Jump to content

Kontrolle abgeben heißt nicht, Verantwortung abgeben


DerStilleDom

Empfohlener Beitrag

Ich würde einen Schritt weitergehen und erstmal pauschal behaupten, sie tragen sogar gleichviel, wenn auch teilweise unterschiedlicher Art. Ist ein Reizthema für mich, kann "Ich geb mich dir doch hin" als einzige Pflicht der Sub nicht mehr hören...

Moin,

 

Klasse Thema.

 

Kontrolle abgeben als Sub, ja das macht Sinn, aber jede/r Sub/Sklave ist für dich selbst verantwortlich.

Die Achtsamkeit, das Er/Sie  körperlich und seelisch sich wieder vom Top lösen kann, liegt in Sub's eigener Verantwortung.

Vor 5 Minuten , schrieb Einfach-Ich:

Moin,

 

Klasse Thema.

 

Kontrolle abgeben als Sub, ja das macht Sinn, aber jede/r Sub/Sklave ist für dich selbst verantwortlich.

Die Achtsamkeit, das Er/Sie  körperlich und seelisch sich wieder vom Top lösen kann, liegt in Sub's eigener Verantwortung.

Geht es nur ums "lösen"? Meiner Meinung nach ist beiderseitige Verantwortung, jeder in seiner Neigung, Grundlage einer Beziehung. Ganz unabhängig, in welcher Form diese Beziehung besteht.

vor 1 Minute, schrieb LadyViolet_:

Und wenn ich voll die Kontrolle übernehme über einen Teilaspekt, haben sie den vollen Kontrollverlust. Sie können dann nicht mehr die Verantwortung dafür tragen, vermutlich nicht mal mehr geradeaus denken, sie sind Matsch, Würmer, dumm, hilflos, verloren - weil ich sie da haben will und sie da sein wollen und wir das zusammen umgesetzt haben.

Love it 🫶

Es geht doch schon damit los, dass ich unterschiedliche Tagesformen habe. Hab ich gestern noch bei einer Handlung lustvoll "mehr" gestöhnt, kann ich morgen bei derselben Handlung in derselben Intensität vollkommen zusammenbrechen. 

Ich könnte mich bei den vielen Doms hier totlachen, die in Profilen, Dateanzeigen, Forenbeiträgen etc stehen haben "Ich kann die Sub lesen" oder "Ich weiß was die Sub braucht". Nein. Man kann vielleicht Zeichen erkennen, wenn man sich sehr lang und sehr gut kennt. Aber niemand, wirklich niemand kann Gedanken lesen. Und ich als Sub kann den Dom in meinen Kopf lassen, aber ich kann dies auch total verweigern. Dann brauch ich aber auch nicht rumheulen, wenn was schief läuft.

Ich hatte das schon mit einem Partner vor einigen Jahren mit einer dritten Person: während des "Spiels" nichts. Null Rückmeldung. Auch nicht auf Anfrage. Im Vorfeld besprochen, dass sie maso ist und es durchaus härter mag. Trotzdem erfolgte das Herantasten vorsichtig. Und nach dem Treffen? Eine Nachricht an mich "wie konntest du es zulassen, dass mir Blutergüsse zugefügt wurden". Häh? Spiel mit einem schweigenden Seestern und hinterher Vorwürfe? 

Sub und/oder Sklave, der sagt, mein Herr hat die Verantwortung und im Zweifel ist er Schuld, wenn etwas fürchterlich schiefgeht, trägt nicht nur ne rote Flagge vor sich her, er ist darin eingewickelt. Ich trage für mich Verantwortung. Immer. Denn ich bin diejenige, die leidet, wenn es schiefgeht.

Gib so viel Verantwortung ab, wie du magst, aber kommuniziere zu jedem Zeitpunkt, ob du okay bist.

vor 4 Minuten, schrieb DevoteVorführung:

Es geht doch schon damit los, dass ich unterschiedliche Tagesformen habe. Hab ich gestern noch bei einer Handlung lustvoll "mehr" gestöhnt, kann ich morgen bei derselben Handlung in derselben Intensität vollkommen zusammenbrechen. 

Ich könnte mich bei den vielen Doms hier totlachen, die in Profilen, Dateanzeigen, Forenbeiträgen etc stehen haben "Ich kann die Sub lesen" oder "Ich weiß was die Sub braucht". Nein. Man kann vielleicht Zeichen erkennen, wenn man sich sehr lang und sehr gut kennt. Aber niemand, wirklich niemand kann Gedanken lesen. Und ich als Sub kann den Dom in meinen Kopf lassen, aber ich kann dies auch total verweigern. Dann brauch ich aber auch nicht rumheulen, wenn was schief läuft.

Ich hatte das schon mit einem Partner vor einigen Jahren mit einer dritten Person: während des "Spiels" nichts. Null Rückmeldung. Auch nicht auf Anfrage. Im Vorfeld besprochen, dass sie maso ist und es durchaus härter mag. Trotzdem erfolgte das Herantasten vorsichtig. Und nach dem Treffen? Eine Nachricht an mich "wie konntest du es zulassen, dass mir Blutergüsse zugefügt wurden". Häh? Spiel mit einem schweigenden Seestern und hinterher Vorwürfe? 

Sub und/oder Sklave, der sagt, mein Herr hat die Verantwortung und im Zweifel ist er Schuld, wenn etwas fürchterlich schiefgeht, trägt nicht nur ne rote Flagge vor sich her, er ist darin eingewickelt. Ich trage für mich Verantwortung. Immer. Denn ich bin diejenige, die leidet, wenn es schiefgeht.

Gib so viel Verantwortung ab, wie du magst, aber kommuniziere zu jedem Zeitpunkt, ob du okay bist.

Ich frage mich gerade warum die zweite sub dir Vorwürfe gemacht hat? Das hätte direkt an den Dom gehen müssen. 

Und dann braucht es nur die richtige Reaktion von Dom-Seite. 

vor 1 Minute, schrieb Rosenrot82:

Ich frage mich gerade warum die zweite sub dir Vorwürfe gemacht hat? Das hätte direkt an den Dom gehen müssen. 

Und dann braucht es nur die richtige Reaktion von Dom-Seite. 

Ich habe mich gefragt, warum es Vorwürfe gab - wem gegenüber die geäußert wurden, ist absolut zweitrangig.

Meiner Ansicht nach war es genau die Sub, die der Ansicht ist, Dom kann Gedanken lesen und macht automatisch und sofort alles richtig. Ich frage mich, woher eine solche Erwartungshaltung kommt. Wir hatten zum damaligen Zeitpunkt ein paar Gespräche geführt, es war unser erstes "Spieltreffen". Wie kann ich als halbwegs vernunftbegabter Mensch erwarten, dass die andere Person aus dem Nichts heraus alles "richtig" macht? 

Bei den ersten Treffen mit meinem aktuellen Partnern habe ich permanent Rückmeldung gegeben. Heut ist dies auch nicht mehr in der Häufigkeit notwendig, trotzdem habe ich Tage, da bitte ich um weniger.

vor 4 Minuten, schrieb DevoteVorführung:

Ich habe mich gefragt, warum es Vorwürfe gab - wem gegenüber die geäußert wurden, ist absolut zweitrangig.

Meiner Ansicht nach war es genau die Sub, die der Ansicht ist, Dom kann Gedanken lesen und macht automatisch und sofort alles richtig. Ich frage mich, woher eine solche Erwartungshaltung kommt. Wir hatten zum damaligen Zeitpunkt ein paar Gespräche geführt, es war unser erstes "Spieltreffen". Wie kann ich als halbwegs vernunftbegabter Mensch erwarten, dass die andere Person aus dem Nichts heraus alles "richtig" macht? 

Bei den ersten Treffen mit meinem aktuellen Partnern habe ich permanent Rückmeldung gegeben. Heut ist dies auch nicht mehr in der Häufigkeit notwendig, trotzdem habe ich Tage, da bitte ich um weniger.

Menschen sind verschieden. Ich verstehe deine Sicht darauf. Aber vielleicht kannst du auch verstehen, dass die Verantwortung einzig beim Dom - für manche liegt? Und unter diesem Gesichtspunkt hätte es eine passende Reaktion von der Dom-Person gebraucht.

Hier hat einzig die zweite sub einen grundlegenden Fehler gemacht, die Vorwürfe an dich zu richten. 

Ansonsten ist mit dem Szenario alles in bester Ordnung, meiner Meinung nach.

Vor 36 Minuten , schrieb Rosenrot82:

Menschen sind verschieden. Ich verstehe deine Sicht darauf. Aber vielleicht kannst du auch verstehen, dass die Verantwortung einzig beim Dom - für manche liegt? Und unter diesem Gesichtspunkt hätte es eine passende Reaktion von der Dom-Person gebraucht.

Hier hat einzig die zweite sub einen grundlegenden Fehler gemacht, die Vorwürfe an dich zu richten. 

Ansonsten ist mit dem Szenario alles in bester Ordnung, meiner Meinung nach.

Ich kenne deine Haltung dazu ja, aber ich würde als Dom einen weiten Bogen um Subs machen, die das so einseitig sehen. Mal ganz davon ab, dass ich TPE auch nur für einen Teilbereich und eine speziellere Baustelle halte...

Gerade eben, schrieb Aberration:

 

Ich kenne deine Haltung dazu ja, aber ich würde als Dom einen weiten Bogen um Subs machen, die das so einseitig sehen. Mal ganz davon ab, dass ich TPE auch nur für einen Teilbereich und eine speziellere Baustelle halte...

Ja das sollten Doms auch. Ich habe mein passgenaue Gegenstück und das ist gut so.

Es ist doch immer so, es passt oder eben nicht. Darauf kommt es an.

Vor 1 Stunde, schrieb LadyViolet_:

Ich finde das zu pauschal, was du schreibst. Für dich mag es so sein und das ist definitiv etwas, das besprochen gehört, aber Paare leben das sehr unterschiedlich. 

Überall da, wo ich Kontrolle übernehme, übernehme ich auch Verantwortung. Ich verlange verhältnismäßig viel Eigenverantwortung, möchte dass sich Subs eigenständig informieren damit sie auch informiert sich entscheiden können worauf sie sich einlassen. Ich frage viel, fordere Feedback ein. All das brauch ich um die Verantwortung zu übernehmen. Aber dann gibt es Situationen da sind sie komplett verloren und in meiner Hand. 

Und wenn ich voll die Kontrolle übernehme über einen Teilaspekt, haben sie den vollen Kontrollverlust. Sie können dann nicht mehr die Verantwortung dafür tragen, vermutlich nicht mal mehr geradeaus denken, sie sind Matsch, Würmer, dumm, hilflos, verloren - weil ich sie da haben will und sie da sein wollen und wir das zusammen umgesetzt haben.

 

Als jemand der Kontrollverlust als einen meiner Haupt-Kinks bezeichnet schmelze ich bei diesem Text gleich dahin… 🫠 Es gibt da tatsächlich eine Zone da ist man voll weg und die Verantwortung ist dann auch voll beim Top. Was aber bestimmt nicht heisst das man sich als sub zB. vorab schlau macht um bei einem Vorgespräch entsprechend Fragen stellen kann usw. um dann alles im vollen gegenseitigen Konsens zu haben. Top will ja unter umständen auch nicht die Verantwortung "für alles" übernehmen. Das ist also beidseitig. Das kann auch alles praktisch 1:1 auf einen meiner zweiten Kinks - die erotische Hypnose – übertragen werden. Obwohl es den Anschein von aussen macht das man unter Hypnose noch mehr Kontrolle abgibt bleibt auch da ein Teil der Verantwortung beim Hypnotee und sei das auch nur ehrliches Feedback zu geben. Um der Frage noch etwas auf den Kern zu fühlen - solange eine Szene sich im Bereich des abgesteckten Rahmen bewegt ist es für mich Kontrolle oder Kontrollabgabe. Sobald Randregionen des abgesteckten Rahmens berührt werden kommt das Thema Verantwortung hoch…

"Kontrolle" und "Verantwortung" sind einfach zwei Begriffe für verschiedene Angelegenheiten. Wie "erstaunlich oft" das missverstanden wird, kann ich nicht beurteilen.

Soweit die Verantwortung für sich selbst gemeint ist, kann diese niemand wirksam komplett abgeben. Das ist sittenwidrig. Z. B. wirken im Innenverhältniss einer Beziehung getroffene Absprachen nicht nach außen.

Wenn der Dom sagt "fahre Auto" und die führerscheinlose Sub baut einen schlimmen Unfall, dann wird sie bestraft, muss sie die Verantwortung übernehmen und nicht ihr Dom.

Wenn er sagt "fahre Auto" und die Sub ist eine gute Fahrerin, hat aber im Moment Schwindelgefühle und informiert ihren Dom nicht darüber und baut einen Unfall. Ist es ganz besonders ihre Verantwortung.

Das ist also alles relativ begrenzt auf Beziehungsebene. Nur darum geht es beim BDSM.

Vor 46 Minuten , schrieb Windgust:

"Kontrolle" und "Verantwortung" sind einfach zwei Begriffe für verschiedene Angelegenheiten. Wie "erstaunlich oft" das missverstanden wird, kann ich nicht beurteilen.

Soweit die Verantwortung für sich selbst gemeint ist, kann diese niemand wirksam komplett abgeben. Das ist sittenwidrig. Z. B. wirken im Innenverhältniss einer Beziehung getroffene Absprachen nicht nach außen.

Wenn der Dom sagt "fahre Auto" und die führerscheinlose Sub baut einen schlimmen Unfall, dann wird sie bestraft, muss sie die Verantwortung übernehmen und nicht ihr Dom.

Wenn er sagt "fahre Auto" und die Sub ist eine gute Fahrerin, hat aber im Moment Schwindelgefühle und informiert ihren Dom nicht darüber und baut einen Unfall. Ist es ganz besonders ihre Verantwortung.

Das ist also alles relativ begrenzt auf Beziehungsebene. Nur darum geht es beim BDSM.

Ich glaube, wir reden hier ein Stück weit aneinander vorbei. Dass rechtliche Verantwortung durch eine BDSM-Dynamik nicht aufgehoben oder übertragen wird, stelle ich überhaupt nicht infrage.

Mir geht es weniger um die Begrifflichkeiten „Kontrolle“ und „Verantwortung“, sondern um die allgemeine Wahrnehmung innerhalb gelebter BDSM-Dynamiken. Wer Kontrolle übernimmt, übernimmt aus meiner Sicht auch Verantwortung für den Umgang mit dieser Kontrolle.

Die Eigenverantwortung der Sub verschwindet dadurch selbstverständlich nicht. Aber Verantwortung entsteht eben auch auf der anderen Seite – und genau darum ging es mir.

Für mich ist ganz klar das ich Dom sage wen ich Gesundheitlich Probleme habe ..oder Aspekte die noch nicht besprochen sind . Den ich weiß das Dom nur dan mich Fuhren kann wen er auch weiß was ich denke und fühle wie es in mir aus sieht.. .Dan kann ich mit der Zeit Kontrolle ab geben und Dan auch in der Folge die Verantwortung ...
Den irgendwann kommt es zu der Situation...wen ich tief genug einsteige und weiter gehe ...
Wo ich tatsächlich diese Komplette Kontrolle abgebe und die Verantwortung komplett beim Dom liegt ..aber das ist ein langer Weg und ich für mich ist entscheidend das ich weiß das ich bewusst bin das das eine Menge ist was ich da von Dom verlange den klar gesagt ist es dan schon so das ich mein Leben in seine Hände gebe und das muss sehr wohl mit klarem Verstand und Vorsicht sich entwickeln.
So das es auch klar ist das manches einfach nicht möglich ist . Und ich einfach Im Vorfeld Neinsage . Es genügt gibt die dan das Veto als Aufmüpfigkeit werten .
Dan weiß ich das mein Vertrauen in eine Verbindung nicht aus reicht da weiter zu gehen .

Wenn ich die Kontrolle abgebe und mich führen lasse, habe ich im Vorfeld schon eine Entscheidung "hoffentlich verantwortungsvoll" getroffen. Wenn ich im Subspace bin, mich hingebe, dann habe ich ein großes Stück Verantwortung übertragen. Als bildliches Beispiel, wenn ich komplett gefesselt bin, bin ich bewegungsunfähig, und da liegt die Verantwortung beim dominanten Part. Sicherlich gibt es Zeichen, die ausgemacht werden können...aber in dem Moment trage ich nur das Vertrauen. Grundsätzlich jedoch bin ich durch meine vorherige Entscheidung mitverantwortlich. Und ich bin für meine Person verantwortlich. Ich muss meinem Partner ehrlich sagen wenn mich was gestört hat und warum. Und die eigentliche Kontrolle haben zum Stück weit wir Subs, sonst gäbe es keine Grenzen. Wenn ich etwas aus gesundheitlichen Aspekten nicht kann, dann sage ich dies weil ich in der Verantwortung bin ehrlich zu sein. So wie mein Gegenüber in der Verantwortung ist mir kein Schaden zu erbringen. Leider gibt es viele Doms/Möchtegerns diie etwas was man deutlich an dem Tag verneint, dennoch durchziehen wollen und ein krankes Machtgefälle darstellen. Wenn ich die Kontrolle abgebe, heißt es ich vertraue dir, Missbrauche es nicht..tust du es geht's nicht weiter. Wenn ich mich erkläre das etwas nicht geht, und mir vorgeworfen wird ich sei zickig und verhalte mich zickig, bin ich ebenso raus. Denn da nehme ich mir alles zurück und gehe. Kontrollabgabe ist ein Geschenk, eine langwierige Leihgabe, ein Zeichen von Vertrauen und Hingabe, aber keine Abgabe der Verantwortung.

Kann man das noch präzisieren?
Ich finde den Beitrag interessant und da ich noch nicht viele Erfahrungen habe, kann ich jetzt nur von meinem Gefühl dazu "sprechen".
Meine Verantwortungen als Sub wären:
- Auf meinen Körper hören
- mich melden / artikulieren
- hin und wieder in Frage stellen (ja, verzeihung, finde ich nicht immer unwichtig..)
- Eigeninitiative und Kreativität innerhalb geforderter Aufgaben
- und natürlich bin ich zu 50 % dafür verantwortlich, dass es hält. Wenn ich nicht "mitmache" und nichts von dem tue, was er sich von mir wünscht - oder zumindest auf Kompromisse eingehe-, geht es genauso in die Brüche, wie wenn er nur Dinge tut, die ich nicht will.
Hab ich es so richtig verstanden? Bzw, teilt da jemand meine Sichtweise oder bin ich so grün, dass ich voll daneben liege? 😅
Oder was wäre sonst noch meine Verantwortung?

vor 3 Minuten, schrieb NaughtyNeeds:

Kann man das noch präzisieren?
Ich finde den Beitrag interessant und da ich noch nicht viele Erfahrungen habe, kann ich jetzt nur von meinem Gefühl dazu "sprechen".
Meine Verantwortungen als Sub wären:
- Auf meinen Körper hören
- mich melden / artikulieren
- hin und wieder in Frage stellen (ja, verzeihung, finde ich nicht immer unwichtig..)
- Eigeninitiative und Kreativität innerhalb geforderter Aufgaben
- und natürlich bin ich zu 50 % dafür verantwortlich, dass es hält. Wenn ich nicht "mitmache" und nichts von dem tue, was er sich von mir wünscht - oder zumindest auf Kompromisse eingehe-, geht es genauso in die Brüche, wie wenn er nur Dinge tut, die ich nicht will.
Hab ich es so richtig verstanden? Bzw, teilt da jemand meine Sichtweise oder bin ich so grün, dass ich voll daneben liege? 😅
Oder was wäre sonst noch meine Verantwortung?

Ich denke, du hast hier gute Punkte genannt. Viele werden dir hier zustimmen. Vielleicht kommen noch Ideen dazu, die anderen einfallen.

Für mich ganz persönlich (und ob das auf andere übertragbar ist weiß ich nicht)- ist es der Dom der mir sagt wie ich mich verhalten soll und ob es etwas gibt, auf das ich achten soll und wann dies kommuniziert werden soll.

Mein Dom verlangt eine tägliche Selbstreflektion von mir, die ich ihm gebe- er muss wissen wie es in mir gerade aussieht. 

 

Vor 2 Stunden, schrieb NaughtyNeeds:

Kann man das noch präzisieren?
Ich finde den Beitrag interessant und da ich noch nicht viele Erfahrungen habe, kann ich jetzt nur von meinem Gefühl dazu "sprechen".
Meine Verantwortungen als Sub wären:
- Auf meinen Körper hören
- mich melden / artikulieren
- hin und wieder in Frage stellen (ja, verzeihung, finde ich nicht immer unwichtig..)
- Eigeninitiative und Kreativität innerhalb geforderter Aufgaben
- und natürlich bin ich zu 50 % dafür verantwortlich, dass es hält. Wenn ich nicht "mitmache" und nichts von dem tue, was er sich von mir wünscht - oder zumindest auf Kompromisse eingehe-, geht es genauso in die Brüche, wie wenn er nur Dinge tut, die ich nicht will.
Hab ich es so richtig verstanden? Bzw, teilt da jemand meine Sichtweise oder bin ich so grün, dass ich voll daneben liege? 😅
Oder was wäre sonst noch meine Verantwortung?

Zumindest aus meiner Sicht schon ein wohlüberlegter Ansatz, der vielen voraus ist und fern von "grün hinter den Ohren" 😉

(bearbeitet)
vor 3 Stunden, schrieb NaughtyNeeds:

Kann man das noch präzisieren?
Ich finde den Beitrag interessant und da ich noch nicht viele Erfahrungen habe, kann ich jetzt nur von meinem Gefühl dazu "sprechen".
Meine Verantwortungen als Sub wären:
- Auf meinen Körper hören
- mich melden / artikulieren
- hin und wieder in Frage stellen (ja, verzeihung, finde ich nicht immer unwichtig..)
- Eigeninitiative und Kreativität innerhalb geforderter Aufgaben
- und natürlich bin ich zu 50 % dafür verantwortlich, dass es hält. Wenn ich nicht "mitmache" und nichts von dem tue, was er sich von mir wünscht - oder zumindest auf Kompromisse eingehe-, geht es genauso in die Brüche, wie wenn er nur Dinge tut, die ich nicht will.
Hab ich es so richtig verstanden? Bzw, teilt da jemand meine Sichtweise oder bin ich so grün, dass ich voll daneben liege? 😅
Oder was wäre sonst noch meine Verantwortung?

Dein Beitrag zeigt, dass Du Dich intensiv mit dem Thema D/s befasst. Das finde ich sehr schön.

Insbesondere, dass Du auch Verantwortung bei Dir als Sub siehst. 

Um Deine Fragen aus meiner individuellen Sicht als Herr zu beantworten:

Du liegst also nicht daneben, aber ich würde Dir empfehlen, zu berücksichtigen, was @Rosenrot82 Dir in ihrem Beitrag mitgeteilt hatte. Denn, obwohl Rosenrot betont hatte, dass es ihre persönliche Sicht ausdrückt, liegt darin etwas Elementares.

Du versuchst hier selbst zu definieren, zumindest gedanklich, gefühlsmäßig, was Deine Verantwortungen als Sub wären. Wichtig sind hier „definieren“ und „wären“. „Definieren“ bedeutet bestimmen und „wären“ bedeutet hier, dass Du etwas für die Zukunft bestimmst. Du bestimmst etwas für eine zukünftige Beziehung, deren Wesen als D/s-Beziehungsform aber darauf basiert, dass Du im jeweiligen Beziehungsumfang nicht bestimmst. Darin liegt zumindest ein kleiner Widerspruch.

Wenn man etwas so bestimmt, was man natürlich machen kann, dann resultiert daraus aber oft, dass man für Anderes nicht mehr so aufgeschlossen ist. Man hat ja schon festgelegt wie es „zu sein hat“. Vielleicht hat man dann hier in diesem Forum noch andere gefragt, ob es so „zu sein hat“ und hat da auch Bestätigung bekommen. 

Aber ist das relevant? Ist das relevant für Deine ganz individuelle zukünftige Beziehung? Wo kommt Dein zukünftiger Dom/Herr darin vor?

Wäre es nicht wichtiger für deinen zukünftigen Dom/Herrn weitestgehend aufgeschlossen zu sein und auch viel einfacher für Dich selbst, ganz einfach potentielle Doms/Herrn zu fragen: „Wie stellst Du Dir das vor?“

Was Dir dann auch mehr über einen zukünftigen Dom/Herr verraten kann, als wenn Du es selbst schon definiert hast und dies mitteilst.

Verstehe dies bitte nicht als Kritik, sondern als Gedankenanregungen.
 

bearbeitet von SirTorben
Vor 6 Minuten , schrieb SirTorben:

Dein Beitrag zeigt, dass Du Dich intensiv mit dem Thema D/s befasst. Das finde ich sehr schön.

Insbesondere, dass Du auch Verantwortung bei Dir als Sub siehst. 

Um Deine Fragen aus meiner individuellen Sicht als Herr zu beantworten:

Du liegst also nicht daneben, aber ich würde Dir empfehlen, zu berücksichtigen, was @Rosenrot82 Dir in ihrem Beitrag mitgeteilt hatte. Denn, obwohl Rosenrot betont hatte, dass es ihre persönliche Sicht ausdrückt, liegt darin etwas Elementares.

Du versuchst hier selbst zu definieren, zumindest gedanklich, gefühlsmäßig, was Deine Verantwortungen als Sub wären. Wichtig sind hier „definieren“ und „wären“. „Definieren“ bedeutet bestimmen und „wären“ bedeutet hier, dass Du etwas für die Zukunft bestimmst. Du bestimmst etwas für eine zukünftige Beziehung, deren Wesen als D/s-Beziehungsform aber darauf basiert, dass Du im jeweiligen Beziehungsumfang nicht bestimmst. Darin liegt zumindest ein kleiner Widerspruch.

Wenn man etwas so bestimmt, was man natürlich machen kann, dann resultiert daraus aber oft, dass man für Anderes nicht mehr so aufgeschlossen ist. Man hat ja schon festgelegt wie es „zu sein hat“. Vielleicht hat man dann hier in diesem Forum noch andere gefragt, ob es so „zu sein hat“ und hat da auch Bestätigung bekommen. 

Aber ist das relevant? Ist das relevant für Deine ganz individuelle zukünftige Beziehung? Wo kommt Dein zukünftiger Dom/Herr darin vor?

Wäre es nicht wichtiger für deinen zukünftigen Dom/Herrn weitestgehend aufgeschlossen zu sein und auch viel einfacher für Dich selbst, ganz einfach potentielle Doms/Herrn zu fragen: „Wie stellst Du Dir das vor?“

Was Dir dann auch mehr über einen zukünftigen Dom/Herr verraten kann, als wenn Du es selbst schon definiert hast und dies mitteilst.

Verstehe dies bitte nicht als Kritik, sondern als Gedankenanregungen.
 

Keine Sorge, ich verstehe das nicht als Kritik. Ich weiß, das die Grundvorgaben vom Top kommen. Nur wusste ich nicht, wie ich es anders objektiv und grundsätzlich in Form von "meine persönliche Verantwortung als Sub und Mensch" besser in Worte fassen soll 😆

Ich denke, die grundsätzliche Verantwortung auf beiden Seiten liegt darin, dem Gegenüber und vor allem sich selbst nichts vormachen zu wollen. Wenn die jeweilige Einstellung zur gewünschten Dynamik nicht kompatibel ist, nach dem Motto - besser das, als garnicht oder das bekommen wir schon noch angepasst - dann ist ein gemeinsames Eintauchen ziemlich ausgeschlossen. 

 

Um ein fiktives Beispiel zu nennen;

Ich bin Asthmatikerin und ich bin, nenn es mal bescheiden, einem Deepthroat nicht abgeneigt. Wenn sich jetzt ein potentieller Partner alleine auf seine Vorliebe DT fixiert, sich aber nicht auf die dazugehörige körperliche Einschränkung einlassen kann, sprich sich dieser Verantwortung nicht annehmen möchte, dann muss ich mich darauf verlassen können, dass er dies offen kommuniziert. Selbst wenn es bedeuten würde, dass eine gemeinsame Dynamik möglicherweise nicht zustande kommt. 

Aber auch ich als Sub sehe mich in der Pflicht, anzusprechen welche zusätzliche Berücksichtigung erforderlich ist, um unser beider Genuss beim Deepthroat erleben zu können. Würde ich aber diesen gesundheitlichen Aspekt bewusst verschweigen, z.B. weil ich meinen Dom ja nicht einschränken möchte, wäre es mir schon gar nicht möglich, die Kontrolle abgeben zu können.

 

Um nun auf deine Frage zurück zu kommen. 

Am 2.10.2026 at 12:54, schrieb DerStilleDom:

Wo endet für euch Kontrolle – und wo beginnt Verantwortung?

Verantwortung beginnt in der offenen und uneingeschränkten Kommunikation. 

-

Meine Kontrolle endet an der Stelle, wo meine Devotion übernimmt und sich mein Bewusstsein in den 'Standby-Modus' begibt.

×
×
  • Neu erstellen...