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Sklaven Verträge


DominantesHerz

Empfohlener Beitrag

Vor 7 Minuten , schrieb Edan:

Hast ne PN

Ebenfalls.

Schreiben jetzt alle PN's? Ich antworte mal hier: 

Wir haben keinen Sklavenvertrag. Wir haben eher eine Vereinbarung/Leitlinie, die jetzt nicht ganz genau im Wortlaut wiedergegeben wird, aber in etwa lautet: 

Dass ich meinen Herrn mit voller Hingabe anerkenne, seine Anweisungen befolge, seine Entscheidungen respektiere und seine Maßnahmen erdulde.

Schriftlich festgehalte Regeln, haben wir tatsächlich nur 2. 

- Das Selbstberührungsverbot 

- Die Anrede "Herr". 

Natürlich sind im Verlauf diverse weitere Regeln hinzugekommen. Gestern lagen meine Hände unter der Bettdecke und sie müssen auf der Bettdecke aufliegen (wenn ich nicht anderweitig gesichert wäre).

Ich habe also einige Regeln, um die ich einfach weiß und die so benannt wurden. Des weiteren weiß ich, was mein Herr allgemein nicht schätzt. Müll nicht richtig sortieren oder wenn ich ihm zum Beispiel vorauseile... Das könnte allerdings auch nur mal eine Ermahnung sein, er könnte es je nachdem auch bestrafen. 

Situativ kann er ohnehin alles anordnen. Und ich weiß, bei welchen Dingen ich fragen muss. 

"Unangemessens" Verhalten gäbe es noch, welches er im Regelfall erst ermahnen würde. Aber ich überlasse es auch seiner Wertug, was er direkt bestraft. Ich weiß ja grundsätzlich auch, was er als unangemessen empfindet. 

Wir haben keine Tabus schriftlich festgehalten, auch nicht alle Regeln und erst recht nicht jedes Detail. 😉 

Über so manche Sklavenverträge im Internet mussten wir schon das ein oder andere mal eher schmunzeln. Wenn man die entsprechend anpasst, mögen die vielleicht auch gehen. 

Am lustigesten fand ich mal einen, in welchem nach "römischer Tradition" einmal im Jahr die Rollen getauscht werden...🤦‍♀️ 

@Bratty_Lo: Die aus dem Internet sind teils schon echt oberflächlich oder herbeifantasiert. Kann man allenfalls als Anregung nutzen, aber als Muster taugen die nicht. Mal ganz abgesehen davon, dass Dynamiken und folglich auch derartige Verträge ohnehin immer individuell sind.

Schriftlich festhalten, was man sich geben möchte zur Erinnerung ist sehr schön. Aber dies Vertrag zu nennen ist da eine Illusion, weil es nicht streitbar ist was darin steht. Kein Gericht würde danach Recht sprechen.

(bearbeitet)
vor 10 Minuten, schrieb Aberration:

@Bratty_Lo: Die aus dem Internet sind teils schon echt oberflächlich oder herbeifantasiert. Kann man allenfalls als Anregung nutzen, aber als Muster taugen die nicht. Mal ganz abgesehen davon, dass Dynamiken und folglich auch derartige Verträge ohnehin immer individuell sind.

Eben. Aufpassen muss man vor allen Dingen mit den immer Regeln. Wenn Dom immer auf eine bestimmte Art empfangen werden soll. 

Ich soll meinen Herrn manchmal auch "Sub gerecht" oder "angemessen" begrüßen. Aber das lässt er mich dann wissen, wenn er rein kommt (eine bestimmte Aufmerksamkeit generell mal, wenn er was sagt, vorausgesetzt)

Dann kann sich aus dem Kontext heraus ergeben, dass ich vor ihm knien soll. Oder er mir seine Schuhe hinhält und ich diese küsse.

Und letzteres hatten wir lange Zeit gar nicht im bdsm. Das hat sich dann eher so ergeben, dass dies bei ihm mit mir einen hohen Reiz hat. 

Er kommt hingegen auch ganz normal zur Tür rein...

Und ob ein Dom dann tatsächlich immer irgendwas auf die stets gleiche Art wollte, auch wenn der da mal nicht ist? 

Sowas mag in einigen Regeln geil klingen, aber ist real dann teilweise auch so eine Sache...

Und: es spricht nichts gegen "immer" Regeln, wenn sie dem Dom tatsächlich immer wichtig sind! Das sollte man dann schon wissen. 

bearbeitet von Bratty_Lo

Ich hatte mal in einer früheren Beziehung etwas in der Art. Die wichtigste Abmachung war, dass wir uns nicht einfach so aus dem Leben des anderen stehlen. Tja, hat er sich nicht dran gehalten. Nur um danach wieder anzukommen. Seitdem gebe ich auf sowas nichts mehr

Schau mal in der "Sklavenzentrale" unter Verträge. Da findest du viele Antworten.

Also ich würde erstmal festhalten wollen, dass diese Verträge in Anführungszeichen zu setzen sind. Juristisch gesehen kann niemand rechtswirksam in die Duldung einer körperlichen Bestrafung o.ä. einwilligen. Also letztlich sind diese "Verträge" nur eine art Rollenspiel. Andererseits können sie besonders für Subs eine gewisse Fairness erzeugen. Es hindert den Top daran willkürlich alles mögliche zu disziplinieren und gibt einen klaren Rahmen für eine D/s Beziehung vor. Manch andere genießen widerum genau diese Willkür und Unberechenbarkeit. Im Grunde läuft es also darauf hinaus, wie man BDSM leben will.

(bearbeitet)

Ich weiß wie du es meinst @Eric369369. Sowas kann Subs Sicherheit geben.

Allerdings enthalten genug Sklavenverträge Floskeln wie:

"Die Sub kann für Verfehlungen immer bestraft und zudem nach Belieben des Doms gezüchtigt werden." (das mag ja sein und hätte ich nichts dagegen, wäre aber Willkür). Teilweise noch schlimmer: "... und auch ohne Anlass jederzeit bestraft werden...". Strafe hat einen Anlass, sonst wäre es keine.

Solche Sätze habe ich da schon oft genug gelesen. 😉 

Ein Sklavenvertrag ist nicht unbedingt ein Ausschluss von Wilkür.

Anders herum haben und brauchen genug Doms und Subs den auch nicht, um zu wissen, dass sie mit Wilkür nichts anfangen können und dies ohnehin keine Rolle spielt. 

bearbeitet von Bratty_Lo

Das ist ein sehr guter Einwand @Bratty_Lo . Dem würde ich entgegnen, dass ein Vertrag nur auf Augenhöhe abgeschlossen werden kann. Ansonsten wäre es kein Vertrag, sondern eine Kapitulation. Wenn also bestimmte Passagen einem der Vertragspartner nicht gefällt und derjenige trotzdem zustimmt, liegt es in seiner Verantwortung und nicht im der des Gegenübers.

Die ganze Idee eines Vertrags funktioniert sowieso nur in einer Top/Sub Verbindung, in der außerhalb von Sessions mehr oder weniger Gleichberechtigung gelebt wird. Eine reine Meister/Sklaven Verbindung, beispielsweise 24/7 würde ihren kompletten Sinn verlieren mit einem Vertrag. Weil wie soll eine Sklavin je auf Augenhöhe sein? Sie kann also gar keinen Vertrag abschließen.

Vor 6 Minuten , schrieb Rosenrot82:

Bei uns gab es am Anfanng auch das Thema eines "Vertrages". Und es stimmt, es wäre meine schriftliche Kapitulation gewesen. Aber das hat sich dann erübrigt, ich habe es auch ohne Vertrag geschafft zu kapitulieren. 🥰

Es freut mich, dass du einen guten Partner gefunden hast und erfolgreich kapituliert hast. Im übrigen habe ich natürlich gar nichts gegen Kapitulation, bloß dann sollte man eben nicht mehr von einem Vertrag sprechen.

vor 19 Minuten, schrieb Eric369369:

Sie kann also gar keinen Vertrag abschließen.

Auch ein guter Einwand @Eric369369 😅 Ich denke sie ist das dann erst nach Abschluss und zuvor noch nicht? Aber so real wird das vermutlich nicht unbedingt immer so getrennt. 🤭 

Varianten gäbe es mehrere. Das Machtgefälle läuft ab Vertrag. Oder der wird irgendwann noch erstellt. 

Wir hatten ein offizielles Machtgefälle tatsächlich nach offizieller Vereinbarung, inoffiziell und so am beginnen natürlich auch schon vorher...🙈 Und mein Herr hat mir alle Vereinbarungen auch alleinig vorgesetzt. 😅 

Stimmt Sub dem zu, was vorgelegt wird oder "vereinbaren" beide die Punkte zusammen? 😜

Eins ist ja auch klar, Tabus kann jeder haben und auf Lebenszeit daran gebunden, ist man auch nicht.

Ernst kann man das natürlich dennoch nehmen und danach leben wollen. 

Es sind viele gute Argumente gesagt worden, ich glaube, der einzige Sinn eines solchen Vertrages ist nur, sich abzusichern, das beide es wollten und im Nachgang als Anhaltspunkt genutzt werden , wenn der( SUB wohl meist) eine plötzlich sich beschwert.
Ein guter som weiß ganz gut, wie weit er gehen kann, was gut für beide ist, er wird seinen SUB ganz speziell dahin bringen, was er möchte, und der SUB wird sich glücklich führen lassen, denn das funktioniert sowieso nur bei absolutem Vertrauen.

vor 17 Minuten, schrieb Eric369369:

bloß dann sollte man eben nicht mehr von einem Vertrag sprechen.

Ja, stimmt schon. 😅

Ich finde Verträge und so wichtig... für einmalige Dinge wie ONS.
Da aber eine Dynamik...den Namen hat...weil ...der Name....
Da ändert sich hier und da mal was...das müsste dann immer schriftlich...statt mündlich...
Kein Vertrauen?
Am Anfang hat man ja in der Regel im Chat...grob den Rahmen geklärt, zumindest wenn ich was festes suche...
.
Vertrag hat etwas von einmal Erlebnis und festnageln... würde ich als Domina immer machen(🤣🤣🤣...festnageln)

Für alle, die glauben, dass ein Vertrag "Sicherheit" bringt: bringt er nicht. Selbst wenn das Treffen jederzeit einvernehmlich war, der Dom während der ganzen Session dauernd gefragt hat, ob alles in Ordnung ist und die Bestätigung erhalten hat - geht die Subperson danach zur Polizei und erstattet Anzeige, ist der Vertrag das Papier nicht Wert, auf dem er steht. Die Subperson muss nur behaupten, dass das Safe-Wort nicht beachtet wurde... 

In meinem Leben gibt es genug Verträge, die ich beachten muss. Sklavenverträge - naja, jeder wie er mag. Hat vielleicht was romantisches für einige - für mich wäre jeder raus, der mit sowas kommt. Ich erwarte, dass mein Partner sich an Absprachen hält ohne dass es schriftlich festgehalten werden muss.

Vor 48 Minuten , schrieb Bratty_Lo:

Auch ein guter Einwand @Eric369369 😅 Ich denke sie ist das dann erst nach Abschluss und zuvor noch nicht? Aber so real wird das vermutlich nicht unbedingt immer so getrennt. 🤭 

Varianten gäbe es mehrere. Das Machtgefälle läuft ab Vertrag. Oder der wird irgendwann noch erstellt. 

Wir hatten ein offizielles Machtgefälle tatsächlich nach offizieller Vereinbarung, inoffiziell und so am beginnen natürlich auch schon vorher...🙈 Und mein Herr hat mir alle Vereinbarungen auch alleinig vorgesetzt. 😅 

Stimmt Sub dem zu, was vorgelegt wird oder "vereinbaren" beide die Punkte zusammen? 😜

Eins ist ja auch klar, Tabus kann jeder haben und auf Lebenszeit daran gebunden, ist man auch nicht.

Ernst kann man das natürlich dennoch nehmen und danach leben wollen. 

Das sind interessante Überlegungen. Aus meinem Verständnis heraus ist bdsm eine sehr individuelle Lebensform und ich sehe da kein wirkliches richtig oder falsch. Meine Perspektive sehe ich also nicht als allgemeingültige Wahrheit an, sondern lediglich meine Sichtweise. Für mich ist immer wichtig, dass eine Beziehung eine in sich stimmige Geschichte erzählt. Und weil die meisten meiner Beziehungen ein permanentes Machtgefälle beinhaltet haben, fand ich Verträge nie so wirklich stimmig. Aber soll doch jeder einfach nach seiner Fasson glücklich werden...

vor einer Stunde, schrieb Eric369369:

 

Es freut mich, dass du einen guten Partner gefunden hast und erfolgreich kapituliert hast. Im übrigen habe ich natürlich gar nichts gegen Kapitulation, bloß dann sollte man eben nicht mehr von einem Vertrag sprechen.

Darum habe ich Vertrag in "" gesetzt 😊 "Vertrag ".

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