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Ein guter und erfahrener Dom...


Mi****

Empfohlener Beitrag

Geschrieben
Pläne machen, dass gehört zum Leben dazu. Solange man sich dessen bewusst ist, dass jeder Mensch individuell ist und nicht nach Schema "F" gestrickt ist, kann also ein Plan schon mal hilfreich sein. Das gilt für beide Seiten, es vermittelt der ein oder anderen Person Sicherheit. Schwierig wird es erst dann, wenn der Planer nicht kreativ ist, sich nur an seinem Programm abarbeiten kann. Ein starres Korsett muss brechen, wenn es überdehnt wird.

Man kann Menschen die ihr Programm verfolgen als unflexibel betrachten oder auch als Konsequent. Sie sprechen aber auch klar ihr Publikum an und treffen den Nerv von den richtigen Leuten. Es ist wie immer eine Frage der Einstellung. Wie z. B. aus deiner Sicht die Frage aufkommt, von anderen die für diese Art von Dom kein Verständnis haben und ihnen ihre Art des BDSM absprechen, das sei halt keiner.

Vielleicht schränkt das festhalten an klären Programmen ein. Aber bedeutet es nicht auf der anderen Seite auch kläre Regeln, Abläufe und Ziele?

Es ist auch nicht meine Art, aber mein Schwerpunkt liegt auch klar beim SM und DS ist die kleine Kirsche obendrauf. Auch da gibt es Regeln, welche aber auch individuell sein können und sich, meiner Meinung nach, vielfach mit den Bedürfnissen des Bottoms beschäftigen sollten. Wobei ja auch ein bisschen Willkür ganz charmant ist.

Ich habe über die vielen Jahre mit vielen Menschen gespielt. In engen Beziehungen aber auch spontan. Geplante Sessions mit Menschen die man kennt, jedoch auch nicht so nah sind wie in einer Beziehung. Diese Vielfalt hat mich positiv entwickelt und mich definitiv weiter gebracht. Aber natürlich ist eine feste Beziehung nochmal erfüllender.
Geschrieben (bearbeitet)

Die Überschrift ein guter UND erfahrener Dom, muss so nicht zutreffen.

Ein erfahrener Dom kann ein ziemliches Arschloch sein und ohne Rücksicht auf die Sub eben sein "Programm" durchziehen. In Unternehmen sagt die Fluktuation auch was über die Führung und Mitarbeiterzufriedenheit aus...😉 Das ist bei einem Dom nicht anders!

Nun, mein Dom hat auch Erfahrung. Die Subs sind aber wieder gegangen... Er hat schon sehr SEIN bdsm. Das was ihn erregt und selbst wenn er Rücksicht nehmen wollte, kommt er immer auf gewisse Dinge zurück. Gewissermaßen nimmt er natürlich Rücksicht, denn kein Dom kann zu 100 % sein Ding durchziehen. So hat er eine absolute Vorliebe für Keuschheitsgürtel an Subs, mich reizt der aber zu exakt 0 %. Er kommt mir "entgegen", aber ganz gewiss habe ich ihn zu tragen... 

Wenn man SEIN bdsm Leben möchte, braucht man die entsprechende Sub dazu. Das ist zumeist der Fall, wenn einen gewisse Dinge immer erregen.

Es gibt Doms, die sind flexibler in dem was sie mögen. Nämlich nicht so starr auf einzelene Praktiken fixiert, sondern sie mögen das, wo sie sich im Einklang der Sub wiederfinden und entdecken gerne zusammen, was beiden gefällt. Diese Doms sind sehr flexibel. Das bdsm mit Sub A kann gänzlich anders aussehen wie mit Sub B.

Ich sage mal so: bei meinem Herrn ist es immer zu 90 % sein bdsm. Harte Züchtigungen, Restriktionen, Stahl, Keuschheitsgürtel, Zwangslagen, gibt einiges. Jedenfalls nichts Angenehmes für die Sub. Vielleicht 10 % ist die Variable, was der jeweiligen Sub gefällt, ohne dass es ihn erregt. Durchaus würde er ihr auch eine Fußmassge geben... Zieht man noch 10 % an Tabus ab, hat man noch 80%. Berücksichtigt man, dass er sehr sadistisch ist und sich immer etwas zügeln müss, fallen vielleicht weitere 10 % ab. Bleiben 70 %, die er SEIN bdsm machen kann. Kann er aber einfach nicht hart genug züchtigen, Tränen und Schreie, das Leiden der Sub und auch Spuren erregen ihn halt, und müsste er weitere Abstriche machen, käme das seinem Erregungsmuter nicht mehr gleich. Ein guter Dom wird immer etwas Rücksicht nehmen müssen. Die Frage ist wie weit er das möchte... 30 % würden meinem Dom nicht reichen. Er ist nunmal auf bestimmte Praktiken fixiert...

Sieht der Dom die Sub nun nicht unbedingt gerne leiden, hat keine festgesetze Vorlieben wie harte Züchtigungen oder zwangsläufig Analsex, Praktiken die er immer haben will, so ist er sehr flexibel. Insbesondere wenn ihm Spaß macht, was der Sub Spaß macht! Dann kommt er der Sub weit entgegen. 

Es gibt viele Dinge auch dazwischen. Aber tendenziell die Frage: bin ich auf einzelne Praktiken fixiert oder eher weniger und genieße den "Tanz" mit meiner Sub? Ein Gefühl beim bdsm, dass auf verschiedene Weise entstehen kann? Unabhängig einzelner Praktiken... 

So ist jeder Dom SEHR unterschiedlich. 

Ein guter Dom muss nicht erfahren sein, das ist etwas, was man lernen kann. Ein guter Dom wird immer etwas Rücksicht nehmen, keine falschen Versprechungen machen, falsche Intentionen vorgeben, Aftercare betreiben, für Gespräche zur Verfügung stehen, Sicherheitsrisiken minimieren,  oder ausschließen (Wir machen Rack) Erfahrungen kann man sich auch mit einer Sub immer mehr aneigenen. Sie zunächst nur leicht fesseln und nebenher nen Bondagekurs besuchen und das nach und nach mit der Sub intensivieren. Man muss das nicht gleich alles können!

Während der erfahrene Dom wie gesagt, Erfahrung haben kann soviel er mag. Sicher, wenn ich schon die Übung hatte 20 Subs zu fesseln, kann ich das vielleicht schneller und geübter... 

A) kann das aber auch "selbsternannte" Erfahrung sein und der Dom dennoch viel falsch machen... Sie vielleicht in Windeseile gefesselt haben ohne je davon gehört zu haben, wo sich irgendwelche Nerven befinden...🤷‍♀️

B) hat er vielleicht wirklich Erfahrung und macht es praktisch richtig, es ist für die Sub aber dennoch scheiße und er nimmt da keine Rücksicht drauf... 

C) kann jemand auch praktisch erfahren sein, es richtig machen, die Punkte und Nerven kennen, Rücksicht nehmen, aber in vielen andern Dingen NICHT erfahren sein! Eine Sub nicht gut lesen können, Schwächen in der Kommunikation haben usw. Was ist dann ERFAHRUNG? 

Erfahrung muss man wenn dann nicht auf das Praktische begrenzen, sondern auf ALLE Eventualitäten. Die Sub verletzt sich (erste Hilfe?), Muskeltonus, Atmung usw. Er muss zudem mit verschiedenen Reaktionen umgehen können. Und nicht die Einstellung haben, wenn eine Sub etwas nicht tun will oder kann, sie dann keine "richtige Sub" ist!

Der erfahrene Dom bedient sich verschiedener Mittel. Was bei Sub A funktioniert, muss es bei Sub B noch lange nicht! Er ist kreativ und nicht überfordert, wenn mal was nicht wie in seinem Kopf vorgestellt verläuft. 

Für mich ist es ideal, wenn er Handlungen dann nicht abbricht, sondern in eine andere Richtung lenkt und die Sub am Ende ein positives Gefühl hat. Er macht dann eben was anderes/leichteres, findet nen Übergang! 

Er wird sie nicht "zum Teufel jagen", nur weil sie etwas nicht mitbringt. Denn sie wird viele gute Eigenschaften haben. 

Passt das letztlich einfach nicht, mein Herr ist zum Beispiel starker Sadist, so wird er NIE der Sub die Schuld dafür geben. Er wird dann sagen, warum es nicht passt, dass es aber an IHM liegt. Ihre positiven Eigenschaften hervorheben und sie wissen lassen, dass sie eine sehr gute Sub für den passenden Herrn ist. Und sie eigentlich etwas anderes VERDIENT hat, wo sie mehr Erfüllung findet.

Er wird ihr nicht sagen, dass sie keine "richtige Sub" ist, was ja auch nie stimmen kann. Letztlich sorgt er dafür, dass sie mit einem guten Gefühl aus der Sache geht. 

Ein Dom kann unterschiedlich an Seinem bdsm festhalten oder nicht. Er weiß aber immer, dass er NIE zu 100 % sein Programm durchziehen kann! *Kopfkino trifft auf Realität* und so...^^

bearbeitet von Bratty_Lo
.
Geschrieben
vor 5 Stunden, schrieb MindMaster91:

Manchmal habe ich das Gefühl, so werben manche Männer damit, dass sie schon mehrere Subs "ausgebildet" haben

Blödsinn @MindMaster91 

DAS ist keine Werbung. 

Geschrieben
Ein guter dom?
Was bedeutet das schon so ausgesprochen?
Ich denke eher das ein guter dom der devoten Person immer neues zeigen kann und am wichtigsten ist das die devote Person es mag wie der Dom ist. Egal ob Arschloch oder ein Gentleman. Die devote Person muss damit klar kommen.
Und es im besten Fall lieben.
Erfahrung kann man sammeln.
Jede devote Person ist anders und einzigartig. Und ich kann nicht alle gleich behandeln.
Ich versuche die devote Person zu lesen und merke schnell wie weit es gehen" könnte " und dann ist es als dom doch auch meine Pflicht zu führen und zu weisen und zuzuhören.
Nur so werde ich doch als dom besser und kann Grenzen einhalten, verschieben oder erweitern. Und damit der devoten Person Lust bescheren oder sie damit quälen.
Die devote Person gibt sich mir ja hin und lässt sich (in meine Hände) fallen da habe ich ja Verantwortung damit es auch so bleibt.
Ein fetisch ausleben ist mindestens für eine Person das größte. Wenn es für beide das größte ist dann ist doch klar das sich beide bemühen wollen ihr bestes zu geben.
Ansonsten läuft was falsch finde ich 🤔
AndersimNorden
Geschrieben (bearbeitet)

Ich mache keinen Hehl draus das ich schon mehrere Partnerinnen hatte, wieviele & was man angestellt hat muss ich aber niemandem auf die Nase binden. Das man wieder getrennte Wege gegangen ist, hatte zu dem Zeitpunkt auch seine Gründe.

Betonung liegt aber bei all dem auf "hatte", man hat die Personen also auf die ein oder andere Weise verloren. Nicht gerade ein Qualitätsmerkmal.

Aber ich habe gelernt, das die eigene wie auch die Vergangenheit des anderen nichtig ist und man sollte damit abschliessen. "Zurück auf Los, ziehe keine 4000€ ein."

Wieviel die Erfahrung eines Einzelnen am Ende wert ist, ob man aus seinen Fehlern und Misserfolgen etwas lernen konnte. Wenn die Erfahrung daraus besteht, die selben Fehler immer zu wiederholen, wieviel ist die Erfahrung dann wert ?

 

Wenn also jemand mit seinem Counter angeben muss, dann kann sich die andere Person sicher sein, das sie auch nur ein weiterer Strich ist auf der Liste...

bearbeitet von AndersimNorden
Geschrieben (bearbeitet)
vor 16 Stunden, schrieb MindMaster91:

Aber wenn nun manche Männer hier werben sie hätten ihren Plan A, gefühlt ein Programm was gut funktioniere, wo bleibt dann die Entwicklung des Gegenparts?

Wenn die tatsächlich mit einer Art vorgefertigten "Ausbildungsplan" daherkommen bleibt nicht nur die Entwicklung des Gegenparts auf der Strecke sondern da hat die Entwicklung des Doms auch schon lange aufgehört...

Erfahrung ist eine tolle Sache, so lange sie mit Selbstreflexion und Offenheit einhergeht. Wenn aber jemand meint dank seiner Erfahrung eh schon Alles zu wissen und auf nichts und niemand Rücksicht nehmen zu müssen ist Hopfen und Malz verloren und eine völlig unerfahrene Person besser geeignet ;)

bearbeitet von Paco2022
michael79271
Geschrieben
Erfahren bin ich wenn ich es schaffe eine Frau für sehr lange Zeit an mich binden kann...das alltägliche durchbreche....ohne ihre tabus zu verletzen...und sie dennoch über ihre Grenze führe...Frauen die unsere Neigung teilen wachsen nicht auf Bäumen und sind auch sehr speziell..jeh länger ich mit ihr zusammen sein darf jeh besser kenne ich sie ..und unsere beiden Bedürfnisse werden erfüllt...also brauch ich nur die eine sub...die paßt.. und nicht jede menge Versuchs Kaninchen um mein ego zu stärken oder damit zu prallen...heißt aber auch dritte mit ein zu beziehen wird von beiden entschieden....somit ist auch der Dom von der sub abhängig...
Geschrieben
Am 3.2.2024 at 07:45, schrieb MindMaster91:

Und bezüglich der Frauen, wer hatte von eu schon mal mit solchen Männern zu tun? Habt ihr euch gänzlich aufgehoben gefühlt und sind solche "Programme" wie sie vorher offeriert werden am Ende doch nicht so starr? 

da ich nunmal so lebe, wie ich lebe, erwarte ich wirkliche erfahrung...also weder ein sub-hopping, noch ein 'ich probierte mich mal aus',

aber wirkliche verantwortung setzt nunmal voraus, das man diese auch trug...dauerhaft trug und ihr allen voran gerecht wurde

Geschrieben

Ach, wenn man danach geht, wie jeder im Profil versucht, sich als den absoluten SupermegaultraDom zu verkaufen, haben sie alle BDSM persönlich erfunden und durchgespielt 

Hier im Forum auch nicht anders. 

Wer besitzt heute noch den Mut, die eigenen Unzulänglichkeiten offen zu kommunizieren? 

Dunning Kruger ist doch mittlerweile eine Lebenseinstellung geworden. 

AndersimNorden
Geschrieben
vor einer Stunde, schrieb EisengrauerWolf:

Dunning Kruger ist doch mittlerweile eine Lebenseinstellung geworden. 

Erklärt im 5 Minuten Sozial Media Video Crash Kurs ?

Ich mein, was waren wir nicht alles in den letzten Jahren. Virologen, Militärexperten... ;-)

Geschrieben
Am 5.2.2024 at 09:24, schrieb michael79271:

Erfahren bin ich wenn ich es schaffe eine Frau für sehr lange Zeit an mich binden kann...

Ich finde die Vorstellung "jemanden an mich zu binden" irgendwie gruselig, ich bevorzuge Personen, die aus eigener Entscheidung Zeit mit mir verbringen möchten...

michael79271
Geschrieben
Das meinte ich eigentlich damit freiwillige Entscheidung meiner Partnerin...alte Werte was Beziehungen oder partnerschaft betrifft..mit gegenseitigem austausch was die persönlichen Wünsche betrifft
Geschrieben

@AndersimNorden

Bald sind wir wieder Bundestrainer, im Moment Agarexperten... Schon toll, wie viel geballte Kompetenz in Deutschland am Fliesentisch sitzt und die Bild liest. 

AndersimNorden
Geschrieben (bearbeitet)

@EisengrauerWolf Amen. Gerade die Agrargeschichte als dummer Landmensch anzusehen und wenn man weiss wie das Bauernvolk tickt, während die meisten Freunde und Bekannte "gebildete" Stadtmenschen sind, führt zu interessanten Gesprächen derzeit. Spoiler: Ich weiss nicht mehr welcher Shogun es war, aber an dessen Aussage erinnere ich mich gut. "Die Bauern sollen ihren Reis abgeben und Blätter fressen." Warum ich diesen Satz unterschreibe, wäre aber zuviel offtopic und würde den Rahmen sprengen ;-)

Meinungen sind wie Arschlöcher, jeder hat eins und alle davon stinken.

Das tolle ist aber immer Fussball EM/WM, da mich das dieser Sport nicht im geringsten interessiert, bin ich mit "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten" immer ganz gut gefahren. Lässt sich auch auf andere Bereiche übertragen...

bearbeitet von AndersimNorden
Geschrieben

Vielleicht sollte man das ganze mal anders angehen !?

Wann ist jemand gut und erfahren? Kommt es nicht immer auf die Anforderung und das Ziel an? 

Jemand der täuschend echte Zeichnungen/Bilder erstellen kann wird es nicht ins Kunstmuseum schaffen, aber  macht einen tollen Job wenn das Ziel / der Zweck erfüllt wird. 

 

Also wenn jemand Erfahrungen sammeln konnte, kommt es doch darauf an, was die-/derjenige daraus macht, oder?  Da kann jemand 30Jahre Auto fahren und es  irgendwie geschafft haben unfallfrei durchzukommen, ob es allerdings Können oder Glück war oder die guten Reaktionen der anderen Verkehrsteilnehmer mag doch bitte nicht der  Fahrer beurteilen... sein Umfeld wird sich eine Meinung bilden und entscheiden ob es gerne mitfährt oder halt nicht !

 

Egal ob ich Dom, Sub oder Stino bin - gilt es nicht sein Tun stetig zu hinterfragen? Wie gehe ich mit meiner Umwelt um und was löse ich ggf. aus? Und ganz wichtig - passt mein Verhalten? 

 

Was bei der einen submessiven Person deren Bedürfnisse erfüllt, kann bei der anderen total falsch sein ...und nicht jeder ist gut für jeden Anderen - es muss passen und sich individuell aufeinander einzulassen in meinen Augen - aber nur meine Gedanken zum Thema!

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