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Sensual / Sensation play - Traumsession


mi****

Empfohlener Beitrag

Liebe milamaus,
Wie ich das so lese beginnt bei mir etwas zu sagen: «hmm Sie sollte vielleicht mal erotische Hypnose ausprobieren»
Ich lese weiter und denke: «oh das ist so nahe an einer Hypno-Session das wäre bestimmt etwas für Sie»
Und dann gegen Ende dieses sehr schönen Textes: «Also ich bin ziemlich überzeugt dass Du mit einer erotischen Hypnose Session ein unglaubliches Erlebnis haben würdest»

Orgasmus ohne Berührung zB?… 😉
Ganzkörper-Orgasmus…
Orgasmus auf Befehl
Orgasmus verweigert trotz Teasen
Da gäbe es sehr viel zu erforschen…

Hoffe ich konnte Dich neugierig machen, ich persönlich liebe erotische Hypnose 🌀🥰

Wie viel sensorischen Input ich vertrage und welche Art, ist sehr tagesformabhängig. Das perfekte sensual play ist dann also das, was da genau trifft.

Manchmal reicht es mir, einfach seine Haut zu spüren, dann brauche ich ihn eher passiv, weil ich so die Intensität der Berührung selbst steuern kann. Ich berausche mich dann daran, wie er sich unter meinen Fingerspitzen anfühlt. Und ich kann auch von diesen leichten Berührungen kommen, besonders wenn der Intimbereich ausgespart bleibt. Das ist dann aber für mich keine Session und entsprechend kommt es dann idealer Weise auch nicht zur "Benutzung", selbst wenn der Sex dabei berührungsarm und schnell ist, weil ich die Intensität nicht so lange aushalte.

Session ist es für mich, wenn Machtgefälle genutzt wird, Schmerz, Erniedrigung oder Fixierung dabei ist und das ist immer sensorisch intensiver. Ich mag es, wenn ich dabei weinen kann.

Prinzipiell gilt bei mir bei Berührung, entweder sehr sehr zart oder sehr kräftig/ hart / schmerzhaft.

 

@milamaus wie sieht es bei dir mit den anderen Sinnen aus? Wie reagierst du auf Geräusche, Gerüche, Temperatur und Licht? 

 

  • 2 Wochen später...

Vielleicht ist das ja etwas was hier hilft:


Grobes Konstrukt

1. Vorbereitung / Realität schaffen

Die Person bereitet sich bewusst auf die Session vor. Alles, was später in der Geschichte vorkommen soll, kann hier bereits real vorhanden sein:

* passende Kleidung / Outfit
* Fesseln, Manschetten oder andere Restriktionen
* Augenbinde – besonders sinnvoll, weil sie die Kontrolle über die visuelle Realität nimmt
* vereinbarte Toys und Gegenstände
* bequeme Position, in der man längere Zeit bleiben kann

Wichtig ist weniger möglichst viel Equipment, sondern dass einige eindeutige körperliche Anker vorhanden sind.

2. Einleitung – Wahrnehmung „eichen“

Der führende Partner beschreibt zunächst ausschließlich Dinge, die tatsächlich stimmen:

„Du spürst die Unterlage unter deinem Rücken. Du bemerkst den Druck der Manschetten. Du hörst meine Stimme direkt neben dir. Du kannst nicht sehen, was ich gerade in der Hand halte.“

Dadurch entsteht Vertrauen in die Erzählung: Was gesagt wird, stimmt mit dem überein, was ich wahrnehme.

Dabei können kleine reale Berührungen passend beschrieben werden.

3. Übergang – Realität und Vorstellung vermischen

Jetzt kommen Aussagen hinzu, die nicht mehr unmittelbar überprüfbar sind, aber problemlos zur Situation passen.

Beispielsweise:

„Du hörst vielleicht nicht, was hinter dir passiert. Aber du merkst, dass ich nicht mehr allein mit dir beschäftigt bin.“

Oder die Vorstellung, dass sich der Raum verändert, jemand hinzukommt oder bestimmte Gegenstände bereitgelegt werden.

Der Trick wäre: nicht sofort etwas völlig Fantastisches behaupten, sondern die Vorstellung Stück für Stück erweitern.

4. Projektion

Ab hier übernimmt die Fantasie einen größeren Teil. Die führende Person liefert hauptsächlich genügend Informationen, damit das Gehirn den Rest selbst ergänzt.

Interessant wäre beispielsweise das Spiel mit:

Erwartung → Ankündigung → Pause → realer Reiz → falsche Interpretation

Ein stumpfer oder völlig ungefährlicher Gegenstand kann etwa über die Haut geführt werden, während vorher ein anderer Gegenstand suggeriert wurde. Ebenso können imaginäre Veränderungen am Körper beschrieben werden, beispielsweise das Setzen eines nur vorgestellten Piercings, während gleichzeitig ein passender ungefährlicher Druck- oder Berührungsreiz gesetzt wird.

Gerade die Pause vor dem eigentlichen Reiz dürfte dabei einen großen Teil der Wirkung erzeugen.

5. Manipulation der Sinne

Hier kann man verschiedene Wahrnehmungen gegeneinander ausspielen: Temperatur, Luftzug, Geräusche, Druck, Vibration, Geruch oder unterschiedliche Oberflächen.

Besonders spannend finde ich dabei das Prinzip:

Realer Reiz + falscher Kontext = subjektiv völlig anderes Erlebnis.

Die führende Person sagt also nicht unbedingt was sie tatsächlich tut, sondern gibt dem Gehirn eine Interpretation dafür.

6. Höhepunkt der Traumreise

Irgendwann muss die erzählte Situation nicht mehr vollständig durch reale Reize unterstützt werden. Wenn die Immersion funktioniert, können größere Teile nur noch beschrieben werden.

Damit entsteht praktisch eine Art gemeinsame Halluzination auf freiwilliger Basis: Die geführte Person weiß grundsätzlich, dass es Fantasie ist, lässt sich aber bewusst darauf ein.

7. Rückführung

Am Ende würde ich die Methode vom Anfang rückwärts benutzen: Die imaginären Elemente verschwinden nach und nach, bis wieder ausschließlich reale Wahrnehmungen beschrieben werden.

„Der Raum wird wieder stiller. Du hörst nur noch meine Stimme. Du spürst wieder ganz bewusst die Unterlage. Die Manschetten sind noch da. Du bist wieder vollständig hier.“

Danach Augenbinde ab, Fesseln lösen und kurz gemeinsam sortieren, welche suggerierten Dinge überraschend real gewirkt haben.

Der eigentlich interessante Teil deines Konzepts ist für mich also weniger eine klassische „Traumreise“, sondern eine kontrollierte Manipulation der Interpretation realer Sinneseindrücke. Man könnte daraus auch ein richtiges Baukastensystem machen: Realitätsanker → Suggestion → Erwartung → Sinnesreiz → Projektion → Vertiefung → Rückführung.

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