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Sub, warum, wieso, weshalb... Was macht den Reiz aus?


dr****

Empfohlener Beitrag

Ich bin selbst dominant und kenne inzwischen die Perspektive von drei submissiven Frauen recht gut. Trotzdem merke ich immer wieder, dass das Thema „sub sein“ viel komplexer und individueller ist, als es auf den ersten Blick wirkt. Deshalb interessiert mich der Austausch mit weiteren Menschen, um meinen Blick auf das Ganze zu erweitern.

Was genau macht für euch den Reiz daran aus, submissiv zu sein?
Wo liegt eure persönliche Erfüllung dabei?
Ist es eher das Fallenlassen, das Vertrauen, die Dynamik, das Gefühl geführt zu werden oder etwas ganz anderes?

Mich interessiert besonders der emotionale und mentale Aspekt dahinter. Was fühlt ihr dabei? Was gibt euch dieses Verhalten oder diese Rolle, das ihr außerhalb davon vielleicht nicht findet?

Und was macht speziell den Reiz aus, sich bewusst als sub zu verhalten – auch im Alltag oder in kleinen Gesten? Ist es für euch reine Sexualität, ein emotionaler Zustand, ein Machtgefälle, ein Zeichen von Hingabe oder vielleicht sogar eine Form von Freiheit?

Ich suche keinen allgemeinen BDSM-Leitfaden, sondern ehrliche persönliche Perspektiven und Gedanken dazu. Gerade weil ich dominant bin, finde ich es spannend zu verstehen, wie die andere Seite Dinge empfindet und erlebt.

Oh, das ist ein schönes Thema. Und sehr komplex... Da wirst du bei 100 Subs 100 verschiedene Antworten bekommen. Mach ein Buch daraus 😉

Ich bin Sub aus drei verschiedenen Gründen. Zum einen um zu heilen und mich weiterzuentwickeln - ich lerne mich selbst kennen, wachse über meine Grenzen hinaus und kann sämtliche Gefühle leben, die wegen gesellschaftlicher Normen im Alltag keinen Platz finden. Man könnte es schon fast als transformativ bezeichnen.

Der zweite ist schlichtweg die sexuelle Lust und der Genuss.
Aus den ersten beiden Gründen kann ich auch eine Session nur für mich haben, ohne einem Herrn zu dienen. Ich schließe die Augen und lasse sämtliche Gefühle, den Schmerz und andere Empfindungen durch mich hindurch fließen. Und fliege, weine, brülle, lache.

Der dritte Grund ist mein Bedürfnis in Besitz genommen zu werden, zu dienen und zu gefallen. Da geht es um meine Fetische, Hingabe und das Verschmelzen mit meinem Dom.
Dafür braucht es die... besondere Verbindung.

Es gibt da sehr viele Aspekte warum ich als submissive Frau eine solche Beziehung/Dynamik brauche.

Seinen festen Platz zu kennen, bedeutet für mich Sicherheit. Feste Regeln und Auflagen in einem klaren Machtgefälle. 

Die starke Verbindung die sich aufbaut, kann ich nicht mit jedem leben, wenn aus Liebe, Verehrung wird geht auch "Perversion " einher, die nicht jeder aushalten kann, dafür braucht es jemanden, der eben genau das genießen kann und mich aber auch im Zaum hält.

Mir geht es nicht mehr um Heilung,  das habe ich mein ganzes bisheriges Leben versucht. Dafür verschwende ich nicht mehr meine Zeit, ich akzeptiere meine Vergangenheit und ich suche nach mehr davon um noch mehr an Tiefe zu gewinnen. Das ist für mich , mich zu spüren. Wer bin ich jetzt? Nicht mehr, wer war ich davor? Denn ein "davor" ist quasi nicht existend.

Meine Gefühlswelten sind sehr komplex und verdreht, dass ich meinem Master mit tiefem Vertrauen folge, er führt mich, lenkt mich.

Ich bin bereit für eine Neuerschaffung, durch seine Hand.

Ich darf sein und werde sein.

Danke für eure tiefen Einblicke und ja es wird sicherlich soviel Sichtweisen wie Menschen geben, die sich hier melden.
Ich bin mir unsicher was der Aspekt des heilens Aussagen soll.
Das ist eine Perspektive, die mir neu ist?
Beste Grüße

Was mir noch auffällt ist, daß es bei euch beiden so wirkt, als ob das Thema sub deutlich über das rein sexuelle hinaus geht. War das immer so, oder eher eine Entwicklung im Laufe der Zeit?

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