Jump to content
DonArts

Sexualbegleiter auch für SM ?

Recommended Posts

Geschrieben

Grad von ein par Tagen hat mich eine sehr gute Freundin auf das Thema hingewiesen: Berührerin und Sexualbegleiter (m oder w;-) Erstmal noch kein sm.

Ich könnte mir gut vorstellen, zunächst einer Frau, zunächster :-) einer Frau mit einer körperlichen Behinderung (Das Modewort Handycap ist nur ein Fremdwortersatz, von dem man denkt, er wäre nicht so schlimm) als Berührer, Streichler und dann auch sexuell näher zu kommen. IMMER mit ausführlicher Vorbereitung im Gespräch mit ihr zusammen. Das setzt natürlich auch von ihrer Seite eine Bereitschaft voraus, sich langsam und stetig zu öffnen.

Mit einer geistig behinderten Frau ist das sicher nochmal eine ganz andere Nummer. Vor Allem in der Vorbereitung, in die natürlich ihre engsten Betreuer, Freunde und Verwandte einbezogen werden müssen. Auch ihren Schrei nach Berührung stelle ich mir auf Grund des sicher vorhandenen Mangels noch lauter vor. Bevor nicht ganz langsam das das Vertrauen gewachen ist, geht gar nichts. Und es ist sicher unterschiedlich nach der Art der Behinderung, bei Mongos sicher ganz anders als bei man. depress.

Vielleicht  im Grunde ähnlich wie bei einer "normalen" Sm Beziehung: Äußerste Achtsamkeit der Partnerin gegenüber, langes Erforschen ihrer Grenzen und Ängste, z.B. wie wahrscheinlich ist ein Grenzen verschieben durch sie.. etc. pp...

Wenn ich bei mir innen nachfrage, reizt es mich schon, eine solche Aufgabe zu erfüllen.

Wie stehst Du zu dem Thema ?

UWPaar
Geschrieben
Klar, auch Menschen mit Behinderung haben ein Recht auf Sexualität. Aber ich stelle mir gerade bei geistiger Behinderung das Thema sehr schwierig und auch grenzwertig vor. Hut ab vor jedem der sich in diesem Bereich engagiert!
Ana84
Geschrieben
Auch Menschen mit Behinderungen haben das Recht sich weiter zu entwickeln auch auf der sexuellen Ebene. Hut ab wenn du das kannst...viel Glück weiterhin...
Geschrieben
Ich gebe zu, ich würde mich in dem Bereich zurückziehen. Zu nah ist der Vorwurf der sexuellen Ausbeutung. Gib auf dich acht!
Geschrieben

@UWPaar, @Ana84 Ich habe mal einige Jahre in einer Familie mit 3 ADS Kindern gelebt, einer davon deutlich autistisch. RainMan ist glaube ich ein gutes, realistisches Beispiel. Später in einer anderen Familie, bei der der Sohn Mongo war. So unterschiedlich, in Bereichen sehr fähige Wesen, so direkt, so grenzenlos liebevoll, wenn sie sich sicher und geborgen fühlen.

Alle hatten sie eines gemeinsam: Ihnen fehlte der bei uns so wichtige Schutzwall als Abstandshalter für andere Menschen. Wenn uns einer zu nahe kommt, also in unseren "Intim-Raum", den Raum ein paar cm über unserer Haut eindringt, schrillen die Abwehrglocken. Bei denen war es schlicht weg nicht vorhanden. Du schaust ihnen in einem ruhigen Moment in die Augen und siehst direkt in ihre Seele. Hört sich komisch an, aber es ist genau so. Das ist einerseits ein wunderschönes Gefühl, jemanden zu haben, der soooo weit offen, wie sonst niemand den Du kennst. Aber genau das macht das Leben für sie so unberechenbar und stellenweise gefährlich. Jeder kann da ungefragt tief in die Selle dringen. Für uns nvorstellbar.

Als bei den Pubertierenden die Hormone sprudelten, stellten sie sich einfach zu den Mädels, die gackernd, aber verdammt reivoll da rum standen. Er ging so auf die zu, wie er es gewohnt war, völlig ohne Barrieren. Er hat sich 3 Dinge eingefangen:  Jedes Mal eine Tracht Prügel und 2. ein völliges Unverständnis für die Situation. Daher ging er immer wieder hin. und 3. eine unendliche Traurigkeit.

Ihn dann weinend im Arm zuhalten war ein ganz besonderes Erlebnis: Er ließ mich (ungewollt) tief in seine Seele und ich ließ ihn automatisch tief in meine. Dabei beruhigte er sich wieder.  Dabei war kein Stückchen Sex dabei, ausschließlich körperliche Berührung mit seelischer Nähe.

Also, ich weiß nicht, ob ich das außerhalb des familiären Raumes kann, bei einer Frau die Berührungen ins Sexuelle mit ähnlicher Wirkung auszudehnen, vielleicht unter guter, fachkundiger Anleitung. Leider gibt es nur in der Schweiz ganz wenige Ausbildungen, in D ist man glaube ich völlig auf sich selbst angewiesen.

 

 

 

Geschrieben
vor 14 Minuten, schrieb KatanaDom:

Ich gebe zu, ich würde mich in dem Bereich zurückziehen. Zu nah ist der Vorwurf der sexuellen Ausbeutung. Gib auf dich acht!

Absolut, @KatanaDom, spezell bei gestig Behinderten sollte auf jeden Fall noch jemand, eine Frau, anwesend sein. Und es sollte in einer Klinik o.ä. durchgeführt werden, daß dieser Verdacht ja nicht aufkommt.

Wegen dieser Angst sind ja viele Behinderte so bedürftig. Das, was ihnen eigentlich zum Schutz dienen sollte, wendet sich dann gegen sie und immer weiger Menschen trauen sich, sich einzulassen.

Sharya
Geschrieben

Gehen wir das Ganze doch mal langsam an:

1. Sexualtherapeuten: das ist die korrekte Berufsbezeichnung. Übrigens muss man da eine therapeutische Ausbildung machen. Sich einfach so als Ungelernter hinzustellen und zu sagen "Ich mach das jetzt mal einfach" geht zum Glück nicht.

2. Mongo ist abwertend und eine Beleidigung für Menschen mit Trisomie 21. Das kann man nachlesen, sollte aber auch so bekannt sein, wenn man sich wirklich mit dem Thema beschäftigt. 

Geschrieben

Ich denke/hoffe dem TE ist klar, dass er da eine Bezeichnung gewählt hat, die früher zwar "umgangssprachlich" so generell war, aber heute keinerlei Bezeichnung mehr für Menschen mit dem "Charakterbild" der Trisomie 21 verwendet werden sollte. Dies ist aber auch nicht Thema.

Zum Thema; es ist nicht so "leicht" wie man es gerne meinen mag, diese therapeutische "Therapie" auch in die Tat umsetzen zu dürfen. Was auch sehr gut so ist. Es reicht nicht, zu sagen: "ich hab damit kein Problem, ich kann das sicherlich". Es erfordert absolut fundiertes Wissen von Körperlichkeiten/Anatomie der Behinderungen ein Mensch mit Morbus Bechterew, sollte sicherlich anders gehandhabt werden, wie Jemand mit z.b. eben Trisomie 21.

Gruß

Knubbeldom

Team-fetisch.de

Geschrieben (bearbeitet)

@Sharya  beides ist grundfalsch und irreführend. Wo hast Du das her ?  Im Internet steht so viel Mist. Und vieles funktioniert als „Echokammer“. Jemand sagt irgendwas, ob richtig oder falsch und es kommt vielfach von gleich gesinnten zurück. Das macht es nicht wahrer.


Hallo  @MOD-Knubbeldom, danke, daß Du Dich hier eingeklinkt hast. „Charakterbild“, das trifft es perfekt. KEINE Krankheit, wie viele „Therapeuten“ mit der ICD-10 unter'm Arm zu wissen glauben. Davon später mehr. Du bist die einzige hier, die von den Menschen  spricht. Ansonsten ging es ausschließlich um den Kampf um Begrifflichkeiten und sog. „correctness“.

Das zentrale Thema sehe ich genau so wie Du:

Wer soll/darf eine solche Behandlung/Begleitung durchführen, welche Voraussetzungen müssen dafür gegeben sein, gibt es eine fest stehende, vielleicht sogar gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung, anerkannte Ausbildungen mit entsprechenden Prüfungen wie z.B. beim Heilpraktiker vor dem Amtsarzt? Eine vorgeschriebene Zeit der Supervision nach der Abschlußprüfung, der Mindesterfahrung im Umgang in den Begleitungen, die anfangs NIE alleine durch geführt werden dürfen, wie z.B. beim AiP (Ich weiß heute heißt es anders, ist aber das Selbe ?

Was würdest Du von jemandem halten, der genau dies lautstark behauptet, obwohl es grundfalsch ist, es aber nicht nötig hat, fundiert auf das Gegenteil hinzuweisen ? Zusätzlich Andere unverschämt und übel beschimpft ?

Vorab: Es wäre sehr schön, wenn es das oben Beschriebene gäbe. Gibt es aber leider nicht. Speziell nicht im Bereich Sexual- therapeut, -Begleiter - Berührer -/ - Betreuer.


Da ich mich mit diesem Thema nicht erst seit gestern beschäftige, (suche nach einer fundierten Ausbildung), habe ich etwas zusammen gestellt:

1a. Die Berufsbezeichnung „Sexualtherapeut“ gibt es nicht. Sagt die Akademie für SexualtherapieSie bietet dafür aber eine „Weiterbildung“ für 4.720,- € plus Zusatzkosten an. Zulassungsvoraussetzung: (Anm. Irgendeine) Berufserfahrung im sozialen oder medizinischen Bereich. (Anm. Wenn auch das nicht vorhanden ist erfolgt ein Gespräch, dann wird entschieden)  und mind 10h eigene Psychoanalyse. Man muß also irgendwas haben, das therapierbar ist.. Hmmmm. Stellt aber ein “qualifiziertes Zertifikat Sexualtherapie“ aus. Das Zertifikat ist ohne eine parallele Prüfung nach dem Heilpraktikergesetz  vor dem Amtsarzt wertlos. Also maximal eine "Zusatzqualifikation" zum HP.

1b: DGSMTW bezeichnet ihre Mitglieder nicht als Sexualtherapeuten, sondern als „Behandler“ Aus gutem Grund. 2. John Langdon Down hat den Begriff „Mongoloid“ selbst geprägt:  , ist also keine „Umgangssprache“.

Das mongolische Volk hat sich 1965 bei der WHO beschwert und eine Resolution beantragt, weil sie nicht mit „Kranken“ in Verbindung gebracht werden wollte. Diesem Antrag wurde zugestimmt. Der einzige belegbare Fakt. Dies wurde später von der „politischen Korrektheit“s Bewegung verdreht und auf die sog. „Kranken“ bezogen. Alles Andere wurde dazugedichtet. (Siehe „Echokammer“)

Und hier meine ganz persönliche Meinung: Mongos (Anm. ist eine sehr liebevolle Bezeichnung von mir, verwende sie, weil sie immer aus den Familien selbst kam, viele bezeichnen sich selbst auch als Mongos und Downies), Down, Trisomie21 „Patienten“ sind NICHT krank. Es ist eines von vielen „Charakter-Bildern. Brauchen also keinen wie auch immer gearteten, besonders selbst ernannten „Therapeuten“. Vielleicht einen Betreuer (hier ist das schöne Wort „Treue“ drin) oder einen Begleiter, um sich in dieser kranken Welt besser zurecht zu finden.

Krank ist unsere Gesellschaft, wobei ich mir nicht sicher bin, wer "kränker" ist, die "Kranken" oder viele "Therpeuten".

Unser Unterschied ist: Ich habe 12 Jahre in entsprechenden Familien gelebt, mit Frau und 1-3 Kindern/Jugendlichen, Tag für Tag, kenne und verehre diese wunderbaren Seelen mit ihren unglaublichen Fähigkeiten und sie wissen sehr gut mit mir umzugehen. (Bitte genau lesen) Ich habe unglaublich viel von ihnen gelernt. Ich sage offen und ehrlich, worin meine Erfahrung besteht und was ich nicht habe. Natürlich habe ich als Coach eine umfangreiche psychologische Ausbildung gemacht und zusätzlich Kurse zum Thema Behinderungen. Die Einzigen, die wirklich hilfraich waren, waren die der Anthroposophen.

Zu den „Anderen“ habe ich meine Meinung hier mehrfach geäußert.

Ich bin mir nicht sicher, ob das Thema hier drin bleiben soll, vor allem, weil es so polarisiert und ich keine Möglichkeit der Annäherung sehe.

@MOD-Knubbeldom , ich möchte Dich als der TE bitten, das ganze Thema zu löschen, weil es meines Erachtens niemanden weiter bringt. Vielleicht morgen, damit alle bisher Beteiligten Gelegenheit haben, alles zu lesen ? Gibst Du mir bitte kurz Bescheid ?

bearbeitet von MOD-Knubbeldom
Links entfern
Geschrieben

@DonArts, im Grunde versuchst Du nun Deine Wortwahl zu rechtfertigen, dies ist aber gar nicht nötig. Es war früher ein "allgemeiner Begriff" für die Trisomie 21, und muss nun auch nicht weiter diskutiert werden. Danke trotzdem für Deine Ausführungen dazu.

Ich würde Dein Thema auch gern noch weiterlaufen lassen, weil es ein gutes Thema ist, und nur weil es ein bissel "gehakt" hat, wäre es schade um dieses Thema. Ebenso musste ich die Links entfernen, da Diese nicht gestattet sind

Gruß

MOD-Knubbeldom

Team-fetisch.de

Geschrieben

Liebe @MOD-Knubbeldom, einverstanden, gerne unter Deiner Beobachtung. Und bitte off-topics wie Trollereien, Begrifflichkeiten und Eitelkeiten, streng ahnden ;-)

Liebe Alle,  dann freue ich mich wieder auf *hilfreiche* Kommentare und Beschreibungen zum ursprünglichen Thema. Unter *hilfreich* verstehe ich: Hauptsächlich persönliche Erfahrungsberichte von der Begleitung von Menschen mit unterschiedlichen (MOD, darf ich Deinen Begriff verwenden?) Charakter-Bildern: Wie fangt Ihr an, wie wächst das Vertrauen und die Zuneigung, was lief gut, was lief nicht so gut, wenn überhaupt bekannt. Gerne auch Links zu Berichten, die Ihr gelesen und verinnerlicht habt, aber lieber eigene Erfahrungsberichte. Auch wenn es nicht viel ist, jede "Kleinigeit" ist etwas Großes für mich. Und vielleicht für den einen oder anderen Mit-Leser und -Schreiber.

Neee, liebe @MOD-Knubbeldom, da vermutest Du falsch, in der Terminologie fühle ich mich wohl, ich weiß, wie sie entsteht und wer sie warum verändert. Da lasse ich mir die Butter nicht vom Brot nehmen :-) Ich habe nur geantwortet, weil die Gegenseite das Thema aufgerissen hat, es war für mich nur eine lästige Turnübung, die nichts gebracht hat ausser Ärger. 

Das eigentliche Thema interessiert mich viel mehr .


×