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Nein ist Nein vs Nur "Ja" ist Ja.


Ei****

Empfohlener Beitrag

Vor 56 Minuten , schrieb Wolkenbruch:

Nein heißt nein (Wiederspruchslösung):

Grundsatz: Sexuelle Handlungen sind so lange erlaubt, bis sich eine Person aktiv dagegen wehrt oder „Nein“ sagt.

Nur Ja heißt ja (Zustimmungslösung):

Grundsatz: Sex ist nur dann inermalig und erlaubt, wenn alle Beteiligten ihre Zustimmung aktiv und erkennbar (verbal oder non-verbal) gezeigt haben. 

(Quelle unter anderem Amnesty International)

 

Ehrlich gesagt wundert es mich, dass in einem Bereich, wo doch immer so sehr betont wird wie essentiell wichtig Consent ist, darüber diskutiert werden muss.

Immer wieder les ich "wenn du deinen consent dazu nicht gegeben hast, dann war/ist das Missbrauch".

Und jetzt, wo es gesetzlich dahin geändert werden soll, ist es plötzlich ein Problem? Das verstehe ich nicht.

 

Ich wüsste jetzt auch nicht wie diese Änderung einvernehmlichem bdsm Schaden könnte. Solange sich zwei (oder mehr) erwachsene, mündige Menschen frei und ohne Zwang dazu entschließen bdsm miteinander auszuleben,  sich gemeinsam ihr "Spielfeld" (hab kein besseres Wort) festlegen, und es auch frei beenden können/könnten, solange ist doch alles tutti.

Die Herren die hier dagegen agitieren sind nicht die Fraktion die hier in Beiträgen auf Konsens behaaren oder oder Missbrauch benennen 🤷‍♀️😂😉

Nur mal so:

Sowohl @Einfach-Ich, wie auch ich selbst, haben hier, in unzähligen Beiträgen zu unterschiedlichsten Themen, immer wieder ausdrücklich betont, dass Konsens (d.h. Zustimmung und Einvernehmlichkeit) immer die Voraussetzung für jegliche sexuelle Handlungen und BDSM insgesamt ist! Obwohl dies auch eine Selbstverständlichkeit ist.

 

 

Vor 7 Minuten , schrieb SirTorben:

Nur mal so:

Sowohl @Einfach-Ich, wie auch ich selbst, haben hier, in unzähligen Beiträgen zu unterschiedlichsten Themen, immer wieder ausdrücklich betont, dass Konsens (d.h. Zustimmung und Einvernehmlichkeit) immer die Voraussetzung für jegliche sexuelle Handlungen und BDSM insgesamt ist! Obwohl dies auch eine Selbstverständlichkeit ist.

 

 

Welches war nochmal das große Buch des Bdsm? Und wie deckt sich das mit Konsens?

Vor 1 Stunde, schrieb Alexiel_Mistress:

Nicht zu verhindern... Kann sein, dazu müssten die strafen angepasst werden.... Hart sehr hart richtung Spritze oder Stuhl... Aber ist ja verboten 

 

Aber meine Täter, ja Plural und nein nicht auf einmal, wären vieleicht nicht mit nen du du du davon gekommen. Ich würde vielleicht nicht so traumatisiert durchs Leben laufen mit dem Gefühl als Opfer bekommt man so oder so keine Gerechtigkeit nur schuld 

Und nun lasst mich aus der Diskussion raus 

A gibt es mehrere Opfer, nicht nur mich 

B bin ich schon vor ner Weile aus der Unterhaltung ausgestiegen. 

C bin ich kein Maskottchen 

Danke 

Die Todesstrafe schreckt nicht ab. Bestes Beispiel: Wenn in England im Mittelalter Taschendiebe öffentlich hingerichtet wurden, waren andete Taschendiebe in der Zuschauermenge besonders aktiv.

Vor 9 Minuten , schrieb Handcuffs_1985:

Die Todesstrafe schreckt nicht ab. Bestes Beispiel: Wenn in England im Mittelalter Taschendiebe öffentlich hingerichtet wurden, waren andete Taschendiebe in der Zuschauermenge besonders aktiv.

Ebend Kastration ist effektiv 🤷‍♀️

Die Diskussion geht hier meines Erachtens ein wenig am Kern der Sache vorbei. Eigentlich sollte gerade BDSMlern klar sein, dass strikt konsensuelles Handeln Standard sein muss. Nur die Regelung "Nur Ja heißt Ja" gewährleistet dies. Und natürlich greift hier nicht der Staat in Privates ein. Es geht darum, dass Menschen, die miteinander Sex haben, die miteinander BDSM-Sessions haben, dies konsensuell tun. Wie dies in der Praxis ausgestaltet ist, bleibt jedem selbst überlassen. Aber selbstverständlich sollte doch wohl sein, dass niemand gegen seinen/ihren Willen zu Gangbangs oder whatever genötigt werden darf. Und auch ein Dom der sein/e Sub anderen zur Verfügung stellt, wird, wenn er Verantwortungsbewusstsein hat, wohl auch jetzt schon abklären, ob das überhaupt in Ordnung ist. Ein/e Sub ist ja kein rechtloses Wesen, auch wenn man das vielleicht im Kopfkino gern so hätte und innerhalb des Spiels simulieren kann.
Wenn man also vorher abklärt, dass das okay ist und wo die Grenzen sind, dann ist das durch "Nur Ja heißt Ja" selbstverständlich abgedeckt. Und das "Nein" durch ein Safeword ist ja in diesem Rahmen immer noch ein Schutz.
"Nur Ja heißt Ja" ist die einzig wirksame Methode, um den Konsens aller Beteiligten sicherzustellen.

Vor 1 Stunde, schrieb Sunstone_1983:

Mal eine andere Perspektive. 

Die bestehende Widerspruch-Lösung ist auch ein Eingriff in das private Umfeld. 
Dadurch werden nämlich Übergriffe zum Teil legitimiert. 
Wenn diese Regelung ersetzt wird, wird also ca. der Hälfte der Menschen (überwiegend den Frauen) erst ein Teil ihres Rechts auf Selbstbestimmung zurückgegeben. 
 

Ja, der Staat regelt hier etwas Privates. Das ist aber bereits jetzt auch geregelt, nur auf eine einseitige und benachteiligende Weise. 

Ich finde es schon erschreckend, dass hier rechtliche Regelungen als "Eingriff des Staates in Privates" geframt werden. Wer so argumentiert, meint also, dass der Staat *** nicht als strafbare Handlung deklarieren sollte? Weil ist ja Privatsache der Beteiligten? Mord vielleicht auch nicht, weil Privatsache? Auf was für eine schiefe Argumentation kommen wir hier eigentlich?

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