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Dürfen Männer Gefühle zeigen?


daisy-gaga

Empfohlener Beitrag

vor 5 Stunden, schrieb Rosenrot82:

Wie meinst du das genau?

 

Naja wenn ich Autofahre, koche oder Einkaufe denk ich nicht ununterbrochen an die heilige Herrschaft, oder bin, ob der Aufmerksamkeit mir gegenüber, permanent verzückt. Habe ich aber einen Anlass an sie zu denken, sind auch Gefühle da. Submission, aktuell Sehnsucht, weil sie im Urlaub ist.

vor 20 Minuten, schrieb ***sucker:

Naja wenn ich Autofahre, koche oder Einkaufe denk ich nicht ununterbrochen an die heilige Herrschaft, oder bin, ob der Aufmerksamkeit mir gegenüber, permanent verzückt. Habe ich aber einen Anlass an sie zu denken, sind auch Gefühle da. Submission, aktuell Sehnsucht, weil sie im Urlaub ist.

Ja das verstehe ich. Die heilige Herrschaft ist auch etwas ganz besonderes. 

(bearbeitet)
vor 7 Stunden, schrieb Rosenrot82:

Mich würde interessieren ob Gefühle immer da sind? So wie die Gedanken auch immer da sind.

Oder gibt es im "Gefühlsfluß" Pausen?

Würde mich freuen, wenn mir jemand antwortet. ☺️

Sie sind immer da, schwanken aber oft in der Intensität oder Wahrnehmung. Insbesondere in D/s-Beziehungen ist das m.E. normal.

Deswegen gehe ich auch keine rein emotionalen Bindungen ein.

bearbeitet von SirTorben
vor 16 Minuten, schrieb TaliX:

 

Gefühle sind so gut wie immer da. Es gibt aber das Phänomen der emotionalen Blindheit, Alexithymie. Da werden Gefühle kaum wahrgenommen. Das kann bei PTBS, Autismus und etlichen anderen psychischen Krankheiten - oder auch ohne Erkrankung - vorkommen. Ein Beispiel, als ich nachgelesen hatte, war ein Patient, der über Herzklopfen, Schlaf- und Appetitlosigkeit etc klagte, und erst als er medizinisch durchgecheckt war, und nach langer Befragung kam heraus, dass die Latte der Symptome ab dem Tod einer nahestehenden Person aufgetreten war. Dieser Patient hatte also die Trauer, den Verlust nicht emotional "gespürt", aber das limbische System hat trotzdem die Signale einer Trauerreaktion abgespult. Dieser Patient hatte das aber rmotional nicht wahrgenommen, und hatte es dann auch kognitiv nicht verknüpft.

Emotionale Verflachung, Taubheit kommt als Nebensymptom bei einigem vor.

Und dann haben noch viele Leute gelernt, das bestimmte Gefühle "verboten" sind. Dann geht die verbotene Angst blitzartig zB in Aggression über. Oder Aggression, Wut durfte nie gezeigt werden, und stattdessen wird Ohnmacht gefühlt.

Bei all diesen Erscheinungen kommt man dem Gefühl, dass man eigentlich hat, aber nicht spürt, durch bewusstes Nachfühlen auf die Spur - Herzklopfen kann Aufregung bedeuten - ist es Freude? Angst? Und man kann dann überlegen, was man mit bestimmten Ereignissen emotional wohl empfinden müsste, würde man empfinden, würde man sich zu empfinden erlauben.

Gefühle sind also permanent da. Das dachte ich mir schon fast. 

Vielen lieben Dank für deine ausführliche Antwort. 

Ich denke darüber nach. 

Ja verboten zufühlen, Gefühle permanent als falsch deklariert, nur funktionieren. Und dann war so einiges kaputt. Verloren. 

Wenn manche so den Glaubensgrundsatz haben, jeder nimmt die Welt auf gleichweise wahr... kann ich das nicht bestätigen. 

 

 

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vor 4 Minuten, schrieb SirTorben:

Sie sind immer da, schwanken aber oft in der Intensität oder Wahrnehmung. Insbesondere in D/s-Beziehungen ist das m.E. normal.

Deswegen gehe ich auch keine rein emotionalen Bindungen ein.

Ja manche können Gefühle sogar bewußt abschalten.  Das finde ich besonders interessant.  

vor 28 Minuten, schrieb TaliX:

Dann geht die verbotene Angst blitzartig zB in Aggression über. Oder Aggression, Wut durfte nie gezeigt werden, und stattdessen wird Ohnmacht gefühlt.

Auch Schockstarre - eine furchtbare Situation. 

vor 1 Minute, schrieb Silky:

Auch Schockstarre - eine furchtbare Situation. 

Dissoziation.

Vor 7 Minuten , schrieb Silky:

Auch Schockstarre - eine furchtbare Situation. 

Ja, natürlich. Alle Schockreaktionen - fight, flight, freeze and fawn - zu deutsch kämpfen, fliehen, erstarren und sich demütig ergeben (also mit ***er z.B. übertrieben und ungewollt kooperieren) sind ziemliche scheußliche Zustände auf ausgesprochen unschöne Situationen, in denen man nicht bewusst steuern kann, sondern quasi einen von vier Überlebensmodi würfelt. Emotionen können da sein- oder auch nicht. Fähigkeit, rational zu handeln, überhaupt denken zu können, ziemlich eingeschränkt.

Ich habe schon viele Männer sagen hören, sie seien eben nicht so emotional - sondern rational. Sie waren aber nie besonders rational, sodass sie irgendwie abgeklärt gewesen wären und einem genau sagen hätten können, was sie brauchen und wollen und was man von ihnen erwarten kann. Es war dann, meine Erfahrung, doch eher ein Nicht-an-seine-Gefühle herankommen und dann vermeidendes, völlig unklares Verhalten - und gar nicht gradlinig oder rational. 

ich glaube das ist aber ganz oft der Trugschluss, dass man dann automatisch rational sei, wenn man aber eigentlich in einem Zustand der Gefühlskälte. Starre oder Vermeidung ist. War für mich auch ein Riesen Schock in als ich einen Burnout hatte, zu erfahren, dass ich nicht einfach voll gechillt und entspannt bin, sondern in einem Gefühlskoma. Also kein reines Männerthema.

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