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Neurodivergenz, Kink und Kommunikation


Tk****

Empfohlener Beitrag

Vor 1 Stunde, schrieb Fehmarn68bi:

Ist neurodivergent nicht ein ziemlich großes und deshalb zu unspezifisches Fass, um das aufzumachen? Es gibt so viele Abweichungen von der angeblichen Norm, das ich inzwischen die Norm selbst in Frage stellen.
Ein NarzistIn ist sicher anders motiviert "bratty" als jemand mit ADHS ...

Bei beiden ist Kontrolle die Motivation 🤔 auch wenn diese dann anders ausgelebt wird

(bearbeitet)
vor 3 Stunden, schrieb Fehmarn68bi:

Ist neurodivergent nicht ein ziemlich großes und deshalb zu unspezifisches Fass, um das aufzumachen?

Ja. Neurodivergenz scheint ein weites und noch längst nicht ausreichend erfolgtes Feld, alleine was die dazugehörigen Diagnosen angeht. 

 

Es wäre ja mal interessant zu wissen, wieviele brats sich für neurodivergent halten. Und mit welcher zugrundeliegenden Symptomatik. 

 

Wobei dies im gesamten BDSM-Bereich bezüglich psychischer Symptomatiken interessant wäre, merke ich gerade. 

 

Aber das eher anarchistische  BDSM mit oftmals beliebigen Definitionsversuchen und eine um Struktur bemühte wissenschaftliche Forschung ist sicherlich ein eigenes Thema. 

bearbeitet von SM-Art-5-GG
(bearbeitet)
vor 3 Stunden, schrieb Fehmarn68bi:

Ist neurodivergent nicht ein ziemlich großes und deshalb zu unspezifisches Fass, um das aufzumachen?

Ja. Neurodivergenz scheint ein weites und noch längst nicht ausreichend erfolgtes Feld, alleine was die dazugehörigen Diagnosen angeht. 

 

 

 

Es wäre ja mal interessant zu wissen, wieviele brats sich für neurodivergent halten. Und mit welcher zugrundeliegenden Symptomatik. 

 

Wobei dies im gesamten BDSM-Bereich bezüglich psychischer Symptomatiken interessant wäre, merke ich gerade. 

 

Aber BDSM und wissenschaftliche Forschung ist sicherlich ein eigenes Thema. 

 

Upps. Bitte löschen 😉 

bearbeitet von SM-Art-5-GG
(bearbeitet)
vor 3 Stunden, schrieb Fehmarn68bi:

Ist neurodivergent nicht ein ziemlich großes und deshalb zu unspezifisches Fass, um das aufzumachen?

Ja. Neurodivergenz scheint ein weites und noch längst nicht ausreichend erfolgtes Feld, alleine was die dazugehörigen Diagnosen angeht. 

 

Es wäre ja mal interessant zu wissen, wieviele brats sich für neurodivergent halten. Und mit welcher zugrundeliegenden Symptomatik. 

 

Wobei dies im gesamten BDSM-Bereich bezüglich psychischer Symptomatiken interessant wäre, merke ich gerade. 

 

Aber BDSM und wissenschaftliche Forschung ist sicherlich ein eigenes Thema. 

 

Upps. Bitte löschen 😉

bearbeitet von SM-Art-5-GG
vor 18 Stunden, schrieb TaliX:

 

Nun, es war früher oft Anlass zur Ausgrenzung. Oder von Lehrern verurteilt werden als Faulpelz. Es geht um Verständnis, bei sich, von anderen angenommen zu werden, besseren Umgang finden.
Vorher in der Debatte ist ableistisch gefallen - das war richtigen der Stelle. Aber ich fühle mich nicht behindert. Nur deutlich anders. Mit ein paar Schwächen, und vielen eindeutigen Stärken.
Und mag es, mich mit Leuten zu umgeben, die ähnlich anders ticken, da verbindet mich mehr mit, man tauscht Strategien aus, mit den Handycapaspekten umzugehen. Und es ist nicht so mühsam, sich auszutauschen, man muss sich nicht dauernd anstrengen - der Flow ist besser.

Ich weiß nicht ob es heute im Vergleich zu den 80 und 90er anders (besser) ist, im Hinblick auf Ausgrenzung. Dass dem Faulpelz Dampf gemacht wird finde ich auch nicht falsch, ich bin ein Freund der Leistungsgesellschaft, allerdings gibt's berechtigterweise Unterschiede ob die Faulheit daraus entsteht weil man wirklich faul ist, oder z.b. eine Lernschwäche o.ä. hat. 

In meiner Zeit waren 30-40 Prozent auf der Hauptschule, ungefähr gleicher Anteil auf der Realschule und ein kleinerer Anteil auf dem Gymnasium. Seltsamerweise ist aus den meisten trotzdem zunächst niedriger Schuldbildung was geworden. Sie haben länger gebraucht, es war selbstverständlich auch Kinder in die Hauptschule und manche in die Sonderschule zu stecken. 

Heute hat sich die Gesellschaft geändert, nicht überall aber ist dadurch eine Verbesserung entstanden.

Von anderen angenommen werden: das funktioniert(e) immer nur bedingt. Egal ob neurodiverent, zu dick, andere Hautfarbe, Dialekt, aus dem anderen Dorf, zu klein, zu schlacksig, zu still, zu laut, whatever , es betrifft doch unzählige Menschen.

Die Gesellschaft ändert man nicht. 

Man kann aber sein Umfeld ändern.

Und aufhören sich zu Sorgen, was andere über einen denken und sprechen.  Mit den Menschen umgeben, die einem gut tun, die motivieren, die nicht aus bremsen. 

Ähnlich wie du dich bevorzugt mit den von dir genannten Menschen umgibst, so suche ich auch die Gesellschaft  bestimmter Menschen bevorzugt , die anderen meide ich deswegen nicht, ich lasse sie aber nicht zu nah heran und meide manche Themen. 

Das Problem ist zunächst aber überhaupt die Erkenntnis dazu zu erlangen wie alles für einen funktioniert, es ist die eigene Persönlichkeitsentwicklung, die ist fortlaufend, dauert das ganze Leben und viele Menschen erkennen sich erst selbst besser, wenn sie 30, 40 Jahre alt sind -und viele werden auch nie fündig.

 

vor 4 Stunden, schrieb Fehmarn68bi:

Ist neurodivergent nicht ein ziemlich großes und deshalb zu unspezifisches Fass, um das aufzumachen? Es gibt so viele Abweichungen von der angeblichen Norm, das ich inzwischen die Norm selbst in Frage stellen.
Ein NarzistIn ist sicher anders motiviert "bratty" als jemand mit ADHS ...

Ja, stimmt, ich glaube auch, dass das so ist: Neurodivergenz = ein ziemlich vielfältiges Fass.

vor 29 Minuten, schrieb Tau08:

Das Problem ist zunächst aber, überhaupt die Erkenntnis dazu zu erlangen, wie alles für einen funktioniert. Es ist die eigene Persönlichkeitsentwicklung, die ist fortlaufend, dauert das ganze Leben und viele Menschen erkennen sich erst selbst besser, wenn sie 30, 40 Jahre alt sind - und viele werden auch nie fündig.

... oder halt mit Mitte 60. 😉

Ich finde es schon wichtig zu wissen, wenn jemand aus meinem Umfeld vermutet, neurodivergent zu sein. Dann kann ich meine Kommunikation ggf. anpassen, manche Worte nicht so sehr auf die Goldwaage legen usw.
Habe zb einen Kollegen der ständig aneckt, unbestritten sehr gut in manchen Bereichen aber in anderen einfach nur anstrengend. Da wird nun natürlich ordentlich gemunkelt, das finde ich schade. Wäre ich seine Vorgesetzte, würde ich die Aufgaben anders zuschneiden, so dass er seine Stärken einbringen kann

vor 22 Minuten, schrieb kleiner_phönix:

Dann kann ich meine Kommunikation ggf. anpassen, manche Worte nicht so sehr auf die Goldwaage legen usw.

Du meinst, Worte nicht krumm nehmen, weil du nicht etwas hinein interpretierst, was nicht gesagt wurde, sondern einfach mal das, was gesagt wurde so annimmst, wie es gesagt war? Ich weiß, dass die Redewendung genau das Gegenteil meint, aber das ist ja das Problem. Wörtlich nehmen bedeutet auch, genau das zu meinen, was gesagt ist, ohne Hintergedanken, ohne soziale Verklausulierung, ohne falsche Freundlichkeit.

 

Ein Beispiel: ich sagte einer Freundin, dass es mir leid tut, dass es ihr nicht gut ging. Sie meinte, ich müsse mich dafür nicht entschuldigen. Ich sagte darauf, dass ich mich nicht entschuldigt hätte, denn ich kann ja nichts dafür, ich hatte nur gesagt, dass es mir leid tut, dass es ihr nicht gut ging.

 

Das Konzept, dass hinter "Tut mir leid" ein nicht wörtlich gesagtes "Ich nehme dafür die Schuld und Verantwortung auf mich" steht, ist neurotypisch.

In der WDR Mediathek gibt es unter WDR Wissen eine interessante Dokumentation (45 Minuten) zum Thema "Neurodiversität". 

 

Viel Spaß beim Gucken. 

Vor 1 Stunde, schrieb Teaspoon:

Du meinst, Worte nicht krumm nehmen, weil du nicht etwas hinein interpretierst, was nicht gesagt wurde, sondern einfach mal das, was gesagt wurde so annimmst, wie es gesagt war? Ich weiß, dass die Redewendung genau das Gegenteil meint, aber das ist ja das Problem. Wörtlich nehmen bedeutet auch, genau das zu meinen, was gesagt ist, ohne Hintergedanken, ohne soziale Verklausulierung, ohne falsche Freundlichkeit.

 

Ein Beispiel: ich sagte einer Freundin, dass es mir leid tut, dass es ihr nicht gut ging. Sie meinte, ich müsse mich dafür nicht entschuldigen. Ich sagte darauf, dass ich mich nicht entschuldigt hätte, denn ich kann ja nichts dafür, ich hatte nur gesagt, dass es mir leid tut, dass es ihr nicht gut ging.

 

Das Konzept, dass hinter "Tut mir leid" ein nicht wörtlich gesagtes "Ich nehme dafür die Schuld und Verantwortung auf mich" steht, ist neurotypisch.

Nein das meine ich nicht. Sondern wenn es der Person zb an Empathie fehlt und sie verletzt, ohne es zu wollen

Vor 1 Stunde, schrieb Teaspoon:

Du meinst, Worte nicht krumm nehmen, weil du nicht etwas hinein interpretierst, was nicht gesagt wurde, sondern einfach mal das, was gesagt wurde so annimmst, wie es gesagt war? Ich weiß, dass die Redewendung genau das Gegenteil meint, aber das ist ja das Problem. Wörtlich nehmen bedeutet auch, genau das zu meinen, was gesagt ist, ohne Hintergedanken, ohne soziale Verklausulierung, ohne falsche Freundlichkeit.

 

Ein Beispiel: ich sagte einer Freundin, dass es mir leid tut, dass es ihr nicht gut ging. Sie meinte, ich müsse mich dafür nicht entschuldigen. Ich sagte darauf, dass ich mich nicht entschuldigt hätte, denn ich kann ja nichts dafür, ich hatte nur gesagt, dass es mir leid tut, dass es ihr nicht gut ging.

 

Das Konzept, dass hinter "Tut mir leid" ein nicht wörtlich gesagtes "Ich nehme dafür die Schuld und Verantwortung auf mich" steht, ist neurotypisch.

Das kenne ich zu gut 😌 wenn ich sage es das es mir leid tut oder jemand/etwas… dann kommt das sehr oft. Ist so nervig gerade als Empathin.. Ja Ich kann nichts dafür aber ich kann trotzdem mitfühlen oder es kann mir Leid tun. Manchmal ist es aber auch der eigene Selbstwert. Meine sub letztens zu einer Freundin die etwas mehr auf den Hüften hat…als sie gerade ein Stück Grill Fleisch von einem bestimmten Discounter in den Mund schob. “ Wow die Stücke werden auch immer größer!” …

vor 4 Stunden, schrieb kleiner_phönix:

Dann kann ich meine Kommunikation ggf. anpassen, manche Worte nicht so sehr auf die Goldwaage legen usw.

Da war ich auch eben dran hängen geblieben, @Teaspoon war aber schon schneller 😉 .  Also bei mir und auch bei meiner Tochter ist es so, dass wir wirklich fast alles ganz genau so sagen, wie es ist und dass wir das fast gar nicht »sozialverträglich verpacken« können. 
Andersrum kann es uns sehr verletzen, wenn ein Stino (gemeint ist hier neurotypisch) da irgendwas raushaut, was er gar nicht so meint. 

Will sagen: bei uns kommt alles auf die Goldwaage, da gibt es fast keinen Weg dran vorbei.

Vor 14 Minuten , schrieb Igel:

Da war ich auch eben dran hängen geblieben, @Teaspoon war aber schon schneller 😉 .  Also bei mir und auch bei meiner Tochter ist es so, dass wir wirklich fast alles ganz genau so sagen, wie es ist und dass wir das fast gar nicht »sozialverträglich verpacken« können. 
Andersrum kann es uns sehr verletzen, wenn ein Stino (gemeint ist hier neurotypisch) da irgendwas raushaut, was er gar nicht so meint. 

Will sagen: bei uns kommt alles auf die Goldwaage, da gibt es fast keinen Weg dran vorbei.

Gerade im Job stelle ich mir das schwierig vor 🤔

vor 48 Minuten, schrieb kleiner_phönix:

Gerade im Job stelle ich mir das schwierig vor 🤔

Immer, im ganzen Leben, Tag und Nacht, ohne Unterbrechung und nicht nur im Job. 

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