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BDSM: Neigung und Szene/Subkultur


Mi****

Empfohlener Beitrag

Geschrieben
vor 2 Stunden, schrieb MissCurious:



Zu meiner Frage: Wie wichtig ist es euch persönlich Teil der Szene/Subkultur zu sein? Stammtische zu besuchen, Symbole zu tragen ect? Seht ihr es sogar als Pflicht an? Oder fühlt ihr euch gar nicht so als Teil davon? Oder nehmt ihr euch einfach da heraus, was euch taugt?

Mir persönlich ist es überhaupt nicht wichtig. Das betrifft auch andere Bereiche im Leben. Im brauche (und will) keine Community im Sport, Freizeit, für Hobby xy. Ich tue das für mich, ggfs mit ausgewählten Menschen, die mir für die Zwecke nahestehen und ich ihnen und die mir eine Bereicherung sind. 

Diese Einzelkämpfer Mentalität schlummert schon immer in mir, Verständnis habe ich dennoch für alle die Community, Vereine, Gruppen etc suchen und dich dort wohlfühlen.

 

Geschrieben
Niwrad12345 hat es im Grunde schon perfekt gesagt. Ich bin zwar in gewisser Hinsicht Teil einer Subkultur, unterwerfe mich aber nicht wirklich irgendwelchen Regeln und Normen und trage auch keine "Erkennungssymbole". Die Gemeinsamkeitrn des von dir angesprochenen Wertesystems würde ich dann auch nicht überschätzen. Letzten Endes ist dein letzteres: ja, ich nehme mir heraus, was mir und denen, mit denen ich mich umgebe, taugt. Es ist eine Art Buffet.

Ich würde übrigens das Ausüben der Neigungen nur mit Consent nicht als Spezifikum der BDSM-"Community" sehen, weil das Einverständnis über sexuelle Handlungen ja nun auch überall sonst Grundvoraussetzung und bei Zuwiderhandlung schlicht strafbewehrt ist. Ich verstehe immer nicht so ganz, warum man das in BDSM- oder Fetisch-Kreisen irgendwie als eine Art eigene Errungenschaft zu werten und gar zu feiern scheint.
Geschrieben
Ich trage bewusst den Ring der O, immer dann, wenn ich mich im BDSM Kosmos bewege. Warum? Es zeigt meine Präferenz an und die Leute wissen eigentlich automatisch, was ich bin.

Ich habe immer gerne beobachtet und das Gespräch gesucht. Mich eingelesen, Workshops besucht usw.
Man wird nicht als Dom oder Sub geboren, keine Diskussion jetzt über Vererbung bitte. Man wird geprägt, durch das vorleben anderer. Ich habe mir immer gerne Tipps von erfahrenen Personen geholt, unabhängig von ihrer Position. Das zu bewerten, sich das herauszunehmen und daraus seinen eigenen Stil zu entwickeln, hat mir gut getan.

Und sehe ich mich als Teil der Szene? Bedingt ja. Ich liebe die Vielfalt, die spannenden Begegnungen. Sich treiben zu lassen und das ganze in sich aufzunehmen, das ist etwas, was mir sehr gut tut.

Geschrieben (bearbeitet)

*

 

bearbeitet von Skinscan
Geschrieben
Ich nehme das heraus was mir gut tut. Alles andere wäre sinnlos
Geschrieben

ich hab meine neigung...ich hab 'meine leute', mit denen ich mich im freundes,-bekanntenkreis austausch..oder auch hier

aber ich seh mich nich als 'szenenzugehörig'...da denk ich immer an clubs, parties und so und das iss nich meine welt! auch stammtische brauch ich nich

 

n triskele trag ich nu zwar nich, aber iss doch hübsch, das ding, lach...und n halsband, wenn vergeben, find ich ne schöne symbolik..dazu brauch ich aber keine 'szene' für (mag aber auch mit meiner neigung zu tun haben...nich jeder geht damit d'accord..also such ich mir gesprächspartner lieber bewusst aus dann)

Geschrieben
vor 2 Stunden, schrieb Niwrad12345:

Wenn ich anfange einer Szene zu folgen, Symbole zu tragen etc. Schränke ich meine Bedürfnisse, Sehnsüchte, Fetische wieder ein und das ist ja gerade das, was mich vom Alltag befreit. Natürlich ist ein Background, Seriösität oder Sensibilität von Nöten, so dass man keinen blödsinn macht. Ich finde es eigenartig, wenn man mit einer dominanten Vorliebe auch gleich wieder Regeln bekommt, ein Dom ist so oder gibt sich so. Jeder ist anders. Ich liebe es zu dominieren und genauso zu verwöhnen und auch mal zärtlich. Es geht um meine Partnerin und mich und nicht um Bücher, Filmvorlagen etc. Ich gebe mich, wie es mich erregt und hoffe dazu das passende Gegenstück zu finden.

Wenn ich mich bewusst einer Gruppe unterordne, werde ich auch mit den negativen Auswirkungen daraus leben. Groupthinking zum Beispiel. Ich gehöre zur "Szene" und du nicht, ist leider sehr dogmatisch , stimme dem absolut zu. 

Vielfalt entsteht durch verschiedene Meinungen, Lebensweisen und Anschauungen. Nicht durch Gruppenbildung. Aber für viele, gefühlt oft jüngere, ist das ein Gefühl der Zusammengehörigkeit, was als angenehm empfunden wird

#dieWelle

Niwrad12345
Geschrieben

Genau, globaler gesehen, auch auf alle Bereiche absolut zutreffend. 

Mausebär23
Geschrieben
Ich war früher wo ich jünger war auf Stammtischen aber das war irgendwie nie das richtige. Ich wonach mir ist ohne das ich mich irgendwo dazugehörig fühlen muss
Geschrieben
Ich stamme aus einer Subkultur (Skateboarder) in der es nur eine Regel gibt: Nämlich, dass es keine Regeln gibt. Jeder Mensch kann machen was er will, die Kleidung tragen die er will und die Tricks machen die er will. Ohne deshalb gesagt zu bekommen, was oder wie er zu tun hat und was er nicht tun darf.
So halte ich das auch hier. Jeder Mensch soll machen was ihm gefällt. Als Switcher wurde ich oft konfrontiert mit: du bist ja gar kein “richtiger BDSM’ler”, du bist ja gar “nicht richtig” sub oder top usw.
Als Sub oder Top hat man dieses oder jenes zu tun oder zu lassen.

Ich halte das für großen Unsinn. Es kann doch jeder für sich entscheiden was er mag und was nicht.
Ein Beispiel:Wenn “Er” als Top ihre Pussy lecken möchte ist das doch per se keine devote Handlung, ebenso wenn “Sie” als Top will, dass er sie penetriert oder sie sein bestes Stück mal in den Mund nehmen will. Es kommt doch immer auf den Kontext an, indem man das Ganze in der jeweiligen Situation verpackt. Besonders bei Tops finde ich diese ganzen Regeln unsinnig. Per Definition kann Top doch machen was er/sie will. Genauso kann Sub festlegen was sie machen will und wo ihre/seine Grenze ist.
Ich habe so viele verschiedene Menschen, mit mindestens genauso vielen verschiedenen Auslegungen ihrer Kinks, kennengelernt, dass ich ziemlich sicher behaupten kann, es gibt nicht den/die Top bzw Sub, jeder Mensch sieht das für sich anders und das ist gut so. Die einzige Schwierigkeit dabei ist den/die passende Person zu finden, mit der man seine Kinks ausleben kann.

Und was das Thema Consent betrifft, kann ich nur zustimmen, dass gilt für alle sexuellen Spielarten. Blümchensex oder harte SM-Session macht da keinen Unterschied.
Bratty_Lo
Geschrieben

Als Teil der "Szene" verstehe ich mich nicht. Zumal viele darunter was anderes verstehen als ich und sich das ohnehin immer mehr vermischt...

Manche tragen Zeichen aus einem Grund, andere als Accessoire...

Ich persönlich trage auf Veranstaltungen mein Halsband und benehme mich nach Hausordnung, den Gepflogenheiten, Wünschen meines Herrn und generell höflich.

Wir sehen uns aber nicht unbedingt als Teil einer "Szene". 

Wir haben dort unseren Spaß und auch mal nette Gespräche. Dazugehören zu bestimmter Gruppen oder "Szeneleute" müssen wir nicht...🙂

Geschrieben
vor 14 Minuten, schrieb Firebird-23:

Und was das Thema Consent betrifft, kann ich nur zustimmen, dass gilt für alle sexuellen Spielarten. Blümchensex oder harte SM-Session macht da keinen Unterschied.

als SMler kann ich dir sagen- ich lebe anders!  und nochmals- BDSM iss nich per se spiel, iss nich per se sexuell!

Geschrieben
Ich bin ich. Natürlich gibt es als Sub./Sklavin gewisse Dinge die ich mir zu eigen gemacht habe. So schreibe ich jeden Dom. ob Frau oder Mann mit Respekt an. Mache ich natürlich auch bei Sub. allerdings würde ich z.B. nie einfach du verwenden bei Dom. Bei Sub. kommt es mir schneller mal über die Lippen. Ausgenommen Dom. ist auch ein Normaler Freund und nicht mehr. Wie bei einem Freund von mir aus der Szene. Weiteres Beispiel währe das ich als Sub. keine Wunsch erfüllenin suche. Und und und. Allerdings, ich bleibe ich dabei. Was Erziehung nicht ausschließt, allerdings könnte man mich z.B. nicht zum Mann oder Dom erziehen. Bleibe Transfrau und mindestens Sub. bis hin zum Sklavin.
Brownberlin
Geschrieben
Mir persönlich ist es völlig egal ob ich Teil einer Szene bin. Ich glaube, wenn man tolle Menschen gefunden hat mit denen man seine Sexualität frei ausleben kann, ist das Szene genug. Die Szenen in Berlin ändern sich eh alle paar Monate gefühlt, da muss ich nicht auf allen Hochzeiten tanzen 😁
Geschrieben
Ich persönlich will frei sein, da hilft mir ne Gruppe nicht, ja ich tage einen Ehering, der schrenkt auch meine Freiheit ein, aber das im guten, alles andere mit Gruppen ist mir zu wenig Freiheit.

Für Ideen/Erfahrungen hat man heute zum glück das Internet, auch wenn das die Stammtische schädigt, muss ich mich nicht sklavisch Gruppen regeln unterwerfen, klar gibt es auch im netzt Geneinschafts regeln, aber das kann ich ein und ausschalten wie ich lustig bin.

Hierbei schließt sich aber das Besuchen von Szenen Treffen bzw Räumlichkeiten nicht aus.
Geschrieben

Hmmm … Neigung uns Szene …

Es tut mir gut, dass ich weiß, dass ich BDSM liebe, lebe und erlebe und dass ich in diesen „Dunstkreis“ dazu gehöre.

So draußen mit einem Zeichen rumlaufen tue ich nicht, weil ich noch kein angemessenes Zeichen für mich gefunden habe (Schmuck wie Ringe usw. mag ich nicht), würde ich aber gerne machen.

Zu solchen Gruppentreffen wie Stammis gehe ich schon mal hin, aber eher selten. Ich bin kein Herdentier und viel mehr Eigenbrötler.

Wenn ich auf „speziellen Veranstaltungen“ bin, haben mich (zumindest bis jetzt) Zuschauer nicht gestört, es kam auch schon vor, dass ich so etwas wie Stolz empfunden habe.

Wie es weiter geht, wird mir die Zukunft zeigen.

reisegast
Geschrieben

Hallo zusammen,

 

Szene, war ich bisher nie. Erkennungszeichen - ja ich habe tatsächlich Pride Buttons an meinem Rucksack. Immer.

 

Ich lebe meinen Fetisch nun seit über 20 Jahren aus, bisher immer für mich alleine. Auch schon unter Menschen, aber nicht MIT Menschen. Ja, das möchte ich tatsächlich auch verändern. An Stammtischen habe ich daher grundsätzlich Interesse, habe aber bisher noch keinen besucht. Ich suche nach etwas in "erreichbarer Nähe". Ob Clubs und Partys das richtige für mich sind weiß ich nicht, ich bin im Alltag eigentlich kein Clubgänger - also ich gehe nicht abends in die Disco oder so etwas. Ich bin gerne mal unterwegs, aber eher unter TAge. Dennoch spiele ich mit der Vorstellung einmal eine Fetischparty zu besuchen. Wenn es nix ist, dann nie wieder, wenns gefällt um so besser.

 

Ich fühle mich da also nicht wirklich DER SZENE angehörig, dennoch bin ich ein Mensch mit ab und an Schubladen Denken und ich fühle mich schon irgendwie der Fetisch Gemeinschaft zugehörig. Daher auch die Pride Buttons. Ich behaupte mal ein gewisses Kategorien Denken ist nicht schlecht, wenn es dazu dient den Dingen einen Namen zu geben, einen bestimmten Platz. Völlig ohne Schubladen zu denken schaffe ich nicht, schaffen die wenigsten Menschen, behaupte ich einfach mal.

 

Ich habe im Laufe der Zeit einige Online Bekanntschaften geschlossen, in diesem Falle könnte ich sagen das Internet verbindet, auch reale Treffen haben sich dadurch ergeben, und die meisten waren immer sehr angenehm. Einfach im Cafe oder in der Kneipe was trinken gehen und ein bisschen miteinander reden. Fand ich jedes Mal spannend. Von daher kann ich mir gut vorstellen, dass auch Stammtische für mich interessant sein könnten, wo du in einer Gruppe zusammen bist.

 

Ob ich also irgendwann mal Szene Gänger werde, kann ich jetzt nicht sagen, ich habe schon den Wunsch nach Anschluss zu Gleichgesinnten.

 

Wie aber schon einige vor mir geschrieben haben ist das wichtigste das Wohlfühlen dabei. Es nützt mir ja nix, irgendeiner Gruppe zugehörig zu sein, wenn ich mich darunter nicht wohlfühle oder mir fremd vorkomme. Für sich ganz persönlich das herausziehen, was dich zufrieden stellt finde ich da wichtiger, darum geht es ja schließlich und letzten Endes.

 

Soll heißen, wenn jemand keine Clubs und Discos braucht, an Stammis nicht interessiert ist oder seine Neigung nach seinen eigenen Vorstellungen und Bedürfnissen auslebt, dann ist das absolut legitim. Unsere Neigungen sollen uns ja erfüllen und kein Zwang sein. Ich selber z.B. würde mich auf einer Party mit etwas lockererem Dresscode eher wohl fühlen, als wenn es strickt Heavy Rubber sein muss, nur so dazu. Dresscode oder Motto ja, aber vielleicht eben nicht zu streng.

 

Ich für mich habe also entschlossen rein zu fühlen in die Materie, andere wollen gerade das nicht, und das ist ein Entschluss der respektiert werden muss. Ob es mir selber gefällt weiß ich eben erst, wenn ich es ausprobiert habe. So mein jetziger Stand.

 

Gruß

 

 

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