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Kann man seinen Lebensstil ändern?


Empfohlener Beitrag

Geschrieben
das ist wie das Essen , ungewürzt hält man es nicht lange aus -
finde es schade für Dich das Du keine passende Partner/in findest - aber es ist nicht nur in Ländlichen Gegend so , wenn einige an der Küste leben , hast Du plötzlich auch nur noch die "hälfte" deines suchradius zur Verfügung,
auch in der Stadt gibt es Probleme - Du kannst schlecht im Tante-Emma Laden eine Frau ansprechen und mit Deiner Neigung prahlen ...
somit - hat Jeder sein Problem - Frauen geht es genauso 🤔
Geschrieben (bearbeitet)
vor 5 Stunden, schrieb towel:

autsch!
sorry, aber- das erinnert im ersten moment an die 'homo-therapien' früherer jahrzehnte..

mein ansatz wär eher, dasse gesellschaft mal langsam kapiern sollte, dass nich jede(r) das gleiche mag, das gleiche braucht  :)

Generell bin ich auch vollkommen auf deiner Seite. Allerdings erkenne ich es an, wenn es Menschen gibt, die unter ihren Fetischen leiden und die davon Abstand gewinnen wollen. Wenn sie es nicht allein schaffen, sollte professionelle Unterstützung kein Tabu sein.

Und ich habe davon geschrieben, dass da behutsam rangegangen werden sollte. Ich betonte ja, dass es ein Vertrauensverhältnis braucht. Die Psychotherapie besteht doch auch nicht nur aus dem, was bis vor einigen Jahren immer wieder angewandt wurde und in der Zwischenzeit verboten ist.

Aber ja, ich erkenne an, dass der Eindruck entstehen könnte. Jedoch geht es mir nicht um eine Unterdrückung oder Tabuisierung jener Vorstellungen (durch Stromschläge oder Schmerzen), sondern um eine gewisse Kanalisierung hin zu etwas, was man vielleicht selbst gut findet. (Z.B. in Kreativität oder sportliche Betätigung)

bearbeitet von paulaenby
Geschrieben

@paulaenby-

a- es geht hier ja nich um fetische (gruß an dieser stelle auch an den TE^^), es geht um neigungen..vorlieben
b- man kann sich selbst nicht umlenken! und man sollte es auch nich! denn man würde sich damit seiner selbst berauben

Geschrieben
Ich glaube, die Frage kannst letztlich nur du dir selbst beantworten. Ich hatte in meiner ersten Ehe ein nicht von BDSM geprägtes Sexleben und es war eine ganze Weile gut. Die Ehe ist zwar zerbrochen, aber nicht daran, dass BDSM gefehlt hat. Ob es auf Dauer ein Problem geworden wäre? Ich weiß es nicht.

Ich mag viele Facetten der Erotik und es ist wahrscheinlich immer so, dass beide (!) in einer monogamen Beziehung nicht alles ausleben können, was für sie vorstellbar ist, also irgendwo auch Verzicht üben müssen (wenn Monogamie angestrebt ist). Wenn alles andere stimmt und das, auf das man verzichten muss, aus individueller Sicht verzichtbar ist, funktioniert es. Wenn nicht, dann ... nicht. :-) Beziehung hat ja viele Facetten und es kann vieles reizen, mit jemandem zusammen sein zu wollen.

Sexuell entwickelt man sich im Verlauf der Zeit: Wohin deine Reise geht? Finde es heraus! Vielleicht fängst du einmal damit an, bewusst einige „normale" Pornos" zu sehen? Turnt dich das an? Kannst du gar nichts damit anfangen? Wenn der erste Porno dich abturnt, versuche einen zweiten oder dritten. Erst wenn die dich ebenfalls nicht anmachen, ist BDSM eventuell so zentral und wichtig in deiner Erotik, dass du vielleicht besser dauerhaft auf Vanille und Blümchen verzichtest.

Dann gilt: Einfach weitersuchen. Ich glaube, letztlich gibt es keine noch so ausgefallene sexuelle Praktik, die nicht von einem passenden anderen Menschen geteilt wird. Du musst Geduld haben. Ansonsten: Schau, worauf du verzichten könntest, und schau, welche Frau dann als Partnerin für dich infrage kommen könnte. Ich wünsche dir in jedem Fall Glück. Spaß. Erfüllung. Liebe Grüße.

PS: Nur Senf. Meinungsäußerung. Und Marmelade.
Geschrieben

Die Eingangsfrage ist so allgemein gestellt und ein paar Hintergrundinformationen könnten da hilfreich sein, da etwas einschätzen zu können. 

Da kann ich auch nur ganz grob sagen, dass es grundsätzlich darauf ankommt, welches tiefe Bedürfnis hinter einem Kink steht und ob dieses Bedürfnis nicht auch auf andere Weise gestillt werden kann... Wie stark müssen Reize sein, damit es etwas auslöst? Was bereichert einen an dem Menschen, den man hat und ist das dann wertvoller als Sexualität, wenn man genauer darüber nachdenkt. 

Uns allen hier wird es einfach unmöglich sein, die Ausgangsfrage zu beantworten - es liegt an dir, den Persönlichkeiten, mit denen du versuchst dein Leben zu teilen, wie dabei über Bedürfnisse kommuniziert wird und wie weit man es für sich feststellt, was am Anderen das Gefühl der Zufriedenheit auslöst... 

Sind das Alles Phantasien, die du seit 12 Jahren hast und Mangels Partner bisher nur aus Pornos kennst, wird es sogar noch komplizierter. 

Da wirst du dich viele lange Stunden mit dir beschäftigen müssen und dabei offen und neugierig auf andere Menschen bleiben - es zulassen können, dass etwas dich glücklich macht, das du vorher nie gesucht hättest... 

Ich kann nur aus meiner Erfahrung sagen, dass ich Zeit mit sehr wunderbaren Menschen verbringen durfte, bei denen ich vorher nicht erwartet hätte, dass ich mich mit ihnen so unendlich zufrieden hätte fühlen können... 

 

Geschrieben
Am 2.4.2022 at 11:26, schrieb towel:

autsch!
sorry, aber- das erinnert im ersten moment an die 'homo-therapien' früherer jahrzehnte..

mein ansatz wär eher, dasse gesellschaft mal langsam kapiern sollte, dass nich jede(r) das gleiche mag, das gleiche braucht  :)

Muss ich dir wieder voll recht geben. Das Problem liegt aber daran, dass 90 Prozent der Menschlein Mitläufer sind. Herdentiere. Das leider in jeder Lebenslage. Ob nun Sexuelle Ausrichtung, oder im allgemeinen.

Warum sollte man seinen Lebensstiel ändern. Wenn die Situation passt, dann ändert sich das Leben ganz alleine

Geschrieben

Eine Sexuelle Prägung wirste nicht los, sie wird deine Fantasie zumindest immer im Hintergrund beherrschen, einen Lebensstil kannste schon ändern den der ist von dir selber frei gewählt. Mit den Pornos ist es recht einfach, einfach abschalten, die bilden eh selten das ab was real dann tstsächlich passiert.

Geschrieben

Um-/Aberziehung wird nicht klappen ...   daher auch mein Rat Suchradius verändern, neu Wege gehen ...,ggf, Kontaktanzeigen schalten, in Foren aktiv mitreden und Veranstaltungen besuchen - vlt. mit einem Wochenendtrip verbunden....  Sprich zeig Dich und deine Chancen werden steigen!!

 

Geschrieben
Menschen und ihre Gewohnheiten und Vorlieben ändern sich ,das ist völlig normal.
Geschrieben
Am 1.4.2022 at 18:08, schrieb Sebslave21:

Oder ob es überhaupt möglich ist nach so einer langen Zeit, seine Fetische und Kinks abzulegen und mit BDSM aufzuhören?

Kinks und Fetische sind in der Regel keine Modeerscheinung. Das ist kein Stück Stoff, das du nach Bedarf an- oder ablegen kannst. Wenn sie ein Teil von dur sind, dann sind es tief verwurzelte Wesenszüge.

Man kann sich von Grund auf ändern, wenn aber etwas dein Blut in Wallung bringt, kannst du das nicht einfach abstellen.

Was du aber lernen kannst, ist damit umzugehen. Du kannst dein Verlangen annehmen, so wie es ist und andere da hin führen, das zumindest zu verstehen. Ob das für das perfekte Zusammenleben ausreicht, wage ich zu bezweifeln, aber in den meisten Fällen öffnet es dir den Raum, zumindest manchmal du selbst sein zu dürfen.

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