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Ist male loneliness real?


Empfohlener Beitrag

Vor 33 Minuten , schrieb Alexiel_Mistress:

Weil man solo sein kann ohne einsam zu sein. 

 

Ja das durchaus, in beide Richtungen. Ich war/bin mir jetzt aber nicht sicher ob @Silky das meinte.

vor 6 Stunden, schrieb Candala:

 

Ja das durchaus, in beide Richtungen. Ich war/bin mir jetzt aber nicht sicher ob @Silky das meinte.

Hab meine Sicht oben beschrieben. 

Obwohl da ein Nicht fehlt.

vor 7 Stunden, schrieb Silky:

Soll aber nicht heißen, dass manche sich dabei auch wohlfühlen. 

Soll aber nicht heißen, dass manche sich dabei nicht auch wohlfühlen. 

Nach dem Schabernack gestern, die Mädels mal wieder völlig ins offtopic abgedriftet sind nachdem es um mein Hemd ging, es sogar... fetischisiert wurde 🫣, mal ans eigentlich Thema angeknüpft:

Male loneliness sehe ich häufiger bei Rentner bzw Männer, die das Rentenalter erreichen. Nicht unbedingt eine loneliness was Frauen angeht, weil meistens hockt noch irgendwo eine herum, sondern loneliness was Gedanken, Beschäftigungen, Hobbys, Zeitvertreib, soziale Kontakte angeht. Endet der Beruf und der geregelte Tagesablauf, damit einhergehend viele wichtige soziale Kontakte, Aufgaben und auch "Sinn" im Leben, entsteht mancherorts diese Leere, Einsamkeit im Kopf. 

vor einer Stunde, schrieb Tau08:

Nach dem Schabernack gestern, die Mädels mal wieder völlig ins offtopic abgedriftet sind nachdem es um mein Hemd ging, es sogar... fetischisiert wurde 🫣, mal ans eigentlich Thema angeknüpft:

Male loneliness sehe ich häufiger bei Rentner bzw Männer, die das Rentenalter erreichen. Nicht unbedingt eine loneliness was Frauen angeht, weil meistens hockt noch irgendwo eine herum, sondern loneliness was Gedanken, Beschäftigungen, Hobbys, Zeitvertreib, soziale Kontakte angeht. Endet der Beruf und der geregelte Tagesablauf, damit einhergehend viele wichtige soziale Kontakte, Aufgaben und auch "Sinn" im Leben, entsteht mancherorts diese Leere, Einsamkeit im Kopf. 

Männer und die Rente. Ja, da kann ich ein Lied davon singen. Also für die meisten Frauen die ich in meinem Berufsumfeld kenne sind die ganz begeistert. Endlich Rente, Garten, Reisen, Freundinnen die schon in Rente sind treffen usw. Bei Frauen ist es eher so das sie aufgrund von eines Jahrzehnte langen niedrigeren Gehalts in der Rente dazu verdienen müssen. Die meisten Männer hingegen (nicht alle) haben mit dem Geld nicht wirklich ein Problem und fragen trotzdem mitleidig ob sie nicht doch noch auf Stundenbasis arbeiten dürfen. Da sie häufig eher als ihre Frauen in Rente müssen, zählt also die Ausrede nicht das ihnen sonst zuhause von der Frau ein Ohr abgekaut wird. Sondern sie wissen einfach nichts mit ihrer neu gewonnen Freiheit anzufangen. Ich spreche aber hier von meinem Berufsumfeld, sogenannten Sesselpupsern, für die es der Horror ist nicht mehr gebraucht zu werden. Um ein extremes Beispiel zu nennen. Wolfgang Grupp der einen Selbstmordversuch unternahm, weil er sich nicht mehr gebraucht gefühlt hat. Das ein Fliesenleger oder Installateur froh ist in Frührente gehen zu dürfen steht außer Frage. Aber da ist es auch eher der Körper der einen in die Knie zwingt.

Am 14.6.2026 at 17:47, schrieb Candala:

Warum lehnst du Anglizismen ab, während du dich selbst Importwörtern bedienst? 


Hast du kurz in Betracht gezogen, eine Suchmaschine zu bedienen, um dich mit dem Thema vertraut zu machen?

Ich hab in betracht gezogen meine Verachtung für die ganz Wortschauspieler wachsen zu lassen.   Ist das auch ok?

Vor 8 Minuten , schrieb wkar:

Ich hab in betracht gezogen meine Verachtung für die ganz Wortschauspieler wachsen zu lassen.   Ist das auch ok?

Es beantwortet leider nicht die gestellte Frage. Die weitere, ob das ok ist, musst du dir selbst stellen, denn das Gefühl von Verachtung findet ausschließlich in dir selbst statt und dass du das fühlst, tangiert andere nicht. Es obliegt somit lediglich deinem eigenen Frieden, nicht dem der anderen.

vor 5 Stunden, schrieb Rendo:

Also mal meinen Senf dazu.
Ja male loneliness ist durchaus real und ein Problem.

Ich selber habe so eine Phase/war davor.
Dazu muss man sagen das viel passiert ist, nicht nur das ich für 4 Leute arbeite (nehmt das bitte Wörtlich, dem ist sogar so), auch standen diverse Prüfungen an und ich wurde von meiner besten Freundin dank ihrer sehr verkorksten Familie geghostet kurz zuvor und auch einer meiner Arbeitgeber ist der Meinung das Sklave und Lohnarbeiter irgendwo sich ähneln und will nicht zahlen. Auch andere Freunde haben Krebs in der Zeit bekommen und andere Depressionen.

Durch den ganzen Stress der zeitgleich kam und zum Teil noch ist, fühlt man sich sehr einsam, dem ist einfach so. Wenn man merkt wie Oberflächlich neue Leute sind, wie viele inzwischen nur noch entertaint werden wollen und mit 20 Leuten zeitgleich schreiben, sich nur noch bespaßen lassen und dabei selber wenig über sich erzählen, keine Fragen haben und aber weiter darauf bestehen das du was erzählst ohne das irgendetwas von diesen Leuten kommt (und das ist inzwischen derart vermehrt die letzten 3 Jahre).
Ja, dann fühlt man sich einsam, dann geht es einem damit nicht gut das man nicht wirklich wen hat der ernsthaftes Interesse an einem hat.

Und ich kann sagen das man das nicht unbedingt zeigt. Wieso auch? Interessieren tut es die wenigsten Leute, dem ist de facto einfach so.

Und das ist das Problem. Man sieht es nicht und es interessiert ehrlich gesagt niemanden.

Das Leben hat dich gelehrt, dass es härtere Zeiten gibt, viel Arbeit und dass gesundheitliche Themen plötzlich nah sein können. Die Unbeschwertheit ist nicht mehr so wie in jungen Jahren. 

Du hast dich dadurch weiterentwickelt, lebst anders und setzt Prioritäten anders.

Und jetzt stehst möglicherweise am Scheideweg:

2 Schilder, sie hängen beide herunter und du weißt nicht welches nach links oder nach rechts zeigt. 

Auf einem Wegweiser steht Einsamkeit, Burnout, Depression, auf dem anderen steht gar nichts, das ist der, den du selbst einmal beschriften kannst. 

Wichtig ist in dieser Lebensphase Kommunikation und Gesellschaft. Mit den richtigen Menschen, sich zur richtigen Zeit etwas öffnen zu können. Es muss nicht Mal primär das andere Geschlecht sein, es können auch Kollegen, Freunde, Bekanntenschaften aus dem Geschäft sein. Es gibt diese Momente wo man merkt, da passt Sympathie, Wellenlänge, man spricht auch mal kurz privat und man stellt fest, dass viele andere Menschen ähnliche Themen haben oder hatten. Man lernt und versteht dadurch diese Form der Kommunikation besser, dass viele Menschen es betrifft, dass tiefgründige Gespräche entstehen können, das einem Auftrieb gibt auch bei der Partnerwahl sich zur richtigen Zeit den tiefgründigen Themen zu öffnen.

Bleibt man verschlossener, wirkt man manchmal oberflächlich oder arrogant und dann gibt es die Leute, die auch aus Unsicherheit einfach nur volltexten und man danach noch ratloser ist.

Zuerst beginnt es bei einem selbst.

Dort müssen Signale an das Gegenüber kommen "ich habe Zeit just in diesen Moment, Zeit für dich, Zeit für unser Gespräch, du bist willkommen in meiner Gegenwart" und wenn man das alles besser verstanden hat, fällt es einem leichter tiefgründige Gespräche zu führen und Menschen richtig kennenzulernen und erst dann auch mehr Tiefe für Beziehungen etc entstehen. Die Einsamkeit weicht wenn man versteht, dass diese härteren Erfahrungen im Leben nahezu alle Menschen betreffen in verschiedenen Bereichen und Ausprägungen. 

Am 13.6.2026 at 21:58, schrieb Zis:

Lieber männlich Gelesende,

ist male loneliness tatsächlich ein Thema für Dich? Hast Du Ideen, warum es sich so entwickelt haben könnte und was helfen würde?
Ich habe immer wieder Zuschriften, die mit Verzweiflung und Frustration gespickt sind und frage mich, ob diese aus einem Einsamkeitsgefühl resultierten.
Bitte von Zuschreibungen absehen und eher aus der eigenen Perspektive berichten in der vielmehr das eigene Verhalten betrachtet als über das Gegenüber gemault wird.

Meine Beobachtung ist weniger die "Loneliness" als viel mehr die fehlende Entwicklung gesunder sozialer zwischenmenschlicher Beziehung zwischen Männer und Frauen.

Es sind nicht nur die einen Schuld, sondern beide Seiten irgendwie gleichermaßen. Früher war es so, dass man sich in der Pubertät ausprobiert hat und nur die wenigen, die gemieden wurden, hatten Probleme - auch beim ausgehen.

Heute ist es so: Es gibt ja kaum noch dieses "ausgehen und sich treffen", es gibt für viele auch gar kein "ausprobieren in der Pubertät" mehr. Viele isolieren sich u. a. durch Social-Media-Konsum oder weil sie mit sich selbst nicht klarkommen.

Problem dabei: Wenn man nur mit sich selbst beschäftigt ist, dann steigt der Pornokonsum natürlich - man kommt auf Seiten, die ziemlich abartiges Zeug zeigen und propagieren und evtl. vorhandene Fantasie noch verstärken. 

Ich betreibe jetzt kein Kink-Shaming, aber was sich daraus entwickelt hat mit "Kink" oder "Fetisch" kaum noch was zu tun, es sind tw. wirklich krankhafte und auch ungesunde Praktiken, die eigentlich mehr genau diese Isolation und Unfähigkeit der sozialen Interaktion widerspiegeln und sexuelle Handlungen auch als etwas "unpersönliches" in etlichen Fällen sogar "anonymes Vergnügen" darstellen - ohne Nähe, ohne Verpflichtung und oft auch ohne Scham.

Und da eher mal den Mumm zu haben und zu sagen: "Junge: Reflektier mal über dich selbst und evtl. wäre eine Psychoanalyse besser, bevor du überhaupt erst mal auf Partnersuche gehst" - DAS muss man schaffen und hier muss man auch konsequent bleiben.

ist man das nämlich nicht, bleiben diese Typen immer alleine, verstehen aber auch NIE
- warum sie alleine sind,
- dass ihre Fantasien oder Rollenbilder (auch von sich selbst) ungesund sind
- dass sie Hilfe brauchen.

(bearbeitet)

Jeder ist für sich verantwortlich... Man kann nicht erwarten das andere sich um die eigene mentale Gesundheit kümmern. 

vor 53 Minuten, schrieb Nussija:

Es sind nicht nur die einen Schuld, sondern beide Seiten irgendwie gleichermaßen. 

Sonst finde ich deinen Beitrag sehr gut danke dafür 😊 

bearbeitet von Alexiel_Mistress
vor 37 Minuten, schrieb Alexiel_Mistress:

Sonst finde ich deinen Beitrag sehr gut danke dafür 😊 

Naja die Realität belegt ja, dass nicht einer alleine nur an allem Schuld haben kann und "Schuld" ist auch ein falsches Wort hier. "Ursache" ist vielelicht besser, aber ich denke es ist klar, worauf ich hinaus will: vor allem Empathie und damit verbundener Akzeptanz, Respekt, Anerkennung und dann entsprechend Einsichtsfähigkeit und die Fähigkeit auf jemanden zuzugehen und sich auf jemanden mal einzulassen.

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