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Braucht es Regeln und wenn ja wozu sollten sie dann dienen ?


Domedan

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Regeln sind ja für viele ein fester Bestandteil im D/S und Bdsm,

nun gibt es ja eine ganze Reihe eher knuffiger Regeln, wie: Das ist sein Platz, oder Das ist sein Platz an der Gaderobe, oder ähnliches.

Aber braucht es tatsächlich so viele Regeln und vor allem wozu sollen sie dienen, sich seine *Traum Sub* zu erschaffen ? Oder sollten sie dem Subbie nicht eher helfen und Unterstützen mit ihren oder seinen Bedürfnissen besser Leben zu können, mit sich selber halt klar zu kommen ?

Geschrieben

wir rollen das mal von hinten auf...

'mit sich selber halt klarkommen'- das sollte sub, BEVOR sie inne permanente machtverschiebung geht!
das setzt für mich einfach n gewisses 'gefestigt-sein' voraus


regeln der regeln wegen find ich persönlich genauso albern wie aufgaben der aufgaben wegen a la 'und nu sammel die packung tiefkühlerbsen mit dem mund auf'-
sowas kann ich weder ernstnehmen, noch seh ich darin irgendeinen sinn!
alltagsregeln, rituale sind für mich in erster linie ausdruck der machtverschiebung iwo, klar..aber eben auch strukturierung und dadurch sicherheit

von daher ja- sie sollten individuell unterstützend sein

und dazu gehört für mich auch die gemeinsame festlegung, zumindest der grundsätzlichen regeln-
denn wenn ich nich weiss, was er mit xy überhaupt bezweckt, wie soll es mich dann weiterbringen?
oder auch-
wie soll ich dinge ernstnehmen können, die mir absolut widersprechen vom denken her

und wieso, nich zuletzt, sollt ich mich auf wen einlassen, der mich einfach nur umkrempeln will?

Geschrieben

Guten Tag zusammen,

wie praktisch, dass ich die Antwort auf diese Frage original aus meinem heutigen Beitrag in einem anderen Thread hier hineinkopieren kann:

Zitieren

Optimalvorstellungen und Definitionen aufschreiben, das können die Meisten wirklich ganz toll. Die wahre Größe des Einzelnen zeigt sich aber darin beharrlich und konsequent zueinanderzustehen, wenn die Realität uns zeigt, dass alle Optimalvorstellungen und Defintionen mit der Realität, wie wir sie täglich erleben rein gar nichts zu tun hat.

Oder mit anderen Worten Regeln ergeben erst dann einen Sinn, wenn sie auch wirklich sinnvoll sind.

Mr I.

Geschrieben

Gibt es nicht immer regeln wenn Menschen zusammen sind? 

Muss dom sie manifestieren um sich zu formulieren? D.h.: seine Position durch regeln klarstellen? 

 

... Ja, einige schon denke ich.

Geschrieben
vor 4 Stunden, schrieb FEEL_MORE:

... Ja, einige schon denke ich.

Betrachten wir es doch zunächst im Metakontext:

Damit das gesellschaftliche Zusammenleben funktioniert, haben wir jede Menge Gesetze und ein beachtlich großer Teil dieser Gesetze (alias: Regeln um das gesellschaftliche Zusammenleben zu ordnen) sind durchaus sinnvoll.

Und damit sind wir wieder bei meinem Anliegen: Wieviele und welche Regeln sind im persönlichen Zusammenleben einer partnerschaftlichen Beziehung sinnvoll?

Meiner Meinung und Erfahrung nach ist es bedeutend sinnvoller und zielführender, wenn Regeln gemeinsam und mit großem gegenseitigen Respekt aufgestellt werden. Darüberhinaus müssen diese Regeln immer wieder hinterfragt und gegebenenfalls angepasst werden. Das Rexht zu hinterfragen haben alle Beteiligten.

Doms die sich á la FSoG in ihr stilles Kämmerlein zurückziehen und dort einen "Vertrag" formulieren, der es vom Umfang mit dem bürgerlichen Gesetzbuch aufnehmen könnte, haben meiner Meinung nach nicht im Entferntesten verstanden, worum es in einem D/s-geprägten (Liebes-)Verhältnis geht.

Souverän ist der/ die Dom(se), der seiner/ seinem sub grundsätzlich das Recht gibt Regeln zu hinterfragen, sich gesprächsbereit zeigt und dann im gemeinschaftlichen Sinne eine für alle Beteiligten zufriedenstellende Lösung findet.

Schließlich sollte sich jede/r Dom(se) darüber im Klaren sein, dass wir alle Menschen sind und irren urmenschlich ist. Der Dom mit seinem kilometerlangen Regelwerk kann also nur im Irrtum sein.

Geschrieben
vor 18 Minuten, schrieb Mr_Insistence:

Doms die sich á la FSoG in ihr stilles Kämmerlein zurückziehen und dort einen "Vertrag" formulieren, der es vom Umfang mit dem bürgerlichen Gesetzbuch aufnehmen könnte, haben meiner Meinung nach nicht im Entferntesten verstanden, worum es in einem D/s-geprägten (Liebes-)Verhältnis geht.

Vor allem da wäre ein zu starres Regelkorsett hinderlich, aber man(n) muss wohl auch schon mal eine Beziehung versemmelt haben weil Dom sich zu sehr auf seinen *Lorbeeren* ausgeruht hat um das zu verstehen ;)

Geschrieben

da bin ich bei dir, @Mr_Insistence
schrieb ich ja auch bereits in meinem comment...

iwelche 08/15 regeln, weil er es halt kann- das iss blödsinnig und geht auch völlig am sinn vorbei

@FEEL_MORE-
'muss' er seine position so klarstellen- nein...das sollte er nich nötig haben
dennoch geben klare regeln eben auch dem passiven part sicherheit...sie strukturiern das ganze..von daher sind manche regeln sinnvoll *find

Geschrieben

Regeln verleihen auch Sicherheit, und wenn es durch Routine ist. Wir hatten den treat Rituale ja schon ein paar Mal, aber das sollte hier ja nicht schon wieder Thema sein. Unterscheiden wir zwischen allgemeinen Regeln ( z.b. kein Alkohol im Seil) und "nurso" regeln ( zu Hause ohne Unterwäsche)?

 

 

Geschrieben

würd ich aber beides unter alltagsregel verbnuchen, also dinge, die halt immer gelten...jeden tag, so entsprechende situation entsteht
von daher schwer für mich zu trennen grad, was für dich orein gehörn würd, weisste

und da gehts viel auch um routine ja..grad, wenn auch zeitgebundene regeln

treat wär ja eher richtung aufgabe, einmalige ansage oder so...öööh^^

Geschrieben (bearbeitet)

Bin grundsätzlich kein Freund von Regeln, auch zu wechselhaft und eher aus Lust & laune agierend von daher "Regeln ? Nö !". Nicht zu verwechseln mit fehlenden Prinzipien, da hab ich einen ganzen Sack von voll.

Und das spiegelt sich auch im BDSM bei mir wieder, es kommt aber auch sehr drauf an. Bei einer Petplayerin als Hündchen sind konstante Regeln halt schon fester Bestandteil, ähnlich wie mit der realen Hundehaltung. Im "normalen" BDSM und auch in einer D/S Beziehungsform, stehen mir allerdings die eigenen konstanten Regeln und auch wie eine Beziehung sich weiterentwickeln kann, irgendwann im Weg. Und bevor man dann Regeln in und ausser Kraft setzt, am Besten gleich weglassen. Aufgaben und Rituale fallen da jetzt auch mal nicht rein.

Konstante Regeln sind für mich also "meh". Temporär haben sie ihren Reiz. Also für einen Abend zum Beispiel, gerade wenn man in die Öffentlichkeit zum Beispiel zum Essen, Shoppen, Veranstaltung oder Feiern geht, und das gar nicht jetzt auf der SM Fete sondern wirklich in der "Normalität". Auch zeitweise über längeren Zeitraum als Belustigung oder Strafe finde ich "Regeln" gut.

Aber als Konstante, wo man dann Nachschlagen muss im Regelkatalog was man vielleicht mal aufgestellt hat irgendwann... nein danke. Das sind auch für Dom eigentlich selbstauferlegte Fesseln...

bearbeitet von AndersimNorden
Geschrieben
vor 4 Minuten, schrieb AndersimNorden:

Aber als Konstante, wo man dann Nachschlagen muss im Regelkatalog was man vielleicht mal aufgestellt hat irgendwann... nein danke. Das sind auch für Dom eigentlich selbstauferlegte Fesseln...

tja..
wenn man regeln der reglen wegen aufstellt und sie sich deshalb nich merken kann, tut mir's echt leid^^
aber das kann ich eh nich ernst nehmen!
denn, wenn regeln sinn haben, logisch sind für die involvierten, müssens die nichma aufschreiben, denn es kommt aus ihnen selbst, so zu agiern

'zeitweise' als belustigung, strafe'?
versteh ich nich, was du meinst

Geschrieben

@towel

Du weisst das der "Regelkatalog" bildlich gemeint & überspitzt war oder ?

Ansonsten lass mal deine Fantasie spielen, als Tip, die bei mir ja nicht vorhandene Leidenschaft für Erniedrigung und Demütigung ;-)

Geschrieben
vor 59 Minuten, schrieb AndersimNorden:

@towel

Du weisst das der "Regelkatalog" bildlich gemeint & überspitzt war oder ?

Ansonsten lass mal deine Fantasie spielen, als Tip, die bei mir ja nicht vorhandene Leidenschaft für Erniedrigung und Demütigung ;-)

schätzelein- n regelkatalog iss leider nich überspitzt...denk nur an die 'strafbücher' die viele haben..etc

zudem ich ja nu bewusste erniedriedigung/demütigung als rollenspiele anseh!

ne antwort auf meine nachfrage seh ich da aber nich
oder meinst nu reine spielerei?
dann sinds keine regeln, nix, was ernsthaft zählt

Geschrieben

@towel Wenn dir die Antwort nicht reicht, kann ich dir nicht helfen, aber auch ein Strafbuch ist "Spielerei" und wenn du es genau betrachtest ist alles im BDSM "Spielerei" die nicht ernsthaft zählt. Der Grund und die Empfindungen bzw "realen" Veranlagungen warum man "spielt", darüber kann man streiten.

Wenn du "ernsthaftes" betrachten willst, nun weltweite Zwangsprostitution und Zwangsarbeit, afrikanische Haushaltshilfen in Kuwait oder den Emiraten, "Sklavenhandel" in diversen Krisengebieten bis hinzu Mythen wie Red Rooms, Snuff Material oder "Hostel" ähnlichen Geschichten.

Hat mit BDSM nur gar nicht zu tun, denn BDSM beruht immer noch auf Freiwilligkeit oder wie war das noch ? Und so hab auch ich eine Erinnerungsbox (ja auch Männer haben solche Grabbelkisten) in der irgendwelche "Verträge" und "Strafbüchern" vergilben und anfangen sich zu zersetzen. Muss echt mal Aufräumen. War in den jugendlichen Anfangsjahren eine Orientierungshilfe, ein Teil meiner Reise, bis ich für mich erkannte und/oder beschloss das ich diese "Illusionen" & "Spielerein" nicht mehr brauche.

Und genauso ist es mit konstanten Regeln passiert.

Wenn diese Illusionen für dich ein "ernsthafter" Teil sein sollten auf deiner Reise, bitte dann ist das okay. Für mich war es nur eine "Station" und ich gehe einen anderen Weg, oder aus meiner Sicht: Ich bin nicht stehengebleiben oder denke ich habe mein Ziel erreicht. Denn nur tote Fische schwimmen mit dem Strom...

Geschrieben

weisste nordlicht,
was du nich verstehst grad..oder generell-
dasses nunmal 24/7er gibt! dass wir n regelwerk nich als spiel sehn...genausowenig wie ne strafe evt

sehn wir es ernsthafter- ja!
kannst du dies ernsthaft sehn, uns respektiern? das iss die preisfrage
denn bisher kannst das augenscheinlich nich

fichte fragte nach regeln und ob erstrebenswert..
ein nein von dir hätt auch gereicht..und im übrigen muss ich keine 'fantasie spielen lassen', denn wenn, dann leb ich so!
zudem ich bezweifle, dass 24/7 per se zum 'strom' gehört^^

@AndersimNorden

Geschrieben (bearbeitet)

@towel Mal Butter bei den Fischen.

Die Büchse der Pandora zu öffnen sollte man sich wohl überlegen. Und das ich sowas hier nochmal von mir gebe...

Nicht jeder kann/will es umsetzen ein Leben wie "Greyhound" und ihr "Halter" es tun und es noch entsprechend öffentlich präsentieren.

Auch ist die Definition 24/7 was D/S Beziehungen engeht, NUR die Spitze des Eisberges wenn du über "ernsthafte" D/S Beziehungen sprichst. 24/7 ist nur der "Schrank" für die Schubladen von EPE, TPE, Debris, Cis und sonstigen Untergruppen die diese "bekloppten Aussenseiter" sich ausgedacht und definiert haben um sich noch mehr abspalten müssen von den ganzen "24/7 Spielern" und der "normalen" BDSM Szene. Wieviel du in der zivilisierten Welt und Gesellschaft davon "real" umsetzen kannst als "normal" BDSMler steht nochmal auf einem anderen Blatt, das steht die Gesetzgebung teilweise auch im Weg genauso wie das "normale" Leben, nicht umsonst sind einige Beziehungsformen mehr Mythos seid Jahrzehnten in der Szene. Wenn überhaupt "online", findet man diese Kreise nämlich nicht im normalen Surface Web.

Bist du markiert, vielleicht über den ganzen Körper ? Bodymodifications ? Trägst du ein Stahlhalsband mit permanent Verschluss ? Wenn ja schön für dich, also relativ wenn man damit glücklich ist. Das bezweifle ich persönlich aber bei diversen Kommentaren von dir. Zuviel selbstbestimmung und Freiheiten...

Wenn nicht, denke nochmal drüber nach über wieviel "ernst" wir "hier" reden... jemand der eine Cis Beziehung (wenn man dann noch von Beziehung reden kann) anstrebt oder sogar betreibt, lacht über dein 24/7 weil es in dessen Augen ein "Spiel" ist.

bearbeitet von AndersimNorden
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