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Catcalling als einvernehmliches Rollenspiel in der Öffentlichkeit – wie seht ihr das?


Eiskalt

Empfohlener Beitrag

Da man nicht vorhersagen kann wie Menschen in der Öffentlichkeit reagieren, würde ich das sein lassen.

Nehmen wir mal an, jemand zeigt Zivilcourage und schreitet ein - was wäre der Plan, mit dieser Situation umzugehen? 

Was ist wenn Kollegen mitbekommen, wie sich jemand richtig asozial verhält und am nächsten Arbeitstag ganz anders mit dieser Person umgehen als vorher?

Mein Ansatz für alles, was in der allgemeinen Öffentlichkeit passiert ist, dass es sich nach außen in das normale Bild einfügen muss und so wenig Aufmerksamkeit wie nur möglich auf sich zieht. 

Die GrundIdee klingt sehr amüsant und hat bestimmt seinen reiz aber was genau soll bezweckt werden. Sollen andere Menschen das Catcalling aktiv mitbekommen und sozusagen deine "Erniedrigung" oder des gecatcallten mitbezeugen? Dadurch würden sie ja aktiv aber ohne consent mit einbezigen werden was es schon kritischer macht.

Im schlimmsten Fall sieht man dem Catcaller hinterher im Rettungswagen an, dass nicht Unbeteiligten sein Verhalten gut fanden, oder er muss es einige Zeit später dem Richter erzählen und ist unter Umständen in seinem Umfeld sozial geächtet.
Willst Du dem Mitmenschen das wirklich antun?

vor 13 Stunden, schrieb Eiskalt:

allerdings nur dann, wenn es vorher eindeutig abgesprochen ist und alle Beteiligten damit einverstanden sind.

vor 13 Stunden, schrieb Eiskalt:

Außenstehende kennen den Kontext schließlich nicht und könnten die Situation völlig anders wahrnehmen.

vor 13 Stunden, schrieb Eiskalt:

Oder sagt ihr, dass der entscheidende Punkt der gegenseitige Konsens ist, auch wenn dieser für andere nicht sichtbar ist?

Diese drei Teile springen mir ins Auge

Es mag in dem Szenario ja Einvernehmen zwischen den Akteuren herrschen, aber es herrscht, meinem Verständnis nach, eben kein Einvernehmen mit denen, die durch das Handeln passiv beteiligt werden. Und das ist mindestens problematisch.

Von daher für mich absolutes No-Go so ein Rollenspiel in einer regulären, öffentlichen Umgebung zu machen.

(bearbeitet)
vor 14 Stunden, schrieb Eiskalt:

Hallo zusammen. 😊

Mich beschäftigt schon länger eine etwas ungewöhnliche Fantasie und ich würde gerne hören, wie ihr darüber denkt.

Ich finde die Vorstellung reizvoll, in der Öffentlichkeit spielerisch gecatcallt oder mit typischen prolligen Sprüchen angesprochen zu werden – allerdings nur dann, wenn es vorher eindeutig abgesprochen ist und alle Beteiligten damit einverstanden sind. Gerade dieser Kontrast zwischen einer eigentlich verpönten Verhaltensweise und dem Wissen, dass alles auf gegenseitigem Konsens beruht, macht für mich den Reiz aus.

Gleichzeitig empfinde ich das selbst als kontrovers. Nach außen würde es vermutlich wie ganz normales Catcalling wirken, obwohl es in Wahrheit nur ein Rollenspiel wäre. Außenstehende kennen den Kontext schließlich nicht und könnten die Situation völlig anders wahrnehmen.

Deshalb würde mich interessieren, wie ihr das seht. Findet ihr, dass einvernehmliche Rollenspiele ihre Grenzen haben, sobald sie im öffentlichen Raum stattfinden? Würdet ihr euch daran stören, wenn ihr so etwas beobachten würdet, obwohl ihr den Hintergrund nicht kennt? Oder sagt ihr, dass der entscheidende Punkt der gegenseitige Konsens ist, auch wenn dieser für andere nicht sichtbar ist?

Mich interessiert dabei vor allem der Austausch über die Balance zwischen persönlicher Freiheit, Konsens und der Wirkung auf das Umfeld. Gern hätte ich auch die Rechtslage eingestuft. Ich bin gespannt auf eure unterschiedlichen Sichtweisen.

Ich habe  beim ersten Lesen sofort an eine Gruppe gedacht die ihr "Opfer" einkreisen und bedrohen. Ich hatte dieses Bild vor Augen. Lese das jetzt aber im ET nicht. Also geht es dir darum das Opfer zu sein und um eine Täterin? Oder einen Täter? 

Ich finde das gerade wichtig das zu wissen um mir von diesem "Spiel" ein Bild zu machen. 

Wenn ich mir jetzt vorstelle eine Frau wird in der Öffentlichkeit so belästigt, dreht sich mir der Magen um. Ganz ehrlich, das ist das letzte. Ich würde weder dieses Opfer sein wollen, noch möchte ich mit einem solches Rollenspiel in Berührung kommen. Das ist schlimmer als der ***sakt selbst. 

Also nein, Catcalling als Rollenspiel in der Öffentlichkeit,  geht gar nicht. 

Missverständnis sind da natürlich vorprogrammiert und ja ich zeige mich gern so dass andere sexuell erregt werden, aber nur im richtigen Setting. Andere, außenstehende zu belästigen ist sehr schlimm. Vor sowas habe ich persönlich Angst. Und das ist keine gute Angst.

Ja ohne Slip unterem Mini, gerne aber nicht draußen vor irgendwem der einfach seine Ruhe haben will.

Ich hasse es Wut in Menschen zu erzeugen, weil ich übergriffig bin, egal ist dabei dass diese übergriffigkeit  in dem Moment von oben gesteuert wird. Denn aushalten müsste ich das. Und das könnte ich nicht.

Denn wenn es ein Rollenspiel ist Täter spielen Täter und das Opfer das Opfer, so ist das Opfer in dem Moment auch ein Täter und unbeteiligte Dritte die wahren Opfer. Und wer wird am Ende am Schlimmsten abgeurteilt, das "gespielte" Opfer. Und wer würde mich dann am Ende schützen? Keiner?

bearbeitet von Rosenrot82
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