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Switch sein - ein innerer Konflikt?


Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Hey ihr Lieben und nicht ganz so Lieben,  😉 seitdem ich mir eingestehen kann, ich brauche beide Seiten, allerdings nicht deckungsgleich, empfinde ich mich als wandelnde Ambivalenz. Ich finde es schon schwierig genug, mir einzugestehen, dass ich gerne Macht fühlen möchte, durch denjenigen, den ich mag. Das ich dem aber auch gern weh tun will… Wie passt denn das in eine Seele? Daher meine Frage. Wie empfindet ihr es und wie geht ihr damit um?   LG u-655…..

Geschrieben

Ich kenne das auch, ein ganz wesentlicher Vorteil von switchern ist, dass sie viel Empathie haben, besonders wenn sie in der aktiven Rolle sind. Grundsätzlich bin ich der Meinung,  als Dom sollte man immer das Wohlergehen der Sub im Sinn haben, auch ihre Lust.

Und trotzdem sind dann even auch mal Bedürfnisse da, die Seiten zu wechseln. Klar gibt es genügend Menschen, die einem damit das Dom sein absprechen wollen, aber das ist deren Problem...

Geschrieben
Also ich liebe es. Tiefgründige Gedanken mache ich mich darüber nicht wirklich. Manchmal hab ich Bock Macht auszuüben, manchmal hab ich Lust einzustecken. Ich persönlich empfinde es als großes Privileg so zu fühlen, denn dadurch bin ich in der Lage die gesagte Farbpalette auszukosten und bin nicht nur auf eine Seite limitiert. Aber da fühlt jeder nunmal anders. Für mich persönlich ist es ein Segen.
Geschrieben
Versuch es mal anders zu sehen. Ja du tust deiner Sub vielleicht weh aber gibst ihm/ihr so viel mehr als Schmerz.
Ich beziehe es einfach mal auf mich. Wenn mit mir gespielt wird. Dann fühle ich mich klein und schwach, was ich genieße. Gleichzeitig fühle ich mich sicher und Geborgen. Unabhängig ob durch Schmerz oder Psycho Spiele. Nach einer harten Session bin ich auch stolz auf mich. Es ist nicht nur Schmerz 🥰
Geschrieben
vor 20 Minuten, schrieb TomBondage:

Ich kenne das auch, ein ganz wesentlicher Vorteil von switchern ist, dass sie viel Empathie haben, besonders wenn sie in der aktiven Rolle sind. Grundsätzlich bin ich der Meinung,  als Dom sollte man immer das Wohlergehen der Sub im Sinn haben, auch ihre Lust.

Und trotzdem sind dann even auch mal Bedürfnisse da, die Seiten zu wechseln. Klar gibt es genügend Menschen, die einem damit das Dom sein absprechen wollen, aber das ist deren Problem...

 

Geschrieben

Hey TomBondage.

Danke. Ich habe auch den Eindruck, das viele das seltsam finden, wenn man beide Seiten mag.  Aber so sind wir halt! 😘

Geschrieben

Ich hadere auch noch mit den Funktionen hier 😂….. 

georgedollar
Geschrieben

Fühlst du dich komisch/zwiespältig, weil du ein sadistisches Verlangen spürst. Oder ist es für Dich ein Zwiespalt, einen geliebten Menschen weh zu tun, obwohl er es mag?

Geschrieben
vor 21 Minuten, schrieb Dekka:

Also ich liebe es. Tiefgründige Gedanken mache ich mich darüber nicht wirklich. Manchmal hab ich Bock Macht auszuüben, manchmal hab ich Lust einzustecken. Ich persönlich empfinde es als großes Privileg so zu fühlen, denn dadurch bin ich in der Lage die gesagte Farbpalette auszukosten und bin nicht nur auf eine Seite limitiert. Aber da fühlt jeder nunmal anders. Für mich persönlich ist es ein Segen.

Das versuche ich jetzt auch! Das als Segen sehen! 🥰

Geschrieben
Vor 2 Minuten , schrieb u-654690cb413f7:

Das versuche ich jetzt auch! Das als Segen sehen! 🥰

Find ich gut! Und die Idioten die sagen „Du kannst nicht beides sein“ oder „Dann kann ich dich garnicht entstehen“ musst du einfach ignorieren😉

Geschrieben
vor 2 Minuten, schrieb georgedollar:

Fühlst du dich komisch/zwiespältig, weil du ein sadistisches Verlangen spürst. Oder ist es für Dich ein Zwiespalt, einen geliebten Menschen weh zu tun, obwohl er es mag?

Ich möchte heute vor dir knien und morgen will ich dich da sehen. Ist das nicht zumindest sehr bizarr? Oder doch ein Segen? 😇

Geschrieben
vor 26 Minuten, schrieb DreamgirlYuki:

Versuch es mal anders zu sehen. Ja du tust deiner Sub vielleicht weh aber gibst ihm/ihr so viel mehr als Schmerz.
Ich beziehe es einfach mal auf mich. Wenn mit mir gespielt wird. Dann fühle ich mich klein und schwach, was ich genieße. Gleichzeitig fühle ich mich sicher und Geborgen. Unabhängig ob durch Schmerz oder Psycho Spiele. Nach einer harten Session bin ich auch stolz auf mich. Es ist nicht nur Schmerz 🥰

Danke. Genau. Sowohl das zufügen auch auch empfangen von Schmerz ist mehr als das. 😘

Geschrieben
"Du kannst nur wahre Kontrolle bekommen wenn Du lernst Kontrolle abzugeben"

Ich gebe dir Recht dass sich das bizarr anfühlt. Ich bin Jahre lang der dominante Part gewesen und fühle mich jetzt auch als SUB sehr wohl. Ich möchte keine der beiden Seiten missen und auch beide ausleben, was natürlich mit dem richtigen Partner/Gefährten sehr viele Möglichkeiten eröffnet.

Davon abgesehen wirst Du besser verstehen wie sich dein Gegenüber gerade fühlt wenn das selber erlebt hast. Und das macht es ja auch für dich wesentlich angenehmer/ erregender .😜
Geschrieben
Du hast einen Vorteil, den nur Switcher haben: Du kannst beide Seiten verstehen und entsprechend handeln. Bei allem was Du selbst machst, kannst Du nachfühlen wie sich Dein Gegenüber fühlt, weil Du‘s wahrscheinlich auch selbst erfahren möchtest und die Grenzen kennst. Switcher reflektieren und haben Einfühlungsvermögen (liest man zumindest). Bei mir ist das zumindest alles so und ich find‘s prima, dass ich beide Seiten genießen kann und sehe darin eher „mehr Spaß“, als ein Problem. Ein Problem machen evtl nur diejenigen daraus, die suggerieren, dass Du Dich nicht entscheiden könntest. Lass sie reden, denn das MUSST Du gar nicht. Wer den Vorteil nicht zu schätzen weiß ist einfach falsch bei Dir😉
Geschrieben
vor 17 Stunden, schrieb Ropefox:

Möchtest du denn dich von der gleichen Person dominieren lassen, der du gerne weh tun möchtest? 

Da kann ich ggf. innere Konflikte verstehen - nicht jeder Mensch switcht, weswegen nicht jeder Mensch dann für dich auf die andere Seite sein möchte. Ebenso wollen auch Switcher nicht immer direkt wechseln, haben auch Tageslaunen, Personenlaunen etc. Damit dann klar zu kommen mit den inneren Wünschen, die sich dann nicht (im Moment) erfüllen könnten, stelle ich mir ggf. schwierig vor.

Ich switche beispielsweise sehr ungerne mit der gleichen Person - wenn bräuchte das eine Reihe von Vereinbarungen, damit das geregelt abläuft und nicht alle Sekunden umwechseln soll. Und selbst dann kann die eigene Laune (oder nicht Laune) diese Sachen zunichte machen.

Meistens bin ich für eine Person daher auch nur eine Seite und aktiv bin ich eh sehr selten und nur für bestimmte Herzensmenschen. Dass ich ebenso lieber Ropebunny, Masochistin und Brat bin als Sadistin, dass war längere Zeit ein Konflikt im Inneren, mittlerweile nicht mehr. Switch heißt nicht zwingend 50:50 alles gleichmäßig verteilt, jeden Tag auf beides Hunger etc. :)

Wenns also ums allgemeine Switcher sein geht: Der innere Konflikt legt sich mit der Zeit, je mehr man herausfindet, was man so erleben kann, desto weniger wird das. Etwas stolpern lassen einen die Gegenstimmen, aber mit diesen muss man ja nicht agieren. 

Vielen lieben Dank! Meine Idee ist ja dennoch irgendwie so, das es mit einem Menschen gehen könnte. Heute so und morgen so. Und du hast Recht. Es ist weder 50:50 noch in den Wünschen deckungsgleich. LG u-

Geschrieben
vor 3 Stunden, schrieb mic70:

Du hast einen Vorteil, den nur Switcher haben: Du kannst beide Seiten verstehen und entsprechend handeln. Bei allem was Du selbst machst, kannst Du nachfühlen wie sich Dein Gegenüber fühlt, weil Du‘s wahrscheinlich auch selbst erfahren möchtest und die Grenzen kennst. Switcher reflektieren und haben Einfühlungsvermögen (liest man zumindest). Bei mir ist das zumindest alles so und ich find‘s prima, dass ich beide Seiten genießen kann und sehe darin eher „mehr Spaß“, als ein Problem. Ein Problem machen evtl nur diejenigen daraus, die suggerieren, dass Du Dich nicht entscheiden könntest. Lass sie reden, denn das MUSST Du gar nicht. Wer den Vorteil nicht zu schätzen weiß ist einfach falsch bei Dir😉

Hey, danke. Klingt so, als wären  Switche doch ganz angenehme Zeitgenossen… ☺️ LG u-

Geschrieben
Was mich persönlich mal interessiert. Vielleicht beantwortet mir ja die eine oder andere Person die Frage aber bitte ohne Thema sprengen. Kurz knapp reicht vollkommen und dann zurück ans Thema.
Wie sieht ein Switcherin es, wenn sie an eine sehr suby Person gerät? Mich würde es null stören, nur könnte ich nicht mehr den Dom Part übernehmen und daher darum bitten, diesen sich wo anders zu holen.
Geschrieben
vor 22 Minuten, schrieb DreamgirlYuki:

Was mich persönlich mal interessiert. Vielleicht beantwortet mir ja die eine oder andere Person die Frage aber bitte ohne Thema sprengen. Kurz knapp reicht vollkommen und dann zurück ans Thema.
Wie sieht ein Switcherin es, wenn sie an eine sehr suby Person gerät? Mich würde es null stören, nur könnte ich nicht mehr den Dom Part übernehmen und daher darum bitten, diesen sich wo anders zu holen.

Hey DreamgirlYuki. Laut meinen Recherchen ☺️ machen das wohl viele so. Das komplett trennen. 😘

Geschrieben
Vor 1 Minute , schrieb u-654690cb413f7:

Hey DreamgirlYuki. Laut meinen Recherchen ☺️ machen das wohl viele so. Das komplett trennen. 😘

Danke dir. Das reicht mir schon. Möchte das Thema nicht sprengen oder an mich reißen

Geschrieben
vor 5 Stunden, schrieb Schattenwolf:

"Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust."

So hat es Goethe einst formuliert.

Ist der Switcher tatsächlich weder Fisch noch Fleisch?

Ich würde sagen, er ist sowohl, als auch. Er ist schlichtweg beides. Und oft zu unterschiedlichen Anteilen.

Man kann Fleisch UND Tofu mögen, mal Top und mal Bottom sein. Dagegen spricht nichts.

Lieber Schattenwolf, Goethe hat doch immer die passenden Worte …. Vielen Dank. Genau bis bin ich. Ich liebe tatsächlich Fleisch und Tofu! 🤭😘

LG u-

  • 2 Wochen später...
Geschrieben (bearbeitet)

Es liegt im Prinzip in der Natur der Dinge switcher zu sein. Ob man es auf den Sex überträgt, ist die andere Frage.

In der Natur der Dinge weil  Rangverhältnisse üblich sind, beginnend von Kindergarten, Schule, Ausbildung, Beruf, Privatleben, selbst Eltern sein und Freundeskreis, überall findet man sie und akzeptiert sie in der Regel im Alltag. Bin ich Chef und geh zum Doc, halte ich den Schnabel und höre zu. Bin ich eine weibliche SUB, habe ich vielleicht Kinder und bin dort stark oder im Beruf untergeordnete Kollegen.

Es ist kein Widerspruch. Für mich persönlich ist es ein Reiz, insbesondere auch in sexueller Hinsicht, es gibt immer irgendwen der stärker und besser ist und zu dem / der man aufschaut, sowie auch das Gegenteil.

 

 

bearbeitet von Tau08
  • 2 Wochen später...
Geschrieben

Ich für meinen Teil habe da keinen inneren Konflikt. Es kommt aber sicherlich auch mit darauf an, wie man die beiden Seiten jeweils auslebt. Das ist mit Sicherheit auch wieder bei jedem ganz anders. Beides hat nun mal seinen Reiz und wenn ich mich auf eine Seite beschränken würde, würde ich ja die Gegenseite nicht ausleben können und verpassen. Und dafür ist das Leben doch einfach viel zu kurz. ;) Die Kunst liegt auch hier wieder darin, den passenden Partner zu finden, der diese Vorlieben mit einem teilt.

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