Jump to content

Zwischen Kontrolle und Freiheit – wer darf ich sein, wenn ich einfach loslasse?


Ve****

Empfohlener Beitrag

Was wenn die Abgabe von Kontrolle zum inneren loslassen führt ? Siehe Keuschhaltung, Schlüsselherrin

Vor 5 Minuten , schrieb DH19053-5424:

Was wenn die Abgabe von Kontrolle zum inneren loslassen führt ? Siehe Keuschhaltung, Schlüsselherrin

Ich finde den Gedanken schön. Manchmal bedeutet Kontrolle abzugeben, endlich innerlich loslassen zu können und einfach zu vertrauen. ❤️

Es ist doch total schön zu erfahren, dass man sich manchmal einfach gehen lässt und nur den Menschen haben will so wie in meinem Fall. Ich würde wahnsinnig gerne zu dir Kontakt bekommen. Bitte meld dich doch mal bei mir. Viele Grüße aus dem Kölner Süden

Da ich mich und meine Gedanken nie verstecken musste, konnte ich mich auch schnell in verschiedensten Situationen einfach fallen lassen. Nach dem Motto "Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich´s völlig ungeniert."

Dem zu Folge kam es auch dazu, dass ich mich offen in die Rolle der Frau fallen lassen konnte. Das hat zwar nicht viel mit BDSM zu tun, war aber letztlich der Grund, warum ich bei Feti gelandet bin.

Zumindest habe ich mich immer wieder in einer Situation befunden, in der ich die Kontrolle abgegeben habe und einfach dem Flow gefolgt bin.

Am 25.10.2026 at 18:22, schrieb Verdana-42:

Was, wenn deine tiefste Sehnsucht im BDSM nicht darin besteht, die Kontrolle abzugeben oder Macht auszuüben, sondern darin, für einen Moment nicht mehr entscheiden zu müssen, wer du sein sollst?“
Mich interessiert, ob BDSM für euch manchmal weniger mit Macht und Regeln zu tun hat als mit dem Gefühl, endlich eine Seite von sich selbst leben zu dürfen, die im Alltag keinen Platz bekommt.
Habt ihr im BDSM schon einmal etwas über euch selbst entdeckt, das euch außerhalb dieser Welt überrascht oder sogar verunsichert hat?

Es gibt eine Sehnsucht, ganz tief im Inneren, Kontrolle und Macht abzugeben und es einer Partnerin zu übertragen, ihr die eigene Welt und das Sein, vor die Füße zu legen und sie auf Händen zu tragen. Dafür im Gegenzug Liebe, Fürsorge, Geborgenheit zu erhalten und nicht mehr das bisherige Leben in dieser Dynamik zu führen. 

In der Praxis würde es nicht funktionieren.

Es bleibt ein schöner Traum, denn der Antrieb in mir, zu sein wer ich bin, ist noch stärker. 

Das ist eine sehr intime Frage. Ich habe sehr vieles in mir entdeckt, das der Master einfach aus mir rausgeholt hat, als wäre das das einfachste auf der Welt. Und es gibt sicherlich noch einiges was tief in mir schlummert und erweckt werden muss. 

Ich muss dazu sagen, danach hat meine Welt sich verändert. Einmal freigelegt, gibt es kein Zurück mehr. Das ist für mich sehr grausam, aber es führt kein Weg daran vorbei.

Vor 6 Minuten , schrieb Rosenrot82:

Das ist eine sehr intime Frage. Ich habe sehr vieles in mir entdeckt, das der Master einfach aus mir rausgeholt hat, als wäre das das einfachste auf der Welt. Und es gibt sicherlich noch einiges was tief in mir schlummert und erweckt werden muss. 

Ich muss dazu sagen, danach hat meine Welt sich verändert. Einmal freigelegt, gibt es kein Zurück mehr. Das ist für mich sehr grausam, aber es führt kein Weg daran vorbei.

Deine Worte gehen wirklich tief unter die Haut. Man spürt, wie viel in dir bewegt wurde und wie viel Mut es kostet, sich den eigenen verborgenen Seiten zu stellen. Manchmal öffnet jemand in uns Türen, von denen wir nicht einmal wussten, dass es sie gibt. Und wenn sie einmal offen sind, sehen wir vieles mit anderen Augen. Auch wenn dieser Weg manchmal Angst macht und schmerzhaft ist, liegt darin vielleicht auch die Chance, sich selbst auf einer ganz neuen Ebene kennenzulernen. Ich wünsche dir von Herzen, dass du auf diesem Weg nicht nur die schwierigen Seiten entdeckst, sondern auch ganz viel Stärke, Freiheit und Frieden in dir findest. ❤️🫶

vor 2 Minuten, schrieb Verdana-42:

 

Deine Worte gehen wirklich tief unter die Haut. Man spürt, wie viel in dir bewegt wurde und wie viel Mut es kostet, sich den eigenen verborgenen Seiten zu stellen. Manchmal öffnet jemand in uns Türen, von denen wir nicht einmal wussten, dass es sie gibt. Und wenn sie einmal offen sind, sehen wir vieles mit anderen Augen. Auch wenn dieser Weg manchmal Angst macht und schmerzhaft ist, liegt darin vielleicht auch die Chance, sich selbst auf einer ganz neuen Ebene kennenzulernen. Ich wünsche dir von Herzen, dass du auf diesem Weg nicht nur die schwierigen Seiten entdeckst, sondern auch ganz viel Stärke, Freiheit und Frieden in dir findest. ❤️🫶

Es ist sehr befreiend und gleichzeitig sehr schmerzhaft. Und mein Weg wird sicher noch ein langer sein, bis ich bei mir selbst angekommen bin. 

Danke für deine lieben Worte.🫶

Vor 4 Minuten , schrieb Rosenrot82:

Es ist sehr befreiend und gleichzeitig sehr schmerzhaft. Und mein Weg wird sicher noch ein langer sein, bis ich bei mir selbst angekommen bin. 

Danke für deine lieben Worte.🫶

Manchmal ist der Weg zu sich selbst der schwerste, weil man dabei nicht nur sich neu entdeckt, sondern auch vieles loslassen muss, was einen lange begleitet hat. ❤️‍🩹 Aber ich glaube, dass in dir schon so viel Stärke steckt, auch wenn du sie vielleicht nicht an jedem Tag spüren kannst. Du musst nicht alles sofort verstehen oder schon angekommen sein. Geh in deinem Tempo, mit all deinen Gefühlen und auch mit den Momenten, in denen es wehtut. Du darfst heilen, zweifeln und trotzdem weitergehen. Und irgendwann wirst du zurückblicken und erkennen, wie weit du bereits gekommen bist. Ich wünsche dir von Herzen, dass du auf diesem Weg immer mehr zu der Person wirst, die du tief in deinem Inneren schon immer warst. Fühl dich ganz lieb umarmt. 🫶

vor 1 Minute, schrieb Verdana-42:

 

Manchmal ist der Weg zu sich selbst der schwerste, weil man dabei nicht nur sich neu entdeckt, sondern auch vieles loslassen muss, was einen lange begleitet hat. ❤️‍🩹 Aber ich glaube, dass in dir schon so viel Stärke steckt, auch wenn du sie vielleicht nicht an jedem Tag spüren kannst. Du musst nicht alles sofort verstehen oder schon angekommen sein. Geh in deinem Tempo, mit all deinen Gefühlen und auch mit den Momenten, in denen es wehtut. Du darfst heilen, zweifeln und trotzdem weitergehen. Und irgendwann wirst du zurückblicken und erkennen, wie weit du bereits gekommen bist. Ich wünsche dir von Herzen, dass du auf diesem Weg immer mehr zu der Person wirst, die du tief in deinem Inneren schon immer warst. Fühl dich ganz lieb umarmt. 🫶

Ja das ist es was ich will. Mich fühlen, ich sein, ganz sein. Ich habe noch nie einem Menschen so sehr vertraut, wie meinem Master - ich lasse mich führen, durch den Schmerz und die Dunkelheit in mir und ich genieße es manchmal sehr . Als psychische Masochistin ist das mein Weg. Es gibt Tage an denen ich die Veränderung spüre und Tage an denen ich nach Halt suche und die finde ich in unserer tiefen Verbindung. Und ich glaube daran, dass unsere Seelen einander erkannt haben.

Macht und Regeln, sich auf verschiedenen Ebenen unterzuordnen - für mich ist das eine Seite von mir, die ich im Alltag nicht auslebe ;) Richtig überrascht wurde ich durch das ausleben vom Bdsm noch nicht glaube ich. Und selber @Verdana-42 ? Deine Frage klingt danach, als hättest du etwas derartiges erlebt ;-)

Mich verunsichert im Alltag grundsätzlich, was ich für Gedanken und Wünsche bezügl. BDSM habe; mit klarem Kopf es zuzugeben ist für mich mehr als schwierig. Wenn ich es dann doch zugeben würde, wäre das sehr überraschend, denn es würde mein Selbstbild so ziemlich über den Haufen werfen.

Vor 2 Minuten , schrieb Verdana-42:

Ja, tatsächlich habe ich schon etwas in der Richtung erlebt. Deine Vermutung ist also gar nicht so falsch. Es war auf jeden Fall eine Erfahrung, die mir nochmal eine andere Perspektive auf das Thema gegeben hat.

Konntest du durch Bdsm etwas "für das echte Leben" mitnehmen? Klingt sehr spannend deine Erfahrung. Und macht neugierig :)

(bearbeitet)

Nein, bisher zum Glück noch nicht. Es gibt wenig, das mich bzgl. mir selbst und anderen erschreckt. Es gibt nur Dinge, die mich menschlich und sexuell gesehen abgeturnt haben. Mehr nicht.

bearbeitet von laura90
Vor 2 Minuten , schrieb Bambi7353:

Konntest du durch Bdsm etwas "für das echte Leben" mitnehmen? Klingt sehr spannend deine Erfahrung. Und macht neugierig :)

Oh ja, definitiv! Ich finde, man kann daraus unglaublich viel fürs echte Leben mitnehmen, vor allem, was Vertrauen, Kommunikation, Grenzen und das bewusste Einlassen aufeinander angeht. Man lernt sich selbst und seine Wünsche noch mal ganz anders kennen und entdeckt manchmal Seiten an sich, die man vorher gar nicht kannte. Und wenn man sich wirklich darauf einlässt, kann es unglaublich bereichernd sein.

Ist es nicht so, dass man sich sein ganzes Leben lang immer neu erfindet, Dinge an sich entdeckt, die man zuvor nicht für möglich gehalten hat?

Wenn ich zurück denke, war ich mit 20 ein Arschloch, dass ich aus heutiger Sicht nicht leiden mag.

Vor 6 Minuten , schrieb laura90:

Nein, bisher zum Glück noch nicht. Es gibt wenig, das mich bzgl. mir selbst und anderen erschreckt. Es gibt nur Dinge, die mich menschlich und sexuell gesehen abgeturnt haben. Mehr nicht.

Sehr schöne und ehrliche Sichtweise, danke dir fürs Teilen! Sich selbst zu kennen und klare Grenzen zu haben, ist einfach das Wichtigste. ✨

Für mich hat BDSM nicht unbedingt etwas mit Macht und Regeln zu tun. Ich finde es ist viel mehr, dass sich selbst loslassen, öffnen, zulassen und annehmen von sich selbst. Was immer in Abhängigkeit mit dem Moment, der Situation und meinem Gegenüber ist um dann ganz neue Gefühle, Emotionen zu erfahren. Für mich hat es nichts mit Macht zu tun wenn ich die Kontrolle an meinen Gegenüber ab gebe, es ist eher Vertrauen, Hingabe um am Ende wieder ein stück mehr über mich zu erfahren und zu wundern das zuvor gesetzte Grenzen plötzlich hinfällig sind da in unserer Gesellschaft leider oft nur zwischen gut und böse bzw richtig und falsch entschieden wird ist es dann immer wieder schön zu sehen, das dem nicht so ist.

vor 1 Minute, schrieb Verdana-42:

 

Sehr schöne und ehrliche Sichtweise, danke dir fürs Teilen! Sich selbst zu kennen und klare Grenzen zu haben, ist einfach das Wichtigste. ✨

Ich teile aber auch nicht alles mit, was in meinem Kopf vor sich geht. Ich weiß, dass Manches nicht umsetzbar ist. Es erschreckt mich insofern nicht. Es sind ja nur Gedanken. 

Vor 5 Minuten , schrieb last_of_us:

Ist es nicht so, dass man sich sein ganzes Leben lang immer neu erfindet, Dinge an sich entdeckt, die man zuvor nicht für möglich gehalten hat?

Wenn ich zurück denke, war ich mit 20 ein Arschloch, dass ich aus heutiger Sicht nicht leiden mag.

Absolut! Es wäre ja auch traurig, wenn wir mit 30, 40 oder 50 noch genau dieselben Ansichten hätten wie mit 20. Diese Weiterentwicklung zeigt doch nur, dass du reflektiert bist.

×
×
  • Neu erstellen...