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Vertrauen und Schutz - Fesseln


La****

Empfohlener Beitrag

vor 1 Minute, schrieb LadyViolet_:

Tatsächlich ich noch nie. Selbst wenn das Treffen keine Lust auf mehr gemacht hat, war es trotzdem ein nettes Kaffee trinken.

Alle anderen Treffen und Dates würde ich auch genau so wiederholen - in einem Fall kam da ziemlich schnell ein Wunschzettel, was sie gern genau erleben wollen würde und dass die Sachen, für die ich gesucht hatte ja nichts für sie wären. Und ja, das hatte ich vorher klar formuliert gehabt, worum es mir genau ging...

Ich ticke da wohl ein klein wenig anders. Während viele Menschen erstmal vorab das Vertrauen brauchen, um einen an sich Heranzulassen, damit sie auf der sicheren Seite sind dass nichts schlimmeres passiert. Bin ich diejenige die mit dem Kopf durch jede Wand geht und sich direkt fesseln lässt und dadurch "prüft". Ich gehe in Vertrauensvorkasse für jeden Menschen in meinem Leben. Ich lasse sie an mich heran und gebe ihnen vollkommene Macht über mich und warte darauf wer damit umgehen kann oder nicht. Hier trennt sich schnell der Spreu vom Weizen.
Ich komme aus der harten Szene, vom Ra.pe. ich bin es gewohnt dass Gier, Gewalt, Überwältigung, Auferlegten Zwang und Vertrauensmissbrauch ganz oben auf der Liste stehen und gehe immer davon aus, dass es wahrscheinlich schief läuft. Weil es dass meistens ist. Besonders bei eher unerfahrenen Leuten, denen diese Macht zu schnell zu Kopf steigt. Erfahrene hingegen suchen eine Balance und je nachdem wie wichtig meinem Gegenüber mein Wohlbefinden und Sicherheit ist, umso mehr Spaß habe ich daran es zu genießen. Die seelischen Macht und Psychospiele sind für mich an erster Stelle.
Es ist nicht so dass ich sage, ihr dürft alles mit mir tun. Ich gebe schon einen Rahmen vor und gebe mich hin. Aber oft kommt es im Rausch vor, dass diese Grenzen nicht eingehalten werden und daraus Verletzungen entstehen.
Gehört für mich dazu. Ich lerne halt auch nicht wirklich dazu. Oder zumindest ein bisschen, den ich lerne zu alayisieren und schon durch Worte von anderen zu filtern, ob es etwas bringen würde.
Oder besser gesagt, ich habe diese macht nur noch einen einzigen Menschen und der darf alles mit mir tun, was er will. Was er daraus macht, ist seine Entscheidung.
Ob es dabei um Fixierung geht, um Bondage, um Spielzeuge oder um den Kampf innerhalb meiner Rollenspiele, ich gebe vollstes Vertrauen dass er weiß was er tut und stoppt, wenn Grenzen erreicht sind.
.
Meine Vertrauensvorkasse wurde oft missbraucht. Weshalb ich verstehen kann, dass viele eher die Sicherheit suchen.
Aber ich lerne es dadurch dass ich machen lasse und somit herausfinden wie der Mensch wirklich tickt und ob er in diesem Rausch von Macht noch klar denken kann oder nicht und wie wichtig ihm mein Wohlbefinden dabei ist. Das ist unterstellt und authentisch und gibt nur einen tiefen Einblick in die Seele eines Menschen.

Ich ticke auch anders. Ich lasse mich durchaus bei der ersten Session fesseln, wenn ich zuvor durch längeren Schreibkontakt, Telefonate, Videoanruf und ein Treffen im öffentlichen Raum ein entsprechendes Vertrauen aufgebaut habe. Schief gehen kann es auch, wenn man sich erst bei der zweiten Session fesseln lässt. Entgegengebrachtes Vertrauen kann das Gegenüber zu jeder Zeit missbrauchen. 

BlackownsPurple
(bearbeitet)

Ich fordere das nie ein, sondern fessle erst, wenn sich mir die Hände gefühlt entgegenstrecken, wenn ich das Vertrauen fühle und auch ich auf diesen Vertrauensvorschuss bauen kann.

Das kann sich langsam entwickeln, über mehrere Treffen, aber auch ganz spontan, bei der ersten Begegnung.

Für viele Frauen ist gerade dieses "Verantwortung abgeben" durch Fesseln und Fixierung elementarer Bestandteil ihrer Devotion.

Oft ist die Fixierung, das sichtbare und fühlbare Zeichen für die Ohnmacht eine Grundvoraussetzung, dass sie sich überhaupt fallen lassen können, also ein ganz zentrales Element.

Der Drang dazu geht daher am Anfang nie von mir aus, sondern in den meisten Fällen von der Frau selbst.

Sehe ich diesen Drang und den  Vertrauensvorschuss, dann gebe ich auch gerne dieses Gefühl, dass ich ihn wertschätzend annehme. Oft reicht es dazu schon, einfach Fesseln oder ein Halsband anzulegen, ohne gleich zu verschließen oder zu fixieren. 

Das Gefühl der Hingabe und der Wertschätzung ist entscheidend.

Es ist die erste Stufe, der erste Schritt im konsensuellen Machtgefälle, sie wird in diesem Moment (...temporär) "Meins". Das ist ein wertvolles,  weitreichendes Gefühl, das für mich auf absoluter Freiwilligkeit basiert. Ist dieser erste Schritt von ihr getan, entscheide ich fortan über die Fesseln.
 

LG, BoP (m)

bearbeitet von BlackownsPurple

Mh, interessante Thematik. 

Persönlich würde ich "zur Sache" sowohl aktiv als auch passiv erst übergehen, wenn ich mehrere (nichtsexuelle) Treffen hatte und die andere Person einschätzen kann. Was dann beim Spiel passiert ist dann eher zweitrangig, da es dazu erst kommt, wenn ich anderen Menschen vertrauen kann. 
Wobei ich vermutlich nicht in der richtigen Position bin, um das ganze mit "erst mal Vertrauen haben" zu erklären. Für mich ist jedes Lebewesen erst mal eine potentielle Bedrohung, bis ich das ausschließlen kann. (hat psychische Gründe, ist in Behandlung) Aber ja jeder Mensch ist für mich erst mal ein potentieller Aggressor. Körperkraftunterschiede fließen da kaum in die Warnehmung ein. 

Zum generellen Thema: 

Daher kann ich einerseits etwas nachvollziehen wie es ist sich stetig bedroht zu fühlen, auch wenn ich das nicht mit der Situation von Frauen in unserer Gesellschaft gleichsetzen möchte.
Und wenn man stetig in einem solchen Zustand lebt, ist es natürlich erst mal irritierend, wenn andere das völlig neu haben und dann ganz anders damit umgehen, als man selbst der/die es schon gewohnt ist.  

 Andererseits kann ich auch verstehen, dass es für andere erst einmal neu und beunruhigend sein muss, sich in einen derart angreifbaren Zustand zu begeben, dass man dieses Gefühl erst ertragen kann, wenn man schon eine weitere Vertrauensbasis aufgebaut hat. Da würde ich Sunstone zustimmen, dass das der wahrscheinlichste Grund ist. 

Alles in allem, finde ich es aber sehr schön, sich damit zu beschäftigen, denn mir ist auch schon aufgefallen, dass die Risikobewertung bei Leuten sehr unterschiedlich funktioniert. 

Ich hoffe das hat irgendwie weiter geholfen. :wave:
 

 
 

Vor 9 Stunden, schrieb Alexiel_Mistress:

Ich erlebe es oft in pns das es schon beim ersten Treffen erwartet wird.... Wo ich immer wieder verwundert (eher erschreckend) verstellen muss wie unterschiedlich Personen Gefahreneinschätzung betreiben... 

Wir haben keine Basis, kein Vertrauen, Ich kenne dich nicht aber binde mich fest und peitsch mich aus... 👀 

Irgendwann muß man einfach die Entscheidung fällen dieses Vertrauen entgegen zu bringen (oder auch nicht). Da helfen mir an sich auch keine 3 Cafehausbesuche davor, eher im Gegenteil ;)

vor 5 Minuten, schrieb Paco2022:

 

Irgendwann muß man einfach die Entscheidung fällen dieses Vertrauen entgegen zu bringen (oder auch nicht). Da helfen mir an sich auch keine 3 Cafehausbesuche davor, eher im Gegenteil ;)

Dann würdest du die Person aber wenigstens mehr als 5 min und vor allem real kennen... 

Vor 9 Minuten , schrieb Alexiel_Mistress:

Dann würdest du die Person aber wenigstens mehr als 5 min und vor allem real kennen... 

Das kommt dann auf die konkrete Situation an, auf Events haben mich auch schon Personen gequält mit denen ich nicht mal ein Wort gewechselt habe zuvor aber halt in Anwesenheit mind. einer Vertrauensperson.

vor 3 Minuten, schrieb Paco2022:

 

Das kommt dann auf die konkrete Situation an, auf Events haben mich auch schon Personen gequält mit denen ich nicht mal ein Wort gewechselt habe zuvor aber halt in Anwesenheit mind. einer Vertrauensperson.

Okay aber damit hast du dann keine Beziehung oder strebst eine an? Das war ein ons oder onp(lay)? 

Vor 12 Minuten , schrieb Alexiel_Mistress:

Okay aber damit hast du dann keine Beziehung oder strebst eine an? Das war ein ons oder onp(lay)? 

Also meist geh ich da schon mit Partner auf diese Events, wir machen da unser Ding vor Zuschauern wobei ich gefesselt werde und dann können die Zuschauer quasi selbst auch übernehmen. Anschließend plaudert man mitunter noch an der Bar und trifft sich vlt beim nächsten Event mal wieder...

Okay aber da ist ja die *Sicherheit * Dritter da zuhause im hotel nicht das macht für Mich nen großen Unterschied 

Vor 4 Stunden, schrieb Alexiel_Mistress:

Okay aber da ist ja die *Sicherheit * Dritter da zuhause im hotel nicht das macht für Mich nen großen Unterschied 

Natürlich, das ist ein besonderes Setting wo neben anderen Gästen auch die Veranstalter ein Auge drauf haben und diejenigen, die sich trauen hier quasi vor Publikum auch mit Fremden aktiv zu werden in der Regel sehr gut wissen was sie tun, auch ohne Absprachen ;)

Es war aber jetzt auch nur ein Beispiel; ich ging auch schon mal spontan mit jemand nach Hause und am Ende bleibt immer ein Risiko... im Grunde könnte jede Person, mit der ich intim werde mich problemlos umbringen wenn sie den richtigen Moment abwartet... auch ohne Fesseln.

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