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Sexuell dominant oder fehlende Unterwürfigkeit?


La****

Empfohlener Beitrag

Finde schon, dass das weibliche Dominanz ist. Für mich beginnt es da, wenn die Frau den ersten Schritt macht oder mir sagt, was gemacht wird und mir damit diesen Druck nimmt. Heißt natürlich nicht, dass ich untätig bin oder nichts machen will, aber wenn sie sagt "wir gehen aus, plan uns ein Date", gibt mir das einen Rahmen. Ich find das schon sehr dominant und vor allem angenehm.

Tja, ich habe jetzt eine Weile drüber nachgedacht.
Für die meisten Männer ist es erniedrigend penetriert zu werden, von daher ergibt sich in dem Fall eine dominante Handlung durch die Dame, auch wenn diese Erniedrigung gewünscht ist.
Und auch das Einfordern, die Planungshoheit zu haben ist ein Akt der Dominanz, wird doch dadurch eindeutig die Führung beansprucht und der Andere hat zu folgen.
Es ist gut, dies eindeutig klarzustellen und auch zu sagen, „Ich bin im Lead“ aber auch wenn der Partner gerne zurücktritt und folgt, ist dies ein dominanter Akt.
Ob dies mit oder ohne Widerstand erfolgt, spielt dabei keine Rolle, das ist eher eine Frage der Beziehungsdynamik.

Sehr spannender Beitrag und wahrscheinlich eine subjektive Frage der Perspektive, wo genau man die Grenze zieht. Reden wir über sexuelle Dominanz, ist mein Empfinden schon, dass Die Person, die den Ton angibt, plant und bestimmt, dominant ist.
Ich verstehe aber auch, dass das tägliche Ankämpfen gegen patriarchale Strukturen die Perspektive beeinflussen kann, obwohl ich diese Rahmenbedingungen nicht zusammen mit der sexuellen Dominanz betrachten würde. Gegen diese Strukturen anzukämpfen soll erstmal ein überfälliges Gleichgewicht herstellen und ist nicht zwingend dominant - eher ein Ausgleichen eines Nachteils.

Für mich beginnt Dominanz, wo ich führe, Vorgaben mache, Ansage...und die Person sich dem fügt. Unabhängig von Strafe, Penetration, Erniedrigung oder Freizeitaktivitäten.

vor 21 Stunden, schrieb LadyViolet_:

Ich sage manchmal scherzhaft, ich sei eigentlich nicht dominant

das will ich bestimmen.

wonach es mir ist - 

wenn man mich es ganz freigiebig entscheiden lässt.

Damit meine Lust und worauf ich Lust habe, relevant genug ist.

Und daher würde ich sagen, bis zu diesem Punkt ist es noch gar keine Dominanz.

 

Wenn man es so liest, auch zwischen den Zeilen, lässt sich auch eines herauslesen: Egoismus. 

Egoismus kann dominant sein - oder auch nicht. 

Gesunden Egoismus finde ich gut. Es bedarf aber passender Gegenstücke, Emphatie und vielem mehr. 

_

Wie weibliche Dominanz empfunden wird ist individuell. 

xXLockedForHerXx

Hm... schwierig, aber ich verstehe dich total. ICH selber würde das aber schlicht als "weiblich" ansehen. Du willst ja eigentlich nur dafür sorgen, dass du selber vollends aufblühen kannst, oder? Ohne Kampf (ich verstehe da auch den Sinn nicht drin!), ohne Zicken und halt so und wie du willst. Klar, das ist ne Art Machtgefälle, aber dafür musst du ja nicht klassisch "dominant" sein, du weißt halt einfach was du willst... bzw vor allem, was du NICHT willst. Ich durfte über die Jahre lernen: Wenn man immer miteinander kämpfen muss oder man die eigene Sexualität hinter Regeln, Macht und so "versteckt" (statt dazu zu stehen), dann darf man da bei sich noch genauer hinhören. DU hast das scheinbar schon getan. Daher: Ja, klingt nach Ungleichgewicht in der Außenwahrnehmung. Ich weiß nicht, ob ich es "Dominanz" nennen würde oder, wie bei dir vielleicht passender, "weibliche Führung".

vor 33 Minuten, schrieb ZurückNurFuerYvonne:

. Wie berauschend, wenn alleine die Entscheidungsoption der Lady schon Lust bereitet... perfektes Vorspiel.

Was heißt die Option? Darauf bestehe ich.

Spannende Sichtweise und Gedankengänge. Für mich beginnt meine Dominanz bei den Raum einnehmen ganz ohne kämpfen vllt ist es auch Charisma wer weiß 🤷🏼‍♀️! Mit Blicken, Gesten, Mimik und einer gewissen Aura (schwer zu beschreiben). Ich denke das nicht immer alles schwarz oder weiß ist sondern es Abstufungen in Grautönen gibt. Manch einer spielt das sub oder dom was ich als Alibidom oder sub für mich bezeichne. Und dann gibt es Menschen die haben grundlegend eine Prägung. Und schmerzen, Erniedrigung kommt bei mir zum Beispiel nicht wirklich vor. Ich Liebs eher zu empowern und süße liebliche Lust zu versprühen, mindfucks zu provozieren. Nichtsdestotrotz sehe ich mich auch eher als softdominant an. Ich könnte mich niemals unterordnen weil es nicht meine Natur entspricht. Vllt ist es wie hetero, homo, bi and so on -Sexualität…es ist da und du kannst da recht wenig machen. Denn ich sag’s dir ehrlich manchmal würde ich lieber nicht hetero sein bei dem was da auf der Piste abgeht.

Naja meiner Meinung nach fängt Dominanz da an, wenn man sich nimmt was man möchte, wenn man eben seinen Willen durchsetzt. Von dem was du sagst würde ich sagen dass es Dominanz ist, hätte es ein Mann geschrieben wäre es ja auch Dominanz. Erniedrigung und Schmerzen sind nur die nächste Stufe von Dominanz

Aber dass ist nur meine Sichtweise

Theoretisch könnte man dann die selbe Frage stellen wo Devot sein beginnt, ich gebe gerne mal Kontrolle ab, weil ich durch Arbeit und Haushalt und auch die allgemeine Erwartung dass man als Mann dominant sein soll müde bin, bin ich deswegen devot oder nicht? Wenn ja, dann bist du auch Dominat. Wenn nein, dann bist du nicht dominant, sondern willst nicht unterwürfig sein

Ich empfinde es schon als dominant. Aber nicht im Sinne von herrisch oder unterdrückend. Sondern in dem Sinne, dass du weißt was du willst und dich wohler damit fühlst die Führung zu übernehmen und zu planen. Daran ist nicht schlechtes oder negatives. Es ist eben deine Art von Sexualität.
Aber ich kann nachvollziehen, dass man als Frau mit dem Begriff oft etwas negatives verbindet. Gerade, wenn man als Frau willensstark , klar in seinen Aussagen und Durchsetzungsfähigkeit ist, bekommt der Begriff schnell einen negativen Touch.
Wenn du keine Brats magst - dann magst du einfach kein tamen. Und auch das ist völlig okay :)

Hier habe ich den Eindruck, dass Dominanz und Sadistisches (noch) nicht so richtig voneinander abgegrenzt wurden.

Bin jetzt aber erst mal unterwegs. 

Was du überwiegend beschreibst, würde ich ja Selbstbestimmung nennen.

Dominanz, egal ob weiblich oder männlich, beginnt für mich dort, wenn in einer Beziehung, egal ob beruflich oder privat, sexuell oder allgemein, der eine Teil über den Anderen bestimmt. Was auch völlig OK ist, wenn es beide Seiten so wollen.

Ein interessanter Beitrag, der viele Gedanken initiiert, bei denen ich dann doch Schwierigkeiten habe, sie greifen zu können. Wie weiter oben schon erwähnt wurde, gibt es statt schwarz und weiß auch Zwischentöne, so wie die Abwesenheit von Kälte nicht gleich Hitze mit sich bringt, so gibt es auch Raum der sich zwischen Unterwürfigkeit und Dominanz befindet, theoretisch erst einmal ein neutraler Bereich auf Augenhöhe. Darf ich fragen, was der Hintergrund deines Beitrages ist? Was dich dazu bewegt hat? Ich hab mich gefragt, ob dir wichtig ist; sich von Dominanz abzugrenzen, da diese auch wieder eine Erwartungshaltung / Projektion mit sich bringt und/oder das beschriebene Ekelgefühl tangiert, da eine Rolle bedient werden „muss“ bzw. die Kategorisierung von jemanden vorgenommen wird. Zudem, wenn Leiten und Selbstbestimmung nicht gleich Dominanz ist, warum ist Folgen dann Unterwürfigkeit?

Das ist ein spannender Blickwinkel, den du da aufmachst. 
 

Ich möchte einerseits auf die Fragestellung eingehen, aber fühle auch, wie ich mir andererseits kein Urteil darüber erlauben will wo da die Unterwürfigkeit aus Frauensicht endet und wo weibliche Dominanz beginnt. Aus dem einfachen Grund, dass ich privilegiert bin und mit diesen Raum, diese Freiheit sehr oft nicht erkämpfen muss und das so in der Form selbst nicht nachempfinden kann.  
 

Nach dem ersten Lesen des Textes hatte ich jedenfalls folgendes empfinden. 
Zum einen fühle ich es genau andersherum. Es ist mir unangenehm, wenn Frauen im alltäglichen teils sehr offensichtlich hinten runterzufallen drohen, weil ich eher gesehen werde oder wenn sie mutmaßen, dass ich mich in irgendeiner Sache schon besser als sie auskennen würde. 
Ebenso war es mir früher immer zuwider, wenn meine Initiative im Sexuellen erwartet wurde. Das fühlte sich maximal unangenehm an. Unsicherheit, Druck und Stress bauten sich auf und ließen einen Großteil der Lust schwinden. Da war dann Sex in gewisser Weise schon „Arbeit“, da ich das Gefühl bekam abliefern zu müssen. 
 

Wenn ich beide Sichtweisen jetzt so betrachte, dann finde ich, dass im sexuellen Begegnen auf Augenhöhe einzig eine Gleichwertigkeit vorliegt. Wenn beide jeweils abwechselnd und/ oder dauernd auf die Bedürfnisse und Reaktionen des Gegenübers achten und diese berücksichtigen. Das muss nicht klassischer Vanilla-(„Stino“)Sex sein. Auch bei Einbeziehung von Gewissen Vorlieben und Fetischen kann man ja durchaus ohne Machtgefälle auskommen. 

Aber sobald jemand, hier nun thematisch bedingt eine Frau, die Szene, den Ablauf der Handlungen, die Art und Weise von Berührungen und den Einsatz von Toys etc. vorgibt ist das für mich schon eine Form von Dominanz. 
Diese ist, beim Fokus auf Praktiken dann vielleicht mehr auf körperliche Aspekte beschränkt, wohingegen die angesprochene Erniedrigung vielleicht mehr als etwas wie mentale Dominanz gelten könnte, aber dennoch sehe ich das schon als Dominanz an. 
 

In jedem Fall aber ist das ein Wesenszug den ich schon sehr früh gezielt bei Frauen suchte, denn nur so kann ich sexuelles wirklich genießen und kopfmäßig herunterfahren. 

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