Dominanz und Hingabe begleiten mich, seit ich denken kann.
Nicht als Rolle.
Nicht als flüchtiges Spiel.
Sondern als eine Dynamik mit Tiefe, Gewicht und Bedeutung.
Ich lebe ein selbstbestimmtes Leben. Klar, verantwortungsvoll, bewusst.
Gerade deshalb kann ich loslassen.
Hingabe ist für mich kein Gegenpol zu Stärke – sie entsteht aus ihr.
Mich fasziniert weniger das einzelne Szenario als das Machtgefälle selbst.
Präsenz. Führung. Vertrauen.
Das Wissen, mich freiwillig in den Willen einer Frau zu legen, die diesen Raum halten kann – ruhig, souverän, selbstverständlich.
Was mich dabei besonders berührt, sind jene Momente, in denen nur das Hier und Jetzt existiert.
Wenn Intensität alles Alltägliche verdrängt, Fantasie greifbar wird und sich Nähe nicht erklären muss.
Nicht laut. Nicht hastig.
Sondern getragen von Aufmerksamkeit und gegenseitigem Erkennen.
Ein wesentlicher Teil dieser Hingabe ist für mich Sinnlichkeit.
Mich vom Körper meiner Herrin einnehmen zu lassen, mein Begehren offen zu zeigen und zu wissen, dass sie es spürt – und genießt.
Ihr Nähe, Präsenz und Verehrung zu schenken, sie zu verwöhnen, ihr zu dienen.
Facesitting, Worshipping generell, Princess Treatment sind dabei kein Schauspiel, sondern Ausdruck von Anerkennung:
Sie nimmt, was ihr gefällt.
Ich gebe, was sie fordert.
Still, intensiv und mit der Gewissheit, dass meine Hingabe ihre Lust vertieft.
So sehr ich diese Nähe liebe, habe ich zugleich eine deutlich ausgeprägte masochistische Seite.
Für meine Herrin zu leiden, Disziplin zu erfahren, an meine Grenzen geführt zu werden – und manchmal bewusst darüber hinaus – ist für mich kein Selbstzweck.
Schmerz wird dort bedeutsam, wo Vertrauen, Führung und Kontrolle ineinandergreifen.
Wo Unterwerfung nicht gespielt, sondern empfunden wird.
Zu behaupten, ich hätte keine Grenzen, wäre naiv.
Und doch zeigt mir alles, was ich bisher erlebt habe, dass meine Lust an Schmerz und intensiver Hingabe weit tiefer reicht, als ich mir lange bewusst war.
Mit der richtigen Frau kann auch CNC – auf einer klaren Basis von Wertschätzung und gegenseitigem Verständnis – diese Dynamik auf eine noch weit tiefere Ebene tragen.
Nicht aus Bedürfnis heraus, sondern aus bewusster Entscheidung.
Mich reizt eine Frau, die zugleich nahbar und unerbittlich sein kann.
Eine Herrin, die Freude daran hat, mich zu führen, zu formen, mich um Gnade flehen zu lassen und bewusst mit meinen Grenzen zu spielen.
Nicht in permanenter Härte, sondern mit der Möglichkeit, dass auch Furcht Teil der Dynamik sein darf – als Ausdruck von Vertrauen und Tiefe, nicht von Unsicherheit.
All das darf wachsen – ohne Vorlage, ohne fertiges Bild, sondern im gemeinsamen Entdecken dessen, was sich zwischen uns richtig anfühlt.
Dabei ist mir Natürlichkeit wichtiger als Inszenierung.
Weniger Maske, mehr echte Präsenz.
Je authentischer eine Dynamik gelebt wird, desto tiefer wirkt sie.
Was ich suche, ist kein flüchtiges Machtspiel.
Sondern eine echte Verbindung – getragen von Vertrauen, Authentizität und gegenseitigem Respekt.
Vielleicht entsteht daraus etwas Seltenes:
Eine Frau, die mich fasziniert, mein Ego fordert, meinen Intellekt reizt und fähig ist, meine Weltanschauung ins Wanken zu bringen.
Einer solchen Frau würde ich meine Hingabe auf allen Ebenen schenken – körperlich, emotional, geistig.
Am Ende geht es darum, den grauen Mantel des Alltags abzulegen.
Meine eigene Welt zurückzulassen.
Einen Teil der ihren kennenzulernen.
Und mich darin verlieren zu dürfen.
Ganz.
Bewusst.
Und ohne Maske.
KV, *** play, Knifes/Cuts, Little/Age Play sowie alles was selbstverständlich sein sollte (Kinder, Tiere, etc,..)
Darüber hinaus tut es mir natürlich wirklich leid zu hören, dass du diesen Menschen, der deinen Weg wohl nicht mehr teilt, so schmerzlich vermisst. Es ist immer schwierig, als Außenstehender etwas zu solchen Dingen zu sagen, zumal ich dich nicht einmal kenne.
Natürlich tut es weh und ist Weiterlesen… unglaublich schwer zu verarbeiten, einen Menschen zu verlieren, der so viel in einem auslösen und bewegen kann. Doch gerade deswegen kannst du dich auch glücklich schätzen, diesen Menschen überhaupt kennen gelernt haben zu dürfen. Menschen, die einem so nahe gehen, mit denen man eine so intensive Zeit erlebt und die einen derart verändern können, trifft man nicht viele in seinem Leben. Letztendlich hat dich dieser Mensch auch ein Stück weit mit zu der Frau gemacht, die du heute bist.
Im Grunde haben meine Vorredner es perfekt getroffen: Wenn sich all diese Emotionen mal gelegt haben wirst du - im Nachhinein betrachtet - auf all die schönen Momente die ihr miteinander erlebt habt, all die Zeit, die ihr gemeinsam sein konntet, und alles, was dir diese Verbindung auch für dich persönlich gegeben hat, zurückblicken können. Und das - zumindest habe ich das immer so empfunden - ist doch unendlich viel mehr Wert als das Leid welches dir gerade abverlangt wird, auch wenn dir solche Sätze gerade wahrscheinlich nicht viel bringen. Dieser Schmerz und das Verlustgefühl werden weniger, die Errinerungen, Erlebnisse und das, was ihr vielleicht sogar aneinander wachsen konntet, wird dir für immer bleiben.
Die Diskussion ist nun zwar schon etwas älter, und ich habe keine Ahnung, ob das überhaupt noch jemand liest, dennoch finde ich das Thema interessant. Da ich es vor Neujahr nicht mehr geschafft habe, etwas dazu zu schreiben, tue ich das eben jetzt ^^
Natürlich kann ich nur für mich sprechen, und Weiterlesen… ich denke, das wird sowieso Jeder sehr unterschiedlich empfinden, ich persönlich mag es aber eigentlich sehr, manchmal etwas über meine Grenzen getrieben zu werden. Auch wenn ich schon anfange zu wimmern und zu flehen, muss das nicht bedeuten dass ich keine Lust mehr dabei empfinde. Selbst wenn es mich in dem Moment etwas überfordert und man mir das auch deutlich anmerkt, möchte ich es meiner Herrin überlassen, wann Sie dem nachgibt.
Das alles ist mit viel Leidenschaft und Emotionen verbunden, das Geschehen einfach nur still zu ertragen kann ich mir überhaupt nicht vorstellen. In gewissem Maße reagiere ich auf alle Reize die mich anregen - wenn auch nicht so heftig, wie auf intensivere Schmerzen, natürlich. Dabei spielt aber auch die zwischenmenschliche Ebene eine große Rolle. Wenn ich mich einer Dom hingebe, möchte ich ihr keine Grenzen setzen oder sozusagen einen Rahmen abstecken, innerhalb dessen Sie sich bewegen kann. Wirkliche Hingabe bedeutet für mich, dass Sie sich komplett ausleben kann. Auch wenn es für mich manchmal akut in solchen Momenten etwas zu viel wird, kann genau dies im Endeffekt auch die intensivste Lust in mir auslösen. Von generellen Tabus natürlich abgesehen, aber das ist etwas Anderes.
In erster Linie geht es mir darum, genau dafür benutzt zu werden, was meiner Herrin gerade Spaß bereitet. Und wenn sie mich manchmal eben etwas mehr leiden sehen will, füge ich mich dem gerne. Zumal dieser gewisse "Angst"-Faktor das ganze nur noch interessanter macht, wobei Angst jedoch nicht ganz das richtige Wort ist. Natürlich ist Sympathie, und vor allem Vertrauen, eine Grundvoraussetzung dafür, es meiner Herrin allein zu überlassen wie weit sie geht, wenn es offensichtlich schon eine Qual für mich ist. Wüsste ich aber genau, es geht nur bis zu einem gewissen Punkt, empfände ich das als recht langweilig, und es stünde so auch meinem Verständnis von Unterwerfung entgegen.
Ihre Lust dabei wahrzunehmen, wie sie darin aufgeht, ihren Fantasien einfach freien lauf zu lassen, regt auch mich enorm an. Den Punkt, dass du Gefallen daran hast, wenn dein sub merklich auf die von dir zugefügten Schmerzen reagiert und diese erträgt, um dir zu gefallen und Spaß zu bereiten, kann ich schon nachvollziehen.
Das, was du als Egoismus bezeichnest, ist für mich zum Teil auch das, was eine D/s- Beziehung zu dem macht, was sie ist: Mich im wahrsten Sinne allein Ihrer Lust und ihrer Gnade hinzugeben, auch wenn ich mich dafür manchmal etwas über meine Grenzen hinaus verbiege. Alles in seinem Rahmen natürlich, aber über sowas spricht man ja ohnehin.
So wie die devote Natur der dominanten bedarf, um ausgelebt werden zu können, gibt es für jeden Kink, in jeder Ausprägung, auch den Gegenpart, der diesen sucht um die Erfüllung seiner Fantasien zu finden.
Schade, dass du nicht von Männern angeschrieben werden möchtest. Ich glaube, wir könnten uns gegenseitig viel geben ;)
In einer tieferen, und persönlicheren D/s- Beziehung sollten extreme Schmerzen oder generell härtere Praktiken meiner Vorstellung nach nicht das sein, was die Beziehung in erster Linie prägt. Auch wenn es für mich ganz klar dazugehört, brauche ich nicht immer unbedingt starke Schmerzen oder Schmerzen überhaupt, um meine devote Ader ausleben zu können. Genauso liebe ich es, meine Herrin einfach zu verwöhnen, ihr jeden Wunsch von den Augen abzulesen und ihre Dominanz auf eine ganz andere Art wahrzunehmen. Zu wissen, dass sie auch anders kann, wenn sie will, und mich das auch hin und wieder spüren lässt, macht es jedoch nur umso reizvoller.
Das ist aber nun auch schon wieder ein anderes Thema, ich fand das einfach interessant und es hat mich wirklich zum Nachdenken angeregt. Das wollte ich jetzt auch noch loswerden, auch wenn das Thema schon recht alt ist und das wahrscheinlich sowieso kaum noch jemand liest 😜
Diese Frage lässt viel Spielraum für Interpretationen.. Was genau bedeutet "zwingen" für dich? Vordergründig geht es als sub in einer D/s Beziehung natürlich darum, dass du dich in deiner Rolle als sub den Wünschen, oder Befehlen, deiner Herrin beugst. Da du dich als sub identifizierst, sollte dir Weiterlesen… aber auch genau dies Lust bereiten, dass du diese Frage überhaupt stellst, legt eher nahe, dass es dabei um etwas geht, was du als grenzüberschreitend empfindest, wozu dich natürlich niemand "zwingen" kann..
BDSM sollte beiden Parteien Lust bereiten und im Rahmen dessen, was du als anregend empfindest, geschehen. Dass du dem Wunsch deiner Herrin, was auch immer es sein mag, mit solchen Gedanken gegenüberstehst, zeugt, zumindest in meinen Augen, von einem innerlichen Konflikt deinerseits ihrem Wunsch gegenüber und wenn du dich damit nicht wohl fühlst solltest du in diesem Punkt auch nicht "gehorchen", selbst wenn dies das Ende eurer Beziehung bedeuten sollte.
Du solltest dich in der Beziehung deiner Herrin gegenüber geborgen fühlen, ihre Wünsche mit Lust und wohlwollen befolgen... Keinesfalls aber deinen Stolz aufgeben, auch wenn das, für den ein oder anderen, vielleicht paradox klingen mag.
Du setzt deine Grenzen, und niemandem steht es zu diese zu überschreiten, es sei denn du möchtest das..