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Wie ist man eigentlich dominant? (Nicht einzig auf D/S-Dynamik bezogen)


Tr****

Empfohlener Beitrag

  • Moderators
FETMod-Legolas

Ich habe das Thema in den Bereich 'Neu in der Fetisch & BDSM Szene' verschoben, weil es sich offensichtlich um Neugierde an verschiedenen Möglichkeiten handelt.

Die Frage, "Wie ist man dominant?" ist im Forum schon des öfteren diskutiert worden. Bestimmt findest du auch da interessante Hinweise und Ideen, die dir weiterhelfen. 

 

Lieben Gruss

FETMod-Legolas, Team Fetisch.DE

 

(bearbeitet)

Ich verstehe es als "durchsetzungsstark", also im Rahmen ruhiger Verhandlung im Stande sein, seine Position durchzusetzen. Beispiel im Alltag: 2 Kommilitoninnen schauen sich den Gruppenarbeitsauftrag an, schauen mich an, schieben mir den Zettel hin und quatschen über Privatkram in der Erwartung, dass der Nerd jetzt schon für 3 arbeiten wird. Mehrere Anläufe, die Aufgaben gemeinsam zu besprechen und zu verteilen werden ignoriert. Nach ein paar Minuten weise ich trocken drauf hin, dass ich eh mal wieder überbelegt habe, in der Studienzeit geil stehe und lieber den Kurs nächstes Semester mache, als sie durchzuziehen. Denen ist die Kinnlade runtergefallen und sie haben angefangen mitzuarbeiten... Das wäre z.B. Brat-Taming ohne D/s-Kontext.
Wenn ich im Spielkontext mal dominant bin, arbeite ich mit positiver Belohnung (sie bekommt etwas, das sie möchte) und negativer Bestrafung (man nimmt etwas weg, das sie möchte). Es ist schon herzzerreißend niedlich zu beobachten, wie eine sonst total schüchterne Maus, die ich nicht traut Dirty Talk zu betreiben, plötzlich verzweifelt und hochrot angelaufen bettelt, kurz vorm Höhepunkt die Stimulation nicht abzuschalten ... bzw. wieder anzuschalten 😇 Sie nach der Erregung damit aufzuziehen, was sie in ihrer Verzweiflung gesagt/gemacht hat, während sie wieder knallrot anläuft, peinlich berührt grinst und das Gesicht bei einem an der Schulter vergräbt, wird nie langweilig. Wie es mit richtigen Brats in einer Dynamik läuft, kann ich nicht sagen. Ehrlich gesagt habe - und will - ich da keine Erfahrung... ^^'

bearbeitet von Krateros

Arsch und Dominant, das ist zwar nicht selten aber ob das jetzt erstrebenswert ist? Impliziert auch den Gedanken an das "Ich", dass immer nur auf seinen Vorteil aus ist und vielleicht auch ein bisschen toxisch daherkommt? Wobei auch nicht jeder Arsch dominant ist sondern einfach nur... ein Arsch.

Die Überschrift Dominanz wird ja gerne über alles mögliche geklebt und somit ist dann alles okay...

???

Aber das ist schon fast ein eigenes Thema.

Dominanz zeichnet sich, in meinen Augen, durch eine innere Haltung aus. Einer gewissen Ruhe und Gelassenheit. Wer führen will, der Mensch muss nicht schreien oder drohen. Es sollte sich natürlich anfühlen und nicht gekünstelt und aufgesetzt wirken. Dominanz strahlt Sicherheit aus und vielleicht auch Überlegenheit. Damit meine ich aber keine physische, die kann aber ein Aspekt des Gesamten sein. Ich kenne reichlich Dominante, die optisch jetzt nicht unbedingt den Vorstellungen von schlechten Erorik- oder Arztromanen entsprechen aber eine Präsenz ausstrahlen, die spürbar ist.

Und auch nicht jede Form von Dominanz findet zwingend sein Gegenüber. Die Anerkennung, ich, du oder sie/er ist Dominant, die kommt vom Gegenüber. Nur eine submissive Person kann für sich erkennen, ja, diese Form, die erkenne ich an.

Gerade bei 'brattygen' Personen kommen viele Dominante schnell an einen Punkt, bei dem sie erkennen, mit der Dominanz ist es gar nicht so wie eigentlich gedacht. Da werden Grenzen schnell erreicht.

Meine Stärke ist unter anderem die Sprache, mit dieser kann ich gut spielen. Aber auch meine Erfahrung die über Jahrzehnte gesammelt wurde. Ich kann viel Ruhe vermitteln und spanne eine Art Sicherheitsnetz.

Auf der anderen Seite wurde ich aber auch schon für meine Lockerheit und mein laissez faire kritisiert, da ich auch sehr viele Dinge recht entspannt sehe.

Das ist einer der Punkte zum Theme 'Strenge' und da bin ich vielleicht deutlich entspannter als andere und dies wird auch nicht immer von Submissiven geschätzt. Was jetzt nicht bedeutet, ich lass mich um den ganzen Arm wickeln, nach dem Finger ist auch bei mir Schluss.

Im Endeffekt musst du für dich deine Themen erkennen und keine Kopie von wem auch immer werden.

Zäumen wir das Pferd doch mal anders auf. (Es mag vielleicht seltsam sein das so zu formulieren ist nur wie ich das sehe.)

Was sind Eigenschaften die du an Führungskräften magst oder nur nicht magst. Führungskraft sind jetzt nicht nur im Bezug auf Arbeit sondern auch im privaten. Familie, Freunde. Was sind Grundvoraussetzung damit du sagst dieser Person kann in hier vertrauen. Ich fühle mich sicher deren Anweisungen auszuführen. Das darf auch super spezifisch sein. Z. B. Dein Freund mit dem großen bösen Hund sagt dir es ist OK du kannst das Leckerlie auch schmeißen.

Wenn du das weißt und du diese Eigenschaft hast oder strebst sie auszubauen. Dann hast du deinen Dom Kern gefunden. Das was natürlich kommt und ohne eine Maske oder rolle richtig für dich ist.

Danach kommen skills und wissen. Was dich interessiert schlägst du nach. Schaust worauf es ankommt und was du selbst von dem Thema erwartest. Dies kann und wird oft auch mit einem Partner/einer Partnerin besprochen. Heißt zu einem gewissen Grad musst du flexibel sein.

Ein Dom kann nur dann machen was er/ sie will solange er /sie den Partner/ die Partnerin Respektiert.

Ich finde, hier sind schon wirklich viele richtig gute Antworten. Noch meine Sicht dazu: "Ein Arsch zu sein" ist nur dann notwendig, wenn man selber unsicher ist und das zu kaschieren versucht...dann ist man aber auch ein richtig schlechter Dom und niemand, dem man sich als Sub anvertrauen sollte. Als Sub gebe ich jemandem Kontrolle über mich. Dafür braucht es absolutes Vertrauen und dieses habe ich ganz sicher nicht in jemanden, der sich als "Arsch" aufführt.

Ich würde mir an Deiner Stelle ausreichend Zeit nehmen, ein „dominanter“ Partner zu werden. Da geht es nämlich darum, sicher im eigenen Handeln zu sein und die Bedürfnisse des Gegenübers zu erkennen. Das braucht ein Weilchen in der Persönlichkeitsentwicklung… 😉

(bearbeitet)

Hmmh Dominanz ist ja in erster Linie etwas was das Gegenüber spürt, nicht unbedingt etwas was ich bei mir sehen muss bzw. kann. Aus meinem Erlebten kann ich sagen, ich habe mich nie als Dominant empfunden, erst wie einige sagten das ich eine natürliche Dominanz habe kam ich ins denken. Aber für mich angenommen habe ich es erst wie sich einige Dinge aus meinem Leben die nix mit BDSM zu tun hatten, welche ich nie verstanden habe, mit der Betrachtungsweise der Dominanz auf gelöst haben.
Ich glaube das gespielte Dominanz nicht unbedingt authentisch rüber kommen kann, aber auch hier kann es zwischen den Partnern sehr gut passen. Anfänglich hat aber Dominanz nix mit Vertrauen zu tun, eher mit einer anfänglichen Kompromissbereitschaft, und auch nix mit dem sofortigen erkennen von Bedürfnissen da die einfach zu verschieden sein können, jedenfalls für mich da ich noch nicht alle hatte. Aber auch hier kann die gegenseitige Lust einem vieles zeigen, so das sehr wohl Bedürfnisse befriedigt werden können.

bearbeitet von Po_versohlen

Kleinigkeiten wie beim Essen gehen das er den Tisch für uns wählt .. hätte ich Einwende könnte ich etwas sagen, aber ich bin froh manches nicht entscheiden zu müssen. Er ist nicht laut und cholerisch, aber wenn ich zu weit gehe zeigt er es ganz deutlich. Er kann mich einfach führen und weiß manchmal besser als ich was ich brauche weil er gut beobachtet

Dominant zu sein bedeutet für mich, die Situation unter Kontrolle und den Fortgang im Blick zu haben.

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