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Alleine


Mone

Empfohlener Beitrag

Liebe Mona

Ich bin seit 6 Monaten ohne meinen Herrn da er schwer Krank ist und im Krankenhaus liegt. 

Auch ich vermisse die Aufgaben die er mir im Alltag gibt. 

Aber ich habe ihn Tagtäglich bei mir ich habe seinen Siegelring den er wieder bekommt wenn er gesund ist. Und wir schreiben 🖋 auch jeden Tag mit einander oder Telefonieren.

Dann fühle ich mich nicht so alleine und einsam. 

Du bist du, und nicht das Problem. Es gibt bekanntlich zu jedem Tiopf den passenden Deckel. Du hast diesen wahrscheinlich nur noch nicht gefunden. Also nicht aufgeben!!!

Ich weiß ganz genau, was du meinst. Dieses Gedankenkarussell kenne ich nur zu gut. Obwohl eigentlich nichts passiert ist, fängt der Kopf an zu analysieren und zu hinterfragen: Bin ich zu viel? Bin ich zu anstrengend? Bin ich gerade nicht gewollt? Warum kam diese Reaktion? Irgendwas fühlt sich anders an…
Mein erster Impuls ist dann leider auch oft, mich zurückzuziehen oder bockig zu reagieren. Ich muss mich ganz bewusst dazu zwingen, genau das nicht zu tun.
Ich habe das Glück, dass mein Wolf da ist. Er gibt mir Sicherheit, auch wenn mein Kopf gerade etwas anderes erzählen will. Das Gefühl verschwindet dadurch nicht sofort, aber ich lerne immer mehr, es auszuhalten und ihm nicht sofort zu glauben. Das hat mich allerdings auch schon einige schlaflose Nächte gekostet und ich schaffe es bis heute nicht immer, der Gedankenspirale zu entkommen.
Du bist mit diesem Gefühl also definitiv nicht allein.

Die kann mithin auch eine Bestrafung sein. Eine der „bösen Bestrafungen“ Im Alltag kann das sehr belastend sein. Ich denke nicht das Du das Problem bist.

Wenn du jemanden hast der dich hält. Ist es seine Aufgabe zu halten. Natürlich will man auch mal etwas Distanz, aber auch dann hat der Dom sich deiner anzunehmen. Allerdings ist es deine Aufgabe ihm zu sagen das du etwas tun möchtest um dich besser zu fühlen. Schluckst du einfach alles runter, werdet ihr nicht glücklich.

Wie ist denn die Struktur eurer Beziehung? Lebt ihr monogam zusammen, polyamore getrennt, hat er eine eigene Familie und nimmt sich nur ab und zu Zeit?

Für mich macht es einen qualitativen Unterschied, ob man an einem "ruhigen Tag" Ängste hat, obwohl man 2 Wochen vorher und nach pausenlos zusammen ist, oder, ob man die ganze Woche Zuhause nach seinem Anruf schmachtet, weil er seine Zeit lieber anders verbringt.

Ich verstehe es, aber ich habe diesen teil der Einsamkeit irgendwann in meine devotation mit aufgenommen. Wenn meine Herrin ruhe will, keine Zeit oder Lust hat so diene ich ihr am besten mit ruhe und meine emotionale Einsamkeit ist wie eine Demütigung oder ein Peitschenhieb. Das erfüllt mich wieder weil ich durch und für sie emotional einsam bin.

Am 23.8.2026 at 09:09, schrieb Mone:

Wie geht es anderen Subs mit emotionaler Einsamkeit? Fordere ich zu viel und bin zu anstrengend? Oder einfach zu schwach? Es ist schön einander zu vermissen, aber bekommt ihr für einen ruhigen Tag Aufgaben die euch das Gefühl geben wichtig zu sein. Kränkt ihr euch auch wenn ihr denk dass ihr gerade nicht gewollt werdet. Ich hinterfrage meinen Stellenwert ja leider sehr schnell und würde am liebsten kindisch reagieren und etwas anstellen oder mich trotzig zurück ziehen .. allerdings löst so ein Verhalten in der Regel nur eine Abwärtsspirale aus. Wie ist es in euren Beziehungen wenn ihr Abstand zu einander habt?

Ich war in meiner Ehe damals emotional sehr einsam und flüchtete in eine Scheinwelt wo ich immer das Gefühl hatte das ich nicht alleine bin. Jetzt ist mein Leben neu geordnet, aber manchmal denke ich dass ich einfach das Problem bin

Perfekte Harmonie und permanente Nähe ist etwas extrem seltenes würde ich sagen.

Man sollte sich nicht die Illusion machen, dass die meisten Menschen so viel Nähe brauchen oder dass sie sich wohl dabei fühlen, wenn sich der Partner zu sehr an einen klammert.

In einer Vorlesung während meinem Studium machte ein Prof mal eine sehr treffende Aussage, wie es sich bei den meisten Paaren abspielt: es ist wie wenn eine Gruppe Stachelschweine sich in einer frostigen, kalten Nacht zusammen tut, um die Nacht gut zu überstehen. Man sucht die Nähe des anderen zum wärmen, aber wenn man zu nahe kommt oder zu lange aneinander kuschelt, kommt der Zeitpunkt, an dem es unangenehm "stachelig" wird und man sucht wieder den nötigen Abstand - bis es wieder kalt wird und man wieder Nähe braucht ;)  

So verhält es sich auch in einer Beziehung zwischen Menschen. Jeder hat seine eigene Definition des "Wohlfühlabstandes" und vor allem der Zeitdauer der Nähe. Wird dieses Limit erreicht, braucht man wieder mal Abstand, dann sucht man wieder Nähe.....   langjährige Ehepaare wissen das auch, manchmal sucht man einfach nur aus Prinzip Streit - weil die Nähe zu erdrückend war. Dann hat man wieder eine Weile genug Abstand und sucht dann wieder Nähe, wenn der Abstand droht zu groß zu werden.

So habe auch ich die Erfahrung gemacht, dass "klammern" und das erzwingen wollen von Nähe genau das Gegenteil bewirkt und dass es weitaus besser ist, "den Vogel fliegen zu lassen" , denn wenn er freiwillig bleibt, dann ist dieses Bleiben auch ehrlich und nicht durch Mitleid begründet.

Vor 4 Stunden, schrieb Windgust:

Wie ist denn die Struktur eurer Beziehung? Lebt ihr monogam zusammen, polyamore getrennt, hat er eine eigene Familie und nimmt sich nur ab und zu Zeit?

Für mich macht es einen qualitativen Unterschied, ob man an einem "ruhigen Tag" Ängste hat, obwohl man 2 Wochen vorher und nach pausenlos zusammen ist, oder, ob man die ganze Woche Zuhause nach seinem Anruf schmachtet, weil er seine Zeit lieber anders verbringt.

Wir haben beide gut gefüllte und recht unterschiedliche Leben, wohnen getrennt, aber sind ein monogames Paar. D/S mögen wir, ist aber oft kaum spürbar. Wir sind nicht erstickend eifersüchtig, jeder hat Spielraum denke ich … nur das ich ein sehr romantischer, launischer Typ bin und er sehr straight und unkompliziert .. und ich war früher mehr „Kontrolle und Aufmerksamkeit“ gewohnt und tu mir nach wie vor schwer wenn wir zu „normal“ sind 🫤

(bearbeitet)
Am 23.8.2026 at 09:09, schrieb Mone:

Wie geht es anderen Subs mit emotionaler Einsamkeit? Fordere ich zu viel und bin zu anstrengend? Oder einfach zu schwach? Es ist schön einander zu vermissen, aber bekommt ihr für einen ruhigen Tag Aufgaben die euch das Gefühl geben wichtig zu sein. Kränkt ihr euch auch wenn ihr denk dass ihr gerade nicht gewollt werdet. Ich hinterfrage meinen Stellenwert ja leider sehr schnell und würde am liebsten kindisch reagieren und etwas anstellen oder mich trotzig zurück ziehen .. allerdings löst so ein Verhalten in der Regel nur eine Abwärtsspirale aus. Wie ist es in euren Beziehungen wenn ihr Abstand zu einander habt?

Ich war in meiner Ehe damals emotional sehr einsam und flüchtete in eine Scheinwelt wo ich immer das Gefühl hatte das ich nicht alleine bin. Jetzt ist mein Leben neu geordnet, aber manchmal denke ich dass ich einfach das Problem bin

Hui! Das ist ja mal ein Thema! Ich will das jetzt mal für mich (und damit auch für Dich, liebe @Mone, auseinanderdröseln. 

1. Zunächst einmal: „Ihr passt einfach nicht zusammen.“ Das macht es Dir einfache, denn dann liegt es an dem Kerl, der ist schuld, weil er sich nicht genug kümmert. 

2. „Du bist schuld“, Du willst zu viel Aufmerksamkeit, willst Deine Leere in Dir von Deinem Dom gefüllt bekommen. Also etwa so, wie es auch @Tau08 beschrieben hat. Nach meiner Erfahrung (LEBENS!-Erfahrung - bin ja schon uralt und entsprechen lebens-, aber auch selbsterfahren) sind diese Leeren nicht so einfach aufzufüllen bzw. zu verbessern oder auszugleichen, das ist ein schwerer und oft langer und schwerer Weg. 

3. Der Kerl „ist doof“. Also ganz ähnlich wie mein Punkt eins. Er ist egoistisch, denkt überhaupt nicht an Dich und lässt Dich immer wieder hängen. 

Das sind so die verschiedenen Perspektiven, die ich da bei Euch so erkenne. Jetzt musst Du abwägen, was für Dich am besten passen könnte. 

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- - - - Ich beschreibe mal meinen Weg: früher, so zw. 20 bis Ende 30 war ich ganz viel fürchterlich alleine und einsam, ich kam mir da vielfach innerlich ganz vertrocknet vor. Hab dann mit Anfang 40 „die Frau meines Lebens“ gefunden und auch geheiratet, wir bekamen unser Wunschkind ❤️, Haus gebaut - und dann nach wenigen Jahren aus der Beziehung geflohen. Anschließend immer wieder kurze Partnerschafts-Episoden (wie auch vor den Ehe), aber nie was Längeres, was fest hätte werden können. 

Wenn ich jetzt so zurückschaue, war ich - gemessen an der Normalo-Durchschnitts-Beziehung - so ungefähr der mieseste Partner, den man sich vorstellen kann. Das habe ich aber nicht so gemacht, weil ich so ein mieser Kerl bin, sondern weil ich es einfach nicht besser konnte (bzw. kann). Jetzt auf meine alten Tage habe ich festgestellt, dass ich von meiner Art, von meiner Struktur her für solche engen Beziehungen nicht gemacht bin, auch wenn ich noch so sehr will, aber ich kann es nicht

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Und was könntest DU jetzt mit Deinem Dilemma machen? Ich an Deiner Stelle würde meinem Partner von meiner Einsamkeit erzählen, aber ich würde versuchen, das möglichst sachlich zu beschreiben (es wird trotzdem noch sehr emotional werden, wetten?). Und auch nett anfragen, ober er nicht Lust hat, Dir „nette, kleine Aufgaben“ zu stellen.

Liebe @Mone, ich wünsche Dir von ❤️ alles Gute in dieser schwierigen Phase.

bearbeitet von Igel
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