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Ist BDSM gestorben?


RJ****

Empfohlener Beitrag

vor 55 Minuten, schrieb Seilverrückt:

Der TE würde ich einfach mal einen SMJG Stammtisch empfehlen, da wirst du auch auf Menschen treffen, die in deiner Altersklasse sind und somit deinen Blickwinkel näher sind.

Das ist ein Hinweis, den man allen unter 27 geben kann. Die SMJG ist ein gemeinnütziger Verein und bietet entsprechende Informationsangebote.

Interessante Frage. Interessante Zeilen.

Halte Dich nicht mit Modellen auf. Das sind nur Konstrukte oder Zwischenstopps auf Deiner Reise.

Behalte aber stets die sinnvollen und Grenzen der nicht-BDSM-Aktiven und allgemeinen gesellschaftlichen im Hinterkopf.

Ich hörte meiner Schülerin sehr intensiv zu.
Was mich interessierte schreckte sie ab.
Wo sie ohne mich hinsteuerte, erzeugte in mir das Gefühl des Versagens.

BDSM hat für mich sehr viel mit Kommunikation, Vertrauen, Zuneigung, Gefühl und seelischer Tiefe zu tun.
Das stirbt nicht so einfach weg.

Ich bin nicht in der Szene unterwegs,... in keiner Szene. Aber ich für mich muss sagen dass es so viele Varianten BDSM gibt dass man nicht nur sagen kann BDSM wird abgeflacht und kaputt getreten.
Ageplay ist eines. Ich verurteile da nichts. Ich stehe privat und in meinem Bett darauf sie während sexuellen Praktiken gefesselt zu halten.
Ja, Streitfall ist es überhaupt BDSM,... manche machen es öffentlich, ich eben "noch nicht" weil ich keinen Partner dafür habe. Und, ja, ich kann mir auch anderes was expliziter unter BDSM läuft vorstellen,... nur eine Partnerin die auf Ageplay steht wäre nicht unbedingt meins.

Generell kann man seine Meinung sagen, aber nicht erwarten dass diese auch zutrifft. Es ist individuelles Empfinden.

Zu den Stammtischen:

Man findet sie nicht überall, nicht jeder ist mobil und zum Beispiel der, der bei mir wohl am nächsten wäre, besteht hauptsächlich aus älteren Herren. Hatte mich diesbezüglich schon bei Black Mentor erkundigt, der wohl manchmal dort ist. (Wir kennen uns im RL. ) 

Manche mögen das Glück haben, einen guten in der Nähe zu haben, der passt. Aber nicht jeder. Deshalb sollten die die das Glück haben, es nicht anderen zum Vorwurf machen, das sie keine besuchen. 

Große Events wären zum Beispiel gar nichts für mich, aber ein kleiner Stammtisch, mit ein paar wenigen Leuten, schon eher. Und ich denke, das jeder sich schon umgehört hat und sich seine Gedanken gemacht hat... 

Vor 3 Stunden, schrieb Alexiel_Mistress:

Dann geh doch zu dem Punkt das sie seit 3 Jahren hier ist und jetzt erst davon hörte und lass ihre Kindheit ausm spiel 🤷🏻‍♀️ 

Und legal dürfte die schon mit 15 davon wissen und Sex haben solange Konsens besteht frag meine Mutter die meinen ersten Freund, 11 Jahre älter, in den knast bringen wollte weil mit ner 15 jährigen und so und hätte ich damals mehr gewusst hätte ich keine toxische beziehung gehabt also ja info bitte überall wenn bedarf besteht.... 

ist jetzt etwas abseits vom Thema aber die Information was legal ist steht ja an sich mal allen zur Verfügung. Mit Eltern ist das natürlich immer schwierig, meine Mutter hat mich als 5 jährigen mal zur Polizeistation gezerrt und dort ernsthaft darum gebeten mich für eine Nacht in die Zelle zu sperren weil ich vergessen hatte daß sie mich an der Busstation erwartete statt wie gewohnt beim Kindergarten abgeholt zu werden :/

vor 44 Minuten, schrieb Davina87:

Manche mögen das Glück haben, einen guten in der Nähe zu haben, der passt. Aber nicht jeder. Deshalb sollten die die das Glück haben, es nicht anderen zum Vorwurf machen, das sie keine besuchen. 

Ich würde niemanden einen Vorwurf machen, dass er/sie keinen Stammtisch besucht. Das war von mir aus nur eine Empfehlung. Mir ist dabei auch bewusst, dass Stammtische nicht zu jedem passen und nicht immer ein passender Stammtisch in der Nähe ist.

Ohne alles zu lesen. Über SSC bin ich vor über 25 Jahren gestolpert. Da musste man sich noch per Brief und Postfach beim Stammtisch hier anmelden. Hatte stolpert man noch schneller drüber. Es gibt kein allgemeingültiges Bdsm. Hauptsache zwei oder mehr Menschen reden deutlich über Vorlieben, Wünsche, Grenzen, Sicherheit. Es passt nicht zusammen, dass du was von 9 Jahre in dem Bereich und was Bdsm allgemein sein soll redest, aber nie über diese Sicherheitßkonzepte gestolpert bist. Finde ich sehr strange.

1. Über SSC bin ich schon vor über 25 Jahren gestolpert. Artikel, Bücher, Grundlagen lernen. Weit bevor ich das überhaupt ausgelebt habe. Da musste man sich noch per Brief und Postfach beim Stammtisch hier anmelden. Heute stolpert man noch schneller drüber, es gibt seit mindestens 9 Jahren die SMJG mit Stammtischen in allen größeren Städten. BDSM bei Wikipedia dürfte das schon beinhalten.

2. Es gibt kein allgemeingültiges Bdsm. Hauptsache zwei oder mehr Menschen reden deutlich über Vorlieben, Wünsche, Grenzen, Sicherheit. Und Nein, es ist nicht schlimmer, sondern im Gegenteil viel besser geworden, mehr Info, mehr Bandbreite, inklusiver. Das konservative Gatekeeping hat seinen Stand verloren. Deine LGDD Vorliebe ist übrigens auch erst in den letzten 10 Jahren aus dem englischsprachigen Raum rübergeschwappt. Insofern von irgendeiner allgemeingültigen Bdsm Grundlage zu sprechen, gäbe es das überhaupt, würde ich nicht mit Steinen im Glashaus werfen ;).

(Ich dachte ich kann den Kommentar drüber löschen, nachdem ich ihn schon nicht bearbeiten konnte 😅. Geht zumindest in der App nicht.)

Ich glaube nicht, dass hier Szene an die Wand gefahren wird - das hier ist nicht die Szene... 

@RJ_Moonchild auf dem Portal hier merkt man schon, welche Art Menschen sich hier tummeln und teilweise kein Bewusstsein dafür haben, wann etwas anfängt übergriffig zu werden - da darf man nicht erwarten, dass solche Personen ein Konzept zur Einvernehmlichkeit haben und sich auch nicht mit Konzepten befassen wollen - in den meisten Diskussioen hier zu diesen Konzepten merkt man auch, wer das verstanden und verinnerlicht hat. Das du jetzt etwas von den Grundpfeilern erfahren hast, ist da doch etwas, das dir künftig helfen wird, den Umgang mit dir besser einordnen zu können - du bist noch jung und hast deine beste Zeit doch noch vor dir, in der du deine ganz persönliche Interpretation dieser Konzepte finden wirst - am Ende sind es nur Stichworte, über die man sich Gedanken machen muss und die nach eigenen Prioritäten gewichtet. Für manche ist das einfach nur gesunder Menschenverstand und wem Konzept und Verstand fehlt, lässt sich schonmal aussortieren - du erschaffst dir deine Bubble mit den Leuten, die dir gut tun, weil ihr die gleichen Werte teilt und der Rest muss dich nicht interessieren... 

Wer übergriffig/manipulativ ist oder solches Verhalten irgendwie unterstützt, musst du ja nicht in deine Bubble lassen und je mehr Erfahrung du sammeln wirst, um so schneller kannst du entscheiden, wer dir nicht gut tut.

Moin,ich kenne eine Nachricht fe, die mit 13 oder 14 Jahren BDSM für dich entdeckt . Und viele hatten Schwierigkeiten sich zu erklären,was ist mit ihnen. 

Das Alter, die ländliche Wohnsituation bringen eine Zusätzliche Hürden mit sich.

 Bitte auch bedenken, dass bis zum 18. Lebensjahr die Eltern ein Blick auf das Internetverhalten haben können. Wer länger zu Hause lebt hat häufig auch das Problem, das 18. sein keine Änderung bringt. Internetfähige Geräte kosten auch  Geld. Vielleicht magst Du dich zu Dir und der nem Internet Zugang äußern, damit Spekulation ausbleiben.

Einige User fragten hier "Mit 13. Jahren?" Ja, genau aus diesem Grund würde der SMJG e.V. ins Leben gerufen.

 

@OkkyundKitty

Ich denke es hat nicht unbedingt mit den falschen Leuten zu tun, mit welchen man redet. Bei "Fries" und Prick" bin  ich auch raus, sowie viele Andere mit denen ich im BDSM groß geworden bin.

Das ist kein Desinteresse oder informiert sein sondern uns reichte SSC und die persönliche Absprache des Konsens.

Je mehr Zulauf BDSM bekommen hat, je mehr BDSM sich von Szenetreffs , Stammtischen und Parties sich ins Internet, in Foren wie diese sich verlagerte umso mehr tratt ein  "Definitions-Wahn* ein.

Eigentlich eine Chance das BDSM weiter in die Tiefe geht, jedoch nahmen die Filme "Secretary" und "50 Shades of Grey" das verrückte, machten BDSM gesellschaftsfähig. Man kann heute offen sagen, dass man auf BDSM- Praktiken im Bett steht.

Diese neue Zugänglichkeit für eine sehr große Gruppe an Mitbürgern, verschob aus meiner Sicht die Sicht aufs BDSM.

@DreamGirlYuki hat richtig festgestellt, ja im BDSM geht es um Befriedigung, um Sex.. 

 

Die "alte Szene" hat jede Menge Aufklärungssarbeit im Bezug auf die Selbstverständlichkeit von BDSM geleistet, wurde letztlich aber durch die Filme und das  handeln der Neuen BDSM'er völlig überraschend.

Und die "Neuen" haben vorwiegend ihr Internet, in Foren ihr Verständnis, ihre Grenzen von BDSM neu definiert und häufig auch als "Allgemeingültig" fest geschrieben.

Für die *Alten* ist der Orgasmus oder zerstörte Orgasmus des/der Sub, ein Toy, wie die Peitsche, der Rohrstock oder der Hund Napf um Sadismus und Erniedrigung auszuüben. Wobei jeder Top andere Toys den Vorzug gibt.

Bei der  übetwiegende Mehrheit der *Neuen* hat man den Eindruck der BDSM dient zum erfüllenden und abschließenden Sex.

Dieser neue BDSM bricht mit vielen Ansätzen der "Alten". 

Das Neue BDSM ist froh, dass BDSM gesellschaftsfähig ist, allerdings hat man den Eindruck, nur wenige wurden für diese Freiheit eintreten würden!

Extrem. Ja in Profilen liest man viele Extreme Vorstellungen.

Die Realität, auf Parties sieht gänzlich anders aus. 

Bühnenshows mit Sicherheitsnadeln, Brsndings, Wachs und - Feuerspiele gehören der Vergangenheit an, heute undenkbar, viel zu brutal. Heute Bi- Spiele von Damen im Planschbecken, leichte Fesselspiele, aber schon Spuren oder echte Schmerzschreie sind es n No-Go.

Mit dem Ableben der Alten wird BDSM sich irgendwann selbst abschaffen. Schon heute zu sehen, in Diskussionensrunden wird es immer theoretischer und und jede Praktik, welche nicht auf eine breite Mehrheit an Zustimmung trifft, wird als zu extrem abgelehnt.

 

 

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