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Hingabe oder Grenzüberschreitung, wer trägt die Verantwortung?


Ve****

Empfohlener Beitrag

Ich glaube auch, dass es nicht in der alleinigen Verantwortung des submissiven Parts liegen kann.

Klar gehört zu einem beiderseitigen Vertrauensverhältnis auch, dass der Dom zu einem gewissen Maß darauf vertrauen kann, dass Grenzen benannt und Safewords oder andere Sicherungen genutzt werden.

Aber er kann sich nicht blind darauf verlassen. Für mich gehört zu einer gesunden und vertrauensvollen Spielbeziehung vorallem eine offene Kommunikation. Und das ist keine Einbahnstraße. Und zur Kommunikation gehören gerade auch nonverbale Signale.

Wenn ich also das Gefühl bekomme, dass der submissive Part über seine Grenzen geht und er sich nicht wohl fühlt, spreche ich das an. Und wenn ich nicht davon überzeugt bin, dass die Person es wirklich will, dann liegt es in meiner Verantwortung als Dom zum Schutz des submissiven Parts und einem selbst die Grenze zu ziehen.

Alles andere kann im schlimmsten Fall böse in die Hose gehen und Traumas hinterlassen. Und von einer gewissen strafrechtlichen Relevanz möchte ich auch nicht reden.

Die Schwierigkeit der Verantwortung gerecht zu werden, wird darin liegen, als Dom zu erkennen, wann es aus dem Ruder läuft, wenn man im Spiel ist. Ich denke, alles hängt und fällt mit einer offenen Kommunikation von beiden Seiten und der Fähigkeit auch zwischen den Zeilen zu lesen und sich in den Gegenüber einzufühlen.

Als Dom die Verantwortung alleine dem submissiven Part zu überlassen, ist meiner Meinung nach egoistisch und gefährlich zugleich.

vor 2 Stunden, schrieb Ropamin:

Aber ist dieses "gefallen wollen" nicht auch ein legitimes Bedürfnis, das Devotion begründet? 

Wenn es meinem Gegenüber etwas gibt mir zu gefallen oder nützlich sein zu dürfen, ist das doch erstmal nicht verkehrt - erst wenn der "Preis" für Anerkennung und "gesehen werden" mehr Kraft kostet als das gute Gefühl zurück gibt wird es schwierig. 

Was sind die großen inneren Themen eines Menschen und wie werden diese angesprochen? Genau das macht doch Dynamik aus, dass man ganzheitlich sein darf. 

In Grenzen definitiv. Ich denke wichtig ist woher es kommt. 
Also bin ich grade sehr gefügsam, weil ich meine Herrin super finde, oder hats damit zu tun, dass ich generell keine Leute enttäuschen will etwa aus Angst vor Konflikten oder weil ich nicht gelernt habe nein zu sagen. 
Bei letzterem wäre der Fall "kostet mehr Kraft als man gutes gefühl zurück bekommt" sehr schwer zu vermeiden. 

Ich denke es schadet da nicht auch tief in sich reinzuhorchen um zu wissen woher welches Bedürfnis kommt. 
Das ist jetzt natürlich kein Muss, wenns für einen auch so klappt, super. 
Finde ich trotzdem nützlich. 
 

Vor 10 Stunden, schrieb Windgust:

Es tut mir leid zu hören,  dass du so eine schlimme Erfahrung machen musstest.

Wie soll man seine Grenzen und Bedürfnisse in einer ersten Session schon kennen? Das ist doch unmöglich. Da nützen auch Gespräche vorher nur wenig.

Das ist wieder eine ganz andere Situation als im EP. Wenn der Dom erfahren war, wäre es seine Pflicht gewesen, dich langsam und vorsichtig an BDSM heranzuführen. Hier liegt die Verantwortung in meinen Augen eindeutig und vollständig beim Dom. Es ist möglich eine Session so aufzubauen und so empathisch zu sein, dass auch ein Neuling nach menschlichem Ermessen nicht überfordert wird.

Wenn ihr beide keine Ahnung hattet, ist es wieder etwas anderes.

Es gibt auch diesen kleinen Teil an Doms, die auf Anfänger warten und die fertig machen wollen. Das sind Realsadisten, für die BDSM sich vorzüglich eignet, um diesen Kick zu kriegen, den informierter Consent ihnen nicht geben kann.

Ich hatte Dates mit jemandem, der in die Kategorie fiel, der auch den Begriff Realsadist nutzte und Doms, die innerhalb eines beidseitig abgesteckten Rahmens handelten, als lächerliche Marionetten bezeichnete. Diese Ansichten kamen beim dritten Date raus, ich bin dann ziemlich schnell gegangen. Er jagt halt auch 20-30 Jahre jüngere Ex-Studentinnen von sich mit Daddy Issues vornehmlich.
Nicht der einzige mit so einem Muster, aber der einzige, von dem ich so aus dem Nähkästchen plaudern kann, weil ich es direkt von der Quelle habe, mir nix passiert ist und es eine dann schon ziemlich seltene Gelegenheit war, quasi ein Interview mit so jemandem zu führen. Sehr charismatischer, charmanter, wortgewaltiger Mann. Krasses Ekelpaket auch.

Wie mehrfach geschrieben ist Kommunikation das a und o. Wenn ich auf bald 30 Jahre gelebten SM zurückblicke, kann ich sagen. Ja es gab immer wieder Situationen, wo meine damaligen Grenzen überschritten wurden. Oft habe ich Erfahrungen gemacht, die anders waren als erwartet, und tatsächlich sehr oft, positiver Art. Aber ja, es gab auch die anderen, die die nicht gut waren, und teils auch Spuren hinterlassen haben, die lange nachwirken. Verantwortlich dafür bin ich, ich habe entschieden das Gegenüber als meinen Herrn zu wollen, mit allen Konsequenzen.

Jeder Erfahrung hat mich weitergebracht, war ein Schritt zu dem was und wer ich heute bin.

Ganz klar, sollten beide Verantwortung übernehmen!!
& dass nicht nur füreinander, sondern halt (oder vor allen Dingen) am Ende sogar eben auch hauptsächlich, für sich selbst!!
(Verlass dich auf andere& du bist/wirst verlassen!!)
Ergo, hab ich mir nen super egoistischen/nur ich bezogenen, angeblichen "Dom" angelacht, liegt's auch in meiner Verantwortung ganz eindeutig den Fokus auf die Selbstführsorge zu legen!!
(Bezieht sich auf die sogenannten "Dummdoms"& nicht auf die Unerfahrenheit eines Gegenübers!!
Was uns zu nem 2.ten Punkt führt....)
....
Simple Neugier& oder Unerfahrenheit:
(Alles kann, nix muss!!)
Selbst für erfahrene Spieler, isses oftmals schwer, die feinen aber dann doch so groben Unterschiede bei gewissen, fehl erlernten "Mustern" oder nun mal dem, was danach ganz eindeutig viell doch nur in der Fantasie hätte bleiben sollen!!
(Hinterher is man immer schlauer!!)
Dort fängt das füreinander verantwortlich sein, an!!
Von meinem gegenüber ERWARTE ich sogar soviel Empathie, Unwohlsein zu sehen+erkennen!!
Genauso wie ich sie auch von mir erwarte& so selbst reflektiert zu sein, im Anschluss Vorwurfsfrei/nicht wertend, einfach einem Dom dafür den schwarzen Peter zu zuschieben!!
Gerade& erstrecht bei solch "gefährlichen" Praktiken!!

Man bezieht sich meistens hauptsächlich nur darauf, dass man die Psyche eines Subs für die Zukunft kaputt ficken kann, aber anders herum funktioniert solch Dysfunktionales/Toxisches Verhalten schlichtweg auch!!
(&ja dass auch leider, mit ganz großer Sicherheit sogar, in den meisten Fällen vollkommen zurecht!!)
&dort sehe ich mich dann selbst in einer genauso großen Verantwortung, wie meinen Dom!!

(Die vielen Floskeln im Text tun mir Leid, sie dienen nur verdammt gut der Veranschaulichung, selbst bei nicht mit Denkenden Mitbürgern!!)
Allen noch nen schön schauriges Halloweenweekend, gewünscht!!

vor einer Stunde, schrieb TaliX:

Ich hatte Dates mit jemandem, der in die Kategorie fiel, der auch den Begriff Realsadist nutzte und Doms, die innerhalb eines beidseitig abgesteckten Rahmens handelten, als lächerliche Marionetten bezeichnete.

Ich hoffe, er ist im Zuchthaus geendet.

Letzendlich liegt die Verantwortung für unser tun und handeln immer in uns selbst es sei den wir werden zu irgendwas gezwungen wogegen wir uns nicht wehren können. Das gilt aber auch für die Art wie wir mit unserem Gegenüber umgehen, können wir also erkennen das das was wir möchten die Grnez unseres Gegenübers überschreitet ist es unsere Verantwortung dies nicht zu tun

(bearbeitet)

Ich denke das Thema ist gar nicht so leicht auseinander zu nehmen.  Mein Master ist der Verantwortungsträger und natürlich bin ich da auch in einer gewissen Verantwortung, die er mir aber aktiv überträgt. Was ist es auf was ich achten muss bzw kommunizieren und wann und wie. "Aktives" wird von ihm an mich übertragen. Denn auch das kann gesteuert werden. Gleichzeitig sehe ich ihn als meinen Beschützer und gleichzeitig habe ich auch einen enormen Beschützerinstinkt, den er mir auch schon als "übergriffig" gespiegelt hat. Und wo und an welcher Stelle das toxisch von ihm empfunden wird, muss kommuniziert werden und umgelenkt.

Menschen und menschliche Psyche sind sehr komplex. 

Ich würde bei keinem Dom bleiben, der mich nicht handhaben könnte. Da würde ich schon ganz früh gehen. 

Mein Master führt mich mit so einer erstaunlichen Leichtigkeit und das macht ihn so anbetungswürdig und zu jemandem zu dem ich wirklich aufschauen kann.

Ich nehme das alles sehr ernst, denn das ist keine sexuelle Spielerei für mich. Es geht um 100% oder nichts. 

bearbeitet von Rosenrot82
Vor 6 Minuten , schrieb Blackend:

Letzendlich liegt die Verantwortung für unser tun und handeln immer in uns selbst es sei den wir werden zu irgendwas gezwungen wogegen wir uns nicht wehren können. Das gilt aber auch für die Art wie wir mit unserem Gegenüber umgehen, können wir also erkennen das das was wir möchten die Grnez unseres Gegenübers überschreitet ist es unsere Verantwortung dies nicht zu tun

Dem stimme ich vollkommen zu. Jeder Mensch trägt die Verantwortung für sein eigenes Handeln und sollte sich bewusst sein, dass die eigenen Wünsche und Bedürfnisse dort ihre Grenzen haben, wo die Grenzen eines anderen Menschen beginnen. Respekt bedeutet auch, diese Grenzen zu erkennen und zu akzeptieren, selbst wenn es den eigenen Vorstellungen widerspricht.

Vor 5 Minuten , schrieb Rosenrot82:

Ich denke das Thema ist gar nicht so leicht auseinander zu nehmen.  Mein Master ist der Verantwortungsträger und natürlich bin ich da auch in einer gewissen Verantwortung, die er mir aber aktiv überträgt. Was ist es auf was ich achten muss bzw kommunizieren und wann und wie. "Aktives" wird von ihm an mich übertragen. Denn auch das kann gesteuert werden. Gleichzeitig sehe ich ihn als meinen Beschützer und gleichzeitig habe ich auch einen enormen Beschützerinstinkt, den er mir auch schon als "übergriffig" gespiegelt hat. Und wo und an welcher Stelle das toxisch von ihm empfunden wird, muss kommuniziert werden und umgelenkt.

Menschen und menschliche Psyche sind sehr komplex. 

Ich würde bei keinem Dom bleiben, der mich nicht handhaben könnte. Da würde ich schon ganz früh gehen. 

Mein Master führt mich mit so einer erstaunlichen Leichtigkeit und das macht ihn so anbetungswürdig und zu jemandem zu dem ich wirklich aufschauen kann.

Ich nehme das alles sehr ernst, denn das ist keine sexuelle Spielerei für mich. Es geht um 100% oder nichts. 

Ich halte diese Dynamik für ausgesprochen komplex, weil sie weit über eine klassische Rollenverteilung hinausgeht. Sie setzt ein hohes Maß an Selbstreflexion, Vertrauen und wechselseitiger Kommunikation voraus. Gerade die Unterscheidung zwischen übertragener Verantwortung und eigener Handlungsverantwortung ist dabei essenziell.
Entscheidend scheint mir, dass Grenzen, Zuständigkeiten und die Wahrnehmung von Fürsorge kontinuierlich ausgehandelt werden. Insbesondere dort, wo ein ausgeprägter Beschützerinstinkt auf das Führungsverständnis des Doms trifft, braucht es eine klare Kommunikation darüber, was als unterstützend und was als grenzüberschreitend erlebt wird.
Eine tragfähige D/s-Dynamik bedeutet für mich nicht die Abwesenheit von Reibung, sondern die Fähigkeit, diese konstruktiv zu reflektieren und gemeinsam zu regulieren. Führungskompetenz zeigt sich schließlich nicht nur darin, Verantwortung zu übernehmen, sondern auch darin, die psychologischen Bedürfnisse und Grenzen des Gegenübers zu verstehen.
Dass du diese Verbindung nicht als sexuelle Spielerei, sondern als eine ernsthafte Lebens- und Beziehungsentscheidung begreifst, macht deinen Anspruch an Vertrauen, Verlässlichkeit und Führung nachvollziehbar.

vor 6 Minuten, schrieb Verdana-42:

 

Ich halte diese Dynamik für ausgesprochen komplex, weil sie weit über eine klassische Rollenverteilung hinausgeht. Sie setzt ein hohes Maß an Selbstreflexion, Vertrauen und wechselseitiger Kommunikation voraus. Gerade die Unterscheidung zwischen übertragener Verantwortung und eigener Handlungsverantwortung ist dabei essenziell.
Entscheidend scheint mir, dass Grenzen, Zuständigkeiten und die Wahrnehmung von Fürsorge kontinuierlich ausgehandelt werden. Insbesondere dort, wo ein ausgeprägter Beschützerinstinkt auf das Führungsverständnis des Doms trifft, braucht es eine klare Kommunikation darüber, was als unterstützend und was als grenzüberschreitend erlebt wird.
Eine tragfähige D/s-Dynamik bedeutet für mich nicht die Abwesenheit von Reibung, sondern die Fähigkeit, diese konstruktiv zu reflektieren und gemeinsam zu regulieren. Führungskompetenz zeigt sich schließlich nicht nur darin, Verantwortung zu übernehmen, sondern auch darin, die psychologischen Bedürfnisse und Grenzen des Gegenübers zu verstehen.
Dass du diese Verbindung nicht als sexuelle Spielerei, sondern als eine ernsthafte Lebens- und Beziehungsentscheidung begreifst, macht deinen Anspruch an Vertrauen, Verlässlichkeit und Führung nachvollziehbar.

Ich denke es gibt immer eine gewisse Reibungsfläche, da wo Menschen aufeinander treffen. 

Weiter oben wurde gesagt, es sollte nicht mehr Kraft kosten, als das gute Gefühl das man dadurch bekommt. Sonst wird es anstrengend. Das denke ich mir auch. Wenn es leicht und flüssig läuft und man es gern tut, weil es einfach der Persönlichkeit entspricht, angestrebt und/oder gewollt ist, dann hat man seine Dynamik mit dem richtigen Menschen gefunden.

Das schön ist, mein Master ist der erste Mensch in meinem Leben der mich genau so nimmt und akzeptiert und der gerne alles von mir nimmt. 

Keiner der versucht mir etwas auszutreiben, mich zu "retten", mir ein eigenes Bedürfnis aufzudiktieren, das es einfach nicht gibt. 

Und dafür brauche ich mich nicht mehr zu schämen. Und habe dadurch gelernt, ich bin ok so wie ich bin.

Vor 50 Minuten , schrieb Windgust:

Ich hoffe, er ist im Zuchthaus geendet.

Nichts, was er macht, ist illegal - seine Studentinnen sind Mitte 20, er wartet ab, dass das Studium vorbei ist. Er hat Auswahl.
Er ist auch wirklich nicht der Einzige. Wohin soll jemand, dessen Sadismus über das hinausgeht, dem jemand zustimmen würde? Natürlich im BDSM, mit Neuen, Naiven oder welchen in Lebenskrise. Die man dann einbricht, wie manche Zuhälter das mit den Frauen machen, die sie auf die Straße schicken wollen.
Das ist das, was über BDSM hinaus geht. Aber ich bin auch so welchen begegnet, die extrahart in die erste Session gingen, um Eindruck zu schinden, oder weil sie keinen Plan haben, was (zu) hart ist, oder ein bestimmtes Ergebnis erwarten und deshalb alles auffahren, bis das erreicht ist. Das ohne böse Absicht.
Es ist dann auch relativ schwer, als Sub auszusteigen, wenn man da aus Zuneigung neugierig hineingegangen ist. Und man weiß eben nie, wie nach all der Kommunikation der Übergang in eine Session ist, das ist jedes Mal terra incognita.

Vor 24 Minuten , schrieb Rosenrot82:

Ich denke es gibt immer eine gewisse Reibungsfläche, da wo Menschen aufeinander treffen. 

Weiter oben wurde gesagt, es sollte nicht mehr Kraft kosten, als das gute Gefühl das man dadurch bekommt. Sonst wird es anstrengend. Das denke ich mir auch. Wenn es leicht und flüssig läuft und man es gern tut, weil es einfach der Persönlichkeit entspricht, angestrebt und/oder gewollt ist, dann hat man seine Dynamik mit dem richtigen Menschen gefunden.

Das schön ist, mein Master ist der erste Mensch in meinem Leben der mich genau so nimmt und akzeptiert und der gerne alles von mir nimmt. 

Keiner der versucht mir etwas auszutreiben, mich zu "retten", mir ein eigenes Bedürfnis aufzudiktieren, das es einfach nicht gibt. 

Und dafür brauche ich mich nicht mehr zu schämen. Und habe dadurch gelernt, ich bin ok so wie ich bin.

Hm, ich bin im Edgeplay. Das ist nicht einschätzbar, ob es diesmal in gutem oder schlechten Zusammenbruch endet. Wir haben zum Glück eine phantastische Kommunikation drum herum, mit der das verarbeitet werden kann.

vor 3 Stunden, schrieb TaliX:

Nicht der einzige mit so einem Muster, aber der einzige, von dem ich so aus dem Nähkästchen plaudern kann, weil ich es direkt von der Quelle habe, mir nix passiert ist und es eine dann schon ziemlich seltene Gelegenheit war, quasi ein Interview mit so jemandem zu führen. Sehr charismatischer, charmanter, wortgewaltiger Mann. Krasses Ekelpaket auch.

"Interview with a Vampire" ?  Die eloquent-charismatisch-charmanten sind ja die wirklich gefährlichen, wenn sie ein zweites Ich haben, siehe Ted Bundy, Charles Manson, den "Rattenfänger von Hameln"  .... 

Man kann dem Gegenüber nicht in den Kopf gucken.

Sicher gibt es Körpersprache und Tonfall, die Hinweise geben KÖNNEN, aber Klarheit entsteht nur durch klare Worte.

Wenn ich mich entscheide, etwas an/mit mir zuzulassen, trage ich i.A. die Verantwortung dafür.

Vorsicht ist aber auf jeden Fall geboten, wenn die andere Seite anfängt zu überreden oder Zweifel an meinen Grenzen schürt. Es gibt einen gewaltigen Unterschied, ob mich jemand ermutigt (falls ich neugierig bin aber Bedenken habe) oder mich manipuliert (so dass ich mich schlecht fühle falls ich nicht zustimme).

Ich habe alles davon schon erlebt und auch ich war seinerzeit in zwei drei Situationen, wo ich meine Partnerin bearbeitet habe, um Dinge auszuprobieren.

Wir sind alle nur Menschen mit Bedürfnissen und Fehlern. Am Ende muss jeder Verantwortung übernehmen für die eigenen Taten.

Da das alles sehr intim und persönlich ist, fällt es manchmal eben schwer, einen klaren Kopf zu bewahren.

vor 1 Stunde, schrieb TaliX:

 

Hm, ich bin im Edgeplay. Das ist nicht einschätzbar, ob es diesmal in gutem oder schlechten Zusammenbruch endet. Wir haben zum Glück eine phantastische Kommunikation drum herum, mit der das verarbeitet werden kann.

Es ist doch nie wirklich sicher, welche "Resultate" dabei rauskommen.  Lass dich überraschen.... es wird so oder der Zusammenbruch kommen, wichtig ist es diesen zu genießen. 

Vor 1 Stunde, schrieb BP139:

"Interview with a Vampire" ?  Die eloquent-charismatisch-charmanten sind ja die wirklich gefährlichen, wenn sie ein zweites Ich haben, siehe Ted Bundy, Charles Manson, den "Rattenfänger von Hameln"  .... 

So sexy war der nun auch nicht, optisch. Also schon gutaussehend, aber auch verlebt und etwas "drüber". Deswegen drei Dates, weil ich mir absolut nicht sicher war. Ich hatte etwas ,"Schmetterlinge im Bauch", die immer mit Verliebtheit assoziiert werden, aber auch bei latenter Gefahr auftreten, vom Gefühl her aber gleich. Ab der Info, dass er mit Ex-Studentinnen korpuliert, wuchs mein Widerwillen. Dann kam das mit den Dom=Marionette. Er wurde auch immer garstiger, weil ich ihn nicht anhimmelte. Mir tun die Ex-Studentinnen sehr leid, aber selbst wenn ich ne Schmierkampagne gemacht hätte, der hätte die trotzdem weitereingeseift. Erst recht, wenn als notorischer Don Juan verschrien, vor dem gewarnt wird. Abgesehen davon, dass ich keine Schmierkampagnen mag.

Vor 3 Stunden, schrieb TaliX:

So sexy war der nun auch nicht, optisch. Also schon gutaussehend, aber auch verlebt und etwas "drüber". Deswegen drei Dates, weil ich mir absolut nicht sicher war. Ich hatte etwas ,"Schmetterlinge im Bauch", die immer mit Verliebtheit assoziiert werden, aber auch bei latenter Gefahr auftreten, vom Gefühl her aber gleich. Ab der Info, dass er mit Ex-Studentinnen korpuliert, wuchs mein Widerwillen. Dann kam das mit den Dom=Marionette. Er wurde auch immer garstiger, weil ich ihn nicht anhimmelte. Mir tun die Ex-Studentinnen sehr leid, aber selbst wenn ich ne Schmierkampagne gemacht hätte, der hätte die trotzdem weitereingeseift. Erst recht, wenn als notorischer Don Juan verschrien, vor dem gewarnt wird. Abgesehen davon, dass ich keine Schmierkampagnen mag.

Wenn man deine Zeilen liest, fragt man sich, ob du ein Raubtier beschreibst, welches auf willenlose Opfer wartet. Du sprichst ja wirklich von einer Jagd.

Wie du selbst schreibst, sind die Ex-Studentinnen Mitte 20. Durchaus erwachsene Frauen, mit allen Möglichkeiten ihr Leben und vor allem ihr Liebesleben zu gestalten.
Wenn das Studium vorbei ist, ist auch keine Abhängigkeit da. Sie könnten ihn einfach ignorieren und hinaus in die Welt gehen. Wo genau entsteht die Berechtigung, diese erwachsenen Menschen zu einem Beutetier zu erklären? Entmündigst du damit diese Frauen nicht?

Du sprichst ja selbst von drei Dates mit ihm. Immerhin! Irgendwas scheint ja auch interessant an ihm gewesen zu sein. Diesbezüglich verwundert mich deine sehr negative Darstellung schon.
Es gibt Frauen die ich nur einmal traf (ob unfreiwillig oder nicht) und ich würde solche Darstellungen nicht in den Raum stellen.

Dass ein Altersunterschied von 20-30 Jahren gewisse Nebenwirkungen im Sexleben mitbringen kann, ist wohl leicht nachvollziehbar. Durch z.B. eine andere Vorstellung von Nähe und Verbindlichkeit. Andere sexuelle Interessen usw... und man könnte mutmaßen, dass ein gewisser Kulturschock bei dem Altersunterschied vielleicht sogar erwünscht ist. Man hat den Eindruck, dass der Mann in deiner Erzählung die Kontakte vollständig kontrolliert. Offenbar nutzt er willenlose Frauen mit Daddy Issues aus? Das wirkt in der Darstellung von erwachsenen Frauen schon sehr entmündigend, oder?

Könnte man nicht sagen, dass Frauen, die offen für große Altersunterschiede sind, sich nicht selbst freiwillig in eine Situation der Ungleichheit begeben? Der Partner ist nun einmal in einem anderen Abschnitt seines Lebens. Und für die Frauen sind jüngere männliche Partner, die es vielleicht mit Zuneigung und der zwischenmenschlichen Verbindung ernster meinen, ja offenbar uninteressant.
Immerhin investiert man wertvolle Lebenszeit in diese Verbindung mit älteren Männern. Man sollte bei den Daddy Issues nicht vergessen, dass diese Frauen wohl auch für andere deutlich ältere Männer offen wären. Wären die dann immer die bessere Wahl?

Ich denke, es ist fair zu sagen, dass dies auch eine gewisse Lebensentscheidung ist. Viele Menschen investieren Zeit in ungleiche Beziehungskonstrukte, Affären und alles mögliche. Damit geben sie halt potentiellen Partnern die es viel besser und ernster meinen könnten gar keine Chance. Sie sind zeitlich nun einmal mit den anderen Menschen beschäftigt.

Wenn dir diese Frauen Leid tun, frage ich mich auch, wieso du von ihrem Unglück ausgehst. Kannst du denn sicher sein, dass sie mit dem Mann wirklich unglücklich sind? Oder, dass andere Lebensentscheidungen von ihnen besser gewesen wären?


Für mich stellt sich wirklich ganz neutral die Frage, ab wann du Menschen in der Eigenverantwortung für ihr Leben siehst. Wann ist man für sein eigenes Handeln verantwortlich?

Vor 8 Stunden, schrieb TaliX:

Es gibt auch diesen kleinen Teil an Doms, die auf Anfänger warten und die fertig machen wollen. Das sind Realsadisten, für die BDSM sich vorzüglich eignet, um diesen Kick zu kriegen, den informierter Consent ihnen nicht geben kann.

Ich hatte Dates mit jemandem, der in die Kategorie fiel, der auch den Begriff Realsadist nutzte und Doms, die innerhalb eines beidseitig abgesteckten Rahmens handelten, als lächerliche Marionetten bezeichnete. Diese Ansichten kamen beim dritten Date raus, ich bin dann ziemlich schnell gegangen. Er jagt halt auch 20-30 Jahre jüngere Ex-Studentinnen von sich mit Daddy Issues vornehmlich.
Nicht der einzige mit so einem Muster, aber der einzige, von dem ich so aus dem Nähkästchen plaudern kann, weil ich es direkt von der Quelle habe, mir nix passiert ist und es eine dann schon ziemlich seltene Gelegenheit war, quasi ein Interview mit so jemandem zu führen. Sehr charismatischer, charmanter, wortgewaltiger Mann. Krasses Ekelpaket auch.

Ganz ehrlich, sowas geht gar nicht. Solche Typen gehört in den Knast und nicht auf die Straße. Bei sowas könnte ich kotzen. 🤬

Vor 50 Minuten , schrieb FrecherDachs:

Wenn man deine Zeilen liest, fragt man sich, ob du ein Raubtier beschreibst, welches auf willenlose Opfer wartet. Du sprichst ja wirklich von einer Jagd.

Wie du selbst schreibst, sind die Ex-Studentinnen Mitte 20. Durchaus erwachsene Frauen, mit allen Möglichkeiten ihr Leben und vor allem ihr Liebesleben zu gestalten.
Wenn das Studium vorbei ist, ist auch keine Abhängigkeit da. Sie könnten ihn einfach ignorieren und hinaus in die Welt gehen. Wo genau entsteht die Berechtigung, diese erwachsenen Menschen zu einem Beutetier zu erklären? Entmündigst du damit diese Frauen nicht?

Du sprichst ja selbst von drei Dates mit ihm. Immerhin! Irgendwas scheint ja auch interessant an ihm gewesen zu sein. Diesbezüglich verwundert mich deine sehr negative Darstellung schon.
Es gibt Frauen die ich nur einmal traf (ob unfreiwillig oder nicht) und ich würde solche Darstellungen nicht in den Raum stellen.

Dass ein Altersunterschied von 20-30 Jahren gewisse Nebenwirkungen im Sexleben mitbringen kann, ist wohl leicht nachvollziehbar. Durch z.B. eine andere Vorstellung von Nähe und Verbindlichkeit. Andere sexuelle Interessen usw... und man könnte mutmaßen, dass ein gewisser Kulturschock bei dem Altersunterschied vielleicht sogar erwünscht ist. Man hat den Eindruck, dass der Mann in deiner Erzählung die Kontakte vollständig kontrolliert. Offenbar nutzt er willenlose Frauen mit Daddy Issues aus? Das wirkt in der Darstellung von erwachsenen Frauen schon sehr entmündigend, oder?

Könnte man nicht sagen, dass Frauen, die offen für große Altersunterschiede sind, sich nicht selbst freiwillig in eine Situation der Ungleichheit begeben? Der Partner ist nun einmal in einem anderen Abschnitt seines Lebens. Und für die Frauen sind jüngere männliche Partner, die es vielleicht mit Zuneigung und der zwischenmenschlichen Verbindung ernster meinen, ja offenbar uninteressant.
Immerhin investiert man wertvolle Lebenszeit in diese Verbindung mit älteren Männern. Man sollte bei den Daddy Issues nicht vergessen, dass diese Frauen wohl auch für andere deutlich ältere Männer offen wären. Wären die dann immer die bessere Wahl?

Ich denke, es ist fair zu sagen, dass dies auch eine gewisse Lebensentscheidung ist. Viele Menschen investieren Zeit in ungleiche Beziehungskonstrukte, Affären und alles mögliche. Damit geben sie halt potentiellen Partnern die es viel besser und ernster meinen könnten gar keine Chance. Sie sind zeitlich nun einmal mit den anderen Menschen beschäftigt.

Wenn dir diese Frauen Leid tun, frage ich mich auch, wieso du von ihrem Unglück ausgehst. Kannst du denn sicher sein, dass sie mit dem Mann wirklich unglücklich sind? Oder, dass andere Lebensentscheidungen von ihnen besser gewesen wären?


Für mich stellt sich wirklich ganz neutral die Frage, ab wann du Menschen in der Eigenverantwortung für ihr Leben siehst. Wann ist man für sein eigenes Handeln verantwortlich?

Willst Du seine Kontaktdaten, wenn Du ihn so toll findest? Nicht, dass ich so etwas weitergebe, aber anscheinend hast Du einen ganz harten Crush auf ihn oder Hateboner auf mich, so wie Du da wild theoretisierst.

Vor 38 Minuten , schrieb TaliX:

Willst Du seine Kontaktdaten, wenn Du ihn so toll findest? Nicht, dass ich so etwas weitergebe, aber anscheinend hast Du einen ganz harten Crush auf ihn oder Hateboner auf mich, so wie Du da wild theoretisierst.

Ich kann nicht erkennen, dass sich meine Zeilen übermäßig viel mit dir als Person beschäftigt haben. Auch habe ich kein Interesse an diesem Mann bekundet.

Nur um das klarzustellen: Du hast ihn "gedatet".
Und ob wir unter dem Begriff Date dasselbe verstehen ist zumindest fraglich. Dahingehend magst du dich gern belehrend über die anderen Frauen stellen. Offensichtlich bist du aber denselben Weg gegangen. Das ist dann schon beachtlich, wenn du dich dafür feierst den Weg nicht so weit gegangen zu sein wie du es dir bei anderen Frauen vorstellst. Ich bin mir recht sicher, dass diese drei Dates schon mehr waren, als viele andere Frauen bereit wären mitzumachen. Ein "krasses Ekelpaket" dreimal zu treffen ist immerhin schon ein Statement. Ich glaube, diese ehrliche Feststellung darf man treffen.

Ich habe dir einfache Fragen gestellt. Diese scheinen letztendlich so kompliziert für dich zu sein, dass du mit völlig absurden Anschuldigungen reagierst.

Du bist ganz sicher nicht in der Position andere Frauen zu bemitleiden oder zu belehren, wenn du bei einfachen Fragen schon diese fehlende Reife zeigst und entgleist.

Vor 13 Minuten , schrieb FrecherDachs:

Ich kann nicht erkennen, dass sich meine Zeilen übermäßig viel mit dir als Person beschäftigt haben. Auch habe ich kein Interesse an diesem Mann bekundet.

Nur um das klarzustellen: Du hast ihn "gedatet".
Und ob wir unter dem Begriff Date dasselbe verstehen ist zumindest fraglich. Dahingehend magst du dich gern belehrend über die anderen Frauen stellen. Offensichtlich bist du aber denselben Weg gegangen. Das ist dann schon beachtlich, wenn du dich dafür feierst den Weg nicht so weit gegangen zu sein wie du es dir bei anderen Frauen vorstellst. Ich bin mir recht sicher, dass diese drei Dates schon mehr waren, als viele andere Frauen bereit wären mitzumachen. Ein "krasses Ekelpaket" dreimal zu treffen ist immerhin schon ein Statement. Ich glaube, diese ehrliche Feststellung darf man treffen.

Ich habe dir einfache Fragen gestellt. Diese scheinen letztendlich so kompliziert für dich zu sein, dass du mit völlig absurden Anschuldigungen reagierst.

Du bist ganz sicher nicht in der Position andere Frauen zu bemitleiden oder zu belehren, wenn du bei einfachen Fragen schon diese fehlende Reife zeigst und entgleist.

Sicherlich sind mir die Deine einfachen Fragen zu kompliziert, das liegt an meiner fehlenden Reife;)
Professoren, die 30 Jahre jüngere Exstudentinnen zu BDSM ohne Tabus, Nogos etc rekrutieren, sollte mehr gehuldigt werden, innerhalb und außerhalb ihres Berufsstandes. Eine ganz noble Geschichte. Wahrscheinlich bin ich auch nur stutenbissig, weil ich den Typen nicht abbekam, oder?

Das ist eine gute Frage, die  @FrecherDachs hier in Bezug auf die Eigenverantwortung formuliert hatte.

 

Denn hier im Forum wird selbstverständlich immer die Selbstbestimmtheit und Eigenverantwortung von Frauen betont. Aber es wird oft widersprüchlich, wenn etwas schiefgelaufen ist. Dann ist plötzlich der Mann der Täter und die Frau nur noch das Opfer.

 

Ich will gar nicht diskutieren, dass dies nicht im Ergebnis so sein kann, sondern vielmehr zum Nachdenken anregen, ob es wirklich nur um das Ergebnis geht oder ob dieses nicht in vielen Fällen vorhersehbar wäre und es so gesehen hilfreicher sein könnte, quasi präventiv auch die Ursachen besser zu betrachten.

 

Und da stellt sich zwangsläufig die Frage „Wer hat sich denn diesen Mann/Dom/Sadisten ausgewählt“. Nach welchen Kriterien und mit welcher Eigenverantwortung?

 

Ich lese hier z.B. oft in Profilen von weiblichen Subs, dass für eine Beziehung, auch Lebensbeziehung mit Zusammenleben usw., das volle Programm, ausdrücklich ein SADIST gesucht wird.

 

Jede kann suchen, was sie möchte, aber da sollte vielleicht doch schon mal die Frage relevant sein:

„Weißt Du eigentlich, was Du da wirklich suchst?“

„Würdest Du auch einen Psychopathen oder einen Narzissten für eine entsprechende Beziehung suchen?“

 

Natürlich stellt man diese Fragen nicht, denn das würde ja die Selbstbestimmung und Eigenverantwortung dieser Frauen in Frage stellen. Wird dann so behauptet.  Dabei steht die Selbstbestimmung außer Frage, nur bei der richtigen Wahrnehmung der daraus resultierenden Eigenverantwortung besteht m.E. Nachholbedarf.

 

Denn, wenn dann tatsächlich etwas schiefläuft, was selbstverständlich so oder so nicht sein sollte, dann wird lieber einfach das Patriarchat als Ursache herbei fabuliert, als eine persönliche selbstbestimmte und eigenverantwortliche Handlungsweise angemessen zu berücksichtigen. Vielmehr wird diese meist völlig ignoriert.

 

Das beantwortet die Eingangsfrage zwar nicht, aber ich möchte hiermit anregen darüber nachzudenken, ob es nicht für viele Frauen viel hilfreicher wäre, dies angemessen zu berücksichtigen, statt es zu verdrängen und auch mal an die Eigenverantwortung bei der Partnerwahl zu appellieren, statt immer nur nachträglich ein imaginäres Patriarchat und irgendwelche Täter-/Opfer-Stereotypen zu benennen. Und vielleicht ist es genau dies, was den Nachholbedarf ausdrückt.

 

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