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Warum ist es zwischen Mann und Frau so kompliziert geworden?


Ha****

Empfohlener Beitrag

Vor 3 Stunden, schrieb Brion-:

Ich denke die Komplikationen zwischen Mann und Frau sind real gar nicht so kompliziert sondern sie werden kompliziert, scheinbar unlösbar, betrachtet.

Der Erwartungshorizont ist vermutlich zu hoch angesetzt, zu breit gefächert. Das Verlangen nach 100% Übereinstimmung, der Abdeckung eigener Bedürfnisse steht häufig im Vordergrund. Vorstellungen müssen von vornherein erfüllt werden. Die Option sich aufeinander einzuspielen, der Mut sich auch mal auf unbekanntes einzulassen, das Aushalten des Anderen, scheint nicht mehr breit gegeben zu sein. Das Verlassen der eigenen Komfortzone, mal etwas leisten zu müssen um eine soziale Verbindung herzustellen oder zu erhalten scheint zu anstrengend, es wird nach dem Silbertablett mit entsprechender Präsentation Ausschau gehalten. Sicherheit vor Neugier, Vorurteil vor Erfahrung, Bequemlichkeit vor Anstrengung.

Das Gewinnstreben und die Selbstverwirklichung aus unserem Wirtschaftsleben ist in die Sozialisation also der Prägung der Individuen übergegangen. Man will den besten Partner mit dem geringsten Aufwand und dem niedrigsten Widerstand.

Geben ist seeliger denn nehmen, war und ist immer noch eine Orientierung für das gute Miteinander von Menschen wenn wir daran festhalten gibt es Hoffnung.

Sehe ich gar nicht als gesellschaftliches Problem, auch wenn ein paar so ticken mögen. Von allen Beziehungen, die ich mitbekomme, sind so wenige gesund. Es wird viel zu viel versucht, passend zu machen, was nicht passend ist. Ein oder beide Partner, der/die permanent herumwerkeln. Leute, die aus Beziehungen gehen, sagen so viel öfter, sie hätten gar nicht erst rie Beziehung beginnen, oder viel früher beenden sollen. Ich bin da als eher aromantisches Wesen aber auch sehr viel nüchterner und kälter als alle, die Beziehungen wollen, und so viele gehen in Beziehungen, obwohl von vorn bis hinten nix passt. Im Rückblick finde ich den Großteil meiner Beziehung zwar lehrreich - aber hätte die entweder nicht eingehen oder sehr viel früher beenden sollen.
Ein unpassender Partner ist einfach wie ein Schuh, der nicht richtig passt. Man kann Dehnungsspray drauftun, Einlagen,Blasenpflaster drauf undundund...Nur passend ist halt anders

  • Moderator
FETMOD-Sunshine

Das Thema ist hier nicht KI. Wäre klasse, wenn man hier themenbezogen antwortet. Es fehlen demzufolge ein paar Off-Topic Beiträge und deren Reaktionen.

Keep popping
Pop-MOD-Sunshine, POP Crew

Vor 23 Stunden, schrieb Windgust:

Mein Tipp, ließ das bei John Gray nach. (Buch „Männer sind vom Mars, Frauen von der Venus“).

Meine Frau und ich haben uns kaputt gelacht, weil wir uns da so wiedergefunden haben.

Frauen verarbeiten Gefühle, indem sie stundenlang mit einer Freundin darüber quatschen. Männer gehen in ihre Höhle und lenken sich ab.

Das Buch ist vieles, aber nicht wissenschaftlich. Tatsächliche empirische Studien ergaben das Gegenteil einiger der Thesen. Z.B. kommunizieren Männer und Frauen durchschnittlich gleich viel. Männer lästern auch genau wie Frauen auch. Natürlich haben Hormone einen Einfluss. Aber gerade sozial und kommunikativ sind wir sehr, sehr ähnlich. Weil sozialer Zusammenhalt und die Fähigkeit zur Sprache es uns ermöglicht haben, als schwächliche Affen-Verwandte ohne natürliche Waffen den Planeten zu übernehmen. Individuelle Unterschiede zwischen Gehirnen jedweden Geschlechts sind enorm - Genderunterschiede viel, viel geringer als angenommen.

Statistisch vollkommen irrelevant, aber wenn ich irgendetwas Zwischenmenschliches verarbeiten/verstehen will, ziehe ich mich für Stunden bis Tage zurück. Um am Ende Schlussfolgerungen zu teilen, Einschätzungen anzuhören, Feedback dazuzubekommen. Aber ich spucke keinem unzerkauten Haufen wirrer Eindrücke vor meine Freunde. Probleme gehe ich immer sehr lang durch, bis ich nichts Neues an Aspekten beizufügem habe.

Liebe @TaliX,

das ist ein Paarthe***ut der aus seiner Praxis geschrieben hat und aus seiner eigenen Ehe. Er beschreibt und erklärt typisch männliches und typisch weibliches Verhalten.

Für meine Frau und mich jedenfalls passt das meiste. Das hat echt das Verständnis für einige unserer Verhaltensweisen verbessert. Man nimmt es dem anderen nicht mehr krumm, weil erklärt ist, warum er sich so und so verhält.

Die heute angestrebte Gleichheit auf allen Ebenen der Geschlechter spricht uns nicht an und passt auch nicht auf uns, ganz und gar nicht.

um mal  Loriot  zu zitieren..
"Frauen sind........
Und  Männer auch...
Das ist ganz natürlich.."                                                     

Vor 42 Minuten , schrieb DerKater:

um mal  Loriot  zu zitieren..
"Frauen sind........
Und  Männer auch...
Das ist ganz natürlich.."                                                     

Wahrhaftig

vor 30 Minuten, schrieb TaliX:

 

Wahrhaftig

ja er hat es immer gut auf den Punkt gebracht.

Vor 1 Stunde, schrieb Windgust:

Liebe @TaliX,

das ist ein Paarthe***ut der aus seiner Praxis geschrieben hat und aus seiner eigenen Ehe. Er beschreibt und erklärt typisch männliches und typisch weibliches Verhalten.

Für meine Frau und mich jedenfalls passt das meiste. Das hat echt das Verständnis für einige unserer Verhaltensweisen verbessert. Man nimmt es dem anderen nicht mehr krumm, weil erklärt ist, warum er sich so und so verhält.

Die heute angestrebte Gleichheit auf allen Ebenen der Geschlechter spricht uns nicht an und passt auch nicht auf uns, ganz und gar nicht.

Das sei euch unbenommen. Ich hab es damals gelesen, als es gehyped wurde. Hatte dann aber einen nervigen Vorgesetzten, der andauernd erzählte, er hätte ja nur knapp 3000 Worte am Tag, weil Männer so knapp und präzise wären. Dabei war das so eine Laber- und Lästerbacke. Von daher hat es mich dann sehr gefreut, als der Teil debunked wurde.
Ich finde Gender-Stereotypen hinterfragen einfach spannender, als in Schubladen einzuordnen. Generell Wissensstand hinterfragen, weil so vieles längst überholt ist, noch nie gestimmt hat oder so viel komplexer ist als die Version, die man mal aufgeschnappt hat und damals einleuchtend fand.

Vor 7 Minuten , schrieb DerKater:

ja er hat es immer gut auf den Punkt gebracht.

Aber mal schauen, ob das jetzt jemanden auf den Plan ruft, der das männer- oder frauenfeindlich findet. Dann geht das wieder ab wie Schmidts Katze/Kater/Kat*zwesen(div)

Diese Gender-Stereotype sind keine Naturgesetze. Es gibt auch Abweichungen und alle möglichen Varianten. Und doch, vieles trifft eben auf Viele zu.

Vielleicht liegt es auch daran, dass ich ausgeprägt männlich bin und meine Frau ausgeprägt weiblich.

Vor 28 Minuten , schrieb Windgust:

Diese Gender-Stereotype sind keine Naturgesetze. Es gibt auch Abweichungen und alle möglichen Varianten. Und doch, vieles trifft eben auf Viele zu.

Vielleicht liegt es auch daran, dass ich ausgeprägt männlich bin und meine Frau ausgeprägt weiblich.

Es ist eben sehr viel Interpretation bei Geschlechtsrollen im Spiel. Und ich sehe wenig, was tatsächlich ausgesprochen weiblich oder männlich ist. Habe heute an den Begriff Stutenbissigkeit gedacht. So ein hämischer Begriff für Konkurrenzgerangel unter Frauen. Dasselbe unter Männern ist dann Sportsgeist, bisschen freundschaftliches Frotzeln. Das so als Illustration - was ist geschlechtlich daran, zu wetteifern und bissig zu werden? Oder ist das einfach menschliches Sozialverhalten?
Ich wurde und werde als sehr feminin gelesen, optisch. Zeitweise war ich extrem maskulin in einer bestimmten Umgebung. Die meisten meiner Eigenschaften sind aber geschlechtlich unbestimmt - intellektuell interessiert, Rhetorik, Geschichte, Psychologie. Ich bereite Nahrung zu. Ich pflege Freundschaften. Mag Mode - aber nicht so viel wie Bücher oder eine gute Argumentation. Ich sehe weiblich aus. Bin damit im Einklang. Aber es beschäftigt mich meistens einfach nicht. Nur, was mir zugeschrieben wird, wie ich interpretiert werde, was sich für mich "schickt" oder nicht - da stoße ich gegen die Wände der Geschlechtsrolle. Wehe, ich sitze breitbeinig in einer Hose. Oder wenn ich laut oder schroff werde.
Natürlich habe ich auch Vorteile - ich darf Gefühle haben/zeigen. Aber dafür wird mir dann Rationalität abgesprochen. Und ich weiß nicht, wie viele Männer mich wegen meiner Intelligenz gelobt haben. Als wäre das etwas Besonderes, eine kluge Frau zu sein. Als müsste ich das hören. Frauen haben mir nie dazu gratuliert, nicht auf diese Weise, als ob sie das von oben bewerten würden/könnten, als würden sie mir das Köpfchen tätscheln, good girl, clever girl.

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