Jump to content

Wie steht ihr zu BDSM Coaching?


Ga****

Empfohlener Beitrag

Hi hi, tatsächlich ist das ein Thema das mich selber schon beschäftigt hat. Uff ich habe selbsternannte Coaches kennengelernt, die für mich ein Verhalten an den Tag gelegt haben, die ich noch nicht einmal einem guten Dom zuschreiben würde. Zu wissen, dass sie als Coach aktiv sind, bereitet mir eher Bauchschmerzen.

Gut, was können sie Neulingen beibringen? Wohl die groben Techniken - wie man schlägt, fesselt etc. Aber die Mentalität, das Gefühl, die Hingabe - da gibt es soviele Unterschiede zwischen uns allen wie es Menschen gibt.

Wenn ich mich in etwas coachen lassen würde, würde ich nicht nur nach spezifischen Coaching-Angeboten suchen. Ich würde mich in der Szene umhören und umsehen, nach normalen Doms mit einem guten Ruf Ausschau halten. Jemand der es mit Hingabe macht, will diese auch in der Szene wiederfinden und trägt bestimmt gerne dazu bei indem er sich von dir eine Weile begleiten lässt.
Ansonsten gibt es für die groben Techniken Workshops 😉

'Dom durch und durch' und 'die Subs waren ihm nichts wert' , ich sach ma...das hinkt für mich ein wenig. Zu sehr.

Den Preis finde ich gut. Ich mag, wenn Menschen mit ihrem Tun gut verdienen.

Noch besser finde ich,  wenn das Tun dann auch noch gut ist.

 

Wenn es ein/e vielseitige/r,  gute/r und erfahrene/r® Top ist,  frei von Begehrlichkeiten der eigenen Kundschaft gegenüber, dann spräche nix für mich dagegen,  dass diese Person sich Submenschen annimmt. 

 

Grundsätzlich sollte Coachperson natürlich maximal scheuklappenfrei sein.

 

 

 

Ich kann dem Coaching auch nichts abgewinnen und schon recht nicht, wenn er Geld kosten soll.
Im BDSM kommt man an körperliche Grenzen und dann ist es sinnvoll im Medizinischen zu erfahren wie man mit diesen umzugehen hat.

Da sollte man aber auch schon mal den gesunden Menschenverstand einschalten, das hilft auch sehr. Wenn der DOM sein Spielzeug vielleicht auch mal an sich selber ausprobiert, sind es auch Erfahrungen die nützlich sind.

Aftercare ist genauso ein Thema. Sollte man auch mal drüber nachdenken und Empathie walten lassen. Ist natürlich bei DOMs die ihren Minderwertigkeitskomplex ausleben weniger ein Thema, aber bei diesen Arschlöchern sollte SUB auch nicht ihre ersten Erfahrungen machen.

Also, wenn beide Seiten Spass am Thema haben und viel reden, braucht man keinen Coach.
(bearbeitet)

Als Coach würde ich als erstes sagen, bitte schreibe DOM nicht immer in Großbuchstaben. Das sieht im Text irgendwie seltsam aus.^^

Spaß beiseite. Ich habe mich schon mit Doms unterhalten die ein paar Lehrstunden bei einer Domina gebucht haben. Da ging es dann tatsächlich um Praktiken, um Risiken, um Anatomie. Finde ich völlig legitim denn die Damen wissen in der Regel was sie tun. 

Kurse besuchen für bestimmte Praktiken die einen interessieren finde ich auch in Ordnung. Auch wenn es für alles Mögliche heute ein YouTube Video gibt, bin ich dann doch eher dafür sich an Profis zu halten deren einzige Refferenz  nicht nur ein Youtube Kanal ist. 

Das beschriebene Szenario des Coaches der für 1500€ eine unrerfahrene Sub bespielt...der ganze Satz wäre für mich schon eine Red Flag.

Erinnert mich an einen Fesselstammtisch den ich mal besuchen wollte und dessen Veranstalter mir über Tage hinweg per PM erzählt hat wie er sich freut mich fesseln zu dürfen. Funfakt, ich hatte mehrfach erwähnt das ich lernen möchte zu fesseln und nicht gefesselt werden. ^^ Natürlich bin ich nicht hingegangen.

Wenn jemand völlig neu ist und sich Anleitung vorstellen kann, würde ich ein Mentoring empfhelen. Und zwar ein theoretisches. Für alles was die Praxis betrifft gibt es offizielle Kurse die man auf offiziellen Seiten buchen kann. 

bearbeitet von Gelöschter Benutzer
Also Workshops für bestimmte Techniken wie Fesseln und Bindetechniken macht Sinn, das sind aber keine privaten Coaching-Sessions.

Ansonsten gilt für mich, dass man als Dom in jeder neuen Dynamik auch wieder neu lernen muss.
Und macht das gemeinsame Entwickeln nicht auch einen großen Teil des Reizes aus? Den Gegenüber und sich selbst zu erkunden und die Verbindung Stück für Stück zu verinnerlichen?

Fertig wird man sowieso nie, schließlich sind wir Menschen keine statischen Wesen, wir verändern uns, wir entwickeln uns weiter, und so muss man auch seine Dynamik permanent weiterentwickeln.
Also ich kenne in der Tat männliche Coach,welche für ihre Beratung Geld nehmen.
Allerdings so ganz offiziell mit Steuernummer und Co.
Bei Paaren, egal wer der Submessive Part ist, wird geschaut wie der Stand ist und welche n Weg man zum Ziel einschlagen könnte. Dazu werden Praktiken gezeigt.
Beide sagen, professionelle ist es, wenn es Spaß macht zu sehen, wie geehrtes aufgenommen wird. Spaß ja, Gefühle nein.

Einige bieten auch Seminare an, welche Techniken vermitteln.

Skeptik ist dann angebracht, wenn selbst ernannte Dom's ihre Dienste des coachings anbieten und diese nicht einmal benennen können, wer Erfahrungen bestätigen kann.
Sobald hier Geld 💰 ins Spiel kommt, ist es nicht mehr echt. Finger weg.
Ist auch völlig unnötig. Es gibt genügend kostenlose Alternativen.
Kommt darauf in was coachen - Bondage coaching z.B. richtige Knoten, wo man die setzen darf und wo nicht etc. kann sinnvoll sein, genauso wie gezeigt bekommen wie Schlagwerkzeuge benutzt werden das sie den korrekten und kontrollierten Effekt haben usw. halte ich für sinnvoll. Eine session coachen ist glaub ich nicht das was gefühlt der richtige Weg ist.

Für mich steht im Vordergrund, dass ich mit meinen Spielwünschen einen anderen Menschen gefährde(n könnte), körperlich wie auch psychisch!
Allein das erscheint mir schon als guter Grund, sich tiefgehend zu informieren. (vs. hab ein Video gesehen, will es jetzt direkt auch mal machen)

Ich stimme den Vorredenden zu - es riecht verdammt nach Machtmissbrauch, jemandem diese Erfahrung in einer Session 'nahezubringen'. Dennoch glaube ich, dass gerade submissive Einsteiger:innen durch Coaching in die Lage versetzt werden, Schwätzende/Möchtegerns von sich fern zu halten. (Wenn ich allein an das Modell-Coaching für Shibari denke - no chance ohne Hintergrund!)

Man kann wohl gar nicht genug Erfahrung (eben auch von anderen) sammeln - es sorgt immer wieder für ein kleines bisschen Verbesserung dessen, was man liebt und macht. Und, machen wir uns nichts vor - es gibt sehr clevere Arschlöcher da draußen, die gerade Einsteigenden so richtig was vom Himmelsjahrmarkt erzählen.

Ich bin fest überzeugt, dass das zentrale Element eines Coaching-Angebots die 'Ermächtigung' sein sollte. 
Coaching bedeutet bei mir, Begleitung zu bieten, während jemand in unbekanntes Terrain vorstößt. Grundsätzlich - Dickes Ja zu Coachings. 

Allein grobe Inhalte sind schon endlos:
- Kommunikation
- Fesseln 
- Schlaginstrumente/-techniken
- Rezeptoren/Energieflüsse/Druckpunkte
- Hormone/Nerven/Muskeln/Gelenke/Verletzungen/Traumatisierung
- Dom-/Sub-Drops
- Sicherheit/Materialien
- Umgang mit Traumata, bekannt oder unbekannt
- Selbstregulierung
- Materialien/Hygiene
- Inspirationen/Spielarten

Und alle Themen sind immer, immer von allen Seiten zu sehen - schon haben wir ne Menge wichtiger Coaching-Inhalte.
Und die sind natürlich nicht geschenkt, aber ein riesiges Geschenk für die gesunde Entwicklung. Naja, und ich seh hier eher das Thema Persönlichkeitsentwicklung, nicht nur Schlagtechniken...
 

Vor 1 Stunde, schrieb Skinscan:

'Dom durch und durch' und 'die Subs waren ihm nichts wert' , ich sach ma...das hinkt für mich ein wenig. Zu sehr.

Den Preis finde ich gut. Ich mag, wenn Menschen mit ihrem Tun gut verdienen.

Noch besser finde ich,  wenn das Tun dann auch noch gut ist.

 

Wenn es ein/e vielseitige/r,  gute/r und erfahrene/r® Top ist,  frei von Begehrlichkeiten der eigenen Kundschaft gegenüber, dann spräche nix für mich dagegen,  dass diese Person sich Submenschen annimmt. 

 

Grundsätzlich sollte Coachperson natürlich maximal scheuklappenfrei sein.

 

 

 

Eine Session finde ich in dem Context trotzdem verwerflich. Egal wie gut der Coach ist. Den an sich geht es bei einer Session um die tiefe Verbindung zweier Personen... Alles andere ist einfach nur eine Fickdienstleistung.

Fällt unter Sexworker, fraglos.

Dann ist einfach die Bezeichnung Coaching nicht korrekt.

Es gibt ja auch Menschen, die den Begriff  Mentoring dehnen.

 

Wenn sich jemand so eine Dienstleistung kauft, zu so einem Kurs, gehe ich davon aus, dass Infos zu einem gewissen Umfang der Inhalte eingeholt wurde. 

 

 

@Gaboresk wer bietet denn diese Coachingsessions an?

Kein Link - der Name des Studios reicht schon. Ich würde gern mal schauen, ob du da nicht nur einfach etwas falsch verstanden hast. 

Ich möchte hier niemanden bashen da ich es selbst ja nicht erlebt habe und ich habe besagten Subs auch versprochen nicht zu erwähnen von wem ich hier rede sorry. Aber es gibt wohl einige fragwürdige Coaches da draußen...
vor 3 Minuten, schrieb Gaboresk:

Ich möchte hier niemanden bashen da ich es selbst ja nicht erlebt habe und ich habe besagten Subs auch versprochen nicht zu erwähnen von wem ich hier rede sorry. Aber es gibt wohl einige fragwürdige Coaches da draußen...

Da bin ich nun etwas im Zwiespalt.
Natürlich ist es gut das du die Privatsphäre dieser Subs wahren willst. 
Ich wüsste dennoch gern ob es sich bei diesem Coach um jemanden von hier handelt und ob er seine Dienstleistung hier anbietet denn in diesem Falle müsste er sein Profil auch entsprechend auf Dienstleistung umstellen falls er dies nicht bereits getan hat.

Ein einfach ja oder nein ohne Namen zu nennen reicht mir erst mal. 

×
×
  • Neu erstellen...