Dating-App ala Tinder. Es gibt das Ganze auch als Webseite und es ist eine Community. Das heisst konkret, dass nicht jede Person hier auf der Suche ist. Manche sind tatsächlich nur zum „Spass“ oder mal zum „Schauen“ bzw. zum chatten oder für das Forum hier. Der Austausch mit Gleichgesinnten über verschiedene Themen (nicht nur Fetisch & BDSM oder Sexualität) macht hier Spass. Wenn es aber nur ums Daten gehen sollte, ist das eventuell die falsche Plattform.
  12. Ich glaube wichtig ist garnicht jeden Unfall verhindern zu wollen sondern eher Risiken abzuschäzen und auf Verletzungen und so vorbereitet zu sein. Beim Spielen (egal ob BDSM oder auch beim Sport oder so) wird immer mal was passieren. Aber darauf vorbereitet zu sein ist meiner Meinung sicherer als es verhindern zu wollen und dann aber nicht auf "Ernstfälle" vorbereitet zu sein. @SecretLord hat das ja auch schon perfekt beschrieben
  13. PS: Es könnte manche wirklich triggern, wenn man sowas liest.
  14. Viele Konten hier sind wahrscheinlich wirklich wegen der Möglichkeit des Auszutauschens hier und nicht zum Dating. Eine Dateanzeige einzustellen und auf welche zu antworten ist wohl erfolgversprechender als initiativ jemanden zu kontaktieren. 🤷🏻‍♂️ Ansonsten hatte ich hier in der Vergangenheit etwa zwei oder drei Dates pro Jahr - war aber sparsam mit Anschreiben und lebe auf dem platten Land. Ich denke, in einem Ballungsraum mit mehr Initiative meinerseits wäre vielleicht deutlich mehr möglich gewesen... Aber Statistik darüber sagt ja nicht aus, wer sich bei der Kontaktaufnahme selbst sabotiert und deshalb nicht datet - und teilweise sind Männer hier beratungsresistent, wenn Frauen erklären, welches die häufigsten Fehler bei Erstanschreiben sind. Wahrscheinlich könnte die Quote höher sein, wenn "die häufigsten fünf Fehler" einfach vermieden werden würden - ist aber nur so eine Vermutung von mir...
  15. Ich finde es wirklich schwierig, so ein Thema hier zuzulassen. Ich bin der Meinung, dass dieses Thema schnell geschlossen werden sollte, damit sich Täter nicht noch bestätigt fühlen und denken, jedes Opfer sucht nach SM Erfahrungen, um vergangene Erfahrungen zu kompensieren. Es ist auch wieder seltsam, dass so ein Thema von einem Mann eröffnet wird. Eine Frau würde das nie machen. Was ist der Sinn und das Ziel des Herausgebers, mit so einer Frage? Sucht er genau sowas? Leute. Denkt bitte vorher nach, bevor so ein Thema eröffnet wird.
  16. Kinkshaming 🤷‍♀️ und das ist hier echt an der Tagesordnung .
  17. Es gibt gute Plattformen für Austausch und auch für Dating im Kinkybereich. Hier geht es erstaunlich oft nur ums ficken. 🤷‍♀️ nur meine Meinung ist vielleicht nicht der Richtige Ort. Auch wenn sich hier auch mal vereinzelt welche finden.
  18. Ich will keine Beziehungen und bin aus Versehen hier in eine geraten. Wäre immer noch drin, hätte ich nicht Schluss gemacht.
  19. Persönlich würde ich nicht von häuslicher Gewalt sprechen bei mir, aber von destruktiven Beziehungen in jüngeren Jahren. Ich bin danach jeweils laaange Single geblieben. Toxischen BDSM-Partner erwischt, und dann eher Richtung Vanilla gegangen (auch wenn das noch nie mein Ding war). Alles, was ich unfreiwillig erfahren habe - wie die Ohrfeige und gegen die Wand geschleudert werden bei der Trennung von einem kranken, labilen, vorher aber nie gewalttätigen Partner - hat ein Tabu kreiert. Ohrfeigen waren damit 20 Jahre absolutes NoGo.
  20. "Willenlos "

    Nochmal, es geht mir nicht um pauschales abwerten. Es geht mir darum, und das ist hier Thema, dass Menschen, die ohne BDSM-Verbindung, ohne eine Person gegenüber, grundsätzlich sagen, sie wöllten willenlos dienen bzw. anders herum eine willenlose Person benutzen/unterwerfen whatever… In dieser Situation, in dieser uneingeschränkten Konsequenz kann man das aus meiner Sicht ernsthaft weder anbieten noch verlangen. Darum halte ich das für unreflektiert. Das beeinflusst weder deine der die Auffassung anderer, noch behindert es Menschen, genauso zu agieren und sich entsprechend zu äußern. Aber ich werte das, aufgrund meiner Ausführungen genau so. Denn der Sachverhalt hat nichts mit zeitweiligem Space, einem mentalen Entschwinden aus der Situation (durch berauschendes Zusammenspiel oder die überwältigenden Sinneseindrücke) zu tun.
  21. Auf eine Vanilla- oder Blümchen-Beziehung möchte ich mich auch nicht mehr einlassen. Glaube auch, dass es den meisten BDSM-lern so geht. Und deshalb, so zumindest mein Eindruck, haben es ganz viele der hier Anwesenden echt schwer 'Erfolg' zu haben. Denn, dass was jene sich von dieser Plattform erhoffen, ist hier selten bis kaum zu finden. Dieser Eindruck wir mir mehrmals täglich bestätigt in Form der Themen und deren Verlauf hier im Forum, den Gruppen und auch in den Chats, wenn ich mich mal dahin verirre. Rein BDSM und auch Fetisch bezogener Austausch ist inzwischen leider auch hier echt schwer zu finden.
  22. Ich hatte mal ein Paar Profil hier, und was wir da für Zuschriften von Männern bekommen haben war schon unterirdisch, vorsichtig ausgedrückt. Und das eben als Paar, ich wunder mich nicht das viele Frauen keine Lust mehr haben. Sieht man ja auch wie viele Frauen sich anmelden und sich direkt wieder löschen.
  23. „Entschließen“ finde ich da das falsche Wort, das ggf. auch in die Irre führen kann. Man legt ja nicht einfach fest, so ich brauche jetzt sadistische Handlungen, um glücklich zu sein/ befriedigt zu werden. Entweder man verspürt da gewisse Neigungen und Wünsche oder eben nicht. Ich glaube, dass Gewalterfahrungen so eine Neigung ausbremsen oder auch unmöglich machen können, aber nicht, dass diese dadurch umgekehrt „gefördert“ werden.
  24. Heute
  25. Aber auch da kann es sein, dass er einfach nicht ins Suchraster passt und deshalb leider keine Reaktion erhält. Auch wenn man konkret auf das Profil eingeht und die gewünschte Praktik praktiziert oder versteht etc., heisst es nicht, dass der Profilinhaber/die Profilinhaberin dies mit jede/m auleben möchte. Wobei es leicht wäre, zu schreiben: Danke für die nette Zuschrift. Tut mir leid, du bist leider nicht mein Typ. Einige reagieren dann beleidigt und werden frech (auch wenn das für den TE nicht zutreffen sollte, es passiert oft). Das kann der Grund sein, dass manche sich nicht absagen trauen und lieber nichts antworten..
  26. "Willenlos "

    @Toy4her mir geht es nicht um den Begriff "willenlos" - ich finde es danaben, wenn man andere pauschal als "unreflektiert" anstempelt... Wenn sich jemand sehr wohl überlegt hat, wie man es formulieren kann, was einen in den yummy headspace bringt, ist das unreflektiert?
  27. Man könnte diesen Eindruck gewinnen in der Tat ,wobei einige Männer vor allem es selbst schuld sind ,aber nicht allein (!)
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