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Protocol/Rituale


Tk****

Empfohlener Beitrag

vor 3 Minuten, schrieb Tkrall:

 

Wtf?
Also 1. Inspirationen ≠ "kopieren". Wo habe ich angedeutet hier alle Ideen zu "Klauen" und 1 zu 1 so umzusetzen?? Und selbst wenn ich eine der Ideen so wie sie ist super toll und passend finde, du kannst mir nicht erzählen, dass DU deine auslebung von BDSM komplett selbst erfunden und hergeleitet hast. Ich gehe eher mal davon aus, dass du wie jeder andere auch nach Community suchst/gesucht hast um dich zu finden und Begriffe so wie Praktiken zu lernen die für dich passend wirken/sich richtig anfühlen.
Fehlt mir denn die "Authentizität" wenn ich mit einer Person das Ampelsystem nutze und mir nichts eigenes einfallen lasse? Sorry aber das ist bs.

2. Wenn es sich für dich nach Schmierentheater anfühlt, dann bist du unter meinen Posts offenbar nicht richtig. Ich wünsche dir noch ein schönes kreatives aber uninspiriertes Leben 🙃

Tatsächlich habe ich mich selbst gefunden. Alles was ich bin, wie ich bin kommt aus meiner Selbst. 

Und genau da liegt der Unterschied zwischen uns , ich bin ein Unikat und du.... naja....

Vor 4 Stunden, schrieb Rosenrot82:

Tatsächlich habe ich mich selbst gefunden. Alles was ich bin, wie ich bin kommt aus meiner Selbst. 

Und genau da liegt der Unterschied zwischen uns , ich bin ein Unikat und du.... naja....

Ein Unikat was den BDSM Test dieser Plattform gemacht hat und ebenfalls die lable dieser Plattform nutzt fürs eigene Profil. Das haben andere schon vor dir gemacht, da bin ich mir relativ sicher.
(Sarkasmus on)
Du bist natürlich auch in vollständiger isolation und hast alles rein zufällig genau so benannt, entwickelt und nennst dich Sklavin weil du für deine gefühlte rolle auch das Wort erfunden hast und es nur zufällig mit dem Rest der Welt und dessen Kontext übereinstimmt.
(Sarkasmus Off)

Aber jetzt mal im Ernst:
Ich bin 24 und seit ca 9 Jahren im Kinky Bereich unterwegs. Seit 8 Jahren bin ich mir sicher, dass ich kein Switch sondern Dom bin und dazu ziemlich sadistisch veranlagt. Was mir aber schon von Anfang an klar war: ich möchte keine dauerhaften Schäden verursachen und die Verantwortung dafür liegt bei mir.
Also habe ich mich belesen. Mit anderen darüber gesprochen. Wo liegen Nervenbahnen, wo können sehnen einfach reißen, wo sind Knochen die einfacher brechen als andere, welche Seile sind für was geeignet und welche Tücken gibt es bei Knoten XY.
All das hat mich zu dem gemacht, was ich heute bin. Ich habe eine Veranlagung, damit kommt aber nicht allwissenheit.
Ich habe einen Stil mit dem ich in einer Dynamik arbeite (der aber auch sehr von der anderen Person und deren Bedürfnissen abhängt) und ich lerne immer mal wieder was neues dazu und entscheide dann ob es zu mir passt oder nicht oder einfach an meine Vorstellungen angepasst werden muss.
An sich bin ich sehr zufrieden mit dem was ich bin.
Ich bilde mich nur trotzdem gern weiter um zur besten Version meiner selbst zu werden. (Und das heißt NICHT das ich alles blind "kopiere")

Es tut mir sehr leid für dich, dass du nichts mehr zu entdecken hast. Muss echt langweilig sein... 🤷

Vor 23 Minuten , schrieb Rosenrot82:

@Tkrall

Es geht nicht um Praktiken. Ich habe erklärt um was es mir geht. 

 

Und Protokolle/Regeln und Rituale sind keine Praktiken? Make it make Sense.

vor 38 Minuten, schrieb Tkrall:

 

Und Protokolle/Regeln und Rituale sind keine Praktiken? Make it make Sense.

Du willst es nicht verstehen. Aber das ist in Ordnung.  

@Rosenrot82 was genau sagt dir, dass @Tkrall alles zu 1:1 kopiert und nicht an die Dynamik anpasst oder gar was eigenes einfließen lässt? Oder was überhaupt davon genutzt wird? Bisher sind die Vorschläge doch recht frei interpretierbar und Dinge, die doch schon häufiger in der ein oder anderen Form aufgetreten sind.

vor 52 Minuten, schrieb Seilfuchs:

@Rosenrot82 was genau sagt dir, dass @Tkrall alles zu 1:1 kopiert und nicht an die Dynamik anpasst oder gar was eigenes einfließen lässt? Oder was überhaupt davon genutzt wird? Bisher sind die Vorschläge doch recht frei interpretierbar und Dinge, die doch schon häufiger in der ein oder anderen Form aufgetreten sind.

Danke für deine Fragestellung. Für mich kommt Dominanz aus dem inneren einer Person, es sind Reflektionen der Seele, des Kerns der Persönlichkeit.  D/s basiert für mich auf Ehrlichkeit und es scheint mich enorm zu stören, dass etwas aufgesetzt wird. Wer bist du? Kann ich dich erkennen? Fühlen? Begreifen? 

Wie führst du? Aus deiner Selbst? Oder aus einem Werk voll von BDSM Geschichten? Geschichten dir rein fiktiv sind? Geschichten aus dem Leben und Leiden anderer Menschen?

Wer bist du?

Wo ist die Wahrheit? Ehrlichkeit? Das wahre Leid? Die echten Gefühle? 

Es ist egal ob hier 1:1 etwas übernommen wird oder abgewandelt.

Es ist unehrlich. 

Um mal den Kommentar von @KÖT-52 miteinzubeziehen....

Ich sagte ich frage den Master um Erlaubnis bevor ich ins Auto steigen. 

@KÖT-52 hat dies erweitert, in .... hinten einsteigen...

Das wäre dann also nicht ich.

Der Master hat das Recht mir das zu Befehlen. Aber das tut er nicht, weil er mich so akzeptiert wie ich bin und mein wahres Ich sehen will, kein gekünsteltes Produkt von Dingen die ich mir zurechtlege. 

Und das tut er nicht, weil auch er wahr und klar ist.

Das ist der Anspruch an D/s. Und es tut mir einfach für die subs leid, die hier einer Lüge auf den Leim gehen und am Ende vielleicht sogar seelische Verletzungen davon tragen . 

Hi @Tkrall ich mag das mit Protokoll voll gerne. Das sind richtig schöne Sachen bei dir @LadyViolet_ 🥰 . Wie bei dir auch, gibt es bei uns in einer Session nochmal strengere Regeln. Wie nur nach Aufforderung zu sprechen und ansonsten zu schweigen, den Kopf zu senken usw. Eine Session beginnt bei uns mit einer definierten Grundstellung (insgesamt gibt es weitere). Sie kann allerdings auch spontan starten. Ich bringe Gegenstände auf allen Vieren (sofern mein Herr sie nicht schon bereitgelegt hat) und überreiche sie auf eine bestimmte Art. Wenn mein Herr mich ruft, komme ich auch auf allen Vieren und Knie dann vor ihm. Ich bedanke mich nach einer Züchtigung und küsse das Schlagteil. 

Zu Tisch gibt es sicher auch Regeln. Insbesondere schenke ich mir selbst keinen Alkohol ein, das wäre ohnehin immer zu erfragen. Andere Getränke zuhause schon, bei bestimmten Anlässen nicht. Mein Herr ermahnt mich sogar beim Frühstück gerade zu sitzen. Das Besteck richtig abzulegen usw. Die Hände gehören oberhalb der Tischkante. Darunter haben sie nichts zu suchen. Im Bett gilt das auch. Sie gehören nicht unter die Bettdecke, sondern liegen auf dieser auf (wenn sie nicht gefesselt sind). Ich setze mich nach meinem Herrn und fange nach ihm an. Zum Buffet gehe ich nicht alleine, sondern folge ihm, wenn er geht. Kleine Portionen. Vorweglaufen soll ich ohnehin nie. Ich setzte mich nach ihm und fange auch nach ihm an zu essen und zu trinken. Wenn er damit aufhört, tue ich das auch. Also stelle beispielsweise mein Glas ab, wenn er es tut. Portionen können ggf eingeteilt werden. Die Art zu Essen kann vorgeschrieben werden und das Essen natürlich auch. Aber zuhause gelten nur einige Tischregeln. Ich stelle jetzt mein Glas nicht immer ab, wenn er das tut...😅

Ich darf keine Fahrstühle nehmen, sondern nur Treppen laufen (Ausnahmen wie schwere Einkaufstüten oder nach Frage gibt es). Kleidung oder einen Plug, sowas gibt mein Herr spontan vor. Oft trage ich den KG mit Strom und da war er letztens richtig überrascht, dass das sogar funktioniert, wenn ich im Aufzug bin. Ja, da mit schweren Einkaufstüten, die erstmal zu Boden gingen, da meine Knie dann doch weggesackt sind. Durch 2 dicke Wände durch, bis in den Fahrstuhl funktioniert das Ding, er war richtig beeindruckt! (glaube Reichweite 800 m). 

Hmm? Wir waren auf einer Abendveranstaltung, da gab es zuerst ein gemeinsames Essen und danach "Play". Dabei hatten alle Doms gewisse Rechte an den Subs und diese allen Doms gegenüber bestimmte Verhaltensweisen zu zeigen. Richtiges Bedienen usw. Der Knicks. Ich meinte hier ja noch: "also das finde ich albern und übertrieben!" 😅 Nun ja, nicht mehr wenn man es machen soll. Mir hat das total viel gegeben, das hat richtig Spaß gemacht! 😃🙏 Die Subs haben im Anschluss daran auf dem Boden gegessen. Hinsetzen durfte sich keine irgendwo. Bis nach dem Essen das Play anstand. 

Diesen Knicks machen wir zuhause jetzt sogar noch weiter. Das gefällt mir richtig gut, wenn ich den Kaffee bringen darf und dann einen Knicks machen darf. 🥰 Aber es ist keine feste Regel, mein Herr sagt es dann. Ich bringe den Kaffee gerne auch so. Aber das so bewusst zu tun, das Dienen so zum Ausdruck zu bringen, richtig toll!

Wie ich meinen Herrn empfangen soll, ist nicht geregelt (außer die Grundstellung für Sessions). Er gibt aber gerne mal was vor, wenn er zur Tür reinkommt. Knien oder Schuhe küssen ist es meistens. Manchmal soll ich mir auch überlegen, wie ich ihn empfangen möchte. Ich liebe das, seine Schuhe zu küssen. Letzens waren es die Füße, das ist auch toll. Und ich sollte ihm die Schuhe ausziehen. Ich binde sie auch gerne zu, wenn ich das soll. Mich macht das ehrlich gesagt auch geil. Wenn ich am Boden sein darf. 🤭 Ich frage meinen Herrn, wenn ich zu ihm ins Bett möchte und knie davor. 

Also das mit den Protokollsachen finde ich alles gut. Mein Herr auch, sonst würde er das ja nicht machen. Dabei gelten nicht alle Sachen immer, da sie nicht immer passen würden oder er sie auch nicht ständig verfolgen wollte. Daher ist das etwas getrennt, je nach Anlass, Situationen und spontanen Vorgaben, sowie immergültigen Regeln. Die immergültigen Regeln gelten eben immer! Die wären noch in Alltag und explizit Sessions getrennt. Klingt komplett, nee ist es nicht. 

An Kleidung habe ich jetzt keine Vorgaben. Ich mache mich immer zur Zufriedenheit zurecht. Obwohl mein Herr die natürlich machen kann. Wir sind auch so viel draußen, wandern usw. Ich könnte nicht den ganzen Tag auf hohen Schuhen laufen. Ansonsten ist mir egal, wie er mich präpariert. Auf Veranstaltungen sind es natürlich hohe Schuhe. Ihm ist wichtig, dass sie vorne rund und nicht spitz sind. Ob mit Riemchen oder ohne, ist egal. Ich persönlich finde wirklich High Heels nochmal eleganter. 👠 Mit Pfennigabsätzen und wenn der Absatz auch so hoch ist, dass er elegant die Beine streckt. Hier kommt es aber drauf an: ich kann auf diesen Pfennigabsätzen nur mäßig gut laufen (wobei sich der Gang verbessert hat) und nicht ewig lange. Wenn also absehbar ist, dass ich über Stunden auch darin laufen soll und das natürlich anmutig, können es auch Pumps werden. Da ist meinem Herrn ein schöner und sicherer Gang dann lieber... Wenn es vorgegeben ist, sind meine Outfits "zugänglich", mindestens aber immer sehr freizügig. 

Auf das Stellungstraining legt mein Herr schon Wert. Wie der Kopf geneigt ist, wie die Füße zueinander stehen, grundsätzlich parallel ausgerichtet, wie die Hände zu halten sind, der Rücken durchgestreckt usw. Das würde ihm sehr missfallen, wenn ich mich da "plump" irgendwie hinknien würde. 😅 Aber das ist alles drin. Angewiesene Positionen verlasse ich nie eigenmächtig. Hier ist die Freigabe abzuwarten. Ich kann natürlich einen Positionswechsel erfragen, sollte etwas zu anstrengend werden oder so. Oder für längeres Knien eine Unterlage erhalten. Sportliche Übungen wie Liegestützen oder so, sowas kann es sicher auch mal geben... 

Ich würde noch zwischen Ritualen und Protokoll unterscheiden. Rituale pflegen die meisten Beziehungen. Wie man sich Gute Nacht sagt, kleine Gesten zwischendurch usw. Die können sich ergeben. Natürlich kann ein Dom auch im bdsm Rituale etablieren (und sie auch zur Regel machen). Das Protokoll ist aber unabhängig von sich (gemeinsam) gebildeten Ritualen eine Vorgabe. Genau so sind die Dinge zu tun. Das kann sich auf Verhaltensweisen beziehen, Stellungen, Vorgaben der Kleidung, Anreden, Abläufe usw. Natürlich kann es auch Rituale nach Protokoll geben, aber sie können eben auch ganz anders entstehen. 

Rituale sind für mich "freier". Nach Protokoll richte ich mich gerne. Gemeinsam entwickelte Rituale sind für mich oft zusammen gebildet und genau dadurch schön. 🥰  Würdest du da auch noch etwas unterscheiden @Tkrall?

Was jetzt "kopiert" ist oder nicht? Nun ja, bestimmte Gesten der Unterwerfung, Ehrerbietung usw. sind schon sehr alt und eigenen sich durch die Körperhaltung. Mein Herr hat einige Stellungen übernommen (Nadu liebe ich sehr 🥰), andere selbst erfunden oder abgewandelt, weil sie ihm nach den "offiziellen" Sklavenstellungen nicht gefallen haben. Ansonsten gibt es halt Regeln teilweise im bdsm, wie was ausgeführt werden soll und allein unabhängig von bdsm Regeln nach Knigge usw. Es fühlt sich eben so authentisch an, wie man es lebt und fühlt. Dann ist es eigentlich egal, ob das ne Kopie von irgendwas ist und Sub Inge das genauso machen soll wie Sub Susanne...😅 Stört ja niemanden. Vielleicht machen Inge und Susanne das beide gerne. Vielleicht auch nur weil es so sein soll...

Da kämen wir allerdings zum nächsten Punkt: Ich kann gewisse Systeme und ihren Reiz dahinter verstehen und mir liegt sowas persönlich auch. Aber das ist immer sehr individuell. Ich mache sogar gerne bei Programmen mit, wo alle Subs bestimmte Dinge gleich machen sollen. Solche Stimmungen mag ich. Aber ich mag natürlich ein individuelles bdsm und schließe mich da so jetzt keinen bestimmten Richtungen an... 

Wenn Doms ein paar Regeln haben und Vorstellungen, dagegen spricht nichts. Die Kopie von Stellung xy stellt dabei weniger ein Problem dar, wenn der Dom sie mag. Viel eher kann es ein Problem sein, wenn sich Dinge nicht irgendwie auch entwickeln und der Dom schon ein so enges und starres Regelwerk von 1 bis Regel 50 hat und das als Kopie von einer Sub auf die andere genau so haben will. Es muss der Spielraum für mich gegeben sein, nicht den Katalog zu erfüllen, sondern Reize auszubauen, welche auch für die Sub gut sind und der Entwicklung dienen. 👍 "Kopie" sollte man nicht so streng sehen, einige Subs mögen das sogar selbst! 

Ich denke einige Dinge eignen sich nicht für alle Subs gleichermaßen. Bei mir persönlich ist es so, dass ich sicher meine intrinsische Devotion selbst durch verschiedene Sachen (allein der Blick, Wortwahl usw.) anzeigen kann, ich allerdings auch ungern von mir aus Dinge anbiete, die dem Dom vielleicht doch nicht passen.  Und auch mit dem Fragen danach bin ich eher sparsam. 🙈 Die Vorgabe mag ich da ehrlicherweise lieber und auch das Austesten, was man vertieft usw. Und auf die Idee, dass so ein Knicks was für mich sein könnte und meine innere Devotion dabei total aufblüht, wäre ich von selbst jetzt nicht gekommen. Also sowas hätte ich nie von mir aus gemacht! 🤷‍♀️ Sprich, Dom muss auch irgendwie was verlangen, versuchen usw. Natürlich nur Dinge, die er selbst mag. 

DS bedeutet für mich allerdings auch, dass mir nicht jede Vorgabe gefallen muss. Da blüht dann meine intrinsische Devotion vielleicht nicht so auf. Aber ist es deswegen "unehrlich"? Es ist dann zumindest die ehrliche Unterwerfung im Sinne des Willens. "Das sollst du so machen, dann machst du das so..." Sozusagen eine ehrliche Sub Einstellung. Natürlich macht das 0 Sinn wenn der Sub ständig alles lästig ist. Kaum ein Dom würde daraus etwas ziehen. Aber dann baut man diese Protokollsachen auch nicht weit aus oder es passt nicht, wenn der Dom da ein "Freak" ist. 😉 

Mir ist das tatsächlich egal, ob der Dom es selbst erfunden oder kopiert hat. Wenn er es mag, wird das so sein. 🥰 

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