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Euer BDSM im Wandel der Zeit!


Ei****

Empfohlener Beitrag

Ich habe nie Ziele verfolgt oder Dinge vorausgetzt. Für mich was und ist BDSM immer noch Progression mit der Partnerin. Viele Dinge sind erst nach Jahren klarer für mich geworden. Zum Beispiel gebe ich mich nicht den Vorstellungen und Schubladen anderer hin, meine Partnerin und ich erleben "unser" BDSM. Ich muss es nicht nach außen tragen, war auch seit ich angefangen noch nie der Fall. Für mich ist dieses unbedingte Öffentlich zur Show stellen schlicht nichts was mich interessiert. Vereinfacht könnte man sagen das Dynmaik und Chemie schon immer entschieden haben was passiert oder was nicht.

Ein klasse Thema, danke dafür. Ich bin ja schon sehr lange dabei. Und wenn ich von meinen Anfängen, mit zarten 16 Jahren, der wirklich leben mit 30 bis heute schaue.... dann stehe ich heute wo ich nie gedacht habe zu sein.

Ich bin erwachsen geworden, gewachsen an den positiven aber auch durchaus negativen Erfahrungen. Dachte ich Anfangs rein devot zu sein, so hat es nicht komplett verändert als ich die Lust am Schmerz entdeckte. Und es war wirklich eine Entdeckung. Und ich entdecke mich immer noch neu. So durfte ich vor kurzem meine erste Shibarierfahrung machen, davor hätte ich Stein und Bein geschworen das es nix für mich ist. Ich wurde eines besseren belehrt und freue mich auf weitere Erfahrungen in der Richtung. Was für mich der Unterschied ist, das ich genauer weiß was ich will, und trotzdem offen bin für neues. Das ich auch auf mein Bauchgefühl, meine devoten Antennen vertraue... wenn die nicht klingeln... dann geht halt nix. Und es muss nicht mehr höher, schneller weiter sein...es darf es sein, aber manchmal ist wenoger mehr

Moin,.danke für die "Likes" nur bringen duese das Thema nicht weiter.

 

@Wolf3101,

Danke das Du deinen Standpunkt zu deinem BDSM dargelegt hast, aber in der Schule würde es heißen " 6, Thema verfehlt".

Um es mal freundlich auszudrücken.

Der Weg bis ich zum bdsm kam, war ein wenig "holprig" und da setze ich nun mal nicht an. 

Anfang 30 habe ich dann mit bdsm begonnen. Hier wissen ja einige, dass unser 1. Treffen bereits eine Langzeitsession über ein verlängertes Wochenende in "Gefangenschaft" war. Tränen, Spuren, keine Privatsphäre, Badezimmerschlüssel entzogen usw. Ich schlief direkt gefesselt und in Zwangsjacke. Die eine Nacht in einer Mülltüte. (nicht über dem Kopf natürlich). 😔 Das hat mein Herr einfach gemacht. Mich abgeduscht wie er lustig war, vermessen und überhaupt was er wollte. Das spielte alles direkt eine Rolle. 😅 

Unser 3. Treffen war in einem bdsm Haus. Stammtisch und anschließend Play. Mein Herr steckte mich vor anderen in den Pranger, zwei Femdoms hatten mich dann auch noch bearbeitet. Nackt im Käfig sitzen vor den anderen. Dann ging es in den Keller zur Seilwinde. Eine Konstruktion mit Klammern hat mein Herr gemacht und die anderen noch geholt, um sie denen zu zeigen, da hing/stand ich erniedrigend, gebeugt und mit Spuren da... In der Zelle verweilen, bzw. im Liegekäfig, den gab es innerhalb der Zelle nochmal. 

Er hat sich letztens mit einem Dom unterhalten, der ein ausgebautes bdsm Haus mit Zellentrakt hat und Partys macht, gerne können Subs da auch nächtigen. Er hätte zwar viele Anfragen und die Leute fänden das zwar alle total "geil"... Real da drin nächtigen möchte dann allerdings kaum niemand. Mein Herr meinte zu mir: "das ist doch kein Problem. Ich würde dich da sofort in der Zelle nächtigen lassen!" 😅🙈 Aber real scheinen das dann doch die meisten nicht zu wollen. 

vor 18 Stunden, schrieb Einfach-Ich:

Aber wie sieht es in der Realität aus. Viele Jahre BDSM, wie ist der Unterschied zum BDSM nach den ersten 1-2 Monaten/Jahren und heute?

Einige haben offen geschrieben, BDSM Möbel, Vorrichtungen für BDSM wären nicht nötig, einige schrieben, BDSM außerhalb der Häuslichkeit, undenkbar, genauso wie Spiele mit Personen außerhalb der Partnerschaft.

Was hat sich ausgebaut? Wohl die Stromfunktion im KG, immer wieder gerne genutzt. Natürlich auch Outdoor Sachen, Veranstaltungen usw. Erweiterungen und Ergänzungen, aber die hatten wir halt auch schon von Beginn an. Es kamen halt immer Dinge "hinzu" oder wurden mehr und mehr erweitert, mehr angeschafft usw. Erfahrungen mit Nadeln, Shibari mal mehr probiert oder Klinik, wo er Femdoms kennt (aber eher als Randbereich). 

Das alles war allerdings schon immer irgendwie bdsm. Und nicht die riesen Steigerung. 🤭 Was das Spiel mit anderen betrifft und mögliche Fremdbenutzung/Verleih usw. sicher. Und auch eine Sklavenauktion kann ich mir mal vorstellen. Das nächste größere Event wird erniedrigender vor anderen, ich habe da nur eine Nummer und keinen Namen usw. 

Diese normalen SM Clubbesuche machen wir ohnehin und seit jeher. Das ist ja auch immer wieder toll. Und vor einer Herrenrunde knien oder so, ist jetzt ziemlich normal für mich. 

Der Unterschied? Vielleicht so 20 % Steigerung? 😅 Aber im Prinzip haben wir ja schon mit bdsm angefangen, was schon von Beginn an irgendwie halt ganz ordentlich war. 

Schon in meiner Jugend war das real. Nur wusste ich nicht wie das heißt oder was das ist. Wir lebten uns einfach aus ohne das wir eine Anleitung hatten.

Genau das gleiche wie Bi, es gab selbst in der Bravo nur Hetero oder Homo.

Damals dachte ich ernsthaft, ich bin Schwul, obwohl mich Mädels ebenfalls angemacht hat.

Daher ja es gibt Menschen die hatten das immer schon in sich. Nur sich selbst das zuzugeben war schon schwer, wer will schon pervers sein. O Ton meine Eltern bei beidem! 🤮

Hat lange gedauert, bis man mit beidem mit sich selbst im Reinen war.

(bearbeitet)

jack@jackXjacqueline:

Ich praktiziere nun seit etwa fünf Jahren BDSM mit meiner Partnerin und heutigen Sklavin @slavejaykay. Sie ist devot-masochistisch und hatte schon zuvor in der Vergangenheit ein paar Erfahrungen gesammelt, den Großteil haben wir aber gemeinsam gemacht. Meine Anfangszeit war geprägt davon, dass ich mich zunächst in meine Position (ich bin dominant-sadistisch) finden musste. Ich hatte mich bis dahin nie mit BDSM auseinandergesetzt, andere Dinge waren wichtiger gewesen, und auch meine Sozialisation stand mir hier und da in manchen Aspekten anfangs im Wege, sodass ich ein, zwei Dinge für und über mich erst mal neu lernen musste.

Über die Jahre haben wir gemeinsam unsere Neigung entdeckt, ich habe mir das Fesseln angeeignet, Schlagwerkzeuge erworben und selbst hergestellt, uns ein Andreaskreuz gebaut, das ein oder andere Experiment gewagt -- BDSM wurde zu einem wesentlichen Teil unseres Alltags (wir leben mittlerweile TPE). Ich habe es auch in mein künstlerisches Schaffen integriert und tobe mich da im Rahmen meiner Möglichkeiten frei aus. Auch setze ich mich philosophisch mit BDSM auseinander, allein um für mich eine strukturelle Ordnung zu erarbeiten auf der ich meine Maximen dazu aufbaue. Es ist eine stetige Weiterentwicklung, momentan reizt es uns beispielsweise, uns mehr mit Nadeln auseinanderzusetzen, etwas, das ich am Anfang für mich eher ausgeschlossen hatte. Und mittlerweile lasse ich sie, obwohl das eher ein nebensächliches Ansinnen war, regelmäßig auf nicht-sexuelle Weise fremdbenutzen. Für die Zukunft halten wir Ausschau nach einer zweiten Sklavin (bzw. mindestens Submissiven), zum einen für mich, zum anderen für meine Sklavin, sodass sie ihre dominant-sadistische Seite gegenüber Frauen ausleben kann. Aus unserer Konstellation heraus (gefestigtes BDSM-Paar) gestaltet es sich aber als schwierig, eine in unserem Aktionsradius zu finden, die daran interessiert ist und sich dafür begeistern lässt.

Und ansonsten? Mal schauen, was die Zukunft so bringt. Manches, was heute undenkbar ist, muss es nicht zwangsläufig für die Zukunft bleiben. Ein Wandel ist immer möglich, wobei ich finde, dass man sich immer die Frage stellen muss, ob man etwas tun sollte, nur weil man es könnte. Nicht jeder Wandel ist notwendig und bringt einen voran, weder persönlich, noch gesellschaftlich.

bearbeitet von jackXjacqueline

Ich bin sehr früh damit in Berührung gekommen, ohne dass mir klar war dass das BDSM war. Meine ersten Erfahrungen waren einseitig, hard und unkonventionell. Anders als heute wo man mehr Rechte hat und diese auch einfordert. Für mich gibt es klare Unterschiede von früher zu heute. In den Anfängen würde ich mich eher als Sklave und unterwürfige SUB deklarieren. Ich habe eher auf Befehle gewartet, ausgeführt und mich zur Verfügung gestellt. Was gesagt wurde war Gesetz. Bestrafung oder auch Degradierung gehörte zur Tagesordnung. Aber halt nicht so eine softe Degradierung wie ich es heute oft auf BDSM Partys sehe. Ich habe oft Verletzungen davon getragen. Ob Psychische oder Physische, einige sind immer noch da. Wenn man jetzt sagt, dann hättest du halt aufgehört, wenn du das nicht willst, dass liegt hier wohl der große Unterschied zu heute. Damals war es anders. Damals war das Rollenverhältnis und miteinander noch nicht so aufgeklärt wie heute oder ich einfach in den falschen Kreisen unterwegs. Ich war gehorsam gewohnt und aushalten und ich habe da meinen Reiz draus gezogen und es gebraucht.
Heutzutage mit meinem neuen Partner lerne ich eine andere Art von BDSM. Eigentlich ist es indirekt das selbe wie früher, nur viel sicherer und in einem Rahmen in dem ich jetzt aktiv auch zeigen gelernt habe, was ich "nicht" möchte. Ich habe gelernt dass ich sein darf wie ich bin und es für alles eine Lösung findet. Dass meine Vorstellungen und Wünsche von unmoralischen und verwerflichen Rollenspiel-Situation vollkommen in Ordnung sind und meine Sehnsüchte dahinter erkennt und es jetzt Möglichkeiten gibt diese auszuleben. Ich kann also von mir selbst behaupten dass das BDSM sich für mich in soweit verändert hat, dass ich jetzt zu mir selbst stehen kann und es auf allen Ebenen genießen kann und neues jetzt gerne ausprobiere und es mir keine Angst mehr macht sondern ich weiß dass ich aufgefangen werde.
Das was sich am meisten verändert hat, über die letzten Jahre ist das offene, vertrauensvolle und rücksichtsvolle miteinander.

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