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Sub, warum, wieso, weshalb... Was macht den Reiz aus?


dr****

Empfohlener Beitrag

Da ist für mich bisher wenig Erklärung, mehr so eine Art ja aber Argumentation.
Ich verstehe langsam worauf du hinaus möchtest. Ich empfinde es nicht als, ich sage dir nicht wann du die Wäsche zu machen hast, mehr als jetzt sind andere Dinge wichtiger.
Ich mag diese Art der schwarz weiß argumentation nicht.
Das läuft häufig auf ein richtig oder falsch hinaus und lässt kaum Spielraum für alles was dazwischen sein kann und auch durchaus Optionen zur Lösung von Problemen, Herausforderungen und Sachverhalten gibt.
Klar ist eine Familie eine andere Herausforderung aus Solo Pärchen, ist bei mir genauso. Da gibt es nunmal Dinge die erledigt sein müssen wenn es dran ist. Das ist aber nicht immer so. Wie du auch schon sagtest, muss heute gekocht werden, oder darf es auch mal ne Pizza vom Italiener sein? Das ist genau dass was ich meine, was gibt es für welchen Preis.
Wofür reibe ich mich auf und ist genau das, jetzt sooooo wichtig oder gibt es Alternativen.

Danke für deine tolerante Haltung und deinen konstruktiven Ansatz, im Sinne eines Austausch.

vor 3 Stunden, schrieb TheWomanInChains:
vor 3 Stunden, schrieb Igel:

Was ist ***?

Erniedrigung - warum es bei dir zensiert wird, weiss ich nicht 😅 

Ist das denn tatsächlich nur bei mir so mit der drei ***? Oder wissen alle anderen, was *** bedeutet?

Aber danke für die schnelle Antwort!

vor 15 Minuten, schrieb Igel:

Ist das denn tatsächlich nur bei mir so mit der drei ***? Oder wissen alle anderen, was *** bedeutet?

Aber danke für die schnelle Antwort!

Bei mir sind auch *** 

vor 27 Minuten, schrieb Alexiel_Mistress:

Bei mir sind auch *** 

Alternativ: 💫🌟💥 (statt *****)

Das ist jetzt aber ordentlich OT, sorry. Und apropos Sterne: ich gehe jetzt hoch zum Schlafen. Gute N8!

Vor 2 Stunden, schrieb jackXjacqueline:

Wir lesen hier so oft von Heilung, und da kam uns ein Gedanke: Eine bestimmte Strategie zu verfolgen, die der Heilung dient, macht rational gesehen ja nur Sinn, wenn diese auf absehbare Zeit zum Erfolg führt, oder zumindest realistisch Aussicht darauf besteht, dass man dadurch geheilt wird. Ansonsten ist es ja ein zweckloses Unterfangen, das sein Ziel nie erreichen kann. Ein Heilmittel, das nicht zum Geheiltsein führt, ist keines. Da stellt sich aus unserer Sicht jetzt die interessante Frage: Wenn ihr mittels Heilung durch BDSM nun irgendwann mal geheilt seid, weil Geheiltsein das Ziel von Heilung ist, was passiert dann eigentlich? Betreibt ihr dann noch weiter BDSM und wenn ja, mit welcher Intention, die ja dann nicht mehr heilerischer Natur sein kann, oder ist die "Therapie" damit dann quasi abgeschlossen und die Sache erledigt? Ernstgemeinte Frage.

Wir sind ob dieser Bewandtnis ohnehin immer erstaunt, weil BDSM in unserer Wahrnehmung etwas ist, das die Praktizierenden immer als etwas Gesundes beschrieben und erachteten; etwas, dass der eigenen Erfüllung dient, und nicht als etwas zur Gesundung dienendes.

Sehr interessante Fragestellung.
Mir ist dazu noch ein anderer Gedanke gekommen.
Wenn die Vorrausstzungen für das Ausleben dieser Haltung etwas bedient, dass negativ aufgeladen ist und immer wieder gebraucht wird, könnte es einer Suchtverlagerung ähnlich sein.
Das eine wird durch das andere ersetzt, weil die Wirkung gebraucht wird.
Ich unterstelle niemandem etwas und bin hoffentlich niemandem zu nahe getreten.
Nur so ein Gedanke.

vor 9 Stunden, schrieb jackXjacqueline:

Wir lesen hier so oft von Heilung, und da kam uns ein Gedanke: Eine bestimmte Strategie zu verfolgen, die der Heilung dient, macht rational gesehen ja nur Sinn, wenn diese auf absehbare Zeit zum Erfolg führt, oder zumindest realistisch Aussicht darauf besteht, dass man dadurch geheilt wird. Ansonsten ist es ja ein zweckloses Unterfangen, das sein Ziel nie erreichen kann. Ein Heilmittel, das nicht zum Geheiltsein führt, ist keines. Da stellt sich aus unserer Sicht jetzt die interessante Frage: Wenn ihr mittels Heilung durch BDSM nun irgendwann mal geheilt seid, weil Geheiltsein das Ziel von Heilung ist, was passiert dann eigentlich? Betreibt ihr dann noch weiter BDSM und wenn ja, mit welcher Intention, die ja dann nicht mehr heilerischer Natur sein kann, oder ist die "Therapie" damit dann quasi abgeschlossen und die Sache erledigt? Ernstgemeinte Frage.

Wir sind ob dieser Bewandtnis ohnehin immer erstaunt, weil BDSM in unserer Wahrnehmung etwas ist, das die Praktizierenden immer als etwas Gesundes beschrieben und erachteten; etwas, dass der eigenen Erfüllung dient, und nicht als etwas zur Gesundung dienendes.

Ja, das ist auch mein Eindruck. Für mich ist BDSM Entspannung, Aufregung, Geilheit, Erfüllung, Zur-Ruhe-Kommen, Hobby, Selbsterkenntnis und was weiß ich noch alles. Direkt „Heilung“ konnte ich darin bisher nicht finden. Wenn hier welche schreiben, dass sie dabei (auch) Heilung erfahren, dann gestehe ich das denen zu, als individuelles Erlebnis, als individuelle Sichtweise, kann das aber nicht direkt nachvollziehen. 

Wie so oft: jedem das Seinen. Und es gibt nicht „das richtige BDSM“, sondern immer nur das, was die (beiden) Partner darunter verstehen und daraus machen. Und wenn da eine(r) auch Heilung erlebt, dann will ich das denen gerne zugestehen und gönne denen das von Herzen. 

🦔

Wenn man die Kommentare als Neuling so ließt, stell ich mir schon ein wenig die Frage; Was läuft denn da schief… BDSM als Heilungsprozess… mit welchem Ziel? Bedeutet Heilung nicht, sich mit etwas unangenehmen auseinander zu setzen? Wie kann es denn dann Spaß machen? Oder soll es keinen Spaß machen? Klar, jeder hat das Recht das zu tun was er für richtig hält! Das will ich auch keinem absprechen! Jeder wie er will! Ich bin nur froh, dass ich es als Lust, Erholung, Erregung…. kennengelernt habe…

(bearbeitet)

Heilung lese ich in dem Sinne jetzt mal weitergefasst. Man kann bestimmte Dinge gar nicht mehr direkt "heilen". 

Bei mir ist das eher ein Befreiungsschlag, aber auch ein immer erneutes Durchleben bestimmter Trigger. Ich bin durch ein Machtgefälle oft erregt und das kann ich gar nicht beeinflussen, mich erregen nur negative sexuelle Dinge sozusagen. Das ist ja mein Dilemma, dass man manche Dinge dann wirklich nicht will. 🙈 Aber auch das gibt mir dann am Ende mental Befriedigung. Natürlich nur bis zu einem bestimmten Punkt. 

Ich war früher in meiner Sexualität immer "falsch". Das war immer das Thema, dass man Sex aus Liebe macht und solche Dinge. Ich habe noch nie so empfunden. Ich musste oft genug Dinge vortäuschen. Oder die Freundinnen sagten in der Stadt, was der für einen "Knackarsch" hat. Ich konnte nichts damit anfangen. Ganz im Gegenteil: ich habe mir immer so einen Widerling vorgestellt, der mich zu irgendwelchen Dingen zwingt. Der fies und gemein zu mir ist. 

Ich hatte das schon früh, dass ich mich im Garten oben ohne gesonnt habe und der alte Nachbar aus dem Fenster gerafft hat. Ich fand das irgendwie ekelhaft, aber auch erregend, dass der mich sexualisiert hat. Voll der Spanner! Da habe ich mir zwischen die Beine gefasst und so. Das war mein Lehrer am Gymnasium. Der meinte dann als ich die Hausaufgaben nicht hatte: "Ja, man hat ja auch oft besseres zu tun!" Und ich wusste genau, dass der sich an mir aufgegeilt hatte. Ich bin immer richtig seltsam irgendwie. 

Mich sprechen Dinge an, die für andere jetzt erstmal toxisch sind. Eine fehlende Sicherheit, da bin ich ganz ehrlich. Wenn man sich in Szenarien so austauscht und mir jemand schreibt: "und was wolltest du dagegen tun?" und ich so antworte: "das Safewort sagen" und zurück kommt, dass man dieses überhören könnte (ob es dann so wäre oder nicht), finde ich das toll! 👍 Wobei ich selbst Safewort nie im Kopf hätte. 😅

Mir ist es im Sinne meiner Neigung auch recht egal, was Leute für Meinungen haben. Wenn meine Trigger anspringen, springen die an. 🙈 

Ja, einfach auch schlechte Behandlung. Das meint nicht nur Härte. Auf einer Schmuddelmatratze weinend und angekettet zu liegen und da habe ich immer das Bild, dass an der Wand ein Bild mit einer Sonne hängt. Die schaue ich an und versuche darin etwas Fröhlichkeit zu finden. Aber der fiese Sadist nimmt extra noch das Bild mit der Sonne weg! Damit ich mich nicht daran erfreuen kann... An Nichts. 😔 Alles nimmt er. Damit ich nur bei Angst bin. Ich selbst habe nichts. Außer maximale Abhängigkeit. Ich weiß nicht, irgendwie ist das symbolisch für mich. Die helle und freundliche Sonne wird weggenommen. Wärme, Heiterkeit...

Ich kann auch ohne bdsm. Das ist jetzt keine "Sucht". Wenn ich das nicht ausleben würde, hätte ich allerdings automatisch immer wieder Neigungsgedanken. Es ist eher heilend, dass ich denen nachgehen kann und darin Befriedigung finden kann. Es ist eher das Gefühl nicht mehr so "falsch" zu sein. Wobei das selbst beim bdsm so eine Sache ist...😅🙈 Die meisten machen das dann doch anders. 

Für mich meinte Neigung nie, eine normale Erotik mit Freude an Sex und irgendwie ein wenig was Drum Herum. Deswegen sage ich ja, gibt es wenige die eine echte Neigung haben. Was in der Hinsicht nicht wertend gemeint ist, sondern meine Feststellung. 

Als ich zum bdsm kam, dachte ich tatsächlich, dass die da alle irgendwie ähnlich wie ich ticken. 🤭 Dass die ja Schmerz mögen und Gefangenschaft und Erniedrigungen. Das ist ja oft auch der Fall, aber irgendwie haben die dann doch oft andere Gedanken dahinter. Ich erkenne hier natürlich auch welche mit Neigungen, in dem Sinne wie ich sie meine. Ob man über einzelne Wörter diskutiert oder nicht. Die selbst "schlechte Haltung" oder so mögen und wie ich auch "totale Verfügung". Da frage ich mich dann auch oft, wo das bei denen herkommt. Denn die Antwort: "ist so angeboren...", greift oft zu kurz für mich. Ja, natürlich ist das Erfüllung und Befriedigung. Und das mag man auch "gesund" leben, aber eine wirkliche "Weiterentwicklung" ist das ja auch nicht. Außer in der eigenen Welt in Bezug auf bdsm, was dann auch eine gewisse "Beschönigung" sich selbst gegenüber für mich hat. 

Da muss ich mich nicht erst fragen, was "nicht stimmt", wenn jemand das Wort Heilung in den Mund nimmt. Freiheit ist eigentlich das höchste Gut der Menschen. Selbst Entscheidungen treffen zu können. Warum möchten einige bdsm'ler das nicht? Komplett keine Rechte mehr zu haben? Aus Liebe heraus? Real müsste man sich fragen, was das für eine Liebe ist. Wie im Roman der O. Ich gebe mich jetzt für Sir Steffen oder Stefan (keine Ahnung mehr, meine so ähnlich 😅) auf? Da stimmt ja auch irgendwas nicht, wenn das ein Mensch möchte. Ist es die Haltlosigkeit? Überforderung mit Verantwortung? Ist es Sicherheit? Oder die Erkenntnis: Solange ich eine gute Sub bin, mache ich alles gut?" Eine eigene Aufwertung sozusagen? Die darin stattfindet ganz toll zu tun, was der andere will? Bestätigung, die man anderswo nicht so findet? Will man sich extra noch abwerten und "wertlos" sein oder sogar aufwerten durch bdsm? Man könnte das in diverse Richtungen denken. Einfach, was ein Machtgefälle betrifft. Masochismus wäre der weitere Punkt. Befriedigung durch Schmerz. Warum möchte man den spüren, außer: ist angeboren? Und ein Leiden dabei noch, etwas das eigentlich gar nicht gefällt, das können Außenstehende doch nie nachvollziehen. 

Ich weiß zumindest die Ursprünge meiner Neigung. Gesund sind nicht immer Dinge, die für andere "gesund" erscheinen mögen. Aber ich kann heute reflektieren, auch wenn einige das nicht meinen würden^^, annehmen und sozusagen Heilung darin finden, mich nicht falsch zu sehen. Eine gewisse "Beschönigung" mag das sein, aber damit lebt es sich ganz gut. 😁 Nech? Heile Welt sozusagen. Wo gibt es die auch noch? Ich weiß natürlich, dass andere bestimmte Dinge negativ sehen, aber das interessiert mich nicht. Bdsm braucht für mich nicht erst den "gesund" Stempel anderer, damit ich mitmachen kann, wie das meiner Neigung entspricht. 

Ich bewundere auch die Menschen, die sich immer wieder erneut einer Wertung stellen und davor gar keine Angst haben. Die für sich die Freiheit erkannt haben, ehrlich zu sein und ihre perversen Gedanken gar nicht zügeln zu müssen. Die ihre Neigungen und Gedanken offen zugeben, anstatt Texte im Forum zu schreiben, die der allgemeinen Auslebung von bdsm gefallen sollen. 👍

bearbeitet von Bratty_Lo
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