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Fehlt der Konsens?


Si****

Empfohlener Beitrag

Vor 6 Minuten , schrieb Tini89:

Liebes Schneeflöckchen,

ich fände es schön, wenn man mir nicht unterstellt, dass ich Opfern Schuld an Missbrauch gebe.

Wir reden hier nicht von Missbrauch, hoffe ich doch zumindest, sondern um gemeinsamen Spaß mit Gleichgesinnten. Die Spielarten sind teilweise extrem und können, wenn wir den Bereich des Wollens verlassen, massive psychische Narben hinterlassen. Eben weil es ein Unterschied ist, ob ich Sex mit einem Fremden habe während mein Dom zuguckt und ich das toll finde, oder ich befinde mich gerade für mich in einer echten ***ssituation. Missbrauch findet hier aber erst statt, wenn ich für alle klar kommuniziere, dass ich das hier gerade nicht will und es wird weiter gemacht - wenn ich das aber nicht kommuniziere, kann keiner riechen, dass ich das nicht will.
Kannst du als Sub nicht kommunizieren, was du möchtest, kannst und willst, dann hast du im BDSM Bereich nichts verloren. Das hat auch was mit Selbstverantwortung zutun. Doms sind keine Gedankenleser. Wenn du so instabil bist, dass du erst hinterher oder im Zweifel nie sagen kannst, dass bestimmte Spielarten für dich schlimm sind, dann verurteilst du deinen Dom dazu in deiner Geschichte ein Vergewaltiger und ***r zu sein, ohne, dass er da überhaupt was dafür kann.

Ich bin die Letzte, die Leute in Schutz nimmt, die klare Kommunikation ignorieren und einfach weiter machen. Aber dein Dom muss sich trotzdem darauf verlassen können, dass du eine Situation stoppst, bevor etwas für dich in ein Trauma eskaliert.

Das stimmt, in den meisten Punkten gebe ich dir Recht.

Gemeint hat Schnee aber, dass es Situationen gibt in denen Sub nicht mehr reagieren KANN. Warum das so ist ist unterschiedlich. Kann ein Trigger sein, Überforderung, Sub-Space, etc.

Wenn so eine Situation passiert muss sich Sub darauf verlassen können, dass Dom das auch wahrnimmt. So eine Situation kann immer passieren, natürlich kann man das Risiko gering halten, aber passieren kann es trotzdem. Dom muss sich dieses Risikos bewusst sein. Ansonsten ist Dom kein guter Dom. Würde ich jetzt einfach Mal so sagen.

Und dann gibt es eben auch Doms die nach Subs suchen die sich nicht wehren können, die manipulieren oder Sub unterdrücken. Das sind alles wichtige Themen. Ich glaube in so eine Dynamik kann man schneller geraten, als es einem lieb ist

Vor 4 Minuten , schrieb Windgust:

Selbstverständlich, warum sollte ich mit jemandem schreiben, der kein Interesse an meinem Angebot hat?

Ich bin ein Freund davon, dass auf im Grunde passende, gewollte (weil suchend) Anfragen freundlich abgesagt wird.

Wird man mit Blödsinn behelligt sollte man, wie erwähnt, aber nur ein paar Sekunden brauchen, um den Chat zu beenden. Mehr ist es nicht Wert.

Ja, das stimmt im Grunde. Aber wenn du als weiblich gelesene Person immer wieder so Nachrichten kriegst, beschäftigt es dich unweigerlich. Und ich finde das ist ein Problem worüber man durchaus reden kann.

Und wie du schon richtig sagst: du würdest aufhören, sobald man dir ein Nein kommuniziert. Das ist schon mehr als manch andere es tun, so traurig es ist

vor 2 Minuten, schrieb SilentLove_:

Ja, das stimmt im Grunde. Aber wenn du als weiblich gelesene Person immer wieder so Nachrichten kriegst, beschäftigt es dich unweigerlich. Und ich finde das ist ein Problem worüber man durchaus reden kann.

Klaro, dass ist eine Kehrseite der digitalen Kommunikation. Eine digitale Nachricht zu versenden ist so gut wie kein Aufwand.

Deshalb hat es m. E. keinen Zweck auf Absenderseite nach Lösungen zu suchen.

Man muss lernen als Empfänger nervenschonend und pragmatisch damit umzugehen.

Vor 15 Minuten , schrieb Tini89:

Liebes Schneeflöckchen,

ich fände es schön, wenn man mir nicht unterstellt, dass ich Opfern Schuld an Missbrauch gebe.

Wir reden hier nicht von Missbrauch, hoffe ich doch zumindest, sondern um gemeinsamen Spaß mit Gleichgesinnten. Die Spielarten sind teilweise extrem und können, wenn wir den Bereich des Wollens verlassen, massive psychische Narben hinterlassen. Eben weil es ein Unterschied ist, ob ich Sex mit einem Fremden habe während mein Dom zuguckt und ich das toll finde, oder ich befinde mich gerade für mich in einer echten ***ssituation. Missbrauch findet hier aber erst statt, wenn ich für alle klar kommuniziere, dass ich das hier gerade nicht will und es wird weiter gemacht - wenn ich das aber nicht kommuniziere, kann keiner riechen, dass ich das nicht will.
Kannst du als Sub nicht kommunizieren, was du möchtest, kannst und willst, dann hast du im BDSM Bereich nichts verloren. Das hat auch was mit Selbstverantwortung zutun. Doms sind keine Gedankenleser. Wenn du so instabil bist, dass du erst hinterher oder im Zweifel nie sagen kannst, dass bestimmte Spielarten für dich schlimm sind, dann verurteilst du deinen Dom dazu in deiner Geschichte ein Vergewaltiger und ***r zu sein, ohne, dass er da überhaupt was dafür kann.

Ich bin die Letzte, die Leute in Schutz nimmt, die klare Kommunikation ignorieren und einfach weiter machen. Aber dein Dom muss sich trotzdem darauf verlassen können, dass du eine Situation stoppst, bevor etwas für dich in ein Trauma eskaliert.

Liebe Tini. Ich unterstelle Dir nichts. Ich weise Dich darauf hin, dass es verschiedene Situationen geben kann in dem ein Mensch nicht mit einem Nein kommunizieren kann und es kann trotzdem Missbrauch sein wenn kein verbales Nein folgt. BDSM ist Grauzone.

Vom Gesetz her gebe ich Dir in so fern Recht, wir haben kein nur Ja ist Ja und auch die letzten Rechtssprechungen waren recht eindeutig was Deine Ausführungen anbelangt, man hat sich nicht ausreichend gewehrt und man hat nicht laut genug „Nein“ gesagt.

Ich habe keinen Dom 😉 und es ging auch nicht um mich als Person. Ich kann mich selbst nach jahrenlangen Erfahrungen gut einschätzen und neu praktizierende Menschen können dies zuweilen nicht.

Ich finde es einfach etwas befremdlich, dass man Menschen die aus diversen Gründen nicht Nein sagen können, wie von mir bereits angeführt eine Mitschuld geben will… aber lassen wir das an dem Punkt, wir sind scheinbar anderer Auffassung.

Vielen Dank für die Ausführlichen Erklärungen! Bisher habe ich jeden Mod als sehr freundlich und zuvorkommend, aber auch als zielstrebig und Durchsetzungsfähig kennengelernt.

Ich danke für eure Arbeit.

Allen anderen: ich würde mich über eure Meinung freuen, so lange sie sachlich und nicht herabwürdigend oder hetzend geschrieben ist. Und mir ist noch was wichtig: bitte erklärt eure Meinung, anstatt sie einfach nur zu schreiben. Wir hätten hier glaube ich auch viele Missverständnisse klären können wenn einfach ein bisschen tiefer erklärt worden wäre worum es wirklich geht.

Ich danke euch!

Gestern um 12:42 Uhr, schrieb Windgust:

Klaro, dass ist eine Kehrseite der digitalen Kommunikation. Eine digitale Nachricht zu versenden ist so gut wie kein Aufwand.

Deshalb hat es m. E. keinen Zweck auf Absenderseite nach Lösungen zu suchen.

Man muss lernen als Empfänger nervenschonend und pragmatisch damit umzugehen.

Gut. Natürlich muss man lernen damit umzugehen. Das so oder so. Aber ich finde man kann trotzdem nach Lösungen zumindest suchen. Weil einfach so annehmen müssen wir das Verhalten als weiblich gelesene auch nicht.

Ich hatte Instagram von meinem 13.-19. Lebensjahr. Als ich jünger war bekam ich sehr häufig Kommentare von Männern die mich online belästigt haben. Als ich älter wurde hörte das so gut wie auf. Und das ist ein unglaubliches Problem. Im gesamten Internet. Als Minderjährige wurde ich häufiger belästigt als als Erwachsene Frau.

Natürlich können wir das hier nicht klären. Aber darüber reden können wir schon. Denn es ist für weiblich gelesene Personen ein erhebliches Problem. Und dazu gehört eben auch, dass sich die Leute damit auseinandersetzen die unschöne Nachrichten vielleicht auch schon gesendet haben. Im Endeffekt bringt es ja auch nichts wenn nur die Empfänger darüber sprechen, die können zwar damit umgehen lernen und Konsequenzen ziehen, aber WIRKLICH ändern können sie es auch nicht.

Deswegen danke ich dir auch dafür, dass du dich hier mit deiner geschriebenen Nachricht eingebracht hast :)

Vor 27 Minuten , schrieb SirTorben:

Ich verstehe, dass wenn man etwas als Problem wahrnimmt, es frustig sein kann, wenn man es nicht ändern kann. Ich verstehe auch, dass man Schuldige sucht oder auf die Idee kommt, dass wenn man mit diesem Problem auf einem (auch) BDSM-Portal konfrontiert wird, man parallelen zu BDSM ziehen möchte (fehlender Konsens) oder zu Männern.

Weil man denkt, es müsse doch eine Lösung für dieses Problem geben. Vielleicht findet man diese ja, wenn man darüber spricht. Diese Lösung gibt es aber leider nicht. Wie auch @Windgustbereits kurz dargelegt hatte, kann man leider nur erkennen, was das Problem wirklich ist und dann lernen dies zu akzeptieren und damit umzugehen. Andernfalls könnte es passieren, dass man das wirkliche Problem nicht erkennen kann, sondern es nur falsch adressiert, z.B. denkt es hätte etwas mit dieser speziellen Plattform zu tun oder mit BDSM (fehlender Konsens) oder mit Männern im Allgemeinen.

Ich erkläre es jetzt nochmals, ganz sachlich.

Dies ist eine öffentlich zugängliche Internet-Plattform. Niemand kann verhindern, dass sich hier auch Idioten anmelden, die sich nicht angemessen verhalten. 

Das ist sicher ein Problem. Ich zitiere mich da mal selbst, weil ich es schon öfter dargelegt hatte und sich so ganz einfach verstehen lässt, wenn man es verstehen möchte.

„Im Internet machen auch Idioten, was Idioten eben so machen.“ (Copyright © SirTorben)

Dem Betreiber dieser Plattform gebührt Anerkennung, weil den Usern wirklich viele Instrumente zur Verfügung stehen, das Problem zumindest einzugrenzen. 

Lösen kann dieses Problem NIEMAND, wenn eine Plattform eben generell zugänglich sein soll. 

Auf allen frei zugänglichen Plattformen, welche eine generelle Kontaktmöglichkeit z.B. per Nachricht besitzen, besteht auch die Möglichkeit, dass man von diesen Idioten kontaktiert wird oder dass man mit deren Inhalten konfrontiert wird, wenn man sich auf der Plattform bewegt. 

Die Betreiber hier tun alles um es zu reduzieren, was manchmal nur nachträglich möglich ist, d.h. nachdem ein Idioten-Inhalt bereits sichtbar wurde, z.B. indem dann reagiert und gelöscht wird, aber man kann es nie völlig verhindern oder ausschließen, dass es zunächst passiert.

Dies sind die realen Fakten, diese sollte man sehen und verstehen, um das tatsächliche Problem auch richtig erkennen, einordnen und benennen zu können. 

Idioten haben kein bestimmtes Gender!

Es gibt z.B. nicht nur männliche Idioten, sondern diese existieren in jeder Gendergruppe und sind proportional gleichmäßig verteilt.

Die individuelle Wahrnehmung mag davon abweichen. Z.B. auf einer Plattform, die u.a. eine Kontakt- und Dating-Plattform ist, wie diese.
Da liegt es in der Natur der Sache, dass User Kontakte zu einem bestimmten Gender suchen und daher überproportional von Menschen genau dieses Genders kontaktiert werden. Da spielen dann weniger die Gender-Proportionen in der Gesamt-Bevölkerung eine Rolle, sondern die konkreten Gender-Proportionen auf dieser Plattform.

Nimmt man diese Faktoren zusammen, dann ergibt sich hier das Bild, dass auf dieser Plattform ein erheblicher Überschuss an Männern existiert. Im überwiegend heterosexuellen Dating-Bereich bedeutet dies für die einzelne Frau, dass diese von sehr vielen Männern kontaktiert wird, von denen einige Idioten sind. In der gleichen Proportion, in der Männer hier überproportioniert sind, sind auch männliche Idioten überproportioniert. Entsprechend sind hier Frauen unterproportioniert und weibliche Idioten genauso unterproportioniert, was nicht bedeutet, dass diese nicht existieren würden.

Es bedeutet KEINESFALLS, dass alle Idioten Männer sind oder gar alle Männer Idioten seien, sondern, dass es primär ein Proportionalitäts-Effekt ist, der dann auf die individuelle Wahrnehmung einwirkt. 

(Selbstverständlich gibt es auch noch weitere Effekte, die auf die individuelle Wahrnehmung wirken, wie die eigene Aufgeschlossenheit, Toleranz oder die Frage in welchem Umfange überhaupt Interesse an Kontaktanfragen besteht. Insbesondere verlangt die Art dieser Plattform eben auch mehr Toleranz. Ich bin z.B. kein Fuß-Fetischist, dennoch werde ich auf der Startseite immer mit Bildern konfrontiert, auf denen mir Frauen ihre Füße entgegenstrecken. Will ich das, habe ich das verlangt? Nein. Auch so etwas könnte man dann rein subjektiv als unangemessen oder gar übergriffig empfinden. Aber NEIN. Das hat man zu tolerieren, wenn man sich für diese Plattform entschieden hatte. Nur ein Beispiel, aber vielleicht regt es zum Nachdenken an.)

Wie ausgeprägt ist das Idioten-Problem auf dieser Plattform tatsächlich?

Nach der individuellen Wahrnehmung riesig. Da gibt es hier im Forum Aussagen wie größer 60% aller Nachrichten, die Frauen von Männern erhalten und als unangemessen empfunden wurden bis hin zu 98% aller Nachrichten.

Dies zu objektivieren ist schwierig, was als unangemessen empfunden wird ist individuell und dazu gibt es nur sehr wenig Daten. Also Zahlen, die sich auf die konkrete Anzahl der Nachrichten beziehen, statt momentan prozentual individuelle Wahrnehmungen auszudrücken.

Aber hier haben mal User konkrete Zahlen genannt, also der Gesamtanzahl der von Männern erhaltenen Nachrichten und die Anzahl der Nachrichten, die davon als völlig unangemessen empfunden wurden.

In dem einen Fall ergaben sich dann rechnerisch ca. 5% in dem anderen Fall ca. 8%.

Runden wir mal auf und nehmen 10 % an, dann ist dies m.E. für eine solche Plattform ein Wert den man erwarten würde, gar kein schlechter Wert. 

 

Vielleicht hilft dies etwas das wirkliche Problem (Idioten im Internet) richtig zu verstehen und dann besser damit umgehen zu können.

Statt dies zu einem BDSM-Problem (fehlender Konsens) oder zu einem Männer-Problem zu deklarieren. Und wie naiv müsste man sein zu glauben, dass ausgerechnet diese Idioten dann hier im Forum lesen und dann aufgrund eines Themas oder Beitrages hier tatsächlich ihr Verhalten ändern würden? Ich würde hier niemandem unterstellen so naiv zu sein. 

Daher hat es für mich persönlich immer so einen Beigeschmack, als wolle man in Wirklichkeit nur männliches Fehlverhalten auf genereller Ebene diskutieren und sei dies das eigentliche Anliegen, wobei die Idioten-Problematik in Verbindung mit individueller Wahrnehmung als Vorwand genutzt wird.

Aber vielleicht kann dieser Beitrag ja helfen die Problematik selbst mal aus einer anderen Perspektive zu betrachten, um dann besser damit umgehen zu können.

 

P.S.
Falls sich jemand aufregen möchte, dass ich den Begriff „Idioten“ verwende. Dies mache ich in Anlehnung an Albert Einstein, insofern damit ein derart unangemessenes, dummes Verhalten bezeichnet wird, welches nicht zum gewünschten Ziel führen kann.
 

So. Und das ist doch Mal ein wirklich guter Beitrag, schön argumentiert und dargelegt. Danke für deine Meinung.

Im generellen würde ich sagen hast du in vielen Punkten Recht. Das Problem der vielen unangemessenen Anfragen ist kein Problem von BDSM. Allerdings bewegt sich diese Plattform nicht nur in der reinen BDSM Welt, sondern ist wie du schon gesagt hast öffentlich. Dies ist ist ein Problem weil es viele komische Gestalten (oder Idioten) anzieht. Online gibt es diese natürlich häufiger, weil die Grenze Idiot zu sein viel geringer ist, wie jemand hier auch schon erwähnt hat (keine Ahnung wer, hab den Überblick verloren).

Ich verstehe total warum du meinst ich bezöge diese unangemessenen Nachrichten auf die BDSM Szene. Auch weil ich das Wort Konsens benutzt habe und das ein Begriff aus der Szene ist. Ich meinte es aber tatsächlich nicht so, dass es unbedingt ein Problem vom BDSM ist. Ich habe das Wort Konsens gewählt, weil es beschreibt, dass jede Seite einverstanden sein muss und sich im Austausch darüber befindet was okey ist und was nicht. Und weil ich das Gefühl hatte, das Menschen (Männer) überhaupt gar nicht auf Gegenseitigkeit aus sind, sondern oft nur wild in die Tasten kloppen und das Gehirn im Nebenzimmer in der Vitrine liegt. Dahingehend fehlt mir also der Konsens. Ich habe ein Wort aus der Szene genommen, ohne es prinzipiell nur zu dieser Szene zuzuordnen.

Nein, ich denke nicht, dass man hier im Forum die problematische Zielgruppe erreicht. Aber man schafft Aufmerksamkeit und Fokus auf wichtige Themen. Außerdem ist das hier jetzt auch kein Ort wo ich irgendwo unterschreiben musste, dass ich nur Beiträge die einen hundertprozentigen Nutzen erfüllen Reinstelle. Das nur nebenbei, ich verstehe aber was du meinst und sagen möchtest.

Was das Problem mit den Männern angeht die übergriffig sind, muss ich dir widersprechen. Da gibt es Studien zu, es berichten immer mehr Frauen von übergriffen, ich selber habe auch welche erleben müssen. Und es sind sehr häufig Männer. Was nicht heißen soll, dass Frauen keine Probleme machen oder so, aber es ist nun Mal so, dass es häufig Männer sind die unangenehm auffallen oder zu Straftätern werden.

Ich könnte dazu jetzt noch mehr schreiben, aber ich würde um ehrlich zu sein vorschlagen, dass wir das Thema nicht mehr so groß machen. Ich sehe den Beitrag nämlich schon wieder gesperrt vor mir 😅

Achso: und ich finde generell Konsens interessant. Also es ist ein interessantes Thema, insbesondere auf die Online-Welt bezogen. Eben wegen vieler Idioten.

Und die Frage die ich ja auch zwischendrin nochmal expliziter gestellt habe ist auch wie man Konsens sicher stellt. Weil ich auch schon Sachen hier erlebt habe, die definitiv kein Konsens waren.

Und da es ein absolutes Vertrauen braucht und viel Sicherheit um BDSM auszuleben, ist das ein wichtiger Punkt. Gerade hier ist es umso wichtiger sich gegenseitig um Konsens zu versichern

(bearbeitet)
vor 30 Minuten, schrieb SilentLove_:

Was das Problem mit den Männern angeht die übergriffig sind, muss ich dir widersprechen. Da gibt es Studien zu, es berichten immer mehr Frauen von übergriffen, ich selber habe auch welche erleben müssen. Und es sind sehr häufig Männer. Was nicht heißen soll, dass Frauen keine Probleme machen oder so, aber es ist nun Mal so, dass es häufig Männer sind die unangenehm auffallen oder zu Straftätern werden.

Ein wichtiger Punkt. Da musst Du mir auch gar nicht widersprechen, weil ich dazu gar nichts geschrieben hatte.

Aber da bitte ich Dich jetzt zu respektieren, dass dies hier ein themenbezogenes Fetisch- und BDSM-Forum ist. Du schreibst hier z.B. gerade im Unterforum "Kink-Akademie".

Und viele User sind eben genau deswegen hier, weil es ein BDSM- und Fetisch-Forum ist und eben nicht ein Forum für generelle gesellschaftliche Themen oder Problematiken. Dafür gibt es sicher andere Foren.

 

bearbeitet von SirTorben
Vor 35 Minuten , schrieb SirTorben:

Ein wichtiger Punkt. Da musst Du mir auch gar nicht widersprechen, weil ich dazu gar nichts geschrieben hatte.

Aber da bitte ich Dich jetzt zu respektieren, dass dies hier ein themenbezogenes Fetisch- und BDSM-Forum ist. Du schreibst hier z.B. gerade im Unterforum "Kink-Akademie".

Und viele User sind eben genau deswegen hier, weil es ein BDSM- und Fetisch-Forum ist und eben nicht ein Forum für generelle gesellschaftliche Themen oder Problematiken. Dafür gibt es sicher andere Foren.

 

Gut, aber wie gesagt ging es mir ja auch um Erfahrungsberichte in der App. Außerdem explizit um Konsens bei diesen Nachrichten. Und ich finde schon, dass das im Forum Platz hat.

Ich störe ja auch niemanden mit meinem Thema, du musst dir weder dazu was durchlesen, noch antworten oder es beachten. Darfst du natürlich gerne, aber ich würde sagen Erfahrungsberichte austauschen ist wenn es um Konsens geht immens wichtig.

Zumal es ja auch generell um Konsens ging, gar nicht nur im Bezug auf die ersten Nachrichten, das war ja eher ein Beispiel.

Wie handhabst du denn bei Anschreiben, dass du im Konsens handelst? Testest du dich an, probierst es einfach aus, wie reagierst du auf Übergriffe?

vor einer Stunde, schrieb SilentLove_:

Was das Problem mit den Männern angeht die übergriffig sind, muss ich dir widersprechen. Da gibt es Studien zu, es berichten immer mehr Frauen von übergriffen, ich selber habe auch welche erleben müssen. Und es sind sehr häufig Männer. Was nicht heißen soll, dass Frauen keine Probleme machen oder so, aber es ist nun Mal so, dass es häufig Männer sind die unangenehm auffallen oder zu Straftätern werden.

Das ist statistisch bewiesen, richtig. Ich habe auch den Eindruck, dass es hier manche angemeldeten Männer gibt, die an BDSM gar kein Interesse haben und/oder sich vielleicht sogar einen Spaß machen und gar keine wirkliche Kontaktaufnahme mit der angeschriebenen Frau anstreben. So nach dem Motto "mal Dampf / Frust ablassen", weil man im realen Leben mal wieder einen Korb bekommen hat und somit sucht man sich ein leichtes Opfer, das die Hass-Nachricht oder demütigende Nachricht als Ersatz zu der realen Person, derer der Typ nicht mehr habhaft werden kann, dann als Sündenbock vor den "Latz geknallt" kriegt.

Natürlich wird es auch manche noch geben, die meinen, eine Sub wäre komplett willenlos und hätte jedem, der sich in seinen feuchten Träumen als "Dom" sieht, zu gehorchen und sich sofort aufs Bett zu legen, wenn er pfeift. 

Es gibt ja keinen "Eignungstest", ob man die persönliche Reife hat oder wirklich Interesse an BDSM hat, wenn man sich hier anmeldet  ;)  

Was denkt ihr wie viele Menschen auf dieser Plattform sind wirklich an BDSM interessiert?

Ich meine gut, so gesehen ist es ja auch eine Plattform für Kink, nicht Mal unbedingt für BDSM, oder?

vor 8 Minuten, schrieb SilentLove_:

Was denkt ihr wie viele Menschen auf dieser Plattform sind wirklich an BDSM interessiert?

Ich meine gut, so gesehen ist es ja auch eine Plattform für Kink, nicht Mal unbedingt für BDSM, oder?

Meine Vermutung ist, dass ca. 3/4 der hier angemeldeten eigentlich nur neugierig sind und mal reinschauen wollen, was hier so abgeht.... 

Vor 14 Minuten , schrieb BP139:

Meine Vermutung ist, dass ca. 3/4 der hier angemeldeten eigentlich nur neugierig sind und mal reinschauen wollen, was hier so abgeht.... 

Wahrscheinlich. Ich meine ich bin hier auch reingekommen weil ich neugierig war. Und wirklich viele Erfahrungen habe ich auch noch nicht gemacht.

Aber ich habe Mal gehört, dass BDSMler sehr genervt von Gaffern sind. Auch in Clubs. Deswegen habe ich immer versucht das was ich bin und suche und möchte und geben kann offenzulegen. Und vor allem niemanden abzuwerten, weil mir etwas abstrus vorkam, ich versuche immer zu verstehen.

Schwierig wird es wahrscheinlich wenn Dom/Sub keine Ahnung hat und sich nicht richtig informiert. Das kann glaube ich sehr böse enden, da ist das Thema einfach zu sensibel für.

Ich habe zum Beispiel den Satz gelesen: Nur wer richtig informiert ist kann Konsens geben. Wenn man gar nicht weiß worauf man sich einlässt, kann man dem quasi auch gar nicht zustimmen.

Was denkt ihr darüber? Man muss natürlich auch nicht zu jeder Sache ja sagen (der Dom braucht ja auch Spielraum), aber der grobe Rahmen sollte klar und gesteckt sein, damit es zu keinen Unstimmigkeiten kommt. Oder seid ihr anderer Meinung/möchtet etwas hinzufügen?

vor 15 Minuten, schrieb SilentLove_:

Aber ich habe Mal gehört, dass BDSMler sehr genervt von Gaffern sind. Auch in Clubs.

Dann kann man ja Zuhause bleiben. Ich finde gerade die Atmosphäre von Gleichgesinnten anziehend. Man sieht andere spielen, spielt selbst und andere schauen zu. Vielleicht ergibt sich ein Austausch.

Beim Spiel aber nehme ich nur meine Sub war. Könnte später nicht sagen, ob und wer zugeschaut hat.

Vor 2 Minuten , schrieb Windgust:

Dann kann man ja Zuhause bleiben. Ich finde gerade die Atmosphäre von Gleichgesinnten anziehend. Man sieht andere spielen, spielt selbst und andere schauen zu. Vielleicht ergibt sich ein Austausch.

Beim Spiel aber nehme ich nur meine Sub war. Könnte später nicht sagen, ob und wer zugeschaut hat.

Ich meine von Menschen die nur neugierig sind und die Szene eigentlich eher verabscheuen. Aber kann auch sein, dass das nicht stimmt,voder das hat nicht so wahrgenommen wird. Ich weiß nicht, deswegen Frage ich ja :)

vor 29 Minuten, schrieb SilentLove_:

Ich habe zum Beispiel den Satz gelesen: Nur wer richtig informiert ist kann Konsens geben. Wenn man gar nicht weiß worauf man sich einlässt, kann man dem quasi auch gar nicht zustimmen.

Jain - grundsätzlich ist das zwar erstmal richtig aber mit der Zeit entwickelt sich das ganze auch freier, je besser man sich kennt. Umgekehrt schützen einen die detailliertesten Absprachen auch nicht, wenn die andere Seite dann trotzdem Mist baut und nimmt eben auch ein ganzes Stück des Gefühls dem völlig ausgeliefert zu sein, was auch immer kommen mag.

Ich selbst bespreche und spiele ganz anders als ich Anfängern zu ihrer Sicherheit raten würde - von daher ist enthusiastischer informierter Konsens etwas das ich befürworte, in der Praxis für mich aber etwas anderes ganz gut funktioniert und ich mir die Freiheiten alles tun zu dürfen zum nötigen Vertrauensvorschuss auch ein Stück erarbeite, wenn der Rahmen ganz grob abgesteckt ist.

Meine Meinung ist auch, dass Bottoms/Subs im Idealfall besser über das bescheid wissen, was sie mit sich machen lassen wollen, aber das ist nicht Voraussetzung für mich, wenn ich etwas mit jemandem mache.

Was auf jeden Fall richtig ist, dass kritische Fragen immer erlaubt sein müssen und Bottoms/Subs sollten da auch keine Scheu haben den Top/Dom jederzeit zu hinterfragen, wenn sie das Gefühl haben diese Fragen beantwortet zu haben zu wollen und gerne auch nachbohren, wenn die gegebenen Antworten unbefriedigend sein sollten. Wer keine Erklärungen zu dem hat, was sie/er machen möchte, sollte das eben nicht mit einem machen dürfen.

Die Erklärung, man kenne sich damit nicht aus und möchte etwas ausprobieren ist dann etwas, wonach man sich vielleicht gemeinsam informieren kann bevor man zur Umsetzung übergeht....

Vor 13 Minuten , schrieb Ropamin:

Jain - grundsätzlich ist das zwar erstmal richtig aber mit der Zeit entwickelt sich das ganze auch freier, je besser man sich kennt. Umgekehrt schützen einen die detailliertesten Absprachen auch nicht, wenn die andere Seite dann trotzdem Mist baut und nimmt eben auch ein ganzes Stück des Gefühls dem völlig ausgeliefert zu sein, was auch immer kommen mag.

Ich selbst bespreche und spiele ganz anders als ich Anfängern zu ihrer Sicherheit raten würde - von daher ist enthusiastischer informierter Konsens etwas das ich befürworte, in der Praxis für mich aber etwas anderes ganz gut funktioniert und ich mir die Freiheiten alles tun zu dürfen zum nötigen Vertrauensvorschuss auch ein Stück erarbeite, wenn der Rahmen ganz grob abgesteckt ist.

Meine Meinung ist auch, dass Bottoms/Subs im Idealfall besser über das bescheid wissen, was sie mit sich machen lassen wollen, aber das ist nicht Voraussetzung für mich, wenn ich etwas mit jemandem mache.

Was auf jeden Fall richtig ist, dass kritische Fragen immer erlaubt sein müssen und Bottoms/Subs sollten da auch keine Scheu haben den Top/Dom jederzeit zu hinterfragen, wenn sie das Gefühl haben diese Fragen beantwortet zu haben zu wollen und gerne auch nachbohren, wenn die gegebenen Antworten unbefriedigend sein sollten. Wer keine Erklärungen zu dem hat, was sie/er machen möchte, sollte das eben nicht mit einem machen dürfen.

Die Erklärung, man kenne sich damit nicht aus und möchte etwas ausprobieren ist dann etwas, wonach man sich vielleicht gemeinsam informieren kann bevor man zur Umsetzung übergeht....

Ja, auf jeden Fall, mit der Zeit ändert sich das grundsätzlich. Zeit und vertrauen können ja auch Grenzen verschieben. Es kommt halt drauf an wie gut man sich kennt, was man bereit ist zu geben, was man neues Kennenlernen möchte, etc.

Es kommt auch auf die Erfahrung an die man selber, aber auch das Gegenüber hat, denke ich. Jemanden der 20 Jahre Erfahrung hat würde ich definitiv mehr zutrauen als irgendeinem Frischling. Das ist logisch. Aber Erfahrung bedeutet natürlich nicht, dass das es jemand auch verstanden hat. Das kommt ja natürlich auch noch dazu

vor 11 Minuten, schrieb SilentLove_:

Aber Erfahrung bedeutet natürlich nicht, dass das es jemand auch verstanden hat. Das kommt ja natürlich auch noch dazu

Deshalb ja das kritische Hinterfragen...

Am besten auch im direkten Gespräch und nicht als Chat, wo sich jemand noch schnell ein paar Antworten aus dem Netz ziehen kann, die erstmal gut klingen.

 

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