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Gehorsamkeit in der Öffentlichkeit?


Empfohlener Beitrag

(bearbeitet)
vor 27 Minuten, schrieb erfrischendApril:

Grundvoraussetzungen, Regeln und Rituale schaffen Sicherheit und weiten den Handlungsspielraum aus.

Grundvoraussetzung ist die Submission, ritualisierte Handlungen können Sicherheit geben, aber Regeln schaffen ein selbständiges Handeln und denken ab, ersticken eigentlich auch das selbstbestimmte Leben in seiner gewählten Rolle und engen den Handlungsspielraum ein. Führen zum Diktat und entheben Subbie der Eigenverantwortung für sich selbst und ihr Handeln, so sehe ich das jedenfalls.

Für mich sind sie Kontraproduktiv, auch für mich als Dom, da ich mich ständig *fragen*, tut *sie* es jetzt aufgrund der Regeln oder aus welchen Gründen auch immer.

vor 27 Minuten, schrieb erfrischendApril:

Je mehr man davon schafft, desto mehr Gelegenheiten und Impulse hat man. Man kann es aber auch übertreiben und alles durchtakten, was dann zum Verlust jeglicher Freiheit führt, weil alles automatisiert ist.

und letztlich *beantwortest* du es ja selbst nicht unkritisch. Kann durchaus sein das ich da auch etwas *Verwöhnt* bin, da ich bisher Beziehungen mit Subbies geführt habe die eine intrinsische Motivation gelebt haben.

bearbeitet von Domedan
vor 13 Minuten, schrieb Domedan:

Kann durchaus sein das ich da auch etwas *Verwöhnt* bin, da ich bisher Beziehungen mit Subbies geführt habe die eine intrinsische Motivation gelebt haben.

Die Motivation spielt an der Stelle kaum eine Rolle. Auch bei dir gibt es Dinge, die du gut findest und vielleicht weniges, das du sanktionierst. Dinge, die euer Zusamnenleben regeln, an denen Sub sich orientieren kann.

Subbie wird schon wissen, wie sie deine Aufmerksamkeit für sich gewinnt und die Lust steigert.

Den einen Dom kickt es wenn sie den Blick senkt oder gar auf die Knie geht, den anderen triggern freche Äußerungen, den nächsten nahezu lästiges ankuscheln oder Kauen auf der Lippe. Wobei es angeblich auch Doms gibt, die garkeine Initiative von Seiten der/des Sub dulden, wobei auch das wiederum als Gehorsam erregend sein kann.

Auch wir wollen unsere Wirksamkeit spüren, suchen Anerkennung und Bestätigung. Wir sind ja keine Gummipuppen, derer man sich nur bedient. Jeder sucht Möglichkeiten um mit Situationen und Bedürfnissen umzugehen. Je besser man weiß, was man will, desto leichter bekommt man es. Je bekannter einem die dafür nutzbaren Werkzeuge sind, desto einfacher wird es.

vor 29 Minuten, schrieb erfrischendApril:

Auch bei dir gibt es Dinge, die du gut findest und vielleicht weniges, das du sanktionierst. Dinge, die euer Zusamnenleben regeln, an denen Sub sich orientieren kann.

Subbie wird schon wissen, wie sie deine Aufmerksamkeit für sich gewinnt und die Lust steigert.

Den einen Dom kickt es wenn sie den Blick senkt oder gar auf die Knie geht, den anderen triggern freche Äußerungen, den nächsten nahezu lästiges ankuscheln oder Kauen auf der Lippe. 

All das jaaaa B| aber dazu gehört kein starres Regelkorsett. Alleine schon die Anbahnung einer gewollten freiwilligen Subordination auf Bdsm bezogen ist eine berauschende Phase.

Vor allem wenn es ohne Vorgaben passiert. Das ich sagen und zeigen kann was wie mir gefällt und wie ich die Beziehung zu führen gedenke hat doch damit nichts zu tun, genauso kann ich meinen Unwillen zeigen wenn mir etwas gegen den Strich geht, auch vor dem Hintergrund das die *Tagesform* nicht immer die gleiche ist.

Genauso wie Sub sagen kann wenn ihr etwas *fehlt* !

Probiers mal aus, das alles geht ohne festgeschriebene Regeln, und genau da fängt es an sich zu einem *es leben* zu fügen, ganz Selbstverständlich als Teil der eigenen Persönlichkeit. Frei nach dem Motto *ich bin wie ich bin, und es ist gut und richtig so* ^^

vor einer Stunde, schrieb Domedan:

Probiers mal aus, das alles geht ohne festgeschriebene Regeln, und genau da fängt es an sich zu einem *es leben* zu fügen, ganz Selbstverständlich als Teil der eigenen Persönlichkeit. Frei nach dem Motto *ich bin wie ich bin, und es ist gut und richtig so*

Bei mir sind die Regeln auch nicht fest geschrieben. Ich weiß die Dinge einfach. Trotzdem kam in den letzten 2 Jahrzehnten einiges zusammen. Manches gilt heute noch, wie am ersten Tag und anderes ist heute anders. Aber je klarer etwas ist, umso sicherer kann ich damit umgehen.

Und ich habe das Glück, dass mein Partner Gefallen und Missfallen sehr klar kommuniziert. So weiß ich immer womit ich ihm eine Freude machen kann. 

Dann gibt es keine Zweifel sondern nur ja oder jetzt nicht und ein inneres Ja fühlt sich immer besser an.

also dann bin ich keine intrinische Sub, ich war aber auch immer nur Sklavin und Eigentum. 

Und ja ich mag Regeln, Rituale... 

Bei uns wurden viele am Anfang festgelegt, zu der Zeit war es noch eine Fernbeziehung.

Ganz simples Beispiel, bei uns gabs die Regel immer gemachte Nägel mit rotem Nagellack, es gibt viele Rottöne aber manchmal wollte ich auch was anderes. War kein Problem, ich hab einfach gefragt und er hat ja oder nein gesagt.

Es gab Aufgaben die ich zu erfüllen hatte, wie zb Plug tragen, gemeinsam haben wir die Zeit gesteigert, seine Zufriedenheit war da auch mein Ansporn.

Und irgendwann wurde es zur Regel, dass ich 20 h Plug trage. Ausnahmen waren möglich... dann hab ich halt gefragt.

Es waren einfach Ziele die wir gemeinsam erreicht haben, eine Verbindung, ein indirektes ihn spüren, auch wenn er gerade nicht präsent war.

 

Wir hatten ganz viele Regeln, manche sind irgendwann eingeschlafen zu der Zeit als wir dann praktisch zusammenlebten.

Mir war es wichtig jemand zu haben, der klar gesagt hat so und nicht anders, der mich in die richtige Spur gebracht hat. 

Kontrolle war da nicht nötig, ich hatte immer den Arsch in der Hose Regelverstöße selbst anzusprechen.

 

Ich bin ihm dankbar für die Strukturen die er mir gegeben hat, wie stark ich doch geworden bin.

Wenn meine Herrin was will, dann tue ich das - egal was, wo und wann.

Würde ich mir gegenüber meiner Göttin auch nur einen Ansatz von Ungehorsam rausnehmen, könnte ich ca 45 Minuten nachdem wir nach Hause gekommen sind längere Zeit nicht mehr sitzen oder mich anlehnen. Und absolut zu Recht. Meine Meinung zu Gehorsam gegenüber der Herrin.

 

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